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Bildung: Astronomische Forderungen

Lobbyisten schlagen immer neue Schulfächer vor, von Verbraucherschutz bis Volksmusik - kein Hobby und kein Thema erscheint zu abseitig.

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Strichnid 21.12.2009, 13:46
1. ,...

Als Ex-DDR-Schüler kann ich nur sagen: Her mit der Astronomie. Das war eines der spannendsten und bewusstseinerweiterndsten Fächer überhaupt.

Schade, dass der Autor seinen Hass auf das Fach auf so billige Weise niederschreiben muss, indem er es mit Volksmusikkunde vergleicht. Das ist erbärmlich.

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AndyDaWiz 21.12.2009, 13:50
2. Verfall der Werte

Zitat von Strichnid
Als Ex-DDR-Schüler kann ich nur sagen: Her mit der Astronomie. Das war eines der spannendsten und bewusstseinerweiterndsten Fächer überhaupt. Schade, dass der Autor seinen Hass auf das Fach auf so billige Weise niederschreiben muss, indem er es mit Volksmusikkunde vergleicht. Das ist erbärmlich.
Kompliment. So siehts aus.
Dafuer ein paar Bluemchenfaecher weniger.

Und ganz nebenbei - zentrale Lehrplaene...

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litlebigman 21.12.2009, 13:54
3. .....

In diesem Land darf doch jeder der sich selber Experte nennt, machen was er möchte. Unser Schulsystem ist doch so nicht mehr zu reformieren. Da ja jeder sein Schäfchen ins Trockene bringen möchte....

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Klo 21.12.2009, 13:54
4. Bedenklich

Zitat von sysop
Lobbyisten schlagen immer neue Schulfächer vor, von Verbraucherschutz bis Volksmusik - kein Hobby und kein Thema erscheint zu abseitig.
Hobbys gehören nicht in die Schule, allgemeines Wissen dagegen schon. Volksmusik steht im Lehrplan des Musikunterrichts, Verbraucherschutz in dem des Faches Gemeinschaftskunde oder Politik-Wirtschaft-Gesellschaft.

Ich habe in Baden-Württemberg Abitur gemacht und da durfte man zahlreiche Zusatzfächer belegen, darunter Astronomie, Pädagogik, Philosophie, Geologie, Literatur und Psychologie, sowie Computerwissenschaften/Informatik. Nichts davon ist unnütz oder überflüssig. Das einzige überflüssige Fach, ist der konfessionelle Religionsunterricht. Der hat in der Schule nichts verloren, sondern gehört in das Umfeld des jeweiligen Gotteshauses. Fächer wie Ethik und Philosophie halte ich dagegen für sehr wichtig.

Dass heute Abiturienten die Schule verlassen, ohne angemessene Englisch-Kenntnisse, ohne die Fähigkeit korrekte deutsche Sätze zu bilden, eine Kurve korrekt zu diskutieren, ein Blümchen oder einen Stein bestimmen zu können, das ist extrem bedenklich. Leider ist dies aber bei 90% der Abgänger die Realität.

Das Klo.

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Caleas 21.12.2009, 13:54
5. Ein Einwand

Was mir bei diesem Artikel definitiv nicht behagt ist die Einordnung des Fachbereichs "Wirtschaft" als skurriles Hobby, welches nur von Lobbyisten in den Schulalltag forciert wird.
Als Diplom-Handeslehrer und aktiver Beteiligter des beruflichen Schulwesens kann ich nur berichten, dass ein wirtschaftswissenschaftliches Profil für hunderttausende Schülerinnen und Schüler in den Berufskollegs, Wirtschaftsgymnasien, Wirtschaftsoberschulen und Fachschulen für Wirtschaft bereits jetzt Alltag ist. In wie fern es vernünftig ist einen wirtschaftswissenschaftlichen Zweig auch in allgemeinbildenden Schulen einzuführen (und ob die dortigen Kollegen überhaupt die grundlegende Qualifikation dafür aufbringen) ist eine andere Frage.

Allerdings geht Wirtschaftskunde über reine Buchhaltung und den Erwerb anderer typischer kaufmännischer Kenntnisse hinaus. Sie soll Schülerinnen und Schüler neben einer hohen wirtschaftskundlichen Kompetenz auch in ihrer Rolle als kritischer Konsument, gebildeter Wähler und bewusster Arbeitnehmer unterstützen. Kaum ein anderes Fach spricht so viele Bereiche des Lebens an.

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DanielaMund 21.12.2009, 13:57
6. Ich will aber gar keinen Titel angeben!

Zitat von Strichnid
Als Ex-DDR-Schüler kann ich nur sagen: Her mit der Astronomie. Das war eines der spannendsten und bewusstseinerweiterndsten Fächer überhaupt. Schade, dass der Autor seinen Hass auf das Fach auf so billige Weise niederschreiben muss, indem er es mit Volksmusikkunde vergleicht. Das ist erbärmlich.
Aber kann man das nicht in Physik miterledigen? Muss man da extra ein Fach für einrichten, wenn man (eine gescheite Stundentafel vorausgesetzt) Schulastronomie eigentlich in einem Vierteljahr erledigt haben könnte? Wenn man Astronomie als extra Fach hat, warum nicht "Elektrische Schaltungen", oder "Optik"? Im Physikunterricht eingebettet könnten Sie das ganze später noch mit z.B. Rotverschiebung und Relativität kombinieren, da brauchen Sie doch nicht in der Mittelstufe ein extra Fach, zu einem Zeitpunkt, zu dem Sie die Mathe noch gar nicht beherrschen, die für Astronomie nötig ist.

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Schulzy 21.12.2009, 13:57
7. Schule soll nicht die Erziehung ersetzen!

Ich stimme Strichnid eindeutig zu, dass Astronomie sicherlich ein interressantes Fach ist. Ob es deshalb zu den Pflichtfächern gehören sollte halte ich jedoch für fraglich.

Allerdings Denke ich das mit diesem Fach ein Beispiel gewählt wurde, dass an dem eigentlich interressantesten Punkt im Artikel vorbei geht: Es sollen immer mehr "Bindestrich-Fächer" auf den Lehrplan, die meiner Ansicht nach Aufgaben der Erziehung durch die Eltern ist, nicht die der Schule!

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circul 21.12.2009, 13:58
8. ja

Astronomie ist dringend notwendig um elementare Zusammenhänge unserer Welt zu verstehen. Und ich denke, in diesem Zusammenhang Heino zu erwähnen, macht dieses Thema unnötig lächerlich.

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chocochip 21.12.2009, 14:00
9. Astronomie, nein wie furchtbar!

Ich dachte schon Astrologie!
Wir hatten auch Astronomie in der Schule als eigenes Fach, das sogar ins Abitur eingebracht werden konnte.
Das war anno 1990.

Hat mehr gebracht als jeder andere naturwissenschaftliche Unterricht, da man dort mit Spaß und Interesse auch mal rausgegangen ist, anstatt im Klassenzimmer Kuhaugen zu sezieren.
Ach ja: Umweltschutz ist natürlich heilige Kuh in der Biologie und im Erdkundeunterricht, der darf nicht bezüglich Lobbygruppen hinterfragt werden.

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