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Ausländerquote bei der SPD: Vorwärts, Migranten!

Nach der Frauen- kommt jetzt die Ausländerquote. Die SPD ist den ersten Schritt auf diesem neuen Feld der Gleichberechtigung gegangen: Künftig müssen 15 Prozent der Führungskräfte über eine "Migrationsgeschichte" verfügen. Das Problem: Wie stellt man fest, wer ein Migrant ist? Ausländerquote bei der SPD: Vorwärts, Migranten! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

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bigboley 12.12.2011, 13:36
1. positive Diskriminierung ist Diskriminierung!

Wenn ich anfange in wichtigen Bereichen Menschen nach Rasse, Geschlecht oder Herkunft zu diskriminieren, dann kommt dabei nie etwas gutes heraus! Denn mit welchem Recht verurteilt man dann, wenn andere ähnliches tun. Ich erinnere nur an die vom Spiegel aufgebrachten Debatte zum "Ariernachweis" in der deutschen Burschenschaft. Dass die SPD es schafft, das Instrument des Herkunftsnachweises weniger menschenverachtend dastehen zu lassen ist schon bezeichnend.
Wir empfinden diese Maßregelungen durch Quoten schon als so normal, dass es keinen mehr stört, wenn vorgegeben ist, wen man wählt oder befördert. So hat der Studentenrat der TU Dresden den Fachschaftsräten einfach mal eine Frauenquote aufgebrummt ohne dass jemand in Frage stellt, ob er überhaupt das Recht hat, anderen öffentlichen Organen vorzuschreiben, wen sie wählen sollen. Warum hat keiner mehr Vertrauen darauf, dass Leistung sich durchsetzt?! Trauen wir Minderheiten wirklich so wenig zu? Und wo ziehen wir die Grenze? Unterteilen wir noch in guten und schlechten Migrationshintergrund? Ich habe dass Gefühl, wenn die Quote durch US-Amerikaner aufgefüllt wird, ist es auch wieder nicht recht!

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elikey01 12.12.2011, 13:39
2. Eben

Zitat von Martin Franck
Da müssen die Älteren nur ihren ausgraben. Damals gab es den kleinen und den großen Nachweis. Peinlich nur, dass die SPD sich immer als einzige Partei gegen den Nationalsozialismus dargestellt hatte, und nun Begriffe wie wieder aus der Mottenkiste holt. Selbst wenn das Ziel nicht die Förderung der n ist, so ist dieses Gerede von Blut, Volk und Rasse ekelhaft.
Schon als die ersten SPD-Verlautbarungen nach einer 15_%-Migrantenquote im Führungskater auftauchten, packten mich größte Bedenken. Klug ist diese Entscheidung nicht, weil auch bzgl. der Auswahlschwierigkeiten (wie im Artikel zutreffend ausgeführt) und des Diskriminierungspotentials problematisch.

Oder auch dieses: Auf die Aussage des CDU-Mitglieds Nitzsche in einem Interview mit der Unternehmer-Zeitschrift „DS-Magazin“ zum Wahlverhalten von türk.-stämm. Deutschen und Muslimen: „Eher wird einem Moslem die Hand abfaulen, als daß er bei der Christlich-Demokratischen Union sein Kreuz auf den Wahlzettel macht.“ forderte die Organisation der türkischstämmigen CDU-Mitglieder dessen sofortigen Ausschluß aus der Partei.

Das Demokratieverständnis mit dem hohen Gut der freien Meinungsäußerung hielt auch die Islamkritik des ehemal. CDU-Mitglieds Stadtkewitz nicht aus; er trat ob der Anfeindungen aus.

Feste Quoten, die das Gebot von einer Bestenauswahl nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung (Art. 33 Abs. 2 GG) zugunsten ethnischer Abstammung quasi aushebeln, scheinen h.E. bedenklich.

