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Attacke in der Londoner U-Bahn: "Wir werden jeden töten, der sich blöd benimmt"
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Der Atem des Randalierers roch nach nach Hackfleisch und Bier, fast alle im Waggon blickten angestrengt weg: Wie verhält man sich wirklich in einer U-Bahn, die von Betrunkenen terrorisiert wird? Ein unfreiwilliger Selbstversuch in der Londoner Circle Line. Gewalt in Londoner U-Bahn: Übergriff im Waggon - SPIEGEL ONLINE

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Desconocido 2 28.12.2012, 12:14
1. Spinner gibt es immer wieder.

Aber leider geraten die immer wieder an die Falschen Personen. Ich würde denen wünschen in so einer Situation mal an einen Menschen zu geraten der nicht danach aussieht, denen aber physisch locker gewachsen ist. Nur diese Menschen können es sich erlauben denen wirklich paroli zu bieten. An offensichtlich mindestens gleichstarke wagen sich diese Feiglinge ja nicht ran.

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Gertrud Stamm-Holz 28.12.2012, 12:14
2. gute Güte

Zitat von sysop
Der Atem des Randalierers roch nach nach Hackfleisch und Bier, fast alle im Waggon blickten angestrengt weg: Wie verhält man sich wirklich in einer U-Bahn, die von Betrunkenen terrorisiert wird? Ein unfreiwilliger Selbstversuch in der Londoner Circle Line.
Wieder so ein wertvolles Werk mit Tiefgang und garantiert völlig ohne Klischees. Das hier kommt mir wieder nur wie ein schlechter Schüleraufsatz vor.
Von allem ein bisschen eingestreut, durchgequirlt und ohne sich tatsächlich zu bemühen, voila, fertig ist der Aufsatz.
Eine Attacke ist was anderes. Eine gehaltvolle Schreibe auch. Grauslig.

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frubi 28.12.2012, 12:17
3. .

Zitat von sysop
Der Atem des Randalierers roch nach nach Hackfleisch und Bier, fast alle im Waggon blickten angestrengt weg: Wie verhält man sich wirklich in einer U-Bahn, die von Betrunkenen terrorisiert wird? Ein unfreiwilliger Selbstversuch in der Londoner Circle Line.
Sowas kann zu jeder Zeit an jedem Ort in urbanen Regionen vorkommen und oftmals (auch wenn hier die Störenfriede wohl selber von Drogen sprachen) ist der Alkohol der nötige Enthemmer. Ich habe gestern auf einem holländischen TV-Kanal eine Reportage über eine Project X Party in der niederlänischen Gemeinde Haren gesehen. Dort sind auch junge Leute aus allen Himmelsrichtungen nach Haren gekommen, um sich zu besaufen und sich wie Chaoten zu benehmen. Ich lehne mich wohl nicht ganz so weit aus dem Fenster wenn ich behaupte, dass ohne Alkohol viele dieser halben Hemden nicht einmal den Mund aufkriegen würden. Ein Alkoholverbot bringt gar nichts aber es wäre mal schön, wenn in der öffentlichen Diskussion mehr über Alkohol als Ursache für viele Gewaltausbrüche thematisiert werden würde. Die Jungs haben sicherlich noch Koks oder Speed konsumiert und die Mischung zwischen Alkohol und solchen Mitteln macht selbst aus dem schmächtigsten Hänfling eine Gewaltmaschine.

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LarsLondon 28.12.2012, 12:18
4. Da stimmt was nicht...

Zitat von
Ein unfreiwilliger Selbstversuch in der Londoner . (...) Ich saß in der von Heathrow in Richtung Innenstadt
In der Piccadilly Line.
Zitat von
Ich saß in der Piccadilly-Line von Heathrow in Richtung Innenstadt, als in den Wagen stolperten. (...) Der Wagen leerte sich, bis ich mit der Frau und den alleine war.
Wo war #3?
Egal, selbst wenn ein paar Details hier verlorengegangen sind, ist die Story schlimm genug. Passiert aber wahrscheinlich genau so in so gut wie jeder anderen U-Bahn auf der Welt auch regelmaessig. Allerdings traegt nur der Englaender zur Weihnachtszeit nur ein T-Shirt.

