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Caracallafeldzug 2013: Blutige Füße für die Forschung

 

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testertester 16.09.2013, 19:45
1. hausverstand von archäologen

die hornhaut entsprechender soldaten oder generell 'römer' dürfte um vielfaches höher sein als die der herren in dem beitrag.

auch der rest des experiments dürfte wohl zweckfrei sein.
hoffe das wurde in deren freizeit veranstaltet.

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doubletrouble2 16.09.2013, 20:13
2.

Experimentalarchäologie ist etwas faszinierendes. Haben die Teilnehmer versucht ihre Füße stark einzufetten um die Reibung zu vermindern ? Und weshalb sind die auf den Fotos erkennbaren Schwerter so lang? Damit erschlägt man ja schon beim Ziehen seinen "Kameraden" .

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Layer_8 16.09.2013, 20:38
3.

Zitat von doubletrouble2
Experimentalarchäologie ist etwas faszinierendes. Haben die Teilnehmer versucht ihre Füße stark einzufetten um die Reibung zu vermindern ? Und weshalb sind die auf den Fotos erkennbaren Schwerter so lang? Damit erschlägt man ja schon beim Ziehen seinen "Kameraden" .
Ja, die Schwerter waren kürzer und handlicher. Langschwerter gabs erst in der Spätantike, welche dann vom Mittelalter übernommen wurden. Und die Getreidekörner haben die echten Legionäre ja nicht gemahlen, sondern in Mörsern zerquetscht und mit Wasser oder so wie Müsli gegessen. Und wenn die schon mit ihrem Gerödel von Rom nach Germanien gelaufen sind, hatten die wohl schon so robuste Füße, dass die Hornhaut wie ein zusätzlicher Panzer wirkte. Und die schafften keine 14 -19 km am Tag sondern 50 - 60. Die hier beschriebenen Hobbyarchäologen wären damals bestenfalls Löwenfutter im Colosseum gewesen :-)

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Hermes75 16.09.2013, 20:46
4.

Bei den Schwertern handelt es sich wahrscheinlich nicht um das klassische römische Kurzschwert (Gladius), sondern um eine Spatha. Dies waren längere, zweischneidige Hiebwaffen, welche ab dem 2. Jh. bei den römischen Legionen benutzt wurden.
Für die im Artikel genannte Zeit sind die Schwerter also richtig.

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spon-facebook-1614815355 16.09.2013, 20:48
5.

Der kluge Leser klickt auf die im Artikel verlinkte Website, erfährt dort alsbald, dass diese Unternehmung an einem Wochenende stattfand, und kann aufhören, sich um seine Steuergelder zu sorgen. Wenn er denn auf der Geber- statt auf der Nehmerseite besagter Gelder steht, was bei so manch einem schreibeifrigen Foristen ja durchaus hinterfragt werden darf.

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trebbien 16.09.2013, 21:15
6.

Ergänzend zum Unterschied zwischen Gladium und Spatha: Das kurze Gladium war die ursprüngliche Hieb- und Stichwaffe der Legionäre, während die längere Spatha ursprünglich nur von der Reiterei geführt wurde. Das Gladium verschwand übrigens auch aus dem Wortschatz der romanischen Sprachen (Spada, Espada, Epée)

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trebbien 16.09.2013, 21:27
7.

Ergänzend zum Unterschied zwischen Gladius und Spatha: Der kurze Gladius war die ursprüngliche Hieb- und Stichwaffe der Legionäre, während die längere Spatha ursprünglich nur von der Reiterei geführt wurde. Der Gladius verschwand übrigens auch aus dem Wortschatz der romanischen Sprachen (Spada, Espada, Epée)

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Nemo198 16.09.2013, 21:28
8.

Witzige Aktion und Respekt vor den Teilnehmern! Es ist sehr interessant zu sehen, wie gut organisiert die Menschen schon in früheren Zeiten waren und wie geschickt sie mit den ihnen zur Verfügung stehenden Materialien umgehen konnten. Auch wenn uns heute, im 21. Jahrhundert, die Vergangenheit als "primitiv" vorkommen mag, so haben die Menschen doch schon viele Fertigkeiten besessen, die nicht einfach nachzuahmen sind.

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schriftsetzer 16.09.2013, 22:34
9.

Die Gladii waren römische "Kurzschwerter", die vermutlich seit dem 3. Jh. vor Christus benutzt wurden. Wenn man bedenkt, dass die Klinge solcher Schwerter ca. 50-55 cm lang war und den Heft dazu rechnet, kommt man sicher auf 65 cm Länge. Wenn man das mal drei nimmt, ist die Proportion zu dem Herrn im Kettenhemd schon stimmig.

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