Egal, welche Ethnie: Wie bei Personalgewinnung und Beförderungsauswahl sollte auch in den Parteien dem GG gefolgt und eine Bestenauswahl getroffen werden entsprechend dem Anforderungsprofil für die jeweils zu besetzenden Aufgabenfelder: Nach Eignung, Befähigung und fachl. Leistung.

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grumpy-berlin 12.12.2011, 14:20
3. Reden um den heißen Brei...

Da wir in unserer politisch korrekten Gesellschaft es uns abgewöhnt haben Dinge beim Namen zu nennen, baut man ein Haus drum herum.

Zunächst finde ich das Wort "Migrationshintergrund" schon schlimm genug, es hat sofort eine Assoziation zu "Mirgräne", also eher etwas nerviges und unangenehmes...

Redet man in Deutschland über Menschen mit "Migrationshintergrund" meint man in erster Linie nicht den Franzosen, Britten oder Belgier sondern Türken und Araber.

Redet man in Niedersachsen über Politker mit Migrationshintergrund beispielsweise, meint man die Politkerin Aygül Özkan von der CDU, aber nicht Ministerpräsident McAllister...

...und wenn man es genau nimmt hat der Ruhrpottname Kowalski auch einen Migrationshintergrund...aber das ist ganz bestimmt nicht so gemeint.

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kb26919 12.12.2011, 14:52
4. Quoten fuer alles

Zitat von sysop
Nach der Frauen- kommt jetzt die Ausländerquote. Die SPD ist den ersten Schritt auf diesem neuen Feld der Gleichberechtigung gegangen: Künftig müssen 15 Prozent der Führungskräfte über eine "Migrationsgeschichte" verfügen. Das Problem: Wie stellt man fest, wer ein Migrant ist?
was fuer ein Unsinn. Mit solchen Sachen wird die SPD mehr Leute vergraulen als anziehen.
Ich habe eber eher den Eindruck dass Migrant,das Codewort fuer Tuerken geworden ist...Denn wenn man sich umsieht sind es immer tuerkisch-staemmige Leute die in der SPD in Aemter gesetzt werden.
Ueberhaupt geht mir dieser Kult um tuerkisch-staemmige Migranten und ihren Nachwuchs so langsam auf den Wecker. In der BRD gibt es Migranten aus aller Herrern Laender,zaehlen die nicht? Aber offenbar werden nur die beachtet die,die meisten Probleme verursachen. Was fuer ein trauriger Haufen diese SPD ist.

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kein Ideologe 12.12.2011, 15:08
5.

erstmal danke, lieber Herr Fleischhauer,

sie können ja noch bissig. Hiermit ist Ihnen das Geheule über die bösen Foristen von vor ein paar Wochen verziehen.

Aber das sie das Ende der Fahnenstange bei den Amerikanern ausmachen:

"Studien weisen aus, dass Arbeitnehmer, die als gutaussehend gelten, im Laufe ihres Lebens im Durchschnitt 230. 000 Dollar mehr verdienen als ihre weniger attraktiven Kollegen. Das ist nicht gerecht, wie sich leicht einsehen lässt, denn diese Einkommensunterschiede beruhen nicht auf Leistung, sondern allein auf äußeren Attributen."

greift zu kurz. Auch auf Leistung basierende Unterschiede sind, wie auch Unterschiede im Aussehen, ebenfalls ungerecht. Vieles liegt eben nicht im Entscheidungsbereich des Einzelnen, manches ist eben Schicksal. Auch Unterschiede im Intellekt sind nichts, wofür der Bewerber um einen Posten kann. Wir benötigen also auch eine Dummenquote.
Allerdings werden die Quoten irgendwann problematisch, da die Summe nicht 100% übersteigen sollte, anderenfalls führt es ja zu eine Bevorzugung von mehrfachquotierten. Ich schlage vor, daß die SPD statt dessen ein Handicap-System einführt. Da kann man alles in Punkten ausdrücken. Ein polnischer Großvater bedeutet 5, ein französischer nur zwei Punkte. Ein schwieriges Elternhaus gibt 2 Bonuspunkte, ein fehlender Hauptschulabschluß 3. Ostermarschteilnahme gibt einen Bonuspunkt, Frau 5, Frau mit ostermarschteilnahme 5+1 zzgl einen Bonuspunkt für Frau mit Ostermarschteilnahme. Heterosexuelle weiße Männer über 40 erhalten 5 Maluspunkte, weil nicht quotenfähig. Abzüge gibt es auch für Mitglider, die den Kontakt zu einem bestimmten Mitglied aus Westend noch nicht abgebrochen haben.

