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Blockierter Gaza-Streifen: Palästinenser büßen für die Freundschaften der Hamas
AFP

Der Sturz der Muslimbrüder in Ägypten kam für die Menschen im Gaza-Streifen einer Katastrophe gleich: Seit die Generäle in Kairo regieren, ist der einzige Grenzübergang ins Nachbarland geschlossen und der Tunnelschmuggel unterbrochen. Das Leben in dem blockierten Gebiet ist härter denn je. Gaza-Streifen: Ägyptens Generäle bestrafen Palästinenser - SPIEGEL ONLINE

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huggi 05.12.2013, 16:46
1. .

Zitat von sysop
Der Sturz der Muslimbrüder in Ägypten kam für die Menschen im Gaza-Streifen einer Katastrophe gleich: Seit die Generäle in Kairo regieren, ist der einzige Grenzübergang ins Nachbarland geschlossen und der Tunnelschmuggel unterbrochen. Das Leben in dem blockierten Gebiet ist härter......
... wenn die Menschen im Gaza Streifen nicht von selbst darauf kommen was die Ursache für ihre Probleme sind wird man ihnen nicht helfen können.

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Makronaut 05.12.2013, 16:48
2.

die blockade durch ägypten und israel besteht seit 2007. o_O
und bedanken dürfen sich die palästinenser beim terror der hamas, der sich halt auch gegen ägypten richtet. die haben die blockade ja nicht umsonst etabliert.

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Leserbrief 05.12.2013, 17:00
3. Hamas und Palästinenser

Wie? Auf einmal zwei Parteien? Früher war alles einfacher - da gab es nur "die Palästinenser" (da war Hamas mit drin).

Heisser Tip für die Auflage:
Das Geldverdienen ist mühsam, wenn man sich den Journalistenberuf ausgesucht hat, insbesondere im Zeitalter von Blogs & Co. und Jobs mit extremer Flexibilisierung. Das ist hart, dann eine kleine Familie durchzubringen.
Da müssen eben Sensationsstories her. Wenn Journalisten der Hamas empfehlen könnten die Waffen niederzulegen und Radiesschen zu züchten, dann könnten brandheisse Stories mit den Bauern in den deutschen Tageszeitungen veröffentlicht werden.
Damit wäre auch das Problem Islamismus / Terrorpropaganda und Anti-Semitismus in den deutschen Medien eingedampft. Jetzt müssen nur noch die Redaktionsleiter mitziehen... die Journalisten stehen ja am Ende der Nahrungskette und m-ü-s-s-e-n Karriere auf Kosten Israels (und jetzt ein bisschen Ägyptens) machen.

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Leserbrief 05.12.2013, 17:02
4. Europäer wissen es besser

Zitat von huggi
... wenn die Menschen im Gaza Streifen nicht von selbst darauf kommen was die Ursache für ihre Probleme sind wird man ihnen nicht helfen können.
solange es Europäer gibt, die Aufmerksamkeit erzeugen...

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danyffm 05.12.2013, 17:11
5. Ganz schlimm die Situation...

aber vielleicht gibt es im Gazastreifen doch einige kluge Köpfe, die auf die Hamas pfeifen und sich mit den Israelis ernsthaft und ohne Vorbehalte unterhalten. Es nützt beiden Seiten...

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plumplori1975 05.12.2013, 17:27
6. Das palästinensiche Dilemma

Die Palästinenser verpassen wirklich jede Chance und stellen sich immer wieder auf die falsche Seite der Geschichte, ob es im ertsen Golfkrieg auf Seiten Saddam Husseins war und damit gegen so gut wie alle anderen arabischen Staaten, die bis heute nicht alle das verziehen haben z.B. Kuwait, Dubai etc. oder verpassen die riesige Gelegenheit 2000 bei Camp David unter Clinton einen Friedensschluss zu schliessen. Erst vor paar Tagen trat Mohammed Dahlan, der zur der Zeit unter Arafat die Gespräche mit den Israelis mitgeführt hatte, im europäischen Parlament auf und drängte zur Rückkehr der 2000er Gespräche. Diese aber sind jetzt aber nichts Wert, da die Palästinenser selber den letzten Schritt abgebrochen haben und Arafat danach die zweite Intifada ausgerufen hatte. Nun wird neu verhandelt und nun stellen die Palästinenser fest, das die neuen Ansätze schlechter sind als die vom Jahr 2000. Das aber müssen sie sich aber an die eigene Kappe schreiben. Und dieses Dilemma der verpassten Chancen und das stehen auf der falschen Seite der Geschichte passiert ihnen immer wieder. In Libanon werden sie noch schlechter behandelt. Syrien mag sie auch nicht und der König von Jordanien fürchtet sie, in Saudi Arabien brauchen sie im Vergleich zu anderen arabischen Brüdern "Sondergenehmigungen" un einzureisen und zu arbeiten. Die Palästinenser sind selbst in der arabischen Welt nicht gern gesehene Gäste. Den Kampf gegen Israel aber unterstützen die arabischen Despoten, solange die Palästinenser ihre eigenen Kinder dafür opfern und der Konflikt weit weg bleibt. Mir tun die Me4nschen wirklich Leid, aber ich Glaube ein Anschluss Gazas an Ägypten, welches ja vorher eigentlich auch Teil Ägyptens vor dem israelisch.-arabischen Krieg war, wäre für die Palästinenser die beste Lösung. Auch die Westbank sollte wieder zurück ans "Mutterland" Jordanien, welches sie ja auch bis zum 6 Tage Krieg auch gehörte, bis der König Hussein von Jordanien mit dem Abtreten der Gebiete den Israelis ein Ei ins Nest legte, vom welchen er sich befreite, den der König kannte die demografische Gefahr durch die Palästinenser für sein Königreich. Heute aber sitzt mit der königlichen Ehefrau selber eine Palästinenserin auf dem jordanischen Thron. Der Palästinserstaat existiert bereits auf jordanischen Boden und ein zusammenschluss wäre für alle Konfliktparteien günstig. Die Israelis hätten Garantie durch das jordanische Königshaus, die Palästinenser einen funktionierenden Staat, ohne selbst einen erst aufbauen zu müssen und damit vielleicht auch scheitern und der jordanische König kauft sich Gefolgstreue und Schutz für sein Königshaus.

