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Das Geschäft mit der Gesundheit: Krankhafte Geldgier

Eine wachsende Zahl von Ärzten will auch bei Kassenpatienten immer mehr privat abrechnen, weil sie angeblich mit ihren Honoraren nicht auskommen.

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turkisharmy 19.07.2009, 17:54
1. Krankhafte Gier

In diesem Land regiert nur noch die Anarchie der Gier!!!!!

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ohlert 19.07.2009, 17:54
2. Schwieriges Thema

Die geschilderten Fälle sind sicherlich krass und nicht
zu rechtfertigen.

Andererseits muss man sich die Frage stellen, welche
qualifizierten Leistungen man so gemeinhin für gut
30 Euro bekommen kann. Der Handwerker, der für 30 Euro eine
Leistung erbringt, muss erst noch gefunden werden.

Insofern kann ich eine gewisse Frustration des einzelnen
Arztes schon nachvollziehen.

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saul7 19.07.2009, 17:57
3. Fass aufgemacht

Zitat von sysop
Eine wachsende Zahl von Ärzten will auch bei Kassenpatienten immer mehr privat abrechnen, weil sie angeblich mit ihren Honoraren nicht auskommen.
Da haben Sie ja wieder ein neues "Pulverfass" aufgemacht. Wenn Krankenkassen immer mehr medizinische Leistungen aus der Erstattung streichen, ist es nur recht und billig, wenn Ärzte diese auf Wunsch der Patienten weiterhin anbieten. Es sollte allerdings seriös sein und kein medizinischer Schnickschnack. Das dabei die vorgegebene Gebührenordnung eingehalten wird ist eine wichtige Bedingung.

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Alex066 19.07.2009, 18:06
4.

Wieso wird Leuten wie Karl Lauterbach hier überhaupt eine Bühne geboten? Sitzt im Aufsichtsrat einer Privatklinik, und macht seit Jahren den einzelnen kleinern Praxen das Leben immer schwerer. Aber sich über die Gier beschweren, das können die Polikter...

Die Lösung für unser Gesundheitssystem ist einfach: Marktwirtschaft! Von mir aus für die Ärmsten mit Zuschüßen.

Die Sowjetisierung unserer Gesundheit ist teuer und ineffizient, insbesonders die Entkopplung von Leistung und Bezahlung wirkt sich ungut auf das Verhältnis Arzt - Patient aus.

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ursus912 19.07.2009, 18:10
5. wie früher....

Es geht doch auch anders, wie in den 80er Jahren in unserem östlichen Heimatteil. Der Staat hat so getan, als ob er die Aerzte bezahlt, diese hatten kaum Medikamente und Geräte und deshalb ja auch keine IGEL Liste um die Patienten zu "schröpfen" (Ironiemodus an). Bei den Gehältern wären alle Aerzte sofort in den Westen ausgewandert, wenn der antifaschistische Schutzwall ein Entkommen nicht kriminalisiert und mit dem Tode bestraft hätte ( Mine etc. ) Kriminalisiert werden die Aerzte, die nicht fürs "Vergelts Gott" arbeiten wollen, heute auch wieder, von halb- bis voll-korrupten "Politgrössen" à la Lauterbach ( Rhön-Kliniken ) und wenn man sie schon nicht mit Gewalt festhalten kann, dann nimmt man ihnen jede Möglichkeit ihre Schulden abzuzahlen damit sie nicht auswandern können, wie ca 52 % jedes heutigen Mediziner und Zahnmedizinerjahrgangs heute es schon machen. Nicht die westlichen freien Strukturen haben gewonnen, sondern die ineffektive Planwirtschaft, schade.....

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TMB71 19.07.2009, 18:11
6. Krankhafte Gier? - Kranke Welt!

Wie oft kann man im Quartal für 30 Euro zum Frisör gehen?
Was ist von "Gesundheitsexperten" zu halten, die nie! als Arzt gearbeitet haben (Herr Lauterbach), geschweige denn jemals eine Praxis unter den heutigen Umständen führen musste?
Respekt den Ärzten, die den Mut nicht sinken lassen, trotzdem noch Patienten zu behandeln!
Soll Herr Lauterbach den Leuten / Patienten / Wählern doch selber sagen, das er für Rationierung, DDR-Poliklinik-Medizin und gegen die freie Arztwahl durch den mündigen Patienten ist. Dafür reicht sein Mut und der "seiner" Ministerin aber nicht...

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halebob 19.07.2009, 18:15
7. Solche Ärzte sind unzumutbar

Ärzte haben den Eid des Hyppokrates geschworen. Die geschilderten Ärzte sollten deshalb Ihre Konzession verlieren, solche Leute kann man nicht auf Patienten loslassen. Ausserdem muß die Abrechnungspraxis der Ärzte endlich mal transparent gemacht werden. Ohne Igel-Leistungen hätte unser Gesundheitssystem wahrscheinlich keine Probleme.

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mbberlin 19.07.2009, 18:15
8.

Zitat von ohlert
Insofern kann ich eine gewisse Frustration des einzelnen Arztes schon nachvollziehen.
Ja, sicher. Aber der Frust gehört nun sicher nicht in Richtung Patient weitergegeben.

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Juri 19.07.2009, 18:16
9. Krise sei dank!

Zitat von ohlert
Die geschilderten Fälle sind sicherlich krass und nicht zu rechtfertigen. Andererseits muss man sich die Frage stellen, welche qualifizierten Leistungen man so gemeinhin für gut 30 Euro bekommen kann. Der Handwerker, der für 30 Euro eine Leistung erbringt, muss erst noch gefunden werden. Insofern kann ich eine gewisse Frustration des einzelnen Arztes schon nachvollziehen.
Wie jedoch geschrieben wurde, wären nach Budget auch 60 € pro Patient drin. Klingt jetzt ersmal auch nicht viel, aber wie viel Handwerker haben wohl 500 und mehr Kunden im Datenstamm, welche sich z.T. innerhalb weniger Minuten (und mit Papierkram innerhalb doppelter Minuten) abfertigen lassen? Und es ist ja nicht so, das nur diese 30 € verdient werden, da gibst es sicher noch für dies und das mehr, als Kassenleistung.

Ich habe zum Beispiel bei meinem Zahnarzt ähnliche Erfahrungen gemacht:

Ich hab fast nur Amalgam-Füllungen (und davon auch nicht viele), und alle vom genau dem Zahnarzt, der mir immer wieder versicherte, Amalgam sei der haltbarste Werkstoff und toxikologisch unbedenklich, dazu noch antibakteriell. Doch nun, die Krise ist da, möchte er am liebsten alle Füllungen wechseln (eine ist noch nicht mal ein Jahr alt), wegen der Optik und den Gefahren durch Quecksilber. Wenn es nach ihm ginge, wäre Keramik oder Gold angebracht.

Möglicherweise kann er dann auch seine Fonds wieder auf das übliche Volumen aufstocken und das neue Dach schneller abzahlen. So eine Reeteindeckung kost' anscheinend was...

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