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Auslese: Die Evolution gilt auch für den modernen Menschen
Corbis

Homo sapiens hat sich über die Evolution erhoben - das zumindest glaubt er gern. Doch laut einer neuen Studie schützen soziale und technische Entwicklungen den Menschen selbst in der Neuzeit nicht vor den Mechanismen der natürlichen Auslese. Evolution: Darwins Auslese gilt auch für moderne Menschen der Neuzeit - SPIEGEL ONLINE

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tuchholzky 01.05.2012, 22:16
150.

Meinen Nachbarn hat man vorige Woche in die Klapsmühle gefahren, nachdem er auf der Wiese 10 Meter hoch Ziegelsteine deponierte und behauptete in 100 Millionen Jahren werde an der Stelle zufällig ein Haus stehen, ohne Archiktekt, ohne Plan.

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tuchholzky 01.05.2012, 22:16
151.

Meinen Nachbarn hat man vorige Woche in die Klapsmühle gefahren, nachdem er auf der Wiese 10 Meter hoch Ziegelsteine deponierte und behauptete in 100 Millionen Jahren werde an der Stelle zufällig ein Haus stehen, ohne Archiktekt, ohne Plan.

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Celegorm 01.05.2012, 22:19
152.

Zitat von neoptolemos
Selbst bei Selektionsvorteilen, die die außerordentliche Stärke von 1% mehr Nachkommen verursachen, bräuchten Sie eine Generationenfolge im 5stelligen Bereich, um eine normale Population zu durchdringen, und das nur unter der vollkommen wirklichkeitsfremden Vorstellung, dass dieses Merkmal sich ununterbrochen dominant und wirksam durchsetzt.
Sie ignorieren einmal mehr, dass das Überleben immer noch die härteste Währung der Selektion ist. Wie Sie angesichts dessen darauf kommen, dass "1% mehr Nachkommen" eine "ausserordentliche Stärke" ist, ist nicht ganz klar. Ebenso ist rätselhaft, was für Sie genau eine "normale Population" ist. Gerade Flaschenhals-Populationen können aus einer effektiven Populationsgrösse bestehen, die sich an einer Hand abzählen lässt. In solchen Situationen können selbst neutrale Merkmale allein durch Zufallsprozesse eine Population in kürzester Zeit vollständig übernehmen. Letztlich scheinen Sie ein arg simplifiziertes Bild der Evolutionstheorie zu haben, mit einer relativ vorgestrigen Fixierung auf natürliche Selektion.

Zitat von
In 70 Jahren sei passiert, wovon Biologen („Evolutionsfachleute“) glaubten, es würde Millionen Jahre dauern…
Lustig, dass Sie dann ausgerechnet selber ein Beispiel bringen, das an der Realität zeigt, dass "schnelle Evolution" stattfindet und sich offenbar manche Arten innerhalb von 20 Generationen in solcher Weise anpassen können. Wobei ich das als Biologe nicht derart überraschend finde. Insofern kann ich auch nicht beurteilen, wer diese ominösen "Biologen" sein sollen, die der Co-Autor angeblich "zitiert". Dass sowas zwangsweise "Millionen von Jahren" dauern soll ist eigentlich bereits als solch generelle Aussage ziemlich unsinnig und schon seit einer Weile nicht mehr wirklich aktuell. Aber das lässt sich wohl damit verzeihen, dass sich solch eine vermeintliche "Sensation" für den Laien toll anhört..

So oder so, das zeigt doch gerade, wie Wissenschaft funktioniert: Frühere Annahmen werden durch neue Beobachtungen korrigiert, die Mechanismen erforscht, die Theorie angepasst falls nötig. Grundsätzlich widerlegt wird mit dem Beispiel aber nichts, im Gegenteil, das liefert doch gerade einen Beleg dafür, dass relativ komplexe Anpassungen in kurzen Zeiträumen möglich sind. Und da soll die Entstehung der Biodiversität über Abermillionen von Jahren unmöglich sein?

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Thermodynamix 01.05.2012, 22:20
153. Wenn es Ihnen gelingt,

Zitat von cassandros
Aber wenn Sie die Wahl haben, Essig mit Essigsäure oder mit essigsäureAcetylchlorid auf Ihren Salat zu schütten, nach welcher Flasche greifen Sie?
eine Lösung von Acetylchlorid (w = 0,05) in Wasser herzustellen, werde ich darüber nachdenken ;-))

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tuchholzky 01.05.2012, 22:22
154.

Was jeder gleich kapiert, kann nicht intelligent sein, z.B.
die Lehre der Kreationisten.

