Forum: Blogs
Burschentag in Stuttgart: Am Ende bleiben Scherben
DPA

Die Spaltung der Deutschen Burschenschaft ist besiegelt. Auf dem Sondertreffen in Stuttgart hat der rechtsextreme Flügel fast alle Forderungen der gemäßigten Bünde abgeschmettert. Ein kleiner Triumph reicht ihnen nicht - viele von ihnen werden dem Dachverband nun den Rücken kehren. Sonder-Burschentag in Stuttgart: Die Rechtsextremen triumphieren - SPIEGEL ONLINE

Seite 13 von 18
acores1 25.11.2012, 11:08
120. Top Outfit

Mit Ihrem schicken Outfit sehen sie aus wie Kaffeeverkäufer bei der DB.Ansonsten, ab in den Darkroom mit den Jungs.

Beitrag melden
franz.a 25.11.2012, 11:18
121.

Zitat von alpha-beet
Natürlich hat das einen Nachrichtenwert. Der liegt schon allein darin, dass ja bekanntlich auch über diese Seilschaften der politische Nachwuchs einiger unserer Parteien rekrutiert wird. Und dass diese Seilschaften natürlich auch ein großes Geflecht in unserer Zivilgesellschaft bilden, von Wirtschaft bis Militär.
Angesichts der heutigen Studentenzahlen und der Studienreformen verlieren die Burschenschaften zunehmend an Bedeutung und Einfluss. Heute spielen Qualifikationen eine größere Rolle als Beziehungen, in unterschiedlicher Weise allerdings. Im Justiz-, Verwaltungs- und Beamtenapparat mögen Beziehungen immer noch wichtiger sein als in der freien Wirtschaft. Durch die Privatisierungen von Staatsbetrieben ist aber auch hier der Einfluss der Burschenschaften geschwunden.

Eine solche Entwicklung zu einer Randerscheinung in der Gesellschaft kann wiederum zu einer Radikalisierung und dogmatischen Verfestigung des Traditionalismus führen, somit gerade die innere Spaltung gegenüber den fortschrittlichen und liberalen Gruppen verursachen und vorantreiben.

Grundsätzlich hat Tradition keinen Wert, wenn sie nur um ihrer selbst willen gepflegt wird. Tradition soll den Menschen einen Nutzen geben, z.B. den Stress des Lebens reduzieren, indem bewährte Lebensmuster standardisiert und ritualisiert werden. Traditionalismus ist gefährlich, wenn damit nur etablierte, unflexible und unfähige Machtstrukturen verteidigt werden.

Beitrag melden
-bix- 25.11.2012, 11:23
122. optional

"Rechtsextreme"
Ich finde es immer sehr interessant, dass die deutsche Presse nicht, wie im linken Milieu, zwischen rechten und rechtsextremen Strömungen unterscheidet.
Burschenschaften sind wohl kaum rechtsextrem, sondern allenfalls rechts/national.
Vielleicht sollte man zukünftig auch am konservativen, rechten Rand des Spektrums mal etwas mehr differenzieren ... auch als linkes Blatt.

Beitrag melden
PH-sauer 25.11.2012, 11:24
123. Sehr reich, sehr mächtig, jetzt auch Gefährlich

Immerhin besetzen viele Mitglieder dieser Organisationen am Ende eine Reihe wichtiger Schaltstellen. Die Burschenschaften verfügen über beträchtliche Vermögen und auch Immobilien. Ihre Unterstützer sitzen in allen möglichen, wichtigen Gremien. Es ist Zeit, daß die Universitäten diese mutierten Relikte einstampfen!

Beitrag melden
2623 25.11.2012, 11:27
124. transparenz über burschenmitgliedschaften

im kontext der NSU-Aufklärung kam mir in der tat - ähnlich wie im beitrag von "einjenachdemer" (beitrag nr.:4) - der gedanke, dass es hilfreich oder interessant wäre, die burschenmitgliedschaft der involvierten ermittlungs- und verantwortungspersonen zu durchleuchten. Sinnvoll wäre dies gar in einem etwas größeren rahmen zu tun, management, politik, journalismus, rechtssprechung und dergleichen. Transparenz darüber herzustellen, wie stark die gesellschaft an den für die meinungsbildung usw. relevanten stellen durchsetzt ist von menschen, deren sozialisation wesentlich prägung durch burschenschaftlichen wertecanon erfuhr.
es regt sich bei einem solchen gedanken natürlich - nicht zu unrecht - widerspruch, dennoch wäre die transparenz hierüber vermutlich ein erhellender - auch erschreckender - moment für frage, wie ist all dies möglich und wie vor allem erklärt sich die latente akzeptanz gegenüber rechtsradikalen tuns bei einem nicht unwesentlichen anteil der bevölkerung.

