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Bildung: Sehnsucht nach Ruhe

Viele Landesregierungen beugen sich mittlerweile in der Schulpolitik der Macht der Eltern - auf Kosten von Qualität und Chancengerechtigkeit.

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Toddl 03.03.2010, 13:59
270. Pfeife

Zitat von selberlehrer
Es ist hier im Forum von (Schwarm)Intelligenz der Eltern die Rede. Was mich indes wundert, ist die absolut fehlende Intelligenz, die sich darin äußert, dass so derartig viele Eltern diesen absolut lächerlichen Gefälligkeitsgutachten glaubt!
Sie sollten sich schämen!

1. Es ist kein Gefälligkeitsgutachten gewesen, sondern unsere Anfrage an das Testteam war: "Hat unser Kind Defizite, wie können wir es unterstützen?" und nicht "Unser Kind ist oberschlau, wie können wir gegen die Lehrer arbeiten". Daher ist Ihr polemisches Geschreibsel ohne Grundlage.

2. Wie verträgt sich ihre Auffassung in dem speziellen Fall mit der Tatsache dass unser Kind in der neuen Schule sehr gute Leistungen zeigt und die dortigen Klassenlehrer die vorherigen Probleme ÜBERHAUPT nicht nachvollziehen können?

3. Unser Kind ist nicht verhaltensauffällig.

Armes Deutschland, das solche Lehrer wie sie hat. Leider werden ja nicht immer die als Lehrer qualifizierten Studierenden Lehrer. In Ihrem Falle scheint dies auch zu gelten.

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Toddl 03.03.2010, 14:03
271. Unglaublich

Zitat von selberlehrer
Ich will gar nicht einseitig für ein konservatives Familienbild sprechen. Jeder soll nach seiner eigenen Fasson selig werden. Dennoch erlaube ich mir als ein Fachmann einmal auszusprechen, welche Kinder mehrheitlich konzentriert arbeiten und sich benehmen können (nämlich die aus den erwähnten heilen Familien) und welche nicht (die aus den Yuppie-wir-schieben-unser-Kind-in-die-Krippe-Familien). Das ist Fakt. Ob es Ihnen gefällt oder nicht.
Nur um es Ihnen klar zu machen: Unser Kind kann sich benehmen. Es ist auch nicht verhaltensauffällig. Es kommt aus einer heilen Mutter/Vater/Kind-Familie.
Und ich hoffe, es hat niemals mit solchen sich selbstbemitleidenden alles besser wissenden "Lehrern" wie Ihnen zu tun. Derzeit hat es nämlich tolle, engagierte Lehrer, die es glücklicherweise auch gibt.

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Toddl 03.03.2010, 14:17
272. In den Spiegel schauen

Zitat von selberlehrer
Wenn ein Kind wirklich begabt ist, dann kann es die in der Schule gestellten Aufgaben (die, wie wir alle wissen, vom Niveau her eh deutlich niedriger sind als noch vor 15Jahren) problemlos alleine lösen
Wenn es denn einen Lehrer hat, der einen vernünftigen Unterricht durchführt!
(Mir tut der Kopf schon vom Kopfschütteln weh.)

Im Übrigen haben wir unser Kind zum Test nur auf Anraten unseres Kinderarztes "geschleppt", weil es eine andere Erkrankung hat, und wir Sorge hatten, dass seine mentale Leistungsfähigkeit u.U. durch diese Erkrankung beinträchtigt sein könnte und es dadurch so Leistungsproblemen in der Schule gekommen ist.
Das nur so am Rande.

Letztendlich kam dann bei dem Test heraus, das unser Kind ein ganz normales, nicht hochbegabtes, aufgewecktes, interessiertes Kind ist, dass leider eine Pfeife als Lehrer hat, um es ihnen mal pointiert klar zu machen.
Der Schulwechsel und der sofortig eintretende (Lern)erfolg gibt mir da wohl recht. Und ja, inwzischen gibt es einen ähnlich gelagerten Fall bei diesem Lehrkörper. Komisch, nicht wahr?

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zucchi 03.03.2010, 15:10
273. Ich kann die veschiedenen Äußerungen von

