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Braunkohletagebau: Krieger im Baumhaus
David Klammer/DER SPIEGEL

Im Hambacher Forst kämpfen Klimaaktivisten mit Guerillamethoden gegen den Braunkohletagebau von RWE. Wie sehr der Konflikt die Region spaltet, zeigt die Geschichte von Bonnie und Thomas Körber.

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sadness 08.01.2017, 18:39
1. Feiglinge

Mehr gibt es da nicht zu sagen: Feiglinge!

An den Autor: Liest sich wirklich idyllisch die Überschrift - fast verträumt.

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ruhepuls 08.01.2017, 19:12
2. Ausdruck von Hilflosigkeit...

Es ist eher ein Ausdruck von Hilflosigkeit. Wer weiß, was Braunkohletagebau (oder das Nutzen von Ölsänden in den USA/Kanada) in der Natur anrichtet, der hat durchaus Verständnis für die Aktivisten. Da geht es nicht um ein paar Bohrtürme oder Pumpen. Da geht es um riesige Flächen, auf denen alles platt gemacht wird. Danach kann man das wieder zuschütten (wenn es denn gemacht wird) und ein paar Bäume pflanzen. Aber das heilt die Wunden nicht. Welche legalen Möglichkeiten gibt es denn, so eine umfassende Naturzerstörung zu stoppen? Sicher werden die Aktivisten damit den Abbau auch nicht stoppen, Die RWE hat den längeren Atem - und das Gesetz auf ihrer Seite. Leider...

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leroyrs 08.01.2017, 23:26
3.

Ich habe für die Methoden dieser Chaoten kein Verständnis. Wem Gewalt gegenüber Menschen egal ist, hat einen ganz bestimmten Charakter. Das sind kriminelle Straftäter, und die Heroisierung derer ist genauso verwerflich. Wenn sie ihr eigenes Leben riskieren, ist mir das egal. Wenn sie jedoch das Leben anderer gewissenlos gefährden, soll das Gericht sie mit aller Härte dafür bestrafen, denn das ist nichts anderes als Terrorismus...

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kickmeto 08.01.2017, 23:37
4. Feiglinge...

...sind wohl eher die, die tatenlos zusehen, hauptsache mir gehts gut...

Wie bei Kernkraft auch, der Rubel muss rollen, einen weiteren Sinn gibt es nicht. Und unsere Marionetten in Berlin lassen es wie immer zu...

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Wassup 09.01.2017, 01:42
5. Gewalt-Kultur in unserer Demokratie

Heute zündet man ein Trafohäuschen an, wenn man gegen Braunkohlebergbau ist.
Morgen ist vielleicht jemand gegen ein Asylbewerberheim, das in unserer repräsentativen Demokratie von Verantwortlichen geplant worden ist.
Ist das unsere neue Demokratische Kultur?

Kann man wirklich die Herkunft folgender Kommentare feststellen, ob es Ökos, Rechte, oder Linke sind?
"Wir haben lange diskutiert, was effektiver ist", "Gewalt gegen Menschen oder Gewalt gegen Maschinen."

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marxist1071 09.01.2017, 02:02
6. Ein Baumleben

wird ausgelöscht und die Umweltaktivistin bekommt Tränen in die Augen. Ich bekomme Pippi in die Augen wenn ich den Bericht lese! Da wird gesungen, gekifft und gelacht, weil heute haben wir wieder Dutzende Straftaten vollbracht. In unserer Demokratie stehen uns genügend gewaltfreie Mittel zum Protest zur Verfügung, die alle durch unser Grundgesetz garantiert sind. Und im Hambacher Forst campieren seit Jahren Straftaten aus aller Herren Länder. Sie sehen Ihren Protest als Beitrag! Inmitten toter Ratten ist es ihnen egal ob Menschen zu schaden kommen. Brandsãtze auf Menschen, weil dies effektiver ist als gegen Maschinen, Stahlträger in Bäumen, was kümmern uns erschlagene Polizisten. Alle diese Menschen, die bei und für RWE arbeiten haben das Recht abends gesund von der Arbeit zu ihren Familien heimzukehren! Diese Ökoterroristen werden aber auch noch goutiert und alles umgeschrieben als ziviler Ungehorsam? Wieso hängt dieser Clumsey in einem deutschen Baum anstatt in seiner Österreichischen Heimat wenn wieder Bäume für den alpinen Wintersport gerodet werden? Beim kiffen wieder die Landkarte falsch gehalten? Solange diesen versifften Freaks Menschenleben unwichtig sind, die sie gezielt gefährden gehören sie der deutschen Justiz überstellt. Durch Kriminalität ist noch keine Umweltpolitik gemacht worden.