Wenn man das System ausreichend verfeinert, erhält man einen personenbezogenen Eignungsindex. Mann kann also alle Posten auf Grund dieses Werts vergeben, spart also die Wahlrituale völlig ein. Wem das System nicht passt, erhält 7 Maluspunkte, damit er sich die Regeln der Meinungsäußerung mal einprägt.

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rettungsschirmherr 12.12.2011, 15:26
6. Vielleicht ...

Zitat von sysop
Nach der Frauen- kommt jetzt die Ausländerquote. Die SPD ist den ersten Schritt auf diesem neuen Feld der Gleichberechtigung gegangen: Künftig müssen 15 Prozent der Führungskräfte über eine "Migrationsgeschichte" verfügen. Das Problem: Wie stellt man fest, wer ein Migrant ist?
... wäre es sinnvoll, eine Fähigkeitsquote einzuführen - denn Unfähige, die nur aufgrund irgendwelcher Gleichstellungsquoten an begehrte und teilweise, man glaubt es kaum, auch durchaus relevante Positionen gelangen, haben wir inzwischen zu genüge. Also, Schluss mit der Bevorzugung von Unwissenheit und Inkompetenz ... Her mit der Kompetenzquote, ganz unabhängig von Geschlecht, Alter oder Migrationstamtam – die erfüllt nämlich inzwischen keine der Parteien mehr ...

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rennflosse 12.12.2011, 15:43
7. Frau vs. Mann

Trifft eine Frau auf einen männlichen Mitbewerber mit Migrationshintergrund, wer bekommt den Posten dann?

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artikel.5 12.12.2011, 15:49
8. Migrantinnen- und Migrantenquote

Wenn man schon so gänzlich unwichtige Fragen ausklammert wie die Absenkung des Rentenniveaus oder gar die grauslige Reichensteuer, dann muss man wenigstens eine Nebelkerze zünden wie die Migrantinnen- und Migrantenquote (ich bitte um politisch korrekte Bezeichnung!) Ausserdem kann man sich damit so ganz nebenher an die Grünen ranschleimen, bzw. in deren Revier wildern.

Wie heisst es doch im GG Artikel 3? Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder BEVORZUGT werden.

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ObackBarama 12.12.2011, 15:53
9.

Zitat von kb26919
was fuer ein Unsinn. Mit solchen Sachen wird die SPD mehr Leute vergraulen als anziehen. Ich habe eber eher den Eindruck dass Migrant,das Codewort fuer Tuerken geworden ist...Denn wenn man sich umsieht sind es immer tuerkisch-staemmige Leute die in der SPD in Aemter gesetzt werden. Ueberhaupt geht mir dieser Kult um tuerkisch-staemmige Migranten und ihren Nachwuchs so langsam auf den Wecker. In der BRD gibt es Migranten aus aller Herrern Laender,zaehlen die nicht? Aber offenbar werden nur die beachtet die,die meisten Probleme verursachen. Was fuer ein trauriger Haufen diese SPD ist.
Es scheint dass die anderen Migranten die Politik gar nicht so interessiert.
Ich habe noch nie von einem dutschen Politiker mit etwa spanischem, italienischem, portugiesischem, jugoslawischem, polnischem,...oder russischen Migrationshintergrund gehört, bzw. ich kenne keinen.
Daher müss die SPD mit Zwang sie alle in die Partei holen um die Quote die man selbst geschaffen hat, zu erfüllen. Auch wenn sie vielleicht gar keinen Bock drauf haben.

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