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Cannabis-Engpass: Die Not der Kiffer-Patienten
Bert Bostelmann/ DER SPIEGEL

Ein neues Gesetz sollte dafür sorgen, dass Schwerstkranke Cannabis auf Kassenrezept erhalten. Doch ihre Lage hat sich verschlechtert - wie ist das möglich?

dirkozoid 08.09.2017, 13:52
1. Wie das möglich ist?

Das war doch jedem klar, der die Ausschreibung für den legalen Anbau medizinischen Hanfs gelesen hat, dass das nichts wird.

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Denkt mal selber nach 08.09.2017, 14:20
2. Was soll diese Abwertung bereits in der Überschrift?

Clickbaiting an sich ist schon erbärmlich genug für Payed Content, aber Beleidigungen von Kranken muss man ja wohl nicht auch nich ertragen.

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quark2@mailinator.com 08.09.2017, 14:27
3.

Wenn man starke Zahnschmerzen hat, kann man mitunter die Stunden nicht ertragen, bis früh der Zahnarzt wieder aufmacht - und unsere ach so menschlichen Bürokraten nehmen sich einfach Monate und Monate um einfach das zu tun, was zu tun ist, nämlich die Prioritäten zu ändern. Erstmal den Kranken Linderung verschaffen, d.h. ihnen den Anbau der Pflanze zu erlauben. Danach sehen, wie man den Mißbrauch eindämmt und am Ende die Verteilung über die Apotheken organisiert und erst dann, wenn das läuft, den privaten Anbau ggf. wieder verbieten. Ich verabscheue Drogen, aber Schmerzen sind einfach etwas mit dem man nicht diskutieren kann. Da braucht man schnell Hilfe. Immer wieder toll, wie gerade die Leute, die immer von Menschlichkeit und Menschenrechten groß daherreden, kein Problem damit haben, wenn andere aus rein formalen Gründen leiden. Das sind die selben Leute, die auch kein Problem damit haben, Menschen noch das Existenzminimum wegzusanktionieren. Befolgen ja nur die Regeln.

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vish 08.09.2017, 14:48
4. Kiffer-Patienten

Geht's auch etwas weniger abwertend?

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d.enkmalwieder 08.09.2017, 21:57
5. In der Tat...

kann man hier einiges! in einigen! Punkten feststellen:
-Journalistisch- naja .0( bis latent despektierlich!!! Nicht OK! Gar nicht...
Aus Sicht des zahlenden bereue ich jeden Cent wenn im Artikel IMMER Noch diese falsche Information gegeben wird:
"Auch viele Ärzte tun sich mit der Neuregelung schwer: Sie müssen attestieren, dass keine andere Therapie als die mit Cannabis möglich ist."
>>Das ist- (wie auch hier schon mehrfach als Kommentare bemerkt...) ein absolute und 100% FALSCH Aussage!
Der Bundestag hat sich in diesem Punkt explizit und deutlich geäußert:
>> "Regierungsvorlage noch geändert
In den parlamentarischen Beratungen wurde der Gesetzentwurf an einigen Stellen noch verändert. So sollen die Ärzte eigenverantwortlich entscheiden, ob eine Cannabis-Therapie sinnvoll ist, auch wenn im Einzelfall noch andere Behandlungsoptionen bestehen. Die Patienten müssen also nicht "austherapiert" sein, wie es anfangs hieß, bevor sie einen Anspruch auf ein Cannabis-Rezept haben."
PUNKT!
Quelle Deutscher Bundestag:
www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2017/kw03-de-betaeubungsmittel/487044
Honi soit...
Zum finanziell Grundsätzlichen: Hanf muss als sog. Zubereitungsarznei in der Apotheke bezogen werden
das verursacht dann bis zum Endpreis von 25+X Euro doppelte Kosten für de facto Sinnbefreite Umfüllungen und "Überprüfungen" der THC/CBD Gehalte (btw. die "Überprüfung" macht eh der Hersteller)
Der Botaniker schüttelt den Kopf den er weis das selbst der reinste und feinste Stoff mit etwas Gärtnerischem "Know How" und unter legalen Bedingen in allen Möglichkeiten NIE NIE NIE mehr als 1 Euro auf Gramm verursachen. Wirklich absolut nie Gar nie NIE (falls ich es noch nicht erwähnte...)
Mit etwas grünem Daumen lassen lassen sich zwischen 2 bis 3 hundert bis ...x (kolportiert sind bis auf 1 kg möglich) astreine Blüten in Super Duppi Qualität auf den QM "ernten" - 2 meistens 3 mal im Jahr. Mit schnell wachsenden Sorten 4 mal. Wo Wie und Wer da mit 2500-3000% massiv "zulangen" muss- lasse ich mal dahin gestellt.
Mann könnte ewig streiten... solange bis alle anderen Staaten drum rum schon legalisiert haben... Die Konservative Prohibitionistische Seele mag sich sträuben wird sich aber irgendwann fügen müssen. Es wird wieder RE-legalisert- irgend wann (fast) überall. Das wird auch dieses "Schweinegalopp -Grundsatzurteil konforme- Hanf Zugangs Erschwerungsgesetz nicht dauerhaft verhindern können.
Und bei Betrachtung aller möglichen Auswirkungen wird das auch gut sein.
Und sicher profitabler für alle.

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