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Amoklauf eines US-Soldaten in Afghanistan: Das Grauen von Najib Yan
AFP

Afghanistan ist fassungslos nach dem Amoklauf eines US-Soldaten im Süden des Landes. Augenzeugen schildern, wie der Amerikaner kaltblütig durch drei Häuser marschierte - und immer wieder abdrückte. Er tötete 16 Menschen, darunter neun Kinder und drei Frauen. Nun drohen neue Ausschreitungen. Amoklauf eines US-Soldaten: Das Grauen von Najib Yan - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

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idealist100 12.03.2012, 09:31
120. Da bin ich

Zitat von sysop
Afghanistan ist fassungslos nach dem Amoklauf eines US-Soldaten im Süden des Landes. Augenzeugen schildern, wie der Amerikaner kaltblütig durch drei Häuser marschierte - und immer wieder abdrückte. Er tötete 16 Menschen, darunter neun Kinder und drei Frauen. Nun drohen neue Ausschreitungen.
Da bin ich ja einmal gespannt ob der angeklagt und wegen Mord die Todesstrafe bekommt.

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forumgehts? 12.03.2012, 09:36
121. Wenn

Zitat von Montanabear
Die Soldaten sind sehr wohl mit dem Genfer Abkommen vertraut. Auch weiss ich, dass nicht die Ungebildesten akzeptiert werden. Wir haben eine Freiwelligenarmee und der Andrang ist nach wie vor gross. WasSie das von "Wildwest" faseln, ist reines Gerede. Dieser Amoklauf war ein Einzelfall und daraus auf das gesamte amerkanische Heer zu schliessen ist offensichtlich tendenzioes und unrealistisch.
bei einem Freiwilligen-Heer der Andrang gross ist, dann liegt das nur daran, dass es den Leuten so dreckig geht, dass die diese Option ergreifen müssen. Wie mir ein amerikanischer Freund einmal sagte, hätten viele sowieso nur die Wahl zwischen Army oder Knast. Wir werden diese Zustände auch bald in D haben.

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MütterchenMüh 12.03.2012, 09:37
122. wohl kaum

Zitat von idealist100
Da bin ich ja einmal gespannt ob der angeklagt und wegen Mord die Todesstrafe bekommt.
Die psychischen Probleme des Mannes sind doch aktenkundig.

Seit wann werden psychisch Kranke angeklagt und hingerichtet?

Wer das möchte sollte selber in Behandlung.

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k@nt 12.03.2012, 09:39
123. Hatte US-Soldat Mittäter?

Zitat von anbue
mag ich eigentlich (noch) nicht glauben. Ich frage mich allerdings schon, wie der Soldat die Kaserne bewaffnet verlassen konnte. Es muss doch eine Wache gegeben haben ? Schicken die Amis Ihre Elite oder sind die einfach so ?
Eine gute Frage und es kann gut sein, dass uns die US Propaganda wieder mal belügt:
"Es sei mehr als ein Soldat involviert gewesen, betonte Hadi. Und auch fünf andere Dorfbewohner sagten demnach, sie hätten eine ganze Zahl an Soldaten gesehen und sogar einen Helikopter und Scheinwerfer.

[...] es sei unklar, ob nach dem mörderischen Anschlag zusätzliche Truppen ins Dorf entsandt worden seien, um den Schützen festzunehmen. Allerdings kehrte laut offiziellen Angaben der Täter selbst zu der rund eineinhalb Kilometer entfernten Militärbasis zurück und stellte sich dort."
Hatte US-Soldat Mittäter? - news.ORF.at

Aber davon liest man auf SPON natürlich nicht.

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BladeMessiah 12.03.2012, 09:39
124.

Zitat von mallorcafan
vieles stimmt, was Sie da schreiben. Nur leider gibt es in Kriegen, soweit ich weiss, keine Gerechtigkeit im Sinne wie es in Friedenszeiten normal ist. Ausserdem kann sich von uns hier wohl kaum einer wirklich vorstellen, wie es ist, täglich diesen Kriegsscheiss zu erleben. Hier in Deutschland sind übrigens alle Parteien, ausser der Linken, für diesen Krieg. Was haben Sie gewählt?
Ich habe eine falsche Stimme abgegeben, weil mir keine Partei Momentan gefällt, jedoch war die SPD eine längere Partei, die von mir gewählt wurde.

Klar ist Richtig - Wenn wir Krieg haben, dann zählen andere Regeln, jedoch sollte genügend Menschlichkeit in jeden stecken, der unten als Soldat aggiert um zu wissen, was er im Ganzen tut. - " Jedoch ist das leider nicht Möglich" -

Mache haben in ihren Beiträgen eine sehr starke zynische Art, wo man denkt, dass wir die hier uns als Zivilisiert loben, dadrüber nachdenken sollten, dass Afghanistan keine Neandertalers sind und auch vor den Russen und jetzt der Amerikanern eine infrastruktur besass.

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kreis_rund 12.03.2012, 09:41
125. Krieg kennt immer nur Verlierer

Zitat von sysop
Afghanistan ist fassungslos nach dem Amoklauf eines US-Soldaten im Süden des Landes. Augenzeugen schildern, wie der Amerikaner kaltblütig durch drei Häuser marschierte - und immer wieder abdrückte. Er tötete 16 Menschen, darunter neun Kinder und drei Frauen. Nun drohen neue Ausschreitungen.
Eine grauenvolle Tat ...