Zitat von selberlehrer
Liebend gerne, aber dann müssten Sie erst einmal bereit sein zu diskutieren. Es ist schön, dass Ihre Frau ihren Beruf liebt. Noch schöner wäre es indes, wenn Sie ihr Kind mehr lieben würde als ihren Beruf. Ich kenne die Kinder von Doppelverdiener-Ehepaaren wie Sie zu Hauf. Und es ist genau wie vorhin beschrieben: Diese Eltern lieben sich selbst und ihren Beruf viel mehr als ihre Kinder, vergessen ihre Kinder zu erziehen. Folge: Verhaltensauffälligkeiten, die dann per Gutachten gerade gerückt werden. Wissen Sie, ich bin als in der Praxis stehender Lehrer ein großer, sehr großer Verfechter des 3-gliedrigen Schulsystems und halte die Polemik, dass nur Besserverdienende ihre Kinder auf das Gymnasium schicken dürften, für grundfalsch. Aber in einem Punkt haben die Kritiker des Gymnasiums recht: Leute, die ihre Kinder zuerst vernachlässigen und dann per Gutachter auf "hochbegabt" stufen lassen, gibt es in der Tat nur bei den Besserverdienenden bzw. Akademikern. Ich habe noch NIE ein Kind aus einer Arbeiter- bzw. Handwerkerfamilie gehabt (die es entgegen der verbreiteten Ansicht durchaus zahlreich an Gymnasien gibt), das von seinen Eltern zu so einem albernen Gutachter geschickt wurde. Sie sollten, statt von Polemik zu reden, bereit sein, einmal darüber nachzudenken, warum Ihnen Ihr Beruf mehr wert ist als Ihr Kind.
Selberlehrer im Großen und Ganzen nur bestätigen.
Wir haben selber 3 Kinder und machen so unsere Erfahrungen.

Ich würde mir nur wünschen, dass es in der Grundschle wieder mehr männliche Lehrer gibt, und zwar viel mehr. Das scheint ja wirklich eine auszusterbende Spezies zu sein. Schade.

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c++ 03.03.2010, 16:08
274. Korrelation und Kausalität

Zitat von Earendil77
Dass die soziale Position des Elternhauses von großer Bedeutung für den Schulabschluss ist, ist wissenschaftlich so erwiesen, wie nur irgendwas sozialwissenschaftlich erwiesen sein kann.
Sozialwissenschaftlich ist lediglich eine Korrelation bewiesen, daraus kann man aber nicht einfach eine Kausalität herstellen, das ist unwissenschaftiich und lächerlich.
Um es an einem extremen Beispiel zu zeigen: wer nicht in der Lage ist, sein Leben zu organisieren, sich gesellschaftlichen Normen anzupassen, der ist sehr viel häufiger arbeitslos, eventuell suchtabhängig, verwahrlost selbst und lässt dann auch seine Kinder verwahrlosen. Die soziale Position und der schlechte Schulabschluss haben die gleiche Ursache.

Es gibt selbstverständlich auch Arbeiter, Arbeitslose, Alleinerziehende, deren Kinder sehr gut in der Schule sind, nämlich wenn sie sich intensiv um die Bildung und Ausbildung der Kinder kümmern, dafür sorgen, dass diese in Ruhe und mit großer Sorgfalt zu Hause lernen, die Zeit nicht vor der Kiste hängen, anregende Freizeitmöglichkeiten nutzen.

Zitat von Earendil77
Verweise wie "in meiner Gymnasialklasse 1976 in Niederwichtelhausen waren aber ganz viele Arbeiterkinder" sind albern - das mag in Einzelfällen so gewesen sein, zumindest für die heutige Zeit sprechen die Statistiken aber eine eindeutige Sprache.
Das ist aber nun mal Tatsache. Es gab mal in SpOn einen guten Beitrag von Prof. Walter, der den Bildungsaufstieg der Arbeiterklasse beschrieben hat. Heute sind die Kinder und Enkel vieler Arbeiter von früher Juristen, Lehrer, Ingenieure, Techniker etc.

Eine enorme Bedeutung hat dagegen die mißlungene Integration eines Teils der Migranten. Denn wenn man Schüler ohne oder mit einfachem Schulabschluss analysiert, stellt man fest, dass es eine hohe Korrelation zwischen Integrationsproblemen und Schulproblemen gibt. Wo Integration versagt, versagt auch sehr häufig sozailen Aufstieg, versagt auch sehr häufig Bildung.

Dabei sollte man die bildungsbürgerliche Fixierung auf das Gymnasium mal aufgeben. Für manche ist man nur ein Mensch, wenn man ein Gymnasium besucht hat. Ein großer Teil der Hochschulabsolventen hat dies geschafft, ohne je ein Gymnasium besucht zu haben. Es ist eben völliger Quatsch, dass mit dem 10. Lebensjahr entschieden wird, welche Chancen ein Mensch hat. Das ist kleinbürgerliches Denken.

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Schülerin2012 03.03.2010, 16:10
275. ...

Zitat von Toddl
Armes Deutschland, das solche Lehrer wie sie hat. In Ihrem Falle scheint dies auch zu gelten.
Dem ersten kann ich nur teilweise zustimmen... Man kann so eine Aussage nicht auf alle Lehrer des Landes beziehen, da es natürlich, wie in jedem anderen Beruf auch, Vollidioten gibt, die am besten etwas anderes hätten studieren sollen und solche, die scheinbar dafür geboren sind Lehrer zu werden. Leider kann ich, zumindest an meiner Schule, beobachten das immer mehr unfähige Referendare eingestellt werden (was wieder nicht verallgemeinert werden soll... mich unterrichten auch durchaus fähige Referendare).

