Forum: Blogs
Angriff der Craft-Beer-Brauer: "Diese Biere sind eine Beleidigung"
Gordon Welters/ DER SPIEGEL

Deutsche Biere sind öde oder sogar Industrieplörre - findet Greg Koch, Chef von Stone Brewing. Der Craft-Beer-Brauer aus den USA will jetzt den hiesigen Markt erobern. Ist der deutsche Gaumen bereit für eine Geschmacksrevolution?

Seite 2 von 10
troy_mcclure 17.01.2017, 08:46
10. Was für ein Bla-Bla

"Deutsche Biere sind für mich so was wie die klassische Musik. Wir aber machen Rock 'n' Roll."
"Mokka-Stout mit Wintergewürzen."
"Es geht darum, die Vielfalt zu vergrößern. "

Gutes Bier gibt es echt genügend in Deutschland und zumindest in jeder größeren Stadt gibt es mindestens ein, zwei Getränkemärkte, deren Sortiment mehr als die großen Hersteller umfasst und auch mal Bier von kleineren Brauereien verkauft.
Und die Frage, dass es nicht mehr außer Pils und Weizen gibt, zeugt nicht von Fachkenntnis. Ich kriege im Fachhandel problemlos u.a. Export, Lager, Kölsch, Alt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
CancunMM 17.01.2017, 08:57
11.

Zitat von xcver
will er uns sagen, dass amerikanische Biere aus Großbrauereien eine Erlösung ist? Es gibt auch in Deutschland "craft" Bier (oder einfach nur ......
Geschmäcker sind eben verschieden.
Sie meinten auch sicher Plörre und nicht Plöre. Und Plörre ist ein
zu dünn aufgesetzter Kaffee, also eher das Gegenteil von bitter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Lankoron 17.01.2017, 09:05
12. Wer annähernd

1 Mio Hektoliter Bier im Jahr herstellt, ist selber ein Industriebrauer. Er und seine Firma stellen also genau das her, was er im Interview verurteilt. Und wer Metallica oder Britney Spears benutzt, um Musik zu beschreiben, sceint auch davon nicht allzuviel Ahnung zu haben, sorry.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Otto Blitz 17.01.2017, 09:14
13. Berlin: Neues Mekka der Braukunst dank Stone Brewing?

Ach, Herr Koch, da ist viel Polemik und auch Neid(?) in dem, was Sie sagen. Kommen Sie mal nach Franken und probieren Sie echtes, handwerklich gemachtes "Craftbeer" aus einer unserer derzeit mächtig expandierenden Kleinbrauereien. Oder auch mittelständig großen Brauereien. Was ihr da seit zwanzig, dreissig Jahren in Amerika macht, ist lediglich Kopie von dem, was hier seit hunderten von Jahren gute Tradition ist. Setzen sie sich mal in der Fränkischen Schweiz in eine kleine Dorfbrauerei, egal, ob in Oberailsfeld, Leups oder Heckenhof. Gehen sie mal in Bayreuth ins Liebesbier, und vergleichen Sie unter den mehr als hundert angebotenen Sorten. In Punkto "Fernsehbier" mögen Sie recht haben, aber, es ist ja wie beim Wein: der beste bleibt in aller Regel in der Region, wird zuhause getrunken und gar nicht erst in die Welt verschafft. Und das ist ja auch gut so. Also, Bierfranken kennen lernen, und erst dann über "deutsches Bier" reden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
keksguru 17.01.2017, 09:30
14. eine Million Liter Craft Beer

werden nicht mehr in der Küche von der Oma zusammengebraut... eine echte Vielfalt lokaler Brauereien gibt es allerdings nur regional in Deutschland, z.B. in Bamberg,auch gibts im westlichen NRW noch ein paar Kleinbrauereien deren Bier nicht wie Plörre schmeckt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
asoetjen 17.01.2017, 09:30
15. Dito: Franken

#13: Sehe ich genauso. Allerdings leben leider nicht alle Menschen in der Nähe von Franken (so dass ich regelmäßig Bier in meine norddt. Heimat überführen muss). Zudem liegt der sinkende Bierkonsum ganz sicher in erster Linie daran, dass sich die Leute gesünder ernähren, und nicht daran, dass das Bier nicht mehr schmeckt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wunni2010 17.01.2017, 09:44
16. Wie er doch Recht hat , der Herr Koch !

Vor 35 Jahren wurde ich zum ersten mal mit der US Kraft Beer Szene konfrontiert . Ich war überrascht dass es in Palo Alto Pete´s Brewery mit Bierkeller und allen was dazu gehört gibt. Das Beer konnte man schon damals in lokalen Supermärkten kaufen. Seit dieser Zeit kaufe ich auch in Deutschland mein Bier bei Kleinstbrauereien und bin damit sehr zufrieden !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
trompetenmann 17.01.2017, 09:46
17. Wie in der Musik eben...

"Mokka-Stout mit Wintergewürzen." Das ist alles, aber einfach kein Bier mehr -in meinen Augen. Und um den Vergleich mit der Musik zu nutzen: der wirklich große Künstler ist der, der in den herrschenden Grenzen das beste Ergebnis erzielt. In Sachen Bier heißt das, trotz - oder gerade wegen des Reinheitsgebots - ein tolles Bier zu brauen, das ist die Kunst. Und davon gibt's in Deutschland reichlich. Man muss nur suchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spezialdm 17.01.2017, 09:55
18.

Der ständige Hinweis auf Bayern und Franken ist teilweise daneben und zeigt, dass man die Idee von Craft Bieren nicht verstanden hat. Craft Bier ist nicht gleichzusetzten mit "Kleinbrauerei" sondern bedingt sich durch die handwerkliche Herangehensweise. Selbst in Franken bieten kleine Regionalbrauerein teilweise nur ein Industriebier in kleinerer Auflage. Es gibt z.B. eine sehr große Anzahl verschiedener Hopfensorten, in Deutschland wird davon aber nur ein Bruchteil eingesetzt. Egal ob das Bier vom Weltmarktführer kommt oder aus der bayrischen Regionalbrauerei (bei Letzteren findet aber allmählich ein Umdenken statt). Die Craft Brauereien bedienen sich dieser Vielfalt und brauen handwerklich. Dadurch entsteht eine sehr große Geschmacksvielfalt (auch wenn das den durchschnittlichen deutschen Holzgaumen irritiert). Übrigens, ca. 80% der Deutschen würden unterschiedliche Pilsner bei einer Blindverkostung nicht unterscheiden können...
Ist aber wie bei den Autos: Die besten Autos und das beste Bier kommen selbstverständlich aus Deutschland, auf Kritik daran reagiert man leicht gereizt. Dabei hilft es mal über den Tellerand zu schauen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
max-mustermann 17.01.2017, 09:57
19.

"Auf einer Ihrer Dosen steht, es sei fraglich, ob man genug Geschmack und Erfahrung habe, die Qualität des Biers zu erkennen."

Wie wäre es wenn mann einfach mal akzeptieren würde das die Geschmäcker verschieden sind. Was der eine super findet, ist für den andern grottig und umgekehrt. Das ist wie bei diesen ganzen selbsternannten "Weinkennern" die einem immer irgend eine wichtigtuer Grütze erzählen aber in der Blindverkostung den 5 Euro Wein aus dem Supermarkt nicht von ihrem "super" 50 Euro Wein vom ach so trendigen Weingut XY unterscheiden können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 10