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Beschneidungen im Judentum: Unter die Haut
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Die Beschneidungsdebatte ist überfrachtet mit Vorurteilen, Unterstellungen - und manchmal himmelschreiender Unwissenheit. Die Gegner bemühen den Kinderschutz, dabei wird der nicht auf dem OP-Tisch bei der Entfernung der Vorhaut missachtet, sondern im deutschen Alltag. Schluss mit der Doppelmoral! Beschneidungen im Judentum: Kinderschutz und Doppelmoral - SPIEGEL ONLINE

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twister13 27.07.2012, 17:06
130. So viele Worte

Und doch sagt sie nicht was sie will.
Religiöse Gebote sollen über dem Gesetz stehen.
Das ist die eigentliche Aussage hinter dem ganzen Blabla. Wenn wir das zulassen kann kein Mensch mehr die Scharia, die weibliche Beschneidung und die öffentliche Hinrichtung von treulosen Ehefrauen in Deutschland verhindern. Das Ganze dann mit Billigung und Schutz durch deutsche Gesetze.

Das wäre nämlich die logische Konsequenz von der Unterordnung des GG und aller weiterer Gesetze unter religiöse Riten, Gebräuche und Traditionen. Das wäre dann nicht mehr mein Staat und die Moslems hätten D erobert.

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nemopuk 27.07.2012, 17:08
131. Orientierung

Zitat von Gunda Trepp
Die dreijährige Tochter spricht mit stolzem Gesicht den hebräischen Segen über dem Brot, der Sohn wird kurz nach der Geburt beschnitten. Damit zu warten, würde bedeuten, ihm eine wichtige Orientierung vorzuenthalten.
Wie bescheuert diese Logik ist wird spätestens dann klar, wenn wir "Tochter" und "Sohn" vertauschen:

"Der dreijährige Sohn spricht mit stolzem Gesicht den hebräischen Segen über dem Brot, die Tochter wird kurz nach der Geburt beschnitten. Damit zu warten, würde bedeuten, ihr eine wichtige Orientierung vorzuenthalten."

Vielleicht täte es ja jemand wie Gunda Trepp oder Sibylle Berg gut, selbst etwas "Orientierung" zu erhalten...

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slartibartfass-d.ä. 27.07.2012, 17:09
132. Deine Vorhaut gehört Dir

und nicht jemand anderem, ob Mensch, Priester oder Gott. so einfach ist das. da gibt es auch kein Vergleichen mit woanders geht es den Kindern noch schlechter oder das war schon immer so Brauch und wir kommen in eine Krisis wenn das anders wird. Und die Bezeichnung" Minimaleingriff" bezeichnet eigentlich was? die nötige Eingriffsweite bei der Unterhose wenn es zu den seltenen Komplikationen und eventueller weitergehenden "Beschneidung" gekommen ist? Sind diese Jungen eigentlich im Judentum oder im Islam dann besonders geachtet weil sie ja noch mehr geopfert haben? Wie kann ein Mann dem es durch unglückliche Schnittführung Schmerzen bereitet einen steifen zu haben den göttlichen Auftrag viele Nachkommen zu zeugen mit Freuden folgen? Ich wünsche mehr ehrliche Antworten auf diese Fragen, damit ich der Wertevermittlung ohne Zweifel im Glauben folgen kann.

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V.R. 27.07.2012, 17:09
133. @ Schreieule

"Wer dann auch noch die sexuell und körperlich verstümmelnde mit großem Leiden verbundene Beschneidung von Mädchen mit der Beschneidung eines
Jungen gleichsetzt hat keine blasse Ahnung von der Materie."

Es erschüttert mich wirklich, dass Sie als Ärztin offenbar selbst nicht wissen, wie weitreichend die Verstümmelung des Penis durch die Periah-Beschneidung ist und wie sehr die sexuelle Empfindsamkeit und die Funktion des Organs dadurch beschädigt wird.
Der Umfang der Vertümmelung ist sehr Wohl mit den ersten beiden Graden der Weiblichen Beschneiung vergleichbar und auch diese sind völlig zu Recht verboten.

