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Dany Ward gegen Media Markt: Die Wut des Torwandkönigs
Dany Ward

Wer den Ball versenkt, bekommt den Einkauf geschenkt. Auch Hobbyfußballer Dany Ward trat bei der Torwandaktion von Media Markt an - und war so erfolgreich, dass er Schussverbot bekam. Im Interview spricht er über seine Zielsicherheit und den Zank mit dem Unternehmen. Media Markt: Fußballer trifft beim Torwandschießen und bekommt Verbot - SPIEGEL ONLINE

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annoo 14.06.2013, 19:48
110. Kleingedrucktes macht schon Sinn

Zitat von supersmith
Solche Menschen sind dafür verantwortlich, dass es immer mehr kleingedrucktes gibt. ein herzliches danke an dieser stelle
Ich glaube nicht, dass da der Fußballprofi schuld hat, der (aufgefordert!) sein Können anwendet, wenn eine Aktion aus dem Ruder läuft. In solchen Unternehmen sitzen gut bezahlte Rechts- und Marketingexpertin, deren Aufgabe genau das ist - nämlich dafür zu sorgen, dass solche Fehler nicht passieren, die z.B. mein Bäcker ums Eck bei seiner Brötchen-Sonderpreis-Aktion durch ein paar Einschränkungen (nur handelübliche Mengen, nur so lange der Vorrat reicht...) verhindert. Dass die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben, kann man keinem Kunden vorwerfen.

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Kamikaze.SpOn 14.06.2013, 19:53
111. Peinliche Aktion von MediaMarkt

Der Konzern hat sich hier durch das unbedachte Verhalten eines Filialleiters einfach blamiert und sich m.E des unlauterern Wettbewerbs schuldig gemacht.
Ziel diese Aktion war es doch, Kunden anzulocken. Und als dies mit im Fall von Dany Ward geschah, aber dieser eine gute Erfolgsqoute aufwies, gibt sich der Konzern beleidigt und stellt sich als Geschädigter dar.
Wie dumm ist das?

Für seine Trefferqoute hätten der Markt dem Torschützen lieber noch einen Sachpreis geben sollen, denn so hätte man eine gute PR bekommen.

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digitus_medius 14.06.2013, 20:00
112. Fußballprofi?

Ich lese hier öfter dass Herr Ward Fußballprofi sei und genug verdiene etc. Hallo? Im Artikel steht glasklar dass er Co-Trainer bei einem Siebtligisten ist! Also mal weniger Aufregung bitte! Danke!

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neuundaltgierig 14.06.2013, 20:32
113. Man muss nicht alles tun, was nicht verboten ist

Diejenigen, die das "clevere" Verhalten von Ward gut finden, fressen sich auch voll, weil bei All-Inclusive alles umsonst ist. Es gibt immer noch einen Unterschied zwischen legal und korrekt. Aber jeder nach seinem Geschmack und seiner Moralvorstellung.

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altefrau99 14.06.2013, 20:51
114. Beschämend

Zitat von c218605
Er soll froh sein das man ihm nicht die Beine gebrochen hat sowie Billiardspielern die Finger, wenn sie zur eigenen Bereicherung ihre Faehigkeiten verschweigen.
...ist so ein Kommentar. Ich freue mich,daß dieser verlogene Konzern eine Lehre bekam. Ich selber wollte einen iPad kaufen, als der Konzern angeblich zinslos und in 36 Raten seine Produkte verkaufte. Die Reklame war wochenlang in allen Medien präsent. Als ich die Anfrage sendete, bekam ich einen Angebot zwar zinslos zu kaufen, aber nur, wenn ich eine Zusatzversicherung abschließe, die einspringt, wenn ich sterben würde. Ich bin zwar alt, aber statistisch habe ich noch ca 12 Jahre zu leben. Die Versicherungsprämie wäre nur vierzig Euro, mehr, als ich bei meiner Hausbank bei einem gleichen Darlehen hätte zahlen müssen.davon war aber nicht die Rede in der ständigen Berieselung.
Ich wünsche Dany Ward viel Erfolg .

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Kaygeebee 14.06.2013, 20:54
115. optional

[...] erinnert mich ein wenig an die Olympischen Sommerspiele von 1984 als McDonalds bei jeder amerikanischen Goldmedaillie an die Besitzer eines Rubbelloses einen Big Mac verschenken musste. Für das US-Team lief es aber zu gut und McDonalds musste Millionen von Burgern gratis abgeben. Fail!

Bei uns in Paderborn stand auch so eine Fußballanlage und jeden Tag standen dort Trottel Schlange in der Hoffnung ihren vermutlich komplett sinnlosen Einkauf erstattet zu bekommen.
Ich würde ja zu gerne wissen wie viele sich einen neuen Fernseher gekauft haben und dann auf dieses Spiel gesetzt haben.

"Was man sich nicht leisten kann sollte man auch nicht kaufen". Ist von mir.

