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Botswana-Reise: Elefantenjagd bringt thüringischem Spitzenbeamten Ärger

Im Kollegenkreis brüstete sich ein Spitzenbeamter des thüringischen Umweltministeriums mit seiner Elefantenjagd. Die Tötung des Dickhäuters in Botswana soll nach Informationen von SPIEGEL ONLINE sehr unfachmännisch abgelaufen sein. Jetzt gerät der Mann zunehmend unter Druck. Elefantenjagd in Botswana: Thüringischer Spitzenbeamter unter Druck - SPIEGEL ONLINE

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TLR9 02.02.2014, 19:10
20.

Botswana liegt zwar in Afrika. Aber eine Übernachtung in diesem Land ist mit Sicherheit nicht billiger als in Paris. Deshalb sind diese Einwände, dass doch das Land am Abschuss mitverdient, Nonsens. Das ist nicht Namibia, wo heutzutage jeder deutsche Jäger, der mal eine Antilope oder Gnu schießen will, hinfahren kann.

Man so,lte mal darüber nachdenken, dass trotz des Washingtoner Artenschutzabkommen, in deutschen Jäger-Zeitschriften der Abschuss von Löwen, Elefanten und anderen geschützten Tieren gegen Geldsummen angeboten wurden.

Dem thüringischen Spitzenbeamten sollte man zumindest für die Unfähigkeit ein Tier fachgerecht zu töten, die Jagdlizenz entziehen!

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fwohlgemuth 02.02.2014, 19:11
21.

Zitat von auch
.... Anderseits wenn in Bootswana Überpopulation von Elefanten besteht, die Regierung Abschuss für teures Geld, welches wieder in den Umwelt- und Naturschutz zurückfließt genehmigt, wen soll man dann verurteilen. ....
Die Frage von auch nach einem eventuell vorhandenen zu hohen Bestand, der eine Bestandsregelung über Abschüsse nötig macht, müsste in der Tat zuerst geklärt werden, bevor dieser Abschuss kommentiert werden kann. Wegen der fortschreitenden Habitatvernichtung sind zu hohe Bestände keine Seltenheit und bei zugroßen Bestandsdichten sind Elefanten durchaus in der Lage, eine Landschaft für sich selbst unbewohnbar zu machen. Unter derartigen Bedingungen stünde dieser Abschuß nicht im Gegensatz zu Bemühungen um die Arterhaltung sondern wäre ein Teil davon.

Insofern fehlt hier die wesentliche Information.

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SPONer: 02.02.2014, 19:12
22. Respekt

... jedenfalls für seine KollegenInnen, die ihm nicht nur die erhoffte "Bewunderung" verwehrt sondern auch die Courage hatten, den Fall öffentlich zu machen - solche Leute brauchen wir !
Das allein wird ihn jedoch nicht läuntern ... da müssen
empfindliche Konsequenzen her - eine Versetzung ist das mindeste.

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Beobachter123 02.02.2014, 19:13
23. Waidmannsheil

Gratulation zur Erlegung. Im Botswana sind Elefanten nicht vom Aussterben bedroht. Einige ausgewälte Tiere dürfen daher geschossen werden. Mit dieser Gebühr werden wiederrum die Wildhüter bezahlt. Es spricht nicht gegen den Naturschutz einen Elefanten zu erlegen.

Nehmen sie einmal die rosarote Brille ab. Von Luft, Liebe und Freundschaftspunkten können die Wildhüter ihre Familien nicht ernähren!

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fritzihansi 02.02.2014, 19:14
24. Im Prinzip, Ja

Zitat von Chipslette
...Was hat so jemand im Umweltministerium zu suchen??? Ich hoffe doch sehr, dass er sein Amt abtreten muss und irgendwohin versetzt wird, wo er wirklich keinen Schaden anrichten kann. Kann doch nicht sein, dass ein Angestellter des Staates ein Tier erlegen darf, dass unter Naturschutz steht, oder???
Ich war vor einigen Monaten in Botswana und konnte diese wunderbaren Tiere in freier Wildbahn beobachten. Nie käme es mir in den Sinn so ein Tier aus purer "Jagdlust" heraus abzuschießen.

Allerdings sieht man aber auch, dass es in diesem Lande zu viele Elefanten gibt. Die Schäden sind unübersehbar. Das Land macht sich also so seine Gedanken wie man die Anzahl der Tiere in eine verträglichen Maßstab halten kann. Warum also nicht das Bemühen die Anzahl der Elefanten zu begrenzen verbinden mit der Mordlust von etwas primitv veranlagten "Jagd"-Touristen und damit ein bisschen die Kosten der Nationalparks zu finanzieren? (Das Abschiessen wird nicht so ganz billig gewesen sein!)

