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Das Geschäft mit der Gesundheit: Krankhafte Geldgier

Eine wachsende Zahl von Ärzten will auch bei Kassenpatienten immer mehr privat abrechnen, weil sie angeblich mit ihren Honoraren nicht auskommen.

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camemberta 20.07.2009, 11:43
340. ...

Zitat von Pablo alto
Wenn ich bei meinem Bäcker für die Brötchen das 2,5- bis 2,7-fache bereit bin zu zahlen, erwarte ich aber auch, dass er eine eigene - und verdammt kurze - Schlange für mich hat. Sonst bin ich beim nächsten. Die Privatversicherten subventionieren die Kassenpatienten. Abschaffen wäre also kontraproduktiv. Hätten die Ärzte nicht die Einnahmen der ....
Ein Rätsel?
Die GKV subventioniet umgekehrt die PKV, da wäre das Rätsel schnell gelöst.

Sozialversicherungsrechtler weisen schon lange darauf hin, dass die privaten Kassen von Versicherten mit schlechten Gesundheitsrisiken verschont blieben, die ja die gesetzlichen tragen müssen. Eine flächendeckende medizinische Versorgung für alle, auch für die privat Versicherten, gibt es ja nur durch die 90 Prozent gesetzlich Versicherten (VdAK). Die jungen, gesunden Gutverdienenden, die zur Privaten wechseln, entziehen auch der GKV zusätzlich Mittel.

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docmed 20.07.2009, 11:45
341. Der Originaltext des hippokratischen Eides

Nur, weil hier von so vielen und Klugen davon gesprochen wird, ohne den Text jemals gelesen zu haben, hier das Original! Man achte auf die Anweisung zur Euthanasie und Abtreibung!
„Ich schwöre und rufe Apollon, den Arzt, und Asklepios und Hygeia und Panakeia und alle Götter und Göttinnen zu Zeugen an, dass ich diesen Eid und diesen Vertrag nach meiner Fähigkeit und nach meiner Einsicht erfüllen werde.

Ich werde den, der mich diese Kunst gelehrt hat, gleich meinen Eltern achten, ihn an meinem Unterricht teilnehmen lassen, ihm wenn er in Not gerät, von dem Meinigen abgeben, seine Nachkommen gleich meinen Brüdern halten und sie diese Kunst lehren, wenn sie sie zu lernen verlangen, ohne Entgelt und Vertrag. Und ich werde an Vorschriften, Vorlesungen und aller übrigen Unterweisung meine Söhne und die meines Lehrers und die vertraglich verpflichteten und nach der ärztlichen Sitte vereidigten Schüler teilnehmen lassen, sonst aber niemanden.

Ich werde ärztliche Verordnungen treffen zum Nutzen der Kranken nach meiner Fähigkeit und meinem Urteil, hüten aber werde ich mich davor, sie zum Schaden und in unrechter Weise anzuwenden.

Auch werde ich niemandem ein tödliches Gift geben, auch nicht wenn ich darum gebeten werde, und ich werde auch niemanden dabei beraten; auch werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel geben.

Rein und fromm werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.

Ich werde nicht schneiden, sogar Steinleidende nicht, sondern werde das den Männern überlassen, die dieses Handwerk ausüben.

In alle Häuser, in die ich komme, werde ich zum Nutzen der Kranken hineingehen, frei von jedem bewussten Unrecht und jeder Übeltat, besonders von jedem geschlechtlichen Missbrauch an Frauen und Männern, Freien und Sklaven.

Was ich bei der Behandlung oder auch außerhalb meiner Praxis im Umgange mit Menschen sehe und höre, das man nicht weiterreden darf, werde ich verschweigen und als Geheimnis bewahren.

Wenn ich diesen Eid erfülle und nicht breche, so sei mir beschieden, in meinem Leben und in meiner Kunst voranzukommen, indem ich Ansehen bei allen Menschen für alle Zeit gewinne; wenn ich ihn aber übertrete und breche, so geschehe mir das Gegenteil.“

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camemberta 20.07.2009, 11:50
342. ...

Zitat von cläuschen
Genau das muss unsere Frage als Beitragszahler sein: wo versickert das Geld der Versicherten? Die Krankenkassen zahlen pro Jahr von all dem Beitragsgeld, das sie einnehmen, nur ca.15% an die Kassenärztliche Vereinigung aus (pro Mitglied zwischen 200-600€, je nach Krankenkasse). Diese 15% - und kein Cent mehr - ....
Das sind doch im Übrigen Beträge, die mit den kassenärztlichen Vereinigungen ausgehandelt wurden, oder? Warum sind die dann doch unzufrieden? Es sind ja 30 Milliarden mehr in den Topf gekommen, wo bleibt das Geld?

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werner51 20.07.2009, 11:53
343. -

Zitat von bestdoc
Zum Arzt, oder zu einem der zitierten mit schimpfwörtern herumwerfenden Politiker, oder zu einem Spiegel-Journalisten?
Falsche Frage. Müßte lauten: Zu wem hat man Vertrauen ...

Wenn so, dann Antworten: 1) nein, 2) nein, 3) nein.

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Schelm-77 20.07.2009, 11:53
344. Falsche Berufswahl

Zitat