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Benko 09.01.2017, 02:28
7.

Zitat von ruhepuls
Es ist eher ein Ausdruck von Hilflosigkeit. Wer weiß, was Braunkohletagebau (oder das Nutzen von Ölsänden in den USA/Kanada) in der Natur anrichtet, der hat durchaus Verständnis für die Aktivisten. Da geht es nicht um ein paar Bohrtürme oder Pumpen. Da geht es um riesige Flächen, auf denen alles platt gemacht wird. Danach kann man das wieder zuschütten (wenn es denn gemacht wird) und ein paar Bäume pflanzen. Aber das heilt die Wunden nicht. Welche legalen Möglichkeiten gibt es denn, so eine umfassende Naturzerstörung zu stoppen? Sicher werden die Aktivisten damit den Abbau auch nicht stoppen, Die RWE hat den längeren Atem - und das Gesetz auf ihrer Seite. Leider...
Vermutlich genauso viele Möglichkeiten wie der Bürger hat, der nicht will das Hinz & Kunz ungeprüft in's Land kommt. Nämlich keine. Und genauso hat dieses sogenannte Aktivistenp**k die Tatsachen zu akzeptieren oder gefälligst bis zur Wahl zu warten. Dort können die Typen dann ihren Protest zum Ausdruck geben. Was die machen ist nur noch kriminell, geht gar nicht.

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KastenDiebels 09.01.2017, 02:29
8. Kein Verständnis für Gewalt

Meiner Meinung nach sollten die Arbeiter wenn nötig unter Polizeischutz ihre Arbeit verrichten können. Es kann nicht sein, das so etwas noch bei uns passiert. Normale Bürger, welche einer legalen Arbeit nachgehen, so versuchen zu hindern und billigend in Kauf nehmen, dass diese Arbeiter schwere Schäden davon tragen könnten.
Und diese Menschen haben auch noch die Frechheit ihr Menschenverachtendes verhalten mit der "Erhaltung von Leben und Umwelt" zu rechtfertigen.

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quark2@mailinator.com 09.01.2017, 05:54
9.

Seltsam, daß der Staat sich da nicht entsprechend wehrt. Wenn jemand bei ner Demo ne Zeitung unters T-Shirt steckt, dann gilt das gleich als passive Bewaffnung ... als hätte er nen Stock oder so. Und hier werden klar Verbrechen begangen, SPON verurteilt das nicht klar, sondern tut, als wäre das irgendwie vielleicht zu rechtfertigen, wenn man nur lange genug darüber nachdenkt ... unglaublich. Ja, Zerstörung der Natur oder sogar noch mehr die Haltungsbedinungen von Tieren können einen schon recht wütend machen. Aber hier Menschen körperlichen Schaden anzutun, daß ist schon harter Tobak. Das nächste ist dann, daß sich eine Art Gegenmiliz bildet, die dann versucht, Rache zu nehmen. Sorry, aber für mich sind das nicht zu rechtfertigende Verbrechen. Wenn ich irgendwas bestimmt nicht will, dann einen rechtsfreien Raum, in dem das Faustrecht regiert, egal zu welchem Zweck. Immer wieder habe ich beobachtet, daß gerade Menschen, die für das Gute kämpfen wollen mitunter völlig die Kontrolle verlieren und im Namen der guten Sache bereit sind, nahezu alles zu tun. Hatten wir schon mal in groß und war unsäglich.

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