Das soll keine Entschuldigung sein für den Herrn sein. Das Abschiessen von irgendwelchen Tieren aus reiner Tötungslust ist schlichtweg primitiv. So jemand sollte in einem Umweltministerium nicht beschäftigt werden, denn der hat absolut nichts verstanden, zumal wenn man den Berichten glauben kann, versteht er noch nicht mal was vom gezieltem Schießen.

Aber es ist nicht so dass dieser Herr eben unter Naturschutz stehende Tiere geschossen hat. Primitiv bleibt es trotzdem zumal er sich offensichtlich auch noch damit gebrüstet hat.

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pan tau 3 02.02.2014, 19:14
25. Schwierige Lage

Nun, es ist doch auch ein Mantra der Jägerschaft, dass die Jagd praktizierter Naturschutz sei - und in begrenztem Maße ist dem zuzustimmen. Insofern ist ein Jäger im Umwelt- und Naturschutz auch nicht verkehrt. Die Praxis in den betroffenen afrikanischen Ländern ist doch so, dass nur genau ausgewählte alte oder kranke Tiere zum Abschuss gegen viel Geld freigegeben werden und das Geld in den Tierschutz fließt. Ob man das dann als leitender Beamter tun sollte - ich denke nicht. Als Problem sehe ich es aber an, dass der Mann hier seinen Namen, sein Bild und VERMUTUNGEN über die unsachgemäße, qualvolle Tötung des Tieres lesen muss. Damit beteiligt sich der Spiegel an einer Hatz, die schnell auch Frau und Kinder des Beamten (und ihn natürlich selbst) treffen kann. Und sage mir keiner, es gäbe bei uns in D niemanden, der nach so einer Meldung nicht loszöge und das Auto des Betreffenden ansteckt. Es war keine Straftat, es gibt offensichtlich beamtenrechtliche Ermittlungen und damit gut. Der Mann ist nicht verurteilt, er hat weder nach den Gesetzen von Botswana oder Deutschland etwas Unrechtes getan und eigentlich täte sein Name und sein klar erkennbares Bild hier nichts zur Sache - man könnte dennoch darüber berichten und sich echauffieren.

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j.bauer 02.02.2014, 19:18
26. Herje

und nun fühlt sich der feine Herr bestimmt ungerecht behandelt und versteht die Welt nicht mehr, weil alle auf ihm rumhacken und dies durch die Presse geht. Ich appeliere an Ihren Verstand werter Herr Wedekind, bitte norden Sie Ihren moralischen Kompass wieder ein. Diese moralische Entgleisung verschlägt mir glatt die Sprache.

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aquarelle 02.02.2014, 19:18
27. Jaja, der kleine Schniepi

Zitat von sysop
Umweltminister Reinholz müsse überprüfen, ob der Beamte in seiner Position "noch tragbar" sei
Ist das eine rhetorische Frage!?
Oder wird der Sachverhalt wieder so lange geprüft wie damals, als Juan Carlos seinen Elefanten erlegte, wobei er doch Ehrenpräsident des WWF gewesen sein soll?
Nach 4 Monaten hatte der WWF dies als 'nicht tragbar' eingestuft. 4 Monate zu spät!

Diese Blender braucht kein Mensch! Wieso darf so ein Typ im Umweltbereich arbeiten?
Und wie DÄMLICH muss man sein, auch noch vor den Kollegen damit zu prahlen!?
Auch wenn die Elefantenjagd zu der Zeit noch erlaubt war heißt das nicht, dass man das als Umwelt-Heini gleich in Anspruch nehmen muss!

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j.bauer 02.02.2014, 19:19
28. Herje

und nun fühlt sich der feine Herr bestimmt ungerecht behandelt und versteht die Welt nicht mehr, weil alle auf ihm rumhacken und dies durch die Presse geht. Ich appeliere an Ihren Verstand werter Herr Wedekind, bitte norden Sie Ihren moralischen Kompass wieder ein. Diese moralische Entgleisung verschlägt mir glatt die Sprache.

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Beobachter123 02.02.2014, 19:22
29. Belohnung?!

Zitat von SPONer:
... jedenfalls für seine KollegenInnen, die ihm nicht nur die erhoffte "Bewunderung" verwehrt sondern auch die Courage hatten, den Fall öffentlich zu machen - solche Leute brauchen wir ! Das allein wird ihn jedoch nicht läuntern ... da müssen empfindliche Konsequenzen her - eine Versetzung ist das mindeste.
Sie haben wohl übersehen, dass die Mauer gefallen ist und Denunziantentum nicht mehr belohnt wird?!

In Botswana gibt es über 120 000 Elefanten. Der Zuwachs pro Jahr beträgt 4 bis 6 Prozent. Ich kann an dem Verhalten des Beamten keine Dinstpflichtverletzung erkennen.

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