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BGH-Urteil: Kölner Tagesmutter darf Kinder nicht in Wohnung betreuen
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Eine Grundsatzentscheidung ist es nicht, aber im konkreten Einzelfall steht fest: Eine Tagesmutter aus Köln darf in einer Privatwohnung vorerst keine Kinder betreuen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden und damit ein Urteil des Landgerichts bestätigt. BGH-Urteil: Tagesmutter darf Kinder in Wohnung nicht betreuen - SPIEGEL ONLINE

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kitecat 13.07.2012, 14:13
250. Unverständniss...

Es mag eine Einzelfallentscheidung sein - verstecksicht aber wirklch hinter einer Formalie, der gewerblichen Nutzung. Wären es 5 eigene Kinder der Tagesmutter hätte die Klägerin keine Chance - da keine gewerbliche Ntzung. Ausserdem frag ich mich, zu welchen Uhrzeiten die Kinder betreut werden und wann die Dame Ihre "Ruhe" haben möchte. Mal abgesehen davon, daß ich mir dann eine andere Bleibe als eine Stadtwohnung suchen würde.

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PapaStolz 13.07.2012, 14:13
251.

Zitat von doppelpunkt
Lieber Papastolz, Dafür erwarte ich nur eins: Das Eltern ihre Kinder zu sozialem Verhalten und Rücksicht erziehen.
Sie werden es kaum glauben, aber Kinder schreien und sind laut, egal wie gut sie erzogen sind. Niemand möchte Kinder nicht zu sozialen, rücksichtsvollen Mitgliedern der Gesellschaft erziehen.

Zitat von doppelpunkt
Und selbst Rücksicht darauf nehmen, dass in unserer eh verlärmten Gesellschaft die Nachbarn irgendwann auch ein Anrecht auf Ruhe haben.
Das Recht haben sie, allerdings ist Kinder"lärm" keine Belästigung und muss von ALLEN toleriert werden. Ausnahmslos. So wie außerhalb Deutschlands schon lange üblich.

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Th.Tiger 13.07.2012, 14:17
252.

Zitat von altebanane
Nein danke. Beiträge von Leuten, die sich ernsthaft über die Geräusche ihrer kranken Nachbarn aufregen, finde ich weder erheiternd noch möchte ich sie abermals lesen.
Warum Ironie gleichbedeutend mit "erheiternd" sein soll, wissen Sie wohl nur allein.
Schönen Tag auch!

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Tschoeni 13.07.2012, 14:20
253. Richtiges Urteil!

Zitat von sysop
Eine Grundsatzentscheidung ist es nicht, aber im konkreten Einzelfall steht fest: Eine Tagesmutter aus Köln darf in einer Privatwohnung vorerst keine Kinder betreuen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden und damit ein Urteil des Landgerichts bestätigt.
Wer noch nie unter einer Familie mit zwei kleinen Kindern in einem relativ hellhörigen Haus gewohnt hat, der hat definitiv keine Ahnung davon, dass mancher "Kinderlärm" eben keine Zukunftsmusik ist. Wir haben es erlebt und ich bin wahrlich kein Kinderhasser. Nein, ich bin ein Elternhasser. Denn wenn Mama bei schönstem Wetter den ganzen Tag vor dem PC hängt, die Kinder von 8.00 bis 18.00 Uhr so ziemlich alle Sportarten der Olympischen Spiele durchgehen und man nach 5 stündigem Dauergetrampel mal dezent nachfragt, ob es nicht langsam genug sei, dann antwortet Papa (Original-Zitat): "Unter uns möchte ich auch nicht wohnen." Schön, dass einem wenigstens Verständnis entgegengebracht wird, auch wenn es natürlich gar nichts geändert hat.
Mittlerweile ist man ausgezogen. Das war Weihnachten und Ostern gleichzeitig. Hallelujah!!!!

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Samuel Tischler 13.07.2012, 14:20
254. Trittschalldämmung statt Generationenkrieg

Zitat von sysop
Eine Grundsatzentscheidung ist es nicht, aber im konkreten Einzelfall steht fest: Eine Tagesmutter aus Köln darf in einer Privatwohnung vorerst keine Kinder betreuen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden und damit ein Urteil des Landgerichts bestätigt.
Viele Konflikte könnten gelöst werden, wenn bessere Bodenbeläge eingebaut würden.
Eine gute Trittschalldämmung (z.B. Alujet) kostet im Handel ca. 6.- Euro.

Schwimmend verlegte Fertigparkette und Laminatböden sind einfach laut. Teppichböden sind zwar leise, aber leider sehr unhygienisch und allergetisch (Staubmilben).
Massivholzdielen oder Inbetweens, fest mit dem Untergrund verklebt, sind auf jeden Fall eine hervorragende Lösung. Schon ab 49.90 in jedem gut sortierten Fachhandel.
Der Generationenkrieg kann noch verhindert werden, wenn wir jetzt die richtigen Baumaterialien einsetzen.

