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Asylbewerberheim: Wolgast wehrt sich gegen braunes Image
DPA

Das Stadt an der Ostsee wollte alles richtig machen und zugewiesene Asylbewerber in ein Wohngebiet integrieren. Doch dann zeigte ein TV-Bericht, wie Anwohner gegen die neuen Nachbarn ätzen. Seitdem hat Wolgast sein Image weg. Jetzt will auch noch die NPD einen Fackelzug veranstalten. NPD will in Wolgast vor Asylbewerberheim ziehen - SPIEGEL ONLINE

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gestandeneFrau 09.11.2012, 08:52
10. ...

Zitat von wolffsohn
Ich finde es jedes Mal bemerkenswert, dass sich Städte und Gemeinden "gegen das braune Image" wehren, dennoch nichts dagegen unternehmen. Wir besitzen auch in einer Demokratie genügend und umfassende Rechte, um antidemokratische Umtriebe in ihre Schranken zu weisen. Dies .....
Das haben Sie mißverstanden, die Behörden haben sich gewehrt, deshalb müssen jetzt die Gerichte entscheiden.

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3komma1415... 09.11.2012, 08:53
11. Kein Feuer

Diese Angst vor etwas Neuem und etwas Befremdlichen ist für mich verständlich. Nicht verständlich ist der Umgang mit dieser Angst: Man sollte das Neue erforschen, sich damit auseinandersetzen und gucken, wie man es in seinen Alltag integrieren kann. Insofern ist Wolgast wirklich lobenswert.

Der Fackelzug gehört ohne Diskussion verboten, denn es hat den einzigen Zweck, den Menschen zu drohen. Die Geschichte hier erinnert mich stark an Erzählungen von meinem Schwager, dessen Familie vor Jahrzehnten als Flüchtlinge aus der Ukraine nach Deutschland kamen, und deren Asylantenheim gestürmt (er war da noch ein kleines Kind) und die Bewohner verprügelt wurden. Noch heute ist er traumatisiert davon.

So sollte unsere Zukunft nicht aussehen.
Dass die braune Macht nach so junger Zeit des Weltkrieges wieder an solchem Einfluss gewinnen kann, ist wirklich gruselig. Ein großen Dank an die Politik für das EInstampfen der Bildung und Jugendclubs!

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mercadante 09.11.2012, 08:58
12. AUch Fernsehreportern haben Verantwortung

Nur die Wille mit BIlder sich zu imponieren ist manchmal stärker .
Ich hoffe dass Burgermeister Weigler der Weg den er eingeschlagen hat ,nicht verlässt ,

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loncaros 09.11.2012, 09:03
13.

Zitat von sysop
Das Stadt an der Ostsee wollte alles richtig machen und zugewiesene Asylbewerber in ein Wohngebiet integrieren. Doch dann zeigte ein TV-Bericht, wie Anwohner gegen die neuen Nachbarn ätzen. Seitdem hat Wolgast sein Image weg. Jetzt will auch noch die NPD einen Fackelzug veranstalten.
Der Bürgermeister hetzt gegen den NDR und die Journalistinnen?
Tja, so ist das eben, das Problem wird ignoriert und der, der darüber berichtet wird einkassiert.

Wenn in diesem Kaff tatsächlich 100 Neonazis zum Fackelzug erscheinen, spricht das Bände über den Anteil an Neonazis in der Bevölkerung. In jeder westdeutschen Metropole wäre die NPD froh, 100 Mann mobilisieren zu können, in MVP genügt dafür anscheinend schon ein 200 Einwohner Dorf.

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Sackaboner 09.11.2012, 09:10
14.

Tja, wenn erst einmal die NPD mit flatternden Fahnen anrückt, dann hat ein Dorf oder eine Stadt sein braunes Image weg. Da braucht man sich auch nicht mehr die Mühe zu machen, nach sozialen Ursachen zu suchen. In dem Bericht werden die Leute vom NDR für die Quote instrumentalisiert, man kann auch sagen reingelegt, ähnlich wie die Maschendrahtzauntante, oder die Proleten in Krawallsendungen auf SAT1, RTL II, u. a.
Wenn das Moralin anfängt, aus dem Fernseher zu tropfen, ist ausschalten dringend angesagt.

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rokokokokotte 09.11.2012, 09:16
15. ...