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Celegorm 01.05.2012, 22:29
155.

Zitat von Ursprung
Das Ausblenden von zusaetzlichen Komplexitaeten ist doch lediglich eine Art Trick, was aus der Realitaet wegzublenden, um dem Hirn den Gefallen zu tun, es nicht zu ueberlasten.
Was für Sie ein böser "Trick" ist, ist eigentlich ein zwingendes Instrument. "Realität" lässt sich eh nie vollständig erfassen oder gar beschreiben. Simplifizierungen und Modelle sind wohl oder übel notwendig, um sich der Realität anzunähern. Und umso mehr wenn es darum geht, Leuten das Wissen stückweise und verständlich näher zu bringen.

Wobei in diesem konkreten Fall die Sache eigentlich noch trivialer war: Es ging um den Mechanismus der natürlichen Selektion, d.h. wie dieser unmittelbar auf die Allelfrequenzen folgender Generationen wirkt. Einer solchen Erklärung weitere Komplexitätsebenen anzufügen ist völlig überflüssig. Im Gegenteil, solche rhetorischen Tricks werden eher gerne genutzt von Leuten, die durch überkompliziertes Schwadronieren ihre Zuhörer verwirren wollen - oder schlicht ihre eigene Unwissenheit zu überdecken versuchen.

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reuanmuc 01.05.2012, 22:30
156.

Zitat von neoptolemos
...und je nach der fiktiven Stärke dieses Vorteils und anderer Faktoren errechnet sich die Dauer eines Selektionsprozesses innerhalb einer
Sie werden es in diesem Leben wohl nicht mehr begreifen. Das macht aber nichts. Die Evolution mit Variation und Selektion funktioniert unabhängig davon, ob sie begriffen wurde. Man kann Variation und Selektion nicht voneinander trennen, denn Selektion kann nur funktionieren, wenn sie zwischen Varianten - den Ausprägungen des Genpools - auswählen kann und Variation wirkt auf jedes Individuum einer Population. Selektion macht sich in statistischen Verschiebungen der Allelfrequenzen in einer Population bemerkbar und ist unter Umständen messbar. Selektion wirkt nicht nur auf den äußeren Phänotyp, sondern auch auf innere Strukturen, beispielsweise auf die Leistungsfähigkeit innerer Organe, bis zu den Zellen.

Im übrigen gibt es seit Darwin viele neue Erkenntnisse.

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Thermodynamix 01.05.2012, 22:30
157. Ich glaube zwar nicht

Zitat von tuchholzky
Was jeder gleich kapiert, kann nicht intelligent sein, z.B. die Lehre der Kreationisten.
an die lehre der Kreationisten, aber auch nicht an Ihre Logik!

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NewHuman 01.05.2012, 22:33
158. Auch wir - sind nur ein Tier

Zitat von reuanmuc
Woher wissen Sie, dass diese Tiere ein Wissen haben und nicht behavioristisch oder einfach instinktiv reagieren? Sicher können Tiere auch lernen, aber es gibt viele Formen des Lernens. Das ist ein weiter Begriff.
Sehen Sie es doch auch mal andersherum: Woher Wissen SIE (als Mensch) eigentlich, dass nicht überwiegend instinktiv reagieren?

Schon bei mindestens allen Säugetieren haben sich evolutionär Steuerungsmechanismen für die organismischen Grundantriebe entwickelt. Das Verhalten der Tiere wird durch den emotional-psychischen Bereich gesteuert. Früher nannte man diese psychischen Mechanismen in Biologie und Psychologie einheitlich "Instinkte". Heute nennt man sie jeweils ein bißchen anders. Diese Instinkte haben sich bis zum Menschen einfach nur weiterentwickelt (ausdifferenziert). Die Biologie wird das in den nächsten Jahren durch moderne neurowissenschaftliche Methoden sogar faktisch beweisen beweisen können.

Glauben Sie wirklich, dass Sie als Mensch keine Instinkte mehr haben? Glauben Sie, dass Sie ihr Leben nur rein durch Ihre Gedankenkraft steuern?

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Bärchen09 01.05.2012, 22:38
159. Kommt darauf an

Zitat von tadamtadam
... schon wieder ein verrückter kreationist... bei welchen wissenschaftlern soll das denn bitte strittig sein? es ist in der biologie nichtmal ansatzweise strittig, dass der mensch ein evolutionäres produkt ist.
mit welchen Wissenschaftlern man sich beschäftigt. Ich denke nicht, dass ich ein Produkt der Evolution bin.
Allerdings ist es wohl klar, dass Evolution immer stattfindet. Manchmal gut, und manchmal eben schlecht.

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