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BVG-Urteil zu Schwimmunterricht: Die deutsche Burkini-Normalität
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Das Bundesverwaltungsgericht erklärt: Es ist muslimischen Mädchen zuzumuten, mit Jungen am Schwimmkurs teilzunehmen. Man könne die gesellschaftliche Realitäten nicht ausblenden. Und da wird der Burkini längst getragen. Burkini-Urteil: Besser verhüllt schwimmen als gar nicht - SPIEGEL ONLINE

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bürger_dieses_landes 11.09.2013, 18:59
1. Jedem Tierchen sein Plaisierchen

Solange unsere Gesetze befolgt und unsere Werte nicht ausgehölt werden, möge jeder nach seiner eigenen Fasson glücklich werden.

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siehsmalso 11.09.2013, 19:00
2. Bitte um Verständnis

Deutschland war lange aus politischen Gründen geteilt.
Wir könnten es wieder teilen nur diesmal aus religiösen Gründen. Die deutschen Erfahrungen mit Religion sind so vielschichtig und umfangreich das sie von religiösen Bedenkenträgern meist nicht umfassend verstanden werden können. Deutschland ist ein freies Land hier leben freie Menschen mit der Option auf Bildung und Schwimmunterricht.

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lindenbast 11.09.2013, 19:01
3.

Zitat von sysop
Das Bundesverwaltungsgericht erklärt: Es ist muslimischen Mädchen zuzumuten, mit Jungen am Schwimmkurs teilzunehmen. Man könne die gesellschaftliche Realitäten nicht ausblenden. Und da wird der Burkini längst getragen.
Unterricht "so organisieren, dass Körperkontakt mit Jungen ausbleibt"? Hab ich was verpasst? Also, ich kann mich definitiv NICHT daran erinnern, dass ich irgendeinen Unterricht hatte, in dem es regelmäßig und beabsichtigt zu Körperkontakt mit Jungs kam.

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TangoGolf 11.09.2013, 19:01
4. Burkini!

Einfach unfassbar! Diese Burkini-Urteil ist auf den ersten Blick zwar Integrationsfördernd. Auf der anderen Seite wird dabei aber ein frauenverachtendes Kleidungsstück befördert. Es kann doch nicht sein, dass das Tragen eines Burkinis noch als ein Gewinn verkauft wird. Sicherlich, besser als ein Fernbleiben vom Schwimmunterricht mag das Stück Stoff sein - dass dessen Existenz nun aber höchstrichterlich legitimiert wurde, ist für einen aufgeklärten Menschen schier unerträglich. Ich erwarte in der Tat, dass all jene Frauen, die sich für Gleichberechtigung, Frauenrechte und -Quote einsetzen, sich hier eindeutig positionieren! Dann sehen wir ja, wie wichtig ihnen Frauenrechte wirklich sind.

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Mr.Marcus 11.09.2013, 19:02
5. Trennung von Staat und Religion

...wir haben zum Glück in Deutschland eine Trennung von Staat und Religion und das ist die vielleicht wichtigste Errungenschaft unserer Zeit! Religion darf kein Grund sein an irgendetwas, was für alle gilt, nicht teilzunehmen! Religion darf vor allem kein Grund sein, sich den geltenden Gesetzen und Bräuchen eines Landes zu entziehen!

Das Gericht hat richtig entschieden!

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dirk van appeldorn 11.09.2013, 19:08
6. Gutes Urteil

wie weit wird es sonst noch kommen... keine Marzipanschweinchen mehr zu Weihnachten, weil es Moslems verärgert? Islamische Mädchen sind verstört wenn sie Jungs in Badehosen sehen? Oh Herr... Ich glaube nicht, dass das die Worte der Mädchen sind, sondern wohl eher die der Eltern (oder eigentlich nur der Vater). Ob man nun gläubig ist, oder Atheist oder Agnostiker. Es ist ein Fakt, dass unsere Gesellschaft auf ein christliches Prinzip aufgebaut wurde. Wir haben Religions- und Glaubensfreiheit und das ist gut so! Jeder soll und darf glauben was er will, selbst wenn man den grossen Blumentopf auf Beteigeuse anbetet. Aber mit solchen Sonderwünschen wird das Zusammenleben zerstört und so weit dürfen wir es nicht kommen lassen. Darum: Gutes Urteil

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Velociped 11.09.2013, 19:15
7. Das religiöse Empfinden steht nicht über allem

Vor einigen Jahrzehnten wetterten die Kirchen gegen den Sexualkundeunterricht. Insbesondere die Propagierung von Kondomen und anderen Verhütungsmitteln, würden den religiösen Vorschriften aus Rom widersprechen.
Nicht weil sich Kompromisse finden lassen oder das Katholizismus nicht zu Deutschland gehöre, unterlag die katholische Kirche vor Gericht. Sondern weil der staatliche Bildungsauftrag schlicht wichtiger als die Religion ist.
Beim Islam gilt nichts anderes. Es geht darum den säkularen Staat zu stärken und nicht darum Religionen zu diffamieren oder gegen einander auszuspielen.

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oliver.lohrenz 11.09.2013, 19:21
8.

Zitat von sysop
Das Bundesverwaltungsgericht erklärt: Es ist muslimischen Mädchen zuzumuten, mit Jungen am Schwimmkurs teilzunehmen. Man könne die gesellschaftliche Realitäten nicht ausblenden. Und da wird der Burkini längst getragen.
Das Urteil mag so in Ordnung gehen.
Aber was mich so erstaunt: Was in drei Teufels Namen ist am Schwimmunterricht so wichtig, dass man ihn zwangsweise durchsetzen muss? Gibt es keine anderen Probleme...?

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gfh9889d3de 11.09.2013, 19:23
9.

Zitat von sysop
Heute das Schwimmen, morgen die Scharia. Dieser Haltung liegt eine Form von anti-muslimischem Rassismus zugrunde, der in Deutschland auch im Jahr drei nach Thilo Sarrazin weit verbreitet bist.
Der Haltung der Autoren dieser "Analyse" liegt die Unverschämtheit zugrunde, religiöse Indoktrination im Jahre 234 nach Veröffentlichung von "Nathan der Weise" als höherwertiger anzusehen, als Vernunft, Aufklärung, Laizismus.

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