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Alternativantriebe: Warten auf Grün
DPA

Wie umweltfreundlich sind Elektro-und Hybridmobile wirklich?

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syracusa 10.11.2014, 11:48
80.

Zitat von GrafKrolock
Jede Art von Förderung des Fahrzeugneukaufs ist klima- und ressourcenpolitischer Unsinn. Das Auto hat bereits durch seine Herstellung, noch bevor es einen Kilometer zurückgelegt hat, mehr Energie verbraucht und Dreck emittiert, als jeder noch so alte Käfer in 20 Jahren verbrauchen würde.
Das stimmt nicht ganz. Bei einem PKW mit Verbrennungsmotor werden bei der Herstellung ungefähr gleich viele Ressourcen verbraucht wie während seiner Lebensdauer. Der Ressourcenverbrauch bei der Produktion eines E-Autos ist,, wenn es nicht aus recycletem Material hergestellt wird, ungefähr gleich groß. Weil E-Motoren ganz ungleich länger haltbar sind als Verbrennungsmotoren, dürfte die Lebensdauer eines E-Autos deutlich über der eines normalen Autos liegen, und das verbraucht schon heute bei normalem Netzstrom 27% EE-Energie.

Weil wir ja nicht genau dann, wenn wir mehr als 50% EE-Strom im Netz haben, schlagartig alle Autos auf E-Antrieb umrüsten können, müssen wir diese Umstellung sehr langfristig angehen und damit schon heute beginnen. Subventionen brauchen wir für die Umstellung keine. Wir brauchen sie aber, wenn wir auch in Zukunft die führende Autoproduktion haben wollen.

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mcpoel 10.11.2014, 11:50
81. Andere Kraftstoffarten?

Warum kein Vergleich mit z.B. nachhaltig produziertem Pflanzenöl im Dieselmotor? Viele Ölpflanzen wachen auf Wüsenboden. Es müssen a gar keine Regenwälder abgeholzt werden. Warum auch kein Vergleich mit gebrauchtem Pflanzenöl als Kraftstoff? Es gibt jede Menge Abfall, der zum Wertstoff werden kann. Hier werden nur großindustrielle Lösungen dargestellt.

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Monsterwelle 10.11.2014, 11:57
82. Wunschdenken

Fehlende Speicher. Wie immer. Schön zu lesen, wie sich der Artikel darum windet, mutmaßt, hofft und sogar warnt. Die Physik lässt sich nun mal nicht austricksen auch wenn man das in Windmühlen-Deutschland gerne anders sehen würde. Letztlich sind wir aber nur schlau gewordene Affen, die immer noch Feuer machen, ein wenig Atomphysik gelernt haben und damit nicht wirklich umgehen können. Der Rest ist Wunschdenken.

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ilek 10.11.2014, 11:59
83. Es geht um eine Studie/ das ganze System

Zitat von DOB_berlin
Wer bitte lädt sein Elektroauto mit Kohlestrom? Die Hersteller bieten grüne Stromtarife mit Sonderkonditionen beim Erwerb gleich mit an. Käufer von Elektroautos denken ganz sicher nachhaltiger, als es diese Studie vorgibt.
Das mit den Öko-Stromtarifen mag individuell gelten, aber in dem Artikel geht es ja um das ganze System (also Betrachtung der ganzen Flotte). Wenn wir heute alle / oder einen großen Anteil unserer PKW auf Elektroantrieb umstellen würden, gäbe es nicht genug Öko-Strom, bzw. der "ganz normale" Stromverbrauch müsste über konventionelle Erzeuger produziert werden.

E-Autos in Verbindung mit einem (echten!) Öko-Strom-Vertrag könnten unter bestimmten Vorraussetzung allerdings dazu dienen, die Regenerativen stärker auszubauen, als das über die EEG-Förderung der Fall ist.

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pratter 10.11.2014, 12:01
84. Es ist eine der größten Lügen unserer Zeit

dass sogenannte "alternative" oder "grüne" Energien aus ideologischen, nicht zu Ende gedachten gründen angeprießen werden, ohne dass auf die Gesamt-Energiebilanz von der Rohstoffförderung bis zum Lebensende für ein Produkt eingegangen wird.
Wer z.B. die enrgiefressende Produktion von Solar-Wafern kennt, der kann sich nur an den Kopf greifen ob der dreisten Lügen bzgl. deren angeblicher Energieeffizienz und Ressourcenschonung.
Der Point of no return ist längst überschritten.

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GrinderFX 10.11.2014, 12:02
85.