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unsermichel 14.06.2013, 21:02
116. @sleeper_in_Metropolis

Sie haben vollkommen Recht, die Kette ihrer Beispiele ließe sich noch endlos fortführen. Diesmal aber war der Media-Markt der Blöde, zumindest so lange, bis es der Marktleiter gemerkt hat. Vielleicht werden sich die Strategen für die Zukunft einen weniger grenzdebilen Slogan ausdenken, ähnlich ihres Schwesterkonzerns Saturn, denen das "Geiz ist geil" leider erst viel zu spät sowas von um die eigenen Ohren geflogen ist ... Das Positive an diesem jüngsten Eigentor der Media-Markt-Kette ist, dass der "Fall Tony Ward" durch seine öffentliche Diskussion die Geschäftsgebaren solcher Unternehmen nachdrücklich infrage stellt, und wieder mal ein paar mehr "Kunden" ins Nachdenken kommen.
Ich kann es gar nicht mehr auflisten, wie oft ich schon als einmillionster Kunde im Internet begrüßt worden bin, anfangs noch mit "Sie haben gewonnen!" - Da haben wohl einige tatsächlich den Gewinn eingeklagt, war damals noch ein fettes Auto. Heute heißt es, sie haben die Möglichkeit zu gewinnen, meistens keine Autos mehr, sondern Smartphones oder ähnliches - Ja, ja, die Zeiten werden schlechter, und das Eis für potenzielle Abzocker hoffentlich immer dünner!

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option@l 14.06.2013, 21:06
117. Werben wollen sie...

aber nutzen soll man es nicht. Vor ein paar Jahren gab es im MM mal so eine "50 € Gutschein für 40 €" Aktion. Ich wollte mit 8 Gutscheinen und etwas Kleingeld einen total überteuerten Canon Blitz bezahlen. Nur durch die Gutscheine war er halbwegs günstig. Das war ein Theater...erst wollte der Kassierer die 8 Gutscheine nicht annehmen, weil nur einer erlaubt sei. Nachdem er diese frei erfundene neue Regel im Prospekt nicht finden konnte, wurde erst mal nach dem Marktleiter geschickt. Der mußte zwar zugeben, daß gegen meinen Kauf nichts einzuwenden war, aber mir wurde verboten, einen weiteren Gutschein zu erwerben und ich wurde freundlich aber bestimmt des Ladens verwiesen. Und natürlich wurden die hinter mir Wartenden darauf hingewiesen, daß es "nur wegen dem Herrn hier" so lange dauert. Wenn man ein dickes Fell hat, kann man da echt Spaß haben ;-) Ansonsten werden bei jeder Rabattaktion (Wir zahlen die Mehrwertsteuer!) vorher die Preise im gleichen Umfang angehoben.

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Benjowi 14.06.2013, 21:10
118. Warum sollte sowas beachtet werden?

Zitat von happy2010
Es ist NICHT überteuert Nur kann die Internetklitsche ohne Vollzeitkräfte, ohne Kundentoilette, ohne Showroom, ohne Präsentationsfläche und ohne Parküplätze und sowieso mit geringsten Mietkosten mit 20% der nötigen Gewinnmargen überleben. Und da der Gesetzgeber keine Internetsteuer erhebt, stirbt 80% des Einzelhandels eben aus Es lebe das Schnäppchen Das sich die Angestellte, die heute online einkaufen morgen nicht einmal den Onlineeinkauf mehr leisten können merken täglich immer mehr Menschen Die Gewinner sind die
Tja, so ist das Leben, das mussten bekanntlich schon die berühmten Weber mit ihren mechanischen Webstühlen schlucken.
Diese Moralisiererei nützt nun einmal in einer Welt kein bißchen mehr, in der Moral keinerlei Stellenwert mehr hat. In dieser Welt gibt es auch Banken, die sich fünf mal(!) nicht gezahlte Steuern zurückerstatten lassen und das mit "Steuerschlupflöchern" erklären-obendrein mit Wissen der Regierung. Wieso sollte ausgerechnet der kleine Mann, der kaum noch über die Runden kommt für die Moral zuständig sein? Der Fisch stinkt bekanntlich schon seit Jahrzehnten vom Kopf her! Und ausgerechnet der erwähnte Elektronikmarkt mit seiner merkwürdigen Werbung ist garantiert kein "Opfer"!

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unsermichel 14.06.2013, 21:33
119. Noch ein Nachsatz ...

... ein Zitat aus der Lokalpresse, der Aachener Zeitung: "Simmelbauer räumt auf AZ-Anfrage ein, dass der Fall „unglücklich gelaufen“ sei. Was vor allem angesichts hunderter glücklicher Gewinner allein in Aachen traurig wäre. Darum ihr Vorschlag zur Güte: Media-Markt will Ward noch einmal außer Konkurrenz einladen; der erzielte Gewinn könnte dann einem caritativen Zweck zugeführt werden. Gar nicht blöd." - Zitat Ende. - Anmerkung: Simmelbauer scheint offenbar die Media-Markt-Sprecherin zu sein. Ein bisschen viel Konjunktiv zwar, aber bei weitem nicht der postulierte Crash auf dem Gerichtsweg. Am Ende haben sich alle lieb, und der Konzern hat gezeigt, wie sich selbst Eigentore wegen offenkundiger Abseitsstellung des (Eigentor-)Schützen - sprich: Marktleiters - noch werbewirksam ausschlachten lassen.

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