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Anwohner gegen Dealer: Aufstand im Kreuzberger Kifferparadies
imago/ZUMA Press

Berlins linker Senat kapituliert vor der Drogenszene im Görlitzer Park. Doch viele der sonst so toleranten Kreuzberger haben von Dreck und Drogenkriminalität die Nase voll.

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HarleyDavidSonOfABitch 29.04.2017, 16:10
1. Parkläufer ... ohne Worte ...

Das war doch mehr als absehbar. Nur im grünen Xberg war und ist man, Politik ausdrücklich eingeschlossen, so weltfremd/ Interesse geleitet zu verdrängen/ zu verschleiern, dass hinter dem fröhlichen Kiffen (wer erinnert sich nicht an all die Hanfparaden mit dem grinsenden Ströbele) immer das organisierte Verbrechen steckt, das wiederum nicht im Traum daran denkt, den Angebotsdruck zu senken und einmal erobertes Terrain wieder aufzugeben.

Von mir aus kann sich der Drogenhandel mit all seinen Begleiterscheinungen dort noch viel stärker ballen, dann bleiben andere Bezirke davon wenigstens b.a.w. verschont.

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Spiegelsicher 29.04.2017, 16:19
2. Was, bitte, ist da eigentlich ...

... in Berlin los? Liegt das an der Atemluft oder am Trinkwasser. Das die heutige Zeit alles braucht, nur nicht mehr diesen Berliner Laissez-faire, muss doch längst dem Letzten klar geworden sein. Die Stadt gibt sich doch zunehmend auf; die Geschichte um den Flughafen kann man keinem ausländischen Geschäftspartner (und nicht nur diesen) mehr erklären. Nichts hat offenbar in einer - bis 1990 gleichermaßen vom Westen wie Osten mit öffentlichen Geldern gepamperten - Stadt wirklich einmal Konsequenzen. Da ist jede Verantwortung und jedes Verantwortungsgefühl verloren gegangen.

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dodgerone 29.04.2017, 16:58
3.

Tja, in Berlin haben alle Parteien versagt... inkl. der CDU.
Man braucht sich auch nicht wundern, wenn man sich alle Problemfälle nach Berlin holt.
Die Fehler hat man schon in den 80ern gemacht. Ich kenne den Görlitzer Park garnicht anders.

Man müsste halt in Deutschland mal richtig durchgreifen... und da ist auch die Bundespolitik gefragt.

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kai kojote 29.04.2017, 16:59
4.

Niemand den ich kenne der am oder in der Nähe vom Görli wohnt hat ein Problem mit der Situation. Vielleicht ein paar zugezogene Schwaben und andere Kirchgänger, aber sonst keiner. Die Berliner selbst kennen es doch garnicht anders. Die meisten freuen sich über die allerletzten kleinen Inselchen in Berlin, in dem es das freie Lebensgefühl, wegen dem in den letzten 20 Jahren zigtausende nach Berlin zogen, noch gibt. Berlin bietet wirklich mehr als genug andere Grünflächen, vermutlich mehr als jede andere Stadt auf der Welt dieser größe, in denen es keine Dealer, Roma oder andere Dinge gibt, die die zugezogene Mitdreißiger mit Neugeborenem Ruhe, Sicherheit und Ordnung bietet. Der riesige, schöne, ruhige Treptower Park z.B. ist nur 100 Meter weiter, ganz zu Schweigen vom Tempelhofer Feld, mit dem Fahrrad gleich um die Ecke.

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SarahMue 29.04.2017, 17:13
5. Nur die Legalisierung hilft

Nur eine Cannabis-Legalisierung kann die Lage im Görli und an anderen Orten verbessern. Ein regulierter Markt kann den Kriminellen einen Großteil der Geschäftsgrundlage entziehen. Die Kriminalisierung hat den Konsum in keiner Weise unterbunden. Auch härtere Strafen haben das Problem in keiner Weise gelöst. Ganz im Gegenteil: DIe Kriminalisierung hat zahlreiche negative und drastische Folgeeffekte. Wer rational agiert, ändert seine Strategie wenn die bisherige Herangehensweise nicht funktioniert hat. Das tut die Regierung leider nicht. Sie hält weiterhin an der Kriminalisierung fest obwohl eindeutig belegt ist, dass sie nicht die beabsichtigten Effekte hervorbringt. Die bisherige Politik ist die beste Wirtschaftsförderung für Kriminelle die man sich vorstellen kann. Es ist dringend an der Zeit sich einzugestehen, dass man seit Jahrzehnten einen falschen Weg gegangen ist.

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cd_cd 29.04.2017, 17:30
6. Die bösen Schwaben, gell?