Zitat von syracusa
Das stimmt nicht ganz. Bei einem PKW mit Verbrennungsmotor werden bei der Herstellung ungefähr gleich viele Ressourcen verbraucht wie während seiner Lebensdauer. Der Ressourcenverbrauch bei der Produktion eines E-Autos ist,, wenn es nicht aus recycletem Material hergestellt wird, ungefähr gleich groß. Weil E-Motoren ganz ungleich länger haltbar sind als Verbrennungsmotoren, dürfte die Lebensdauer eines E-Autos deutlich über der eines normalen Autos liegen, und das verbraucht schon heute bei normalem Netzstrom 27% EE-Energie. Weil wir ja nicht genau dann, wenn wir mehr als 50% EE-Strom im Netz haben, schlagartig alle Autos auf E-Antrieb umrüsten können, müssen wir diese Umstellung sehr langfristig angehen und damit schon heute beginnen. Subventionen brauchen wir für die Umstellung keine. Wir brauchen sie aber, wenn wir auch in Zukunft die führende Autoproduktion haben wollen.
Ihre 50% ergeben überhaupt keinen Sinn.
Richtig wäre 100%, denn der Verbrauch der E-Autos kommt auf den normalen jetzigen verbrauch obendrauf. Sprich, solange wir noch nicht den gesamten Strom ohne E-Autos aus Erneuerbaren Energien beziehen, wird jeder weitere Verbrauch aus Kohle erzeugt. Es bleibt also solange ein Kohleauto.

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Wieland 10.11.2014, 12:03
86. Und richtig

umweltfreundlich ist doch mit Sicherheit ein mit Diesel betriebenes Sport-u. Nutzfahrzeug, die sog. Geländelimousine, oder?

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Ingmar E. 10.11.2014, 12:03
87.

Zitat von syracusa
Das stimmt nicht ganz. Bei einem PKW mit Verbrennungsmotor werden bei der Herstellung ungefähr gleich viele Ressourcen verbraucht wie während seiner Lebensdauer. Der Ressourcenverbrauch bei der Produktion eines E-Autos ist,, wenn es nicht aus recycletem Material hergestellt wird, ungefähr gleich groß.n.
Das ist eindeutig falsch. Denn die Gesamtenergiebilanz von Verbrennern mit 3-4l/100km Verbrauch (also Herstellung+Verbrauch während der Fahrt+Entsorgung) ist auf dem Niveau eines Stromer-Kleinwagens.
http://www.empa.ch/plugin/template/empa/1234/99073/---/l=1
Das heisst aber auch, ein Kleinwagen-Verbrenner ist einem Mittelklasse-Stromer wie dem Tesla S immer überlegen. Und die meisten Fahrten finden mit einer Person statt, ein Kleinwagen reicht da völlig.

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IntelliGenz 10.11.2014, 12:06
88. da stutzt man,

wenn hier zu lesen ist, dass ein Aufladen der Batterien ueber Nacht zur Nutzung des "besonders dreckig" hergestellten Stroms ist. Dito, das Aufladen tagsueber ist besser fuer die Oekobilanz, weil mehr von "sauber" und "gruen" hergestellter Strom dabei genutzt wird. Dann sollte man endlich die aufladezyklen von Nachtspeicherheizungen auf die Tageszeit uebertragen. Erst wenn der Begriff "Nachspeicher" durch den allgemein gueltigen Begriff "Stromspeicher" ersetzt ist, wird einem klar was man in diesen im Prinzip intelligenten Speichern - sowohl bei Elektroautos als auch bei Heizungen - wertvolles hat. Naemlich Auffaenger und Ausbalancierer von in Spitzenzeiten reichlich zur Verfuegung stehendem Photovoltaik- und Windstrom

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Teile1977 10.11.2014, 12:15
89. Unwissen

"Solange der Wirkungsgrad eines Dieselmotors besser ist als der ein Kohlekraftwerks braucht man über die Ökobilanz nicht ersthaft reden. Richtig interessant wird die Bilanz im Winter, wenn die 13kw Heizleistung einer Autoheizung statt aus der Abwärme des Verbrennungsmotors auch aus den Akkus kommen soll.... Das sagt aber keiner, warum wohl nicht? "

1. Der Wirkungsgrad eines Dieselmotors ist nur bei ca 3000 min und Fast Vollgas (Bei Betriebswarmen Motor) so gut, ansonsten dümpelt er bei 10-20%.
2. Ein Kohlekraftwerk mit Nahwärmeversorgung erreicht über 80%
3. Mit 13 Kw Heizleistung können sie ein Haus heizen, für ein Auto reichen 1-2 Kw. Es gibt übrigens auch Standheizungen für PKW, die heizen sogar wenn der Benziner noch Kalt ist ;-) und verbrauchen ca 0,1 Liter/Stunde.
Es sagt deshalb niemand weil es wie gesagt nicht stimmt, und sich niemand blamieren will.

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