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Auslese: Die Evolution gilt auch für den modernen Menschen
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Homo sapiens hat sich über die Evolution erhoben - das zumindest glaubt er gern. Doch laut einer neuen Studie schützen soziale und technische Entwicklungen den Menschen selbst in der Neuzeit nicht vor den Mechanismen der natürlichen Auslese. Evolution: Darwins Auslese gilt auch für moderne Menschen der Neuzeit - SPIEGEL ONLINE

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tuchholzky 03.05.2012, 09:57
220. Motive

Man sollte sich einmal nach dem Motiv fragen, warum und wen eigentlich die Existenz eines Schöpfers stört. Warum die hartnäckige Verleugnung eines genialen Schöpfers ?

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lug&trug 03.05.2012, 10:05
221. Project Steve

Zitat von tuchholzky
Der deutsche Raketenforscher Wernher von Braun, der in den USA für die NASA arbeitete, glaubte aus folgendem Grund an Gott...
Ah, das Zitieren von einem (oder einigen) namhaften Wissenschaftler(n), die die Evolutionstheorie verneint haben, als "Beweis" für Kreationismus.
Kennen Sie "Project Steve"? Das ist eine Idee, um die Lächerlichkeit dieses Arguments zu zeigen. Es ist eine Liste von inzwischen über 1200 Wissenschaftlern, die die Evolutionstheorie bejahen und alle mit Vornamen "Steve" (bzw. "Steven", Stephen") heißen.

Zitat von tuchholzky
Er sagte, dass er sich aufgrund der Ordnung der Planeten, deren präzisen Bewegungen auf festen Bahnen nicht vorstellen könnte, dass dies rein zufällig so wäre.
Auch ein beliebtes Argument: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so ist -- also kann es nicht so sein."
Mit diesem Argument kann man ALLES, aber auch WIRKLICH ALLES "widerlegen".

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tuchholzky 03.05.2012, 10:09
222. Zwei Säulen der ET...

...werden selbst von Wissenschaftlern, die nicht an den biblischen Schöpfungsbericht glauben, infrage gestellt:
Dass alles Leben einen gemeinsamen Ursprung hat und dass neue Körperbaupläne durch eine allmähliche Häufung geringer Veränderungen entstanden sind.
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Fakt ist ferner, dass alle Lebewesen eine ähnlich aufgebaute DNA als eine Art Computerprogramm oder Code haben, der den Aufbau und die Funktion ihrer Zellen weitgehend steuert. Wäre es denkbar, dass diese Ähnlichkeit nicht auf einen gemeinsamen Vorfahren, sondern auf einen gemeinsamen Erfinder hindeutet ?

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lug&trug 03.05.2012, 10:13
223.

Zitat von tuchholzky
Man sollte sich einmal nach dem Motiv fragen, warum und wen eigentlich die Existenz eines Schöpfers stört. Warum die hartnäckige Verleugnung eines genialen Schöpfers ?
Zum Beispiel, weil man dann erklären müsste, wo dieser Schöpfer herkommt? Oder fänden Sie die Antwort darauf nicht interessant und wichtig? Solange es Wissenschaft gibt, wird diese immer weiter fragen.
Die Eleganz der Evolutionstheorie ist ja gerade, dass sie eine Erklärung liefert, die keinen ominösen (und nicht erklärbaren) Schöpfer benötigt.
Dieses Prinzip nennt man "Occam's Razor"; es bedeutet grob: wenn du etwas erklären möchtest, nimm am besten erstmal die einfachste Hypothese, also die, die möglichst wenig zusätzliche Annahmen benötigt. Denn diese Annahmen müsste man dann ebenfalls wieder erklären usw.

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Celegorm 03.05.2012, 10:15
224.

Zitat von tuchholzky
Man sollte sich einmal nach dem Motiv fragen, warum und wen eigentlich die Existenz eines Schöpfers stört. Warum die hartnäckige Verleugnung eines genialen Schöpfers ?
Sie sollten sich eher fragen, warum Sie die Evolutionstheorie derart stört und Sie einen "Schöpfer" derart dringend brauchen. Die Probleme an diesem sind übrigens schon rein axiomatischer Natur: Das "Schöpferwesen" erklärt nichts, sondern erweitert die Erklärungskette nur um ein weiteres, redundantes Glied, das lediglich eine Menge zusätzlicher Fragen aufwirft.