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deSelby 28.12.2012, 12:18
5. Das ist nicht nur...

...ein Londoner Problem, sondern ein allgemeines. Und es ist leider die natürliche Folge einer gesellschaftlichen Entwicklung seit den 1980ern in der den Menschen eingetrichtert wird, jeder sei sich selbst der nächste, der Wunsch nach mehr sozialer Gerechtigkeit sei nichts als Neid und Gier & Selbstbezogenheit seien Kardinaltugenden auf dem Weg zu gesellschaftlichem und ökonomischem Erfolg.
Die geschilderte Teilnahmsloskeit und das egozentrisch-ängstliche St.Florians-Prinzip im Umgang mit erlebter Gewalt und dem Leid Anderer sind der natürliche Endpunkt einer Ideologie in der alles auf unbeschränkte Eigenverantwortung, privatem Gewinnstreben und Denunziation alles sozialen ausgerichtet ist.

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Olaf 28.12.2012, 12:29
6.

Zitat von sysop
Der Atem des Randalierers roch nach nach Hackfleisch und Bier, fast alle im Waggon blickten angestrengt weg: Wie verhält man sich wirklich in einer U-Bahn, die von Betrunkenen terrorisiert wird? Ein unfreiwilliger Selbstversuch in der Londoner Circle Line.
Ja, manchmal ist es schwer das richtige zu tun. Und Dank darf man dafür auch keinen erwarten, denn komischerweise ist in solch einer Situation nie einer von diesen Leuten da, die einem hinterher erklären, was man hätte tun sollen.

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marthosch 28.12.2012, 12:32
7. Endzeit

Das ist also das ach so sichere London mit seinen abertausenden Kameras. Aber was nutzt es wenn die Gesellschaft verroht und Zivilcourage zum lebensgefährlichen Unternehmen wird? Schulen werden zu kaputt gesparten Gettos, Ausbildungsplätze und Arbeitsstellen sind für viele nicht mehr Erreichbar. Generationen gehen verloren und keiner tut etwas wirklich sinnvolles dagegen. Während die Gier der Mächtigen zum goldenen Kalb verklärt wird, werden die unteren Klassen im Stich gelassen. Wenn den Menschen keine Perspektiven für die Zukunft eröffnet werden verhalten sie sich wie Barbaren einer Endzeitvision.

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willi45 28.12.2012, 12:33
8. So sieht mutiges Handeln aus!

Wenn Ihre Geschichte stimmt, dann haben Sie Zivilcourage gezeigt, Mut. Sie mussten die Angst überwinden. Das Schwierige an solchen Situationen ist, dass man selber viel zu viel Zeit braucht, um diesen Mut aufzubringen, endlich etwas zu sagen und so zu sagen, dass es die Situation entschärft und nicht eskaliert. Die Sekunden verrrinnen, bevor man sich - endlich - durchgerungen hat. Solche Situationen gibt es nicht nur in der U-/S-Bahn, sie gibt es an vielen Orten. Die Kameras schützen nicht, nur Zivilcourage und Solidarität mit dem ersten, der sich traut.

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Lanos 28.12.2012, 12:35
9. Snob Überall

Der Umgang, Ton und Art ist das Wichtigste was zählt. Zwei Sichten stechen hier raus, denen eines 1-3gruppe die lange, intensive und fröhlich den Holiday feierten, und dem des Verfassers dieses Atikels, einen Snob, der sogar anfingt 'Kriminelles-Vergehen zu zählen. Den wollten niemand umbringen und aggressive waren sie auch nicht, die waren einfach 'playfull.'
Wir Erwachsenen haben einen sehr kuzen Gedächtnis, wann unser Jugend vorbei ist, gehen wir an all das was uns Spass machten zu verbieten und aus Junge Menschen Kriminelle zu machen, für Sachen/Vergehen die harmlos sind. In dem Zug ist keine was passiert, ausser einen Snob oder Zwei die mit dem real Welt ins Konflikt kamen.

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