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BGH-Urteil: Kölner Tagesmutter darf Kinder nicht in Wohnung betreuen
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Eine Grundsatzentscheidung ist es nicht, aber im konkreten Einzelfall steht fest: Eine Tagesmutter aus Köln darf in einer Privatwohnung vorerst keine Kinder betreuen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden und damit ein Urteil des Landgerichts bestätigt. BGH-Urteil: Tagesmutter darf Kinder in Wohnung nicht betreuen - SPIEGEL ONLINE

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stormking 13.07.2012, 14:23
260.

Zitat von markus_wienken
3jährige halten Rücksichtnahme nicht allzulange durch
Dann müssen Sie sie eben immer wieder und wieder dazu anhalten. Ist es denn echt so schwer zu kapieren, daß auch andere Menschen Rechte haben? Glauben Sie, nur weil Sie Kinder in die Welt gesetzt haben, könnten Sie alle möglichen Sonderrechte reklamieren oder alle Welt müsse sich allein nach Ihnen richten?

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Lobhudel 13.07.2012, 14:23
261. So what?

Zitat von boeseHelene
Lesen sie das Urteil im SPIEGEL ARTIKEL bitte nochmal das Stichwort heißt
Zitat von boeseHelene
Lesen sie das Urteil im SPIEGEL ARTIKEL bitte nochmal das Stichwort heißt
Die Ausübung einer "gewerblichen" oder "teilgewerblichen" Tätigkeit in einer Wohneinheit dürfen Vermieter oder Miteigentümer nur unter rechtlich genau definierten Gesichtspunkten verbieten. Dazu zählen - wie wohl immer schwieriger die "Guten Sitten", vor allem aber genau definierte Umweltbelastungen. Genau aus diesen wurde Kinderlärm aus dem BImschG explizit herausgenkommen.

Und zu Ihrem Link: Das ist ein alter Hut. Seit Jahren klagen Anwohner bevorzugt in sogenannten ruhigen Neubau- oder Villenvierteln gegen "Elternverkehr", wenn Sie aber selber nicht schlaglochlos im Cayenne zu ihren Häuschen kommen, ist gleich der Teufel los.

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peter_1974 13.07.2012, 14:24
262.

Zitat von PapaStolz
Das Recht haben sie, allerdings ist Kinder"lärm" keine Belästigung und muss von ALLEN toleriert werden. Ausnahmslos. So wie außerhalb Deutschlands schon lange üblich.
Muss... Ausnahmslos... ALLEN... Geht's eigentlich noch?

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israefia 13.07.2012, 14:25
263.

Zitat von kalzifer
Es ist nur sehr merkwürdig, dass beim Ruhebedürfnis immer erst bei den Schwächsten, nämlich den Kindern, angefangen wird. Stören Rasenmäher, Quads, Motorräder, Düsenjets etc. nicht beim Mittagsschlaf?? Dagegen klagt niemand.
Das ist Quark mit Soße.

Natürlich werden gerade wegen der von ihnen genannten Lärmquellen immer und immer wieder die Gerichte beschäftigt. Haben Sie vielleicht irgendetwas bei den in sämtlichen Medien diskutierten Ausbauprojekten des Flughafens Frankfurt oder Berlin nicht ganz richtig mitbekommen? Rasenmähen, Hämmern und Bohren sind zudem meist schon in den Hausordnungen auf ganz bestimmte Zeiten eingeschränkt - ich zitiere da gern meine eigenen Hausordnung, die dergleichen Betätigungen nur zwischen 8 bis 12 und 15 bis 18 Uhr zulässt. Da dürfte für Ihren Mittagsschlaf ja wohl ausreichend Zeit bleiben.

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altebanane 13.07.2012, 14:25
264.

Zitat von karl-felix
ja, bei mir sind das die Frachtmaschinen die Kiwis und Äpfel aus Neuseeland einfliegen nachts um 3.27 Uhr. Aber vielleicht haben Sie recht und die Kinder brauchen die Vitamine um auch in Zukunft frei leben zu können, den Laubbläser aber brauchen die nicht. Die stöbern gerne im trockenen Laub.
Laubbläser braucht eh kein Mensch. Völlig unfassbarerweise haben die bei uns in der Gegend im letzten Winter sogar angefangen, mit den Dingern auf 1 cm Neuschnee einzudröhnen, das ist wirklich uneffektiv.

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gazettenberg 13.07.2012, 14:26
265.

Zitat von willi2007
Was mich bei den Urteil des BGH aber ärgert, ist der Umstand, dass die Lärmbelästigung, die von Menschen subjektiv unterschiedlich empfunden wird, nicht objektiv in der Wohnung der Klägerin gemessen worden ist. So bleibt der fade Beigeschmack, dass es der Klägerin nicht um den Lärm gegangen ist, ...
Sie scheinen da ja weitergehende Informationen zu besitzen: Wie oft ist gemessen worden und zu welchen Zeiten?

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PapaStolz 13.07.2012, 14:26
266.