Was ja auch der Witz an Leuten wie Ihnen ist: Sie verweigern sich aus ideologischer Prädisposition kategorisch dem Gedanken, dass Leben aus organischer Materie entstehen und sich evolutionär weiterentwickeln könnte, aber gleichzeitig erachten Sie die Hypothese als völlig plausibel, ein offenbar extrem komplexes "Schöpferwesen" könne aus dem Nichts (!) entstehen und mittels völlig unbekannter Fähigkeiten komplexes Leben aus ebenso Nichts erzeugen und fortlaufend designen. Vielleicht sollten Sie mal mit gleicher Vehemenz, mit der Sie die Evolutionstheorie kritisieren, Ihre eigene Ideologie hinterfragen..

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tuchholzky 03.05.2012, 10:17
225. Zellbildung, DNA, Genforschung

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Bestandteile einer Zelle durch Zufall entwickelt haben, ist gleich null.
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Die DNA zeugt von Genialität. Sie stellt jedes Computerprogramm und jeden Datenträger weit in den Schatten.
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Die Genforschung zeigt, dass das Leben nicht auf einen einzigen gemeinsamen Vorfahren zurückgeht. Außerdem treten die großen Tierstämme in der Fossilien-dokumentation plötzlich auf.

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lug&trug 03.05.2012, 10:21
226.

Zitat von tuchholzky
"Eine Reihe von Fossilien zu nehmen und zu behaupten, sie repräsentiere eine Abstammungslinie, ist keine nachprüfbare wissenschaftliche Hypothese, sondern eine Behauptung mit derselben Gültigkeit wie eine Gutenachtgeschichte - amüsant, vielleicht sogar lehrreich, aber alles andere als wissenschaftlich." (Henry Gee)
Stimmt -- daher ist es auch so lächerlich, dass Kreationisten ständig auf Fossilfunden rumreiten und "missing links" beschwören, statt z.B. die überwältigen genetischen Belege für die Evolutionstheorie zur Kenntnis zu nehmen.
Ich nehme an, Sie wissen, dass Henry Gee ein Verfechter der ET und Mitherausgeber von Nature ist?

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Celegorm 03.05.2012, 10:23
227.

Zitat von tuchholzky
...werden selbst von Wissenschaftlern, die nicht an den biblischen Schöpfungsbericht glauben, infrage gestellt:
Nein. Es sei denn Sie zählen Theologen auch zu diesen "Wissenschaftlern". Wobei selbst unter diesen die Evolutionstheorie kaum bestritten ist, ein "Schöpfer" wabert selbst im Vatikan nur noch irgendwo beim Urknall herum..

Zitat von
Wäre es denkbar, dass diese Ähnlichkeit nicht auf einen gemeinsamen Vorfahren, sondern auf einen gemeinsamen Erfinder hindeutet ?
Denkbar ist alles. Plausibel daran ist eigentlich nichts. Zumal der "Erfinder" in diesem Fall ganz schön schlampig und faul gewesen wäre..

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needforspeed 03.05.2012, 10:23
228. Geburtenrate

Über welche Eigenschaften müsste ich verfügen, um einen Selektionsvorteil zu erlangen? Würde mir super hohe soziale und allgemeine Intelligenz bei extremer Attraktivität zusammen mit einem Bombenimunsystem einen Vorteil verschaffen können?
Wenn jede Frau, mit der ich zu tun habe, gerne von mir Kinder bekommen wollte?
Keineswegs. Ich würde selbstverständlich meinen schlauen Kopf dazu benutzen, mich vor zahllosen Vaterschaftsklagen zu schützen. Und selbst wenn es mein persönlicher Wunsch wäre, möglichst oft Vater zu werden, könnte ich diese Einstellung nicht an meine Kinder weitergeben. Meine Bemühungen würden in unserer Wohlstandsgesellschaft verpuffen.
Ob jemand einen Selektionsvorteil hat, hängt heute in erster Linie davon ab, in welchem Land er lebt.

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Marcath 03.05.2012, 10:25
229.

Zitat von lug&trug
Stimmt -- daher ist es auch so lächerlich, dass Kreationisten ständig auf Fossilfunden rumreiten und "missing links" beschwören, statt z.B. die überwältigen genetischen Belege für die Evolutionstheorie zur Kenntnis zu nehmen. Ich nehme an, Sie wissen, dass Henry Gee ein Verfechter der ET und Mitherausgeber von ist?
Die "Missing links" sind schon lustig. Findet man eins gibt es sofort 1 neues. Das ist ja ein Grundprinzip da Veränderungen nie sofort auftauchen sondern sehr langsam. Daher ist das "Missing Links" Argument sehr beliebt bei Kreationisten :D

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