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Brustentfernung: Jolie und die Macht des Schicksals
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Das Schicksal scheint beherrschar geworden: Die Brustoperation der Hollywood-Göttin Angelina Jolie suggeriert, dass es möglich ist, in alle Ewigkeit jung, gesund und schön zu bleiben. Der Mensch wird zur Biomasse ohne höheres Geheimnis. Matthias Matussek: Jolie und die Macht des Schicksals - SPIEGEL ONLINE

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HirataDentata 17.05.2013, 15:13
1. Mathias Matussek

Ein Katholik im Kampf gegen die Aufklärung. Possierlich.

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EinGangLion 17.05.2013, 15:17
2. sehr treffend formuliert

Danke für diesen (in unserer Empörtheitsgesellschaft) doch mutigen Artikel!
- Auf ein paar "unpassend", "gefühllos" etc. Kommentare können sie sich trotzdem einstelln :-)

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twen_ta 17.05.2013, 15:21
3. optional

Hier mal ein Zitat aus dem sinnvolleren Artikel von der eigenen Seite: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/brustkrebsrisiko-wann-eine-vorbeugende-amputation-sinnvoll-ist-a-899712.html
"Man geht davon aus, dass etwa eine von zehn Frauen in ihrem Leben an Brustkrebs erkrankt. Unter Betroffenen mit genetischer Veranlagung sind es acht von zehn Frauen."
Da ist es doch irrelevant, ob 95% der Brustkrebsfälle auf Grund äußerlicher Einflüsse zu Stande kommen, wie hier beschrieben?
Aber so gibt man halt lieber philosophisches Geschwurbel von sich, wenn man medizinisch gesehen keine Ahnung von dem Thema hat...

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sagichned 17.05.2013, 15:31
4.

Zitat von HirataDentata
Ein Katholik im Kampf gegen die Aufklärung. Possierlich.
Was für eine Aufklärung? Etwa die Aufklärung darüber, dass es auch Brustkrebs bei Männern gibt? Oder dass man, nur weil man, ein bestimmtes Gen hat, sich nich gleich die Brüste entfernen lassen soll? Was kommt als nächstes? Wenn man ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs hat, soll man sich die Haut entfernen?

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gregg_frost 17.05.2013, 15:31
5.

Ich finde den Kommentar vom Tonfall her ziemlich daneben.
Wie in dem Beitrag steht, wurde ein Gendefekt bei Frau Jolie diagnostiziert, der eine nahezu obligate Prädisposition für die Entstehung eines Mamma-Carcinom darstellt. Die Entfernung des Brustdrüsengewebes ist eine valide medizinische Option dies zu verhindern. Das das Thema in den Medien so hochkocht liegt gerade daran, daß viele Frauen diesen Schritt alleine aus Angst vor der Meinung und den Augen ihrer Umgebung nicht tun und schließlich an der Erkrankung versterben.
Das Auftreten in den Medien mag Geschmackssache sein. Die Entscheidung von Frau Jolie ist aber ihre eigene. Das eine Brustamputation aus medizinischer Indikation aber hier so dargestellt wird, als würde man dem Leben somit das Abenteuer nehmen und darin eine Allegorie auf den modernen Menschen, welcher nichts dem Zufall überlässt, gesehen wird, finde ich geschmacklos. Es handelt sich hier nicht um eine Debatte über Pockenparties und Brustkrebs ist keine Erkrankung, die eine Frau mal eben durchmachen muß um abgehärtet durch's Leben zu gehen.

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b.beer 17.05.2013, 15:32
6. Medizin. Wer braucht die schon?

Sehr geehrter Herr Matussek,

ich möchte Ihnen einmal mein Lob aussprechen. Ja, wirklich!
Sie gehören zu diesen Menschen, die noch nie beim Arzt waren. Sie haben noch niemals ein Antibiotikum gegen eine bakterielle Infektion bekommen, Sie haben sich noch nie gegen etwas impfen lassen und auch von einer Krebsvorsorge halten Sie nicht viel.
Für mich gut nachvollziehbar, denn mal ehrlich: Ist es nicht schön, an einer Lungenentzündung zu sterben, an Tollwut zu verrecken und an Darmkrebs zugrunde zu gehen, solange man dieses Schicksal nur dem Zufall überlassen hat? Bestimmt vermittelt dieser Gedanke etwas Tröstliches, wenn man im Sterben liegt.
Oder waren Sie doch einmal beim Arzt? Finden Sie Tetanus und Diphterie vielleicht nicht so toll und haben sich vor ihnen und ihren Artgenossen geschützt? Vieleicht haben Sie gar mal bei einer fiesen Mandelentzündung ein Antibiotikum bekommen?
Nun, wenn das auf Sie zutrifft, dann geht es Ihnen wie mir. In dem Fall kann ich Ihnen nur einen gut gemeinten Rat geben: Wer nichts zu sagen hat, einfach mal keinen transzendenten Unfug bei SPON veröffentlichen!

Mit freundlichen Grüßen
Benedikt Beer

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brehn 17.05.2013, 15:33
7. okay

Und nun fehlt bloss noch dat die gute Frau auch mal wieder was isst...
Schön kann ich sowas nicht nennen...geschweige denn gesund..

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Aushilfsgenie 17.05.2013, 15:33
8. optional

Treffend formuliert ist da gar nichts, da komplett am Thema vorbei. Diese OP ist allein die Entscheidung von Frau Jolie, genauso wie die jeder anderen betroffenen Frau oder jedes Mannes. Vom "Herausoperieren des Zufalls" zu sprechen ist natürlich einfach, wenn man nicht seine Mutter durch Krebs verloren und die gleiche genetische Disposition hat. Im Übrigen: Dieses Thema derartig zu hypen, dazu hat der werte Herr Matussek ja jetzt beflissentlich seinen Beitrag geleistet. Obwohl er alles andere als eine Feministin ist.

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m_scholz11@web.de 17.05.2013, 15:34
9. was für ein senf

was hat es mit ewiger jugend und schönheit zu tun, wenn man eine krebsvorsorge-behandlung durchführen lässt. aber ja, es macht ja ne hollywood-schönheit, da lässt sich ein derartiger schrott anhand gängiger, total abgedroschener klischees schnell mal draus zusammenstricken. spiegel online schrott at it's best.

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