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Anti-Prostitutionsdebatte : Brüllen und blitzen gegen Alice
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Es gab Zwischenrufe und einen nackten Unterleib: Begleitet von Protesten hat Alice Schwarzer ihr Buch "Prostitution - Ein deutscher Skandal" vorgestellt. Bei der emotionsgeladenen Diskussion erstritten sich auch Sexworker und Freier das Wort, doch gut kam dabei keiner weg. Alice Schwarzer stellt Anti-Prostitutionsbuch in Berlin vor - SPIEGEL ONLINE

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mcmurdo 15.11.2013, 12:23
1. Anti-Prostitutionsdebatte

Zitat von sysop
Es gab Zwischenrufe und einen nackten Unterleib: Begleitet von Protesten hat Alice Schwarzer ihr Buch "Prostitution - Ein deutscher Skandal" vorgestellt
A.Schwarzer ist eine alte Frau - sie sollte endlich Schicht machen.
Ihr never ending Lebensthema hat genug Porzellan zerschlagen.

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MtSchiara 15.11.2013, 12:29
2. Hat denn irgend jemand ...

... irgend etwas anderes von Alice Schwarzer erwartet?

Ich als Nach-68er habe Schwarzer noch nie anders als als Fundamentalistin erlebt, die versucht, unter Verwendung der Begriffe "Feminismus" und "Gleichberechtigung", die Realität ihren etwas ungewöhnlichen Bedürfnissen anzupassen.

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Ishibashi 15.11.2013, 12:36
3. Gewalt

das Hauptproblem dürfte doch die mit Prostitution verbundene Gewalt sein. Insofern denke ich sollte die Diskussion weg von Grundsatz Debatten zu konkreten Vorschlägen gehen wie man eine Vergewaltigung einer Prostituierten zur Anklage bringen kann wie bei jeder anderen Person und nicht so leicht unter den Teppich kehrt.

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dreizack-benztown 15.11.2013, 12:37
4. Erst Revoluzzerin, dann Kapitalist

Frau Schwarzer weiss die Instrumente des Kapitalismus zu spielen. Wochen vor ihrer Buchveröffentlichung zum Thema Prostitution schiebt sie selbst eine Riesenwelle in den Medien dazu an, die Connections dorthin sind gut und so werden auch ÖR Gelder für "ihr" Thema locker gemacht.
Das sie inhaltlich völlig krude Aussagen abgibt ist nur Nebensache, hauptsache das Buch wird in den Medien heftig gepusht und der Rubel rollt .... nahezu perfekt angekommen im Kapitalismus.

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mosquitojg 15.11.2013, 12:45
5. Prostitution ist Teil der sexuellen Selbstbestimmung

Was hier propagiert wird ist ein reaktionärer Rückschritt hin zu einer Kriminalisation von Prostitution und ihren Nutzern. Dabei ist Prostitution heutzutage schon längst in der Gesellschaft angekommen. Auf vielen Internetseiten wird zwangslos das örtliche Angebot offen ausgebreitet. Unter den Anbietern finden sich keineswegs nur Geknechtete aus Osteuropa, sondern auch Hausfrauen und andere Bürger, die nichts Schlimmes daran finden oder sogar Spass zu haben scheinen. Das Thema der Zwangsprostitution wird zu sehr in den Vordergrund gespielt, aber scheint mehr eine Randerscheinung zu sein, die gerade in einem Umfeld noch viel mehr zu erwarten wäre, in der Prostitution sowieso kriminalisiert und unter der Hand in dunklen Gassen weiterpraktiziert würde. Dass Osteuropäer die Preise drücken mag stimmen, ist aber auch ein allgemeines Phänomen unter dem andere Berufe wie Handwerker, Bauarbeiter etc. genauso leiden. Ebenso ist nicht nachvollziehbar, wieso es erniedrigender sein soll, mit jemandem für Geld Sex zu haben, oder seinen Körper oder seine Gesundheit für andere fragwürdige Arbeiten einzusetzen. Auch ein Kanalarbeiter muss sich mit Ekel auseinandersetzen, ein Leistungssportler ruiniert seinen Körper vermutlich noch viel schneller, usw. Bitte, widersteht den Reaktionären und lasst Euch nicht die Freiheiten nehmen, die mühsam über Jahrzehnte gewonnen worden sind! Auch Prostitution ist heute ein Bestandteil der sexuellen Selbstbestimmung - sowohl für die Anbieter als auch die Nutzer - und ein Verbot würde die Lebensqualität für viele Menschen massiv einschränken. Ausser natürlich für diejenigen, die von sowas profitierten, indem sie als Journalisten vermeintliche Skandale aufdecken, als Anti-Aktivisten im Mittelpunkt von Talkshows stehen und als Strafverfolger einem um so mehr gesicherten Job nachgehen könnten. Es wäre schöner, wenn es weniger Kümmerer gäbe, die ein vermeintlich gutes Thema für sich instrumentalisieren, als Betroffene selber zu fragen und zu hören. Insofern bezeichnend, wer die Leute hier auf dem Podium waren und wie die Zuschauer mit ihren anderen Ansichten ignoriert wurden.

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Dramaturg 15.11.2013, 12:48
6. Moralischer Verfall

...quer durch die Gesellschaft.

Die Prostitution gibt es schon seit Urzeiten?
Ach ja?
Mord und Totschlag, Korruption und Betrug, Lüge und Gier, Neid und Hass auch.
Mehr will ich dazu nicht mehr sagen.
Außer, dass mich so ein Theater bis ins Tiefste abstößt.

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cosmopolit1759 15.11.2013, 12:52
7. Sympathisch...

... ist mir die Schwarzer nicht, aber hier hat sie Recht.

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koleriker 15.11.2013, 13:02
8. Das Thema

ist zu wichtig, um es in Talkshows zu zerfleddern. Frau Schwarzer sollte aufhören, ihre Bücher unter dem Vorwand des Diskurses zu vermarkten. Das schadet dem Anliegen und nutzt nur ihrem Geldbeutel.

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Tevsa 15.11.2013, 13:04
9. Eines Verstehe ich nicht...

Wie kommen einige Frauen eigentlich dazu anderen Frauen zu sagen wie sie Leben sollen / Was Sie machen dürfen und was nicht?
Ich als Mann verstehe das nicht.

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