Beitrag melden
Skifahrer 25.11.2012, 11:28
125. Es ist schon unbequem,

Zitat von sysop
Die Spaltung der Deutschen Burschenschaft ist besiegelt. Auf dem Sondertreffen in Stuttgart hat der rechtsextreme Flügel fast alle Forderungen der gemäßigten Bünde abgeschmettert. Ein kleiner Triumph reicht ihnen nicht - viele von ihnen werden dem Dachverband nun den Rücken kehren.
dass unser Recht auf Meinungsfreiheit und Weltanschaung auch solchen Leuten zustehen soll, die sich nicht dem linksliberalen politisch korrekten Weltbild anpassen wollen.
Wir brauchen unbedingt eine Meinungspolizei, die nur noch politisch korrekte und opportune Meinungsäußerungen erlaubt...

Beitrag melden
Jagdcorps Masovia 25.11.2012, 11:29
126.

Zitat von sysop
Die Spaltung der Deutschen Burschenschaft ist besiegelt. Auf dem Sondertreffen in Stuttgart hat der rechtsextreme Flügel fast alle Forderungen der gemäßigten Bünde abgeschmettert. Ein kleiner Triumph reicht ihnen nicht - viele von ihnen werden dem Dachverband nun den Rücken kehren.

Es ist immer wieder erschreckend wie es einzelne Verbindungen schaffen das ganze Verbindungswesen in den Dreck zu ziehen! Das Jagdcorps Masovia distanziert sich ausdrücklich von allen rechtsextremen Anschauungen.

Beitrag melden
mk84 25.11.2012, 11:33
127. Man hört...

... dass bei den Feierlichkeiten dieser "Elite" den sog. Füchsen fürs Bier hinstellen gerne mal 500 Euro zugesteckt werden - u.a. von ehemaligen Vorstandsmitgliedern der Deutschen Bank. Für das große Pöstchenschieben sind diese konservativ-chauvinistischen Seilschaften ja bekannt, einfach mal googeln wer da so alles wo sitzt - Wirtschaft, Justiz, Politik. Oft ist man dann ja noch in der örtlichen CDU/FDP, dem Rotary/Lions-Club und dem Golf/Pferdesportclub. Ja, sie sind eben extrem aktiv, unsere "Leistungsträger" à la FDP (P.S. Wer einer linken Partei angehört, sollte bei gleichzeitiger Mitgliedschaft in einer solchen Verbindung seine Glaubwürdigkeit hinterfragen)

Beitrag melden
realkader 25.11.2012, 11:35
128. Keine Partien mehr gegen Braune-Buchsen stellen

Jetzt können die liberaleren Verbindungen wie Corps und Landsmannschaften ja mal beweisen, wie ernst es Ihne mit der Distanzierung zu dem offen gelebten Rassismus der Burschenschaftlichen Gemeinschaft und auch anderer DB-Burschenschaften ist. Die Herren Arier einfach aus den Waffenringen schmeißen und nicht mehr auf ihren Häusern verkehren wäre die ehrenvollste Lösung des Problems.

Beitrag melden
jolip 25.11.2012, 11:36
129. Extrem

Zitat von -bix-
"Rechtsextreme" Ich finde es immer sehr interessant, dass die deutsche Presse nicht, wie im linken Milieu, zwischen rechten und rechtsextremen Strömungen unterscheidet. Burschenschaften sind wohl kaum rechtsextrem, sondern allenfalls rechts/national. Vielleicht sollte man zukünftig auch am konservativen, rechten Rand des Spektrums mal etwas mehr differenzieren ... auch als linkes Blatt.

Eine Organisation, der u.a. der Dachverband Coburgia Convent (CCV) angehört, auf deren Gelände ein Gedenkstein für "unvergessene Heimat" steht, auf dem an Pommern, Weichsel - Warthe, Danzig, Westpreußen, Ostpreußen, Niederschlesien, das Sudetenland, Oberschlesien, Siebenbürgen und Banat erinnert wird, soll also nicht rechtsextrem sein?

Eine Organisation übrigens, die jährlich in mit Marschmusik und Fackeln in vollem Wichs, also in Paradeuniform mit Säbeln bewaffnet, durch Coburg zieht, auf einer Route, die übrigens schon in den 30iger Jahren von der SA mit Fackeln abgeschritten wurde?

Und die im Handbuch der deutschen Burschenschaften geäußerten Aussagen über Polen (siehe meinen vorherigen Beitrag) sind auch nicht rechtsextrem?

Und wieso ist der Spiegel ein linkes Blatt?
MFG
jolip

Beitrag melden
Seite 13 von 18
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!