Zitat von deus-Lo-vult
Naja, im Osten kam man eben von einer Diktatur in die nächste. Da dauert es noch etwas, bis man Demokratie und Menschenrechte tatsächlich verinnerlicht hat. Nur Geduld mit unseren Brüdern und Schwestern aus dem Osten.
...ich hoffe Sie meinen ausdrücklich auch Merkel!!
Nach eigener Aussage "lebenslang" das teutonische Bollwerk gegen die Begierden der armen Lullis da aus dem tiefen Süden LOL...Schutz und Trutz mit Lispelzunge.
Doch denke ich an den gutsfrauenartigen Umgang Merkels mit dem Bundestag z.B., wird mir - so zwischen speiübel und wutentbrannt - doch ein bisschen mulmig, da möchte ich doch nicht wirklich noch lange Geduld aufbringen. Aber bis zur Bundestagswahl ist es noch hin und ich befürchte das "Fritz" Mutti treu bleibt - warum auch immer.
Zu Wolgast speziell. Dort hatte ich während eines Zwischenstops in einem Fastfoodlokal(!) auch so ein Erlebnis der Dritten Art. Jedenfalls war es so, dass ich aus Sicherheitsgründen möglichst unauffällig den Laden verließ...die angesoffenen, hochagressiven Kahlschädel drumherum liessen mich Böses ahnen, die waren auf Provokationstour, eins in die Fresse - mangels Ausländern gern auch einem Wessi. Die Parolen waren entsprechend.
So schön MVP auch ist...leider bleibt nach einem Besuch auch immer die Erinnerung an Begegnungen mit diesem braunem Pack.

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boer640 09.11.2012, 09:22
16. ...im Osten

Zitat von deus-Lo-vult
Naja, im Osten kam man eben von einer Diktatur in die nächste. Da dauert es noch etwas, bis man Demokratie und Menschenrechte tatsächlich verinnerlicht hat. Nur Geduld mit unseren Brüdern und Schwestern aus dem Osten.
Wenn ich Ihnen ehrlich antworte, wird mein Beitrag wohl zensiert. Daher auf die nette Art: Bevor Sie solchen Stuss schreiben, sollten Sie sich vielleicht eher damit auseinandersetzen, wie solche Intoleranz entsteht. Da sind wir schnell bei den Faktoren Bildung und soziales Umfeld. Von daher betrachtet ist es weniger ein Ostproblem, denn Dumme gibts offensichtlich auch auf der anderen Seite der imaginären Mauer.

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Robert_Rostock 09.11.2012, 09:23
17.

Zitat von deus-Lo-vult
Naja, im Osten kam man eben von einer Diktatur in die nächste. Da dauert es noch etwas, bis man Demokratie und Menschenrechte tatsächlich verinnerlicht hat. Nur Geduld mit unseren Brüdern und Schwestern aus dem Osten.
Jaja: DER Ostler. Quasi per Geburt rechtsextrem und Antidemokrat. Toll, dass SIE so überhaupt keine Vorurteile und Abneigungen gegen Ihnen fremde Menschen anderer Herkunft haben.

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r.muck 09.11.2012, 09:26
18. Gut gemeint

Zitat von sysop
Das Stadt an der Ostsee wollte alles richtig machen und zugewiesene Asylbewerber in ein Wohngebiet integrieren. Doch dann zeigte ein TV-Bericht, wie Anwohner gegen die neuen Nachbarn ätzen. Seitdem hat Wolgast sein Image weg. Jetzt will auch noch die NPD einen Fackelzug veranstalten.
Vielleicht gut gemeint, aber ausgerechnet white trash und Asylbewerber zusammenzuspannen, kann ja wohl nicht funktionieren.

Die Asylbewerber, müssten, meint es der OB ernst, in bessere Quartiere, dort wo die Sonnenpaneele auf den Dächern sind, bei den grün-linken-Gutmenschen integriert werden.

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unangepasst 09.11.2012, 09:27
19. Wie würden SIE entscheiden?!?!.....

Zitat von sysop
Im sechsstöckigen Plattenbau waren noch 40 Wohnungen von Wolgastern bewohnt. Die hat man über die künftigen Nachbarn informiert, alle sind dann umgezogen, der Landkreis hat den Umzug bezahlt, andere Wohnungen zur Verfügung gestellt. "Jeder ist freiwillig umgezogen, wenn auch nicht gern", betont der Bürgermeister.
....oder unsere feinen Politiker, wenn Asylanten in die unmittelbare Nähe ihrer Wohnsitzte angesiedelt würden?!?!

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