Die zweite Aussage finde ich von Ihrem Standpunkt aus nicht gerechtfertigt, da sich viele Lehrer nicht einmal mehr die Mühe machen würden auf solche Diskussionen (die schon viel zu oft geführt wurden) und Beleidigungen den Eltern und Außenstehenden gegenüber einzugehen. Und wie schlimm können unsere Lehrer schon sein, wenn sogar wir in der Schule beigebracht kriegen, niemanden in DISKUSSIONEN zu beleidigen oder persönlich anzugreifen wenn diese Person ihre Meinung mitteilt...

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Toddl 03.03.2010, 16:27
276. Falsch verstanden

Zitat von Schülerin2012
Dem ersten kann ich nur teilweise zustimmen... Man kann so eine Aussage nicht auf alle Lehrer des Landes beziehen, da es natürlich, wie in jedem anderen Beruf auch, Vollidioten gibt, die am besten etwas anderes hätten studieren sollen und solche, die scheinbar dafür geboren sind Lehrer zu werden.
In meinen weiteren Postings wird, so hoffe ich, deutlich, dass ich mit den jetzigen Lehrern meines Sohnes mehr als zufrieden bin. Meine Kritik bezog sich einzig und allein auf User "selbstlehrer".

Zitat von Schülerin2012
Die zweite Aussage finde ich von Ihrem Standpunkt aus nicht gerechtfertigt, da sich viele Lehrer nicht einmal mehr die Mühe machen würden auf solche Diskussionen (die schon viel zu oft geführt wurden) und Beleidigungen den Eltern und Außenstehenden gegenüber einzugehen.
Moment. Ich habe das wirklich nur auf User "selbstlehrer" bezogen, der offensichtlich über meinen Einzelfall mehr weiß als ich und mich als "Besserwissenden zu Experten rennenden Querulanten" dargestellt hat, den man mit den anderen Besserverdiener-und-sich-nicht-um-die-Kinder-kümmernden-Versager-Akademiker-Eltern über einen Kamm scheren kann. Und diesen Vorwurf lasse ich mir nicht gefallen.

Ich habe überhaupt kein Interesse daran gehabt, mein Kind als hochbegabt einstufen zu lassen (es hatte, wie in meinen Postings dargelegt, ganz andere Gründe, dass mir unser Kinderarzt dringendst zu einer Testung geraten hat, nämlich seine Krankhreitsgeschichte). Ich wäre völlig zufrieden gewesen, wenn in der Klasse meines Sohnes vernünftiger angemessener Unterricht stattgefunden hätte.

Insgesamt kann ich "selbstlehrer" inzwischen als Diskussionspartner ob seiner Äußerungen sowieso nicht mehr ernst nehmen - wer ernsthaft behauptet, er würde 80 bis 100 Stunden arbeiten und (das auch noch als Normalfall darstellt), hat jedes Fünkchen an Realität verloren und sich als Diskussionspartner disqualifiziert.
(Zur Erläuterung: 100 Stunden die Woche macht bei 7 Tagen 14,29 Stunden pro Tag Arbeit. Ist das GLAUBWÜRDIG?)

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Blaue Fee 03.03.2010, 16:40
277. @ecua

Zitat von ecua
Ich bin für mehr Geld, mehr Lehrer, kleinere Klassen, mehr Bücher, modernisierte Schulen, weniger Lehrerinnen und eine Grundschulzeit von 8 Jahren!!!
Kein Problem - bis auf die Bücher bekommt man das alles bei den Waldorfschulen.

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Schülerin2012 03.03.2010, 16:44
278. ...

Zitat von Toddl
Meine Kritik bezog sich einzig und allein auf User "selbstlehrer".
Das kann ich so hinnehmen ;)

Zitat von Toddl
er würde 80 bis 100 Stunden arbeiten und (das auch noch als Normalfall darstellt), hat jedes Fünkchen an Realität verloren und sich als Diskussionspartner disqualifiziert. (Zur Erläuterung: 100 Stunden die Woche macht bei 7 Tagen 14,29 Stunden pro Tag Arbeit. Ist das GLAUBWÜRDIG?)
Ich denke zwar das die Stundenzahl von Lehrern die der meisten Arbeitnehmer übersteigt, vor allem da Unterrichtsstunden vorbereitet werden und Klassenarbeiten korrigiert werden müssen, allerdings ist selbst mein ehemaliger Lehrer der, nach eigener Aussage, bis morgens um 5 Uhr Arbeiten korrigieren würde, die wir nach 3 Wochen zurückerhalten haben, schon Meister der Überstunden...

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Schülerin2012 03.03.2010, 16:48
279. Rückenbeschwerden...

Zitat von Blaue Fee
Kein Problem - bis auf die Bücher bekommt man das alles bei den Waldorfschulen.
Ich denke auch nicht, das bei der Anzahl an Rückenproblemen in unserer Schule noch mehr Bücher nötig sind...

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