Zitat von EinfachEinBuerger
Es gibt auch Leute die Ihre Kinder schon aus dem Haus haben und trotzdem in Ruhe wohnen möchten. Die Rentenproblematik hat nichts mit der gerwerblichen Nutzung von Wohnraumes zu tun. Zudem ist es doch gut wenn es keine Geburten mehr gibt, dann wird langfristig der Wohnraum günstiger,
Das war jetzt nicht Ihr Ernst?

Zitat von EinfachEinBuerger
Man sollte auch respektieren dass es Menschen gibt die Kindern diese Pleitewelt nicht zumuten möchten und deshalb keine Kinder in die Welt setzen.
Das ist die kreativste Ausrede für "Ich habe einfach keinen Bock auf Kinder." Ich wünsche Ihnen einen einsamen Lebensabend!

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Kanzleramt 13.07.2012, 14:27
267. ...

Zitat von PapaStolz
Es ist immer wieder dasselbe: Gerade Alleinstehende und Kinderlose beschweren sich über den Lärm der lästigen Blagen.
Nein, so ist es nicht, scheren Sie da auch nicht alle über einen Kamm. Ich bin z.B. alleinstehend und kinderlos und ich kann diese vorherrschende Mentalität ebenfalls nicht verstehen. Es gibt nämlich bestimmt auch selbst Eltern, die den Kindergarten oder die Tagesmutter in der Nachbarschaft vehement ablehnen - und paradoxerweise obwohl sie selbst ihre Kinder in einen Kindergarten oder zu einer Tagesmutter bringen. Und überhaupt, heute macht doch jeder "Karriere", dachte ich, und da kommt man doch frühestens abends um 20:00 nach Hause. Da bekommt man doch eigentlich den Kindergarten oder die Tagesmutter überhaupt nicht mit.

Ich denke eher, dass sich die Leute nur vordergründig über den Lärm aufregen. Was sie wirklich stört, ist dass sie die "Konkurrenz" in der direkten Nachbarschaft mitkriegen. Denn der Druck auf die (eigenen) Kinder steigt momentan dermaßen an, dass jedes andere Kind im Grunde nur ein Konkurrent ist. Und die Konkurrenz holt man sich ja nicht selbst ins Haus, sozusagen. Das allgemeine Misstrauen zwischen den Menschen steigt meiner Meinung nach immer mehr an. Und das ist eine giftige Atmosphäre für eine 80-Millionen-Gesellschaft. Für mich ist diese Atmosphäre und Mentalität schon fast unerträglich, auch wenn ich selbst keine Kinder habe.

Und dann noch das andere: Von sich selbst z.B. zu glauben, dass man früher das bravere Kind war und dass man sich damals selbst viel besser benommen hat... das ist überheblich und Selbstbetrug. Das ist nichts anderes als eine selbstwertdienliche Verzerrung. Man kann sich so ziemlich sicher sein, dass es SO nicht wirklich war. UND, damals ist einfach nicht heute - alles ist relativ, nicht nur in der Physik. Die meisten Leute, die sich über die "heutige Jugend" beschweren, und meinen dass sie früher selbst viel "besser" und "stiller" waren und dazu noch "härter im Nehmen" und "weniger verwöhnt", sagen doch meistens aber gleichzeitig, dass sie "damals" noch den ganzen Tag draußen rumgetollt sind, gerauft haben und im Dreck gespielt haben. - Wie passt das bitte zusammen?! Meistens nur leere Worte.

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gazettenberg 13.07.2012, 14:27
268.

Zitat von Lobhudel
Habe mir als Vater eines ziemlich aktiven Fünfjährigen mit meinem Unterbaren die Kosten für eine schalleffiziente Dämmung unserer Zwischendecke geteilt (ca. 100 qm).
Kompliment. Eine gute und pragmatische Lösung.

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ismaelito 13.07.2012, 14:30
269. Der selbstsüchtige Riese

1888 hat Oscar Wilde "Der selbstsüchtige Riese" geschrieben, ein Riese der spielende Kinder aus seinem Garten verscheucht weil er das Kinderlachen nicht aushalten konnte. Diese neurotische Aktion führte poetisch dazu, dass es in seinem Garten ewiger Winter herrschte. Ich finde's unendlich traurig und fast unglaublich dass mehr als 120 Jahre später Wildes Werk so ausständig aktuell und passend für so viele Menschen in der Welt ist. Ich frage mich, wo werden denn die Kinder mal spielen dürfen, mit so vielen selbstsüchtige Riese um herum? Das die Aktion nicht mit Kinderfeindlichkeit zu verwechselt ist, stelle ich unter Frage. Womit sonst? Waren Kinder in Kindergartenalter laut um 22:00 Uhr, als die Frau schlafen wollte? Ach ja, ja: sie haben gelacht und gespielt! Diese unertragbare Freude! Tja, arme Tagesmutter, die heute ihren Job verloren hat. Und arme Kinder, die einen neuen Ort zu spielen suchen müssen. Aber die ärmste von alle ist die Klägerin... sie wird zu spät merken dass es viel schöner für sie gewesen wäre, mit den Kinder zu spielen anstatt sie zu verjagen.

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