Es ist aber keine neue Erkenntnis, dass Soldaten in Krisen- / Kriegsgebieten häufig psychische Probleme bekommen.

Was der Krieg aus Menschen machen kann, hatte bereits Francis Ford im Jahr 1979 eindrucksvoll auf die Leinwand gebannt: Apokalypse Now.

Wer den Film gesehen hat - ganz besonders den ellenlangen Monolog des Colonel Kurtz' - wird wissen, was ich meine.

Der Krieg kennt immer nur Verlierer.

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Criticz 12.03.2012, 09:43
126. Konsens

Stimmt auch, was Sie sagen-

Zitat von Criticz
Sie bringen hier einiges durcheinander. Ihr Beispiel mit der Mutter hinkt, denn persönliche Betroffenheit führt immer zu einem anderen Urteil, was menschlich ist.
Die Redakteure des Artikels sind nicht persönlich betroffen, es geht hier um eine abstrakte Fragestellung.
Auch habe ich nie "körperliche Ungleichheiten" geleugnet. Wollen Sie mit Erwähnung dieses Punktes andeuten "Frauen zuerst" beruht darauf, dass Männer im Zweifel aufgrund körperlicher Überlegenheit eher sich selbst retten können?
Haben Sie diese Meinung auch wenn eine 20jährige Sportlerin mit einem 70jährigen Greis um den Platz im Rettungsboot konkurriert?
Und was sagen Sie, wenn völlig klar ist, dass einzig und allein der Platz im Rettungsboot das Leben sichert, weil Selbstrettung ausgeschlossen ist? Dann auch - gleichaltrige (-: - Frauen zuerst?


wenn man es auf ,die Spitze' treibt, bleibt eine für alle Seiten ethisch gerechte Lösung schwierig.


Schön dass wir dann doch zusammenkommen. Sie haben völlig Recht, man kommt da sehr schnell in ein ethische, manchmal unlösbare, Zwangslage. Gerade deshalb "nervt" es ja wenn diese, gerade von der Presse, dann mal schnell nach dem Motto "Frauen zuerst" gelöst wird, weil sich das in dieser Pauschalität nicht vertreten lässt.

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outsider-realist 12.03.2012, 09:49
127.

Zitat von tehkautz
Hier geht es weniger um Feminismus, als um eine im Jornalismus ethablierte Praxis , um die Leser in Richtung Betroffenheit zu manipulieren. Andererseits erscheinen dem Autor wahrscheinlich, ebenso wie dem Leser, Frauen und Kinder als wehrloser als Männer - wie weit das nachvollziehbar ist, wenn es um einen Amoklauf geht, ist aber dennoch fraglich. Durch den inflationären Einsatz dieser Praxis, Frauen und Kinder in den Opferzahlen explizit zu erwähnen, ist der Propagandaeffekt, der durchaus mal treibendes Motiv für diese Praxis war, mittlerweile marginal, da sie auch für, so unterstelle ich mal, Berichterstattungen, die nicht unbedingt in die Agenda passen, verwendet wird.
Man könnte es als Propaganda bezeichnen, wenn in solchen Berichterstattungen explizit darauf verzichtet wird, Details über die Opfer preiszugeben. Ein Pressefilter wie wir es aus den Zeiten des Irak Krieges kennen (keine in Särgen heimkehrenden US Soldaten zeigen) oder in Sachen Kriminalität (Verzicht auf die Erwähnung der Herkunft des Täters). Dies ist in meinen Augen eine Manipulation, die sie nicht ernsthaft wollen, oder?
Wie der Leser die Informationen einzeln verarbeitet bleibt jedem selbst überlassen. Solange diese ungeschminkt und objektiv präsentiert werden, soll es auch so bleiben. Alles andere wäre Zensur.

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LeToubib 12.03.2012, 09:50
128. Modell 92SB-F

Zitat von storm8
[...] Dennoch hab ich mich sofort gefragt, wie ein psychisch kranker GI alleine und schwerbewaffnet einfach so nachts aus dem Lager marschiert [...]
"Schwerbewaffnet"? Eine übliche Dienst-Beretta M9 der U.S. Army hat ein 15-Schuss-Magazin. Diese plus 1 Patrone in der Kammer machen zusammen wieviel?

Genau: 16 Tote!

Nicht vergessen, der Amokläufer ist Mitglied der Special Forces und kein Feld-, Wald- und Wiesen-GI, was übrigens auch gut erklärt, dass er keinerlei Probleme haben dürfte, ein auch noch so gut gesichertes Camp verlassen zu können, so jemand braucht nämlich kein Tor ...

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junior173 12.03.2012, 09:54
129.

Es ist echt traurig, das bei einer solchen Meldung vielen Lesen nichts anderes auffällt als EVTL versteckter Feminismus. Selbst WENN das Feminismus wäre, kann die Männerwelt das nach Jahrelangem Sexismus ja wohl einmal kurz verkraften. Ich glaube nicht das der Autor dachte: SO nun drück ich den Männern mal richtig eins rein.

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