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altebanane 13.07.2012, 14:21
255.

Zitat von coz
Das Urteil ist kinderfeindlich. Punkt. Auch mit Überregulierung kann man dafür sorgen, dass alle ihre Ruhe haben, der Rest, der sich um die kleinen Menschen kümmern darf, wird das schon irgendwie hinkriegen. Ruhe und Hunde sind in Deutschland das höchste Gut.
Schon wieder so einer. Nochmal : die Eigentümerversammlung hat es so beschlossen und so gilt es. Das ist deren gutes Recht.
In meinem Einfamilienhaus kann ja auch niemand ankommen und eine KITA befehlen, nur weil es zu wenig Betreuungsplätze gibt.

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karl-felix 13.07.2012, 14:21
256. Na

Zitat von altebanane
Ja, es stimmt, es ist sehr laut, wenn die AWACS über's Haus fliegt. Aber einerseits haben die irgendeinen Auftrag, der doch wohl etwas damit zu tun hat, dass Kinder in Deutschland auch in Zukunft frei leben können und zweitens ist die AWCS nach 5 Minuten wieder weg. Und die Schulbusse, die vor meinem Haus halten, machen auch Lärm, aber irgendwie müssen die lieben Kleinen doch zur Schule.
ja, bei mir sind das die Frachtmaschinen die Kiwis und Äpfel aus Neuseeland einfliegen nachts um 3.27 Uhr. Aber vielleicht haben Sie recht und die Kinder brauchen die Vitamine um auch in Zukunft frei leben zu können, den Laubbläser aber brauchen die nicht. Die stöbern gerne im trockenen Laub.

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Yestoertchen 13.07.2012, 14:22
257.

Zitat von coz
Das Urteil ist kinderfeindlich. Punkt.
Ist es nicht. Punkt.
Packen Sie Ihre Keule wieder ein und lassen Sie uns sachlich diskutieren.

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gazettenberg 13.07.2012, 14:23
258.

Zitat von Lobhudel
Steht dort, dass Sie für die berufliche Lebensgestaltung ihres Nachbarn verantwortlich sind? Nein? Komisch.
Deswegen hat die Mieterin ja auch nicht ihre eigene Lebensgestaltung vor Gericht gebracht, sondern die der Tagsmutter. Jetzt klarer?

Übrigens bin ich selbst sehr für mehr Tagesmütter. Die leisten eine tolle Arbeit für unsere Gesellschaft und verdienen den Abbau bürokratischer Hürden und eine bessere Bezahlung. Man darf darüber aber die Bedürfnisse von anderen Menschen nicht ganz außen vor lassen. Lärm kann krank machen - auch wenn er de jure als etwas anderes bezeichnet wird.

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PapaStolz 13.07.2012, 14:23
259.

Zitat von mmueller60
Die Logik ist Ihnen beim gespannten Warten im Kreisssaal abhanden gekommen, oder? Die Rente hat sich die Rentnergeneration in der Tat im zurückliegenden Arbeitsleben verdient, unabhängig von eigenen Kindern. Ob es staatsseitig Rücklagen gibt oder (wie in Dt.) ein Umlageverfahren, ist dafür irrelevant. Volkswirtschaftlich ist nur interessant, daß in einer Biographie den Empfängerjahren (z.B. bis 22j, ab 65j) ausreichend Einzahlerjahre (die Zeit dazwischen) entgegenstehen.
Das ist eben nicht irrelevant! Rechnen Sie doch mal nach, anstatt dumme Sprüche zu kloppen. Wisen Sie nicht, dass das Umlageverfahren sich bei unserer Demographie schon lange nicht mehr selbst trägt? Und die Zukunft sieht bei der Geburtenrate seit Jahrzehnten düster aus.

Meine Generation (frühe 80er) darf viele Kinderlose durchfüttern und wird dann selbst leer ausgehen. Und in zehn, zwanzig Jahren? Hoffen wir auf das sozialverträgliche Frühableben, so traurig wollte man fast denken.

Wenn Deutschland umdenken wollte, würde es Familien viel stärker steuerlich entlasten -- nämlich nach Anzahl der Kinder. Und Kinderlosen gehört die Rente gedeckelt. Fertig. Anders geht es nicht. Die doppelten Beiträge für Kinderlose im Schreiber-Plan waren schon richtig, wurden aber aus Egoismus nicht umgesetzt.

Die wahren Größen sind die Väter und Mütter, die sich trotz aller Umstände für Kinder entscheiden.

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