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JDR 05.12.2013, 21:17
7. ...

Zitat von sysop
Der Sturz der Muslimbrüder in Ägypten kam für die Menschen im Gaza-Streifen einer Katastrophe gleich: Seit die Generäle in Kairo regieren, ist der einzige Grenzübergang ins Nachbarland geschlossen und der Tunnelschmuggel unterbrochen. Das Leben in dem blockierten Gebiet ist härter denn je.
Nun, die neue Lage in Gazah ausschließlich mit der Beziehung zwischen Hamas und Muslimbruderschaft zu begründen greift wohl ein wenig kurz. Wesentlich größeren Einfluss dürfte die Tatsache gehabt haben, dass massiver Terror gegen ägyptische Sicherheitskräfte aus dem Gazahstreifen z.T. dirigiert, zum großen Teil massiv unterstützt wurde. Das Versagen der Hamas in diesem Bereich hat vermutlich sogar eine nicht unwesentliche Rolle dabei gespielt, General Sisi davon zu überzeugen, dass er keine andere Wahl hatte, als zu Handeln, wenn er seine "Familie" schützen wollte. Und wer von einem Putsch in Kairo spricht sollte wohl auch nicht vergessen, zu erwähnen, dass die Hamas selbst die alleinige Macht im Gazahstreifen mit einem bewaffneten Umsturz ergriffen hat.

Noch falscher ist es, die Hamas als passives Opfer der Umstände darzustellen, Zwar mag ihr Einfluss auf bestimmte jihadistische Organisationen, welche von ihrem Territorium aus agieren, begrenzt sein, aber die Entscheidung, eine Obstblockade über den Gazahstreifen zu verhängen hat ein Hamas-Minister getroffen, der damit israelische Lebensmittel aus der Enklave verbannen wollte - und wohl auch nebenbei ganz gut mit dem kläglichen Rest verdient, der noch in das Gebiet kommt.

Nicht zuletzt ist die Hamas verantwortlich dafür, dass hunderte Tonnen Baumaterial buchstäblich im Sande versickern, weil sie ihre Terrortunnel nach Israel buddeln will. Tausende Zementblöcke zu verschwenden und sich dann hinzustellen, um zu behaupten, Israel sei Schuld am Mangel von Baumaterial im Gazahstreifen, dazu gehört schon Chuzpe.

Dort, wo im Gazahstreifen Elend herrscht, ist allein die Hamas dafür verantwortlich.

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JDR 05.12.2013, 21:32
8. ...

Zitat von danyffm
aber vielleicht gibt es im Gazastreifen doch einige kluge Köpfe, die auf die Hamas pfeifen und sich mit den Israelis ernsthaft und ohne Vorbehalte unterhalten. Es nützt beiden Seiten...
Kluge Köpfe gibt es reichlich im Gazahstreifen. Nicht umsonst gehören die palästinensischen Araber unter den diversen ölkern quais zur Bildungselite.

Gespräche mit dem Staat Israel werden aber wohl kaum zu einem Ende der Religionsdiktatur führen. Auch ein Volksaufstand zu Gunsten der Fatah scheint weiter unwahrscheinlich. Wenn es zu einer drastischen Reaktion kommt (vergessen wir nciht, dass der "Arabische Frühling" durch die Verzweiflungstat eines einzigen Händlers ausgelöst wurde, der "die Stimmung" traf), dann würde die Lage anschließend vermutlich unübersichtlich werden. Massiv profitieren würden Splittergruppen, die sich dem globalen Jihad zuordnen. Fatah könnte möglicherweise in der Folge die Macht ergreifen, bliebe aber zu schwach, um tatsächlich herrschaft auszuüben.

Was in der palästinensisch arabischen Gesellschaft fehlt, ist eine ernsthafte Alternative. Grundsätzlich ist das System reif für einen drastischen Linksrutsch, aber es fehlen die Köpfe und die internationale Unterstützung. So lange es gegen den Staat Israel und die Vereinigten Staaten von Amerika geht, unterstützt die globale Linke lieber religiöse Spinner, als Parteien und Organisationen aufzubauen, welche einen gesellschaftlichen Gegenentwurf entwickeln könnten.

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leo100 06.12.2013, 00:16
9. Die Blockade ist illegal und tötet Menschen

Amnesty International und das Internationale Komitee des Roten Kreuzes weisen darauf hin,
dass die Blockade eine kollektive Bestrafung der Zivilbevölkerung und deshalb illegal ist.

Unter gleich starken Konfliktparteien wäre eine solche Blockade sicher ein Kriegsgrund.
Leider sind die Palästinenser nicht in der Lage diesen Zustand aus eigener Kraft beenden.
Daher muss die Weltgemeinschaft Israel zwingen, unter Verhängung von Sanktionen
wenn es denn sein muss, die Blockade zu beenden.

Hätten Gaza die Souveränität über ihre See und Luftwege, könnten ihnen die Israelis mit
ihrem Grenzübergang den Buckel herunterrutschen.

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