Forum: Blogs
Ausländerquote bei der SPD: Vorwärts, Migranten!

Nach der Frauen- kommt jetzt die Ausländerquote. Die SPD ist den ersten Schritt auf diesem neuen Feld der Gleichberechtigung gegangen: Künftig müssen 15 Prozent der Führungskräfte über eine "Migrationsgeschichte" verfügen. Das Problem: Wie stellt man fest, wer ein Migrant ist? Ausländerquote bei der SPD: Vorwärts, Migranten! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Seite 9 von 13
Robert_Rostock 13.12.2011, 09:44
80.

Zitat von mm71
Tja, das Problem ist eben, wer "Migrant" definiert, der definiert damit indirekt auch "richtiger Deutscher". ...
Touche!
Der Beschluss heißt doch nichts anderes als: Wer in der SPD Karriere machen will, eine Führungsposition anstrebt, braucht ab jetzt eine Ahnentafel, einen "Ariernachweis". Nur halt mit umgekehrten Vorzeichen.
Und das kann es irgendwie nicht sein...

Desweiteren möchte ich gerne mal wissen, wie das praktisch in einem Ortsverband in -sagen wir- Vorpommern aussehen soll, wenn es unter den wenigen Mitgliedern keinen geeigneten Quotenmigranten gibt. Muss dann einer aus Berlin importiert werden?

Beitrag melden
jujo 13.12.2011, 09:46
81. ...

Zitat von sysop
Nach der Frauen- kommt jetzt die Ausländerquote. Die SPD ist den ersten Schritt auf diesem neuen Feld der Gleichberechtigung gegangen: Künftig müssen 15 Prozent der Führungskräfte über eine "Migrationsgeschichte" verfügen. Das Problem: Wie stellt man fest, wer ein Migrant ist?
Man sollte lieber Quoten in den Parteien einführen für Leute die sich mit so einem Unsinn öffentlich machen dürfen!
Früher gab es solche unsinnigen Vorschläge nur während des Sommerlochs. Den politischen Dünnbrettbohrern begegnet man jetzt leider schon ganzjährig

Beitrag melden
mitten-in-bayern 13.12.2011, 09:50
82. Nun

Zitat von sysop
Nach der Frauen- kommt jetzt die Ausländerquote. Die SPD ist den ersten Schritt auf diesem neuen Feld der Gleichberechtigung gegangen: Künftig müssen 15 Prozent der Führungskräfte über eine "Migrationsgeschichte" verfügen. Das Problem: Wie stellt man fest, wer ein Migrant ist?
Als Mann und ausschließlich mir bekannten deutschen Vorfahren hab ich also mit Sicherheit in der SPD keine echte Mitwirkungsmöglichkeit mehr. Denn die Jusos und die Arbeitsgemeinschaften fordern ja auch ihren Tribut.. Pech gehabt, muss ich mir mal die Deutsche Männerpartei ausdenken?

Beitrag melden
dingszeugsundso 13.12.2011, 09:54
83.

Zitat von kein Ideologe
erstmal danke, lieber Herr Fleischhauer, sie können ja noch bissig. Hiermit ist Ihnen das Geheule über die bösen Foristen von vor ein paar Wochen verziehen. Aber das sie das Ende der Fahnenstange bei den Amerikanern ausmachen: "Studien weisen aus, dass Arbeitnehmer, die als gutaussehend gelten, im Laufe ihres Lebens im Durchschnitt 230. 000 Dollar mehr verdienen als ihre weniger attraktiven Kollegen. Das ist nicht gerecht, wie sich leicht einsehen lässt, denn diese Einkommensunterschiede beruhen nicht auf Leistung, sondern allein auf äußeren Attributen." greift zu kurz. Auch auf Leistung basierende Unterschiede sind, wie auch Unterschiede im Aussehen, ebenfalls ungerecht. Vieles liegt eben nicht im Entscheidungsbereich des Einzelnen, manches ist eben Schicksal. Auch Unterschiede im Intellekt sind nichts, wofür der Bewerber um einen Posten kann. Wir benötigen also auch eine Dummenquote. Allerdings werden die Quoten irgendwann problematisch, da die Summe nicht 100% übersteigen sollte, anderenfalls führt es ja zu eine Bevorzugung von mehrfachquotierten. Ich schlage vor, daß die SPD statt dessen ein Handicap-System einführt. Da kann man alles in Punkten ausdrücken. Ein polnischer Großvater bedeutet 5, ein französischer nur zwei Punkte. Ein schwieriges Elternhaus gibt 2 Bonuspunkte, ein fehlender Hauptschulabschluß 3. Ostermarschteilnahme gibt einen Bonuspunkt, Frau 5, Frau mit ostermarschteilnahme 5+1 zzgl einen Bonuspunkt für Frau mit Ostermarschteilnahme. Heterosexuelle weiße Männer über 40 erhalten 5 Maluspunkte, weil nicht quotenfähig. Abzüge gibt es auch für Mitglider, die den Kontakt zu einem bestimmten Mitglied aus Westend noch nicht abgebrochen haben. Wenn man das System ausreichend verfeinert, erhält man einen personenbezogenen Eignungsindex. Mann kann also alle Posten auf Grund dieses Werts vergeben, spart also die Wahlrituale völlig ein. Wem das System nicht passt, erhält 7 Maluspunkte, damit er sich die Regeln der Meinungsäußerung mal einprägt.
klasse :)