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Izmi 27.07.2012, 17:10
134. Viele

Zitat von dilinger
Wenn das Ganze ein dickes Problem wäre, müssten die treibenden Kräfte der Beschneidungsgegner, unter den zehntausenden bedauernswerten geschädigten und verstümmelten Beschnittenen zu finden sein. Auffälligerweise,.....
Sie irren. Es gab und gibt in den unterschiedlichen Foren eine ganze Reihe Betroffener, die sich in ihrer Mehrheit (soweit ich das wahrnbehmenh konnte) durchaus kritisch und ablehnend gegen ihre eigene und auch allgemeine Beschneidung aussprachen.

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MutzurLücke 27.07.2012, 17:11
135. Es steht nun einmal geschrieben...

Zitat von elikey01
ist nur parteiisch-einseitig und stellt dabei in klarer Grundsätzlichkeit Andersmeinde lediglich in den Senkel. Jede .....
Dieser Beitrag stammt von einem Menschen der glaubt, dass das mit der Beschneidung schon alles so seine Ordnung hat und zu dem Gefüge gehört dass Gott für sein auserwähltes Volk vorgesehen hat. Glaube allein versetzt vielleicht hier auf der Erde keine Berge, aber er ersetzt Argumente. Und zwar so vollständig, dass sich die argumentative - oder gar juristische - Untermauerung seiner Dogmatik logisch ausschließt. Man kann nicht glauben und gleichzeitig akzeptieren, dass das Geglaubte einer Erklärung oder Rechtfertigung bedarf. Das geht nicht - beim besten Willen zu einer fairen Auseinandersetzung.

Zitat von
Außerdem ist zum Thema alles gesagt - nur vielleicht nicht von jedem,...
Aber offenbar noch nicht verstanden. Sonst wären Sie nicht auf die mangelnde Bereitschaft zur offenen Diskussion angesprungen.

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udo46 27.07.2012, 17:12
136. xxx

Zitat von Thomas Weber
Die Diskussion über die rechtliche Zulässigkeit von Beschneidungen zeigt auch den Charakter juristischer und politischer Fingerübungen. Diese Fingerübungen scheinen weder der religiösen Bedeutung von Beschneidungen noch der Menschenwürde angemessen. Sie gehorchen einer zumindest auch juristischen Vernunft, erweisen sich aber .....
Wie armselig muss es um eine "Familie" bestellt sein, die ihren Zusammenhalt und ihre Weltanschauung nur durchzusetzen weiss, indem ihre erwachsenen Mitglieder an ihren Neugeborenen eine Zwangsgenitalverstümmelung vollziehen.
Denn Eines ist ja wohl so sicher, wie das Amen in der Kirche ;-): Im religionsfähigen oder gar im Erwachsenenalter würde sich nur noch ein verschwindend geringer Prozentsatz dieser barbarischen Prozedur unterziehen, was einem katastrophalen Aderlass an treuen Mitgliedern gleichkommen würde.
Denn wichtig für die Religionen ist nur der bodycount, koste es, was es wolle.

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Blaufrosch 27.07.2012, 17:12
137. Gesetz ist Gesetz!

Zitat von sysop
Die Beschneidungsdebatte ist überfrachtet mit Vorurteilen, Unterstellungen - und manchmal himmelschreiender Unwissenheit. Die Gegner bemühen den Kinderschutz, dabei wird der nicht auf dem OP-Tisch bei der Entfernung der Vorhaut missachtet, sondern im deutschen Alltag. Schluss mit der Doppelmoral!
Um es mal mit den Worten des designierten Chefs des Inlandsgeheimdienstes - auch gerne in Kuschelweich "Verfassungsschutz" genannt - zu sagen - ähnlich wie im Fall Kurnaz:

Beschneidungen gleich welcher Art und aus welchem Kulturkreis stellen eine Körperverletzung dar. Punkt. Ende des Diskussion. Da unser Rechtssystem nicht unterscheidet zwischen "guter" und "schlechter" Körperverletzung bleibt es dabei. "Es ist gegen das Gesetz" und keine Regierung kann Körperverletzungen legitimieren. Auch und schon gar nicht im Namen der Religion.

Insofern ist die Doppelmoral wohl eher bei Autoren solcher Kommentare zu suchen.

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