Zitat von kai kojote
Niemand den ich kenne der am oder in der Nähe vom Görli wohnt hat ein Problem mit der Situation. Vielleicht ein paar zugezogene Schwaben und andere Kirchgänger, aber sonst keiner. Die Berliner selbst kennen es doch garnicht anders. Die meisten freuen sich über die allerletzten kleinen Inselchen in Berlin, in dem es das freie Lebensgefühl, wegen dem in den letzten 20 Jahren zigtausende nach Berlin zogen, noch gibt. Berlin bietet wirklich mehr als genug andere Grünflächen, vermutlich mehr als jede andere Stadt auf der Welt dieser größe, in denen es keine Dealer, Roma oder andere Dinge gibt, die die zugezogene Mitdreißiger mit Neugeborenem Ruhe, Sicherheit und Ordnung bietet. Der riesige, schöne, ruhige Treptower Park z.B. ist nur 100 Meter weiter, ganz zu Schweigen vom Tempelhofer Feld, mit dem Fahrrad gleich um die Ecke.
Die mit ihren Wecken und so.

Man kann - wie Sie - galoppierende Faulheit und Unfähigkeit auch als Lebensgefühl verklären. Was aus einer Gesellschaft schleichend wird, die es ablehnt, Regeln mit Sanktionen zu hinterlegen, kann man ja seit einiger Zeit beobachten und wird die Konsequenzen tragen müssen. Ausweichen ist keine Lösung.

Reden Sie doch mal mit denen, welche von unfähigen Politikern an die Front geschickt und dort von Straffälligen täglich ausgelacht werden.

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karlm99 29.04.2017, 17:40
7. Was

regen sich die Vertreter der Eliten denn auf? Einfach mal in den Park gehen, tief die dämpfige Luft einatmen und schon ist die Welt wieder kunterbunt und lieb.

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cd_cd 29.04.2017, 17:52
8. Eliten?

Zitat von karlm99
regen sich die Vertreter der Eliten denn auf? Einfach mal in den Park gehen, tief die dämpfige Luft einatmen und schon ist die Welt wieder kunterbunt und lieb.
Die Eliten regen sich sich doch nicht auf.

Die kommen doch mit der Realität gar nicht in Berührung. Der viel zitierte hart arbeitende Normalbürger, der sich an die Regeln hält, dem stinkt's.

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Das Pferd 29.04.2017, 17:58
9.

Zitat von SarahMue
Nur eine Cannabis-Legalisierung kann die Lage im Görli und an anderen Orten verbessern. Ein regulierter Markt kann den Kriminellen einen Großteil der Geschäftsgrundlage entziehen. Die Kriminalisierung hat den Konsum in keiner Weise unterbunden. Auch härtere Strafen haben das Problem in keiner Weise gelöst. Ganz im Gegenteil: DIe Kriminalisierung hat zahlreiche negative und drastische Folgeeffekte. Wer rational agiert, ändert seine Strategie wenn die bisherige Herangehensweise nicht funktioniert hat. Das tut die Regierung leider nicht. Sie hält weiterhin an der Kriminalisierung fest obwohl eindeutig belegt ist, dass sie nicht die beabsichtigten Effekte hervorbringt. Die bisherige Politik ist die beste Wirtschaftsförderung für Kriminelle die man sich vorstellen kann. Es ist dringend an der Zeit sich einzugestehen, dass man seit Jahrzehnten einen falschen Weg gegangen ist.
Das will ich nicht rundweg verneinen. Wenn man es in ganz großem Zusammenhang sieht, ist natürlich das Problem die Ungleichbehandlung von Alkohol und Cannabis. Das ist aber eine der ganz grundsätzlichen Verhandlungen, eigentlich in der ganzen westlichen Welt: sind wir bei Cannabis auf dem Holzweg? Das wird diskutiert, und das hört sich auch anders an als vor 10 oder 20 Jahren.

Aber man kann ja nicht die Frage der Nutzung einer Grünfläche immer mit der ganz großen Politik verknüpfen. Es ist ja ein winziger Park, für Nichtberliner: das ist der ehemalige Görlitzer Bahnhof, der ist so groß wie ein kleinerer Kopfbahnhof halt war. Und wenn da andere Regeln gelten als im sonstigen Berlin (oder auch Europa), zieht man eben Kriminalität an. Und ich glaube nicht, daß rechtsfreie Räume wirklich gut funktionieren. Die Idee eines Rechtsrahmens und eines staatlichen Gewaltmonopols halte ich für nicht verzichtbar. Und die Roma haben absolut nichts mit Cannabis zu tun, sondern da ist es einfach das Problem, daß die halt nach Ihren eigenen Regeln leben wollen. Das ist allerdings eine öffentliche Grünanlage.

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