Beitrag melden
krügerrand 13.12.2011, 10:02
84. völlig richtig!

Zitat von kb26919
... Ich habe eber eher den Eindruck dass Migrant,das Codewort fuer Tuerken geworden ist...Denn wenn man sich umsieht sind es immer tuerkisch-staemmige Leute die in der SPD in Aemter gesetzt werden. Ueberhaupt geht mir dieser Kult um tuerkisch-staemmige Migranten und ihren Nachwuchs so langsam auf den Wecker. In der BRD gibt es Migranten aus aller Herrern Laender,zaehlen die nicht? Aber offenbar werden nur die beachtet die,die meisten Probleme verursachen. Was fuer ein trauriger Haufen diese SPD ist.
Diese Partei ist zu 100% unwählbar geworden! Das Problem ist aber, welche echten Alternativen gibt es? Leider sympathisiere ich auch nicht mit der Dame, die alle ihre Entscheidungen mit "alternativlos" schmückt!

Beitrag melden
kein Ideologe 13.12.2011, 10:22
85. 546456456

Zitat von mitten-in-bayern
Als Mann und ausschließlich mir bekannten deutschen Vorfahren hab ich also mit Sicherheit in der SPD keine echte Mitwirkungsmöglichkeit mehr. Denn die Jusos und die Arbeitsgemeinschaften fordern ja auch ihren Tribut.. Pech gehabt, muss ich mir mal die Deutsche Männerpartei ausdenken?
geht nicht, da bekommen Sie ja die Frauenquote nicht erfüllt. Allenfalls eine deutsch-migrantisch- internationalistische Frauen- und Männerpartei wäre denkbar.

Beitrag melden
Manonymus 13.12.2011, 10:28
86. Alles nicht so schlimm

Zitat von sysop
Nach der Frauen- kommt jetzt die Ausländerquote. Die SPD ist den ersten Schritt auf diesem neuen Feld der Gleichberechtigung gegangen: Künftig müssen 15 Prozent der Führungskräfte über eine "Migrationsgeschichte" verfügen. Das Problem: Wie stellt man fest, wer ein Migrant ist?
Ich sehe die Quote eher positiv. Das wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Zur Durchführbarkeit: Da wird bestimmt nicht, wie Fleischhauer es denkt, eine Wissenschaft draus gemacht. Das wird von beiden Seiten eher nach Gefühl geregelt.

Warum überhaupt eine Quote? Ich sehe da zwei Gründe. Zum Einen sind die Bürger mit Migrationshintergrund natürlich eine wichtige Wählerschicht, die auch immer wichtiger werden wird. Zum Anderen födrert es die Integration. Denn beide Seiten (Migranten wir Deutsche) neigen leider dazu, sich zu separieren. Das hat zur Folge, dass Migranten speziell in einigen Ortsvereinen mit Sicherheit nicht leicht in die Politik kommen. Außerdem schotten sich Migranten ab, da sie sich von der Bevölkerung unerwünscht und der Politik unverstanden wissen. Die Politik, das ist was für die Deutschen. Beide Seiten profitieren durch die Quote, und lernen, dass die Anderen nicht so schlimm sind, und dass Politik zum Großteil aus Kompromissen besteht.
Selbst Friedrich, der am Anfang als Innenminister deutliche Probleme mit der Islamkonferenz hatte (vermutlich hatte er davor nie Berührung zu Muslimen) ist neuerdings in dieser Hinsicht deutlich lockerer geworden, finde ich. Und die Bürger mit Migrationshintergrund, haben endlich das Gefühl, dass sie etwas bewirken können, lernen aber auch, dass aus Macht Verantwortung entsteht.

Vielleicht wird es anfangs noch etwas schwer, auf die Schnelle fähige Leute zu finden. Aber wenn das erstmal läuft, sehe ich kein Problem. Und irgendwann sind Politiker mit Migrationshintergrund ein so normales Bild, dass A. keiner mehr nach der Quote fragt, und B. Man nicht mehr automatisch denkt, dass es der/die Integrationsbeauftragte der Partei ist.
Für alle Zweifler: Das ist ja das Schöne an der Politik, man muss eine Partei nicht wählen, wenn einem die Qoten-Politiker nicht gefallen.

Beitrag melden
Datensatz 13.12.2011, 11:03
87. Herrlich

Zitat von kein Ideologe
Allerdings werden die Quoten irgendwann problematisch, da die Summe nicht 100% übersteigen sollte, anderenfalls führt es ja zu eine Bevorzugung von mehrfachquotierten. Ich schlage vor, daß die SPD statt dessen ein Handicap-System einführt. Da kann man alles in Punkten ausdrücken. Ein polnischer ......
Das ist ja großartig, auf den Triller mit einem Punktsystem bin ich noch nicht gekommen. Das System ist perfekt und muss von der SPD unbedingt eingeführt werden.
Bitte treten Sie in die Partei ein, um es dort durchzusetzen.

Beitrag melden
D.Moslovult 13.12.2011, 11:05
88. Benachteiligung

[QUOTE=igoor;9293211]Es geht doch darum, bestehende ungerechte sowie ungerechtfertigte Benachteiligung bestimmter demographischer Bevölkerungsgruppen ansatzweise auszugleichen. Falls keine Benachteiligungen anhand eindeutig feststellbarer demographischer Kriterien (mehr) bestehen sind die Regelungen überflüssig (geworden).

QUOTE]

Die Frage ist, wie man eine "Benachteiligung einer demographischen Gruppe" feststellt.
Wenn es allein durch die geringere quantitative Repräsentation in einem wünschenswerten Bereich gemessen werden kann, dann muss auch der Tatsache, dass Energie Cottbus seltener Meister wurde als Bayern München, eine Benachteiligung zugrundeliegen und man sollte eine Cottbus-Quote für die Vergabe von Meistertiteln einführen. Man schließt dann die Möglichkeit aus, dass Cottbus einfach schlechter kickt, und schiebt ohne genauer hinzusehen alles auf die Schiedsrichter, die einfach immer gegen Cottbus pfeifen, sodass immer Bayern gewinnt.

Eine andere Frage: Ist es auch Benachteiligung, dass sich Migranten seltener ehrenamtlich engagieren? Sollte man bei der freiwilligen Feuerwehr daher auch eine Quote einführen? Nein, da würde man wohl eher sagen: Da besteht wohl einfach weniger Interesse. Was sagt es über die Eitelkeit der SPD aus, dass man "kein Interesse" an ihr als Grund dieser Unterrepräsentation ausschließt?

Beitrag melden
regula2 13.12.2011, 11:19
89. Konsequent

Ganz konsequente Entscheidung für eine Partei, deren Mitglieder zu über 25% "Migrationshintergrund" verfügen.

In 5 Jahren wird die SPD ihre Wähler- und Mitgliederzahl halbiert haben, aber dafür einen Migrantenanteil von weit über 50% haben.

Respekt ! Dann hört endlich auch dieser Ettikettenschwindel namens "Volks"partei auf !
Zitat von sysop
Künftig müssen 15 Prozent der Führungskräfte über eine "Migrationsgeschichte" verfügen.

Beitrag melden
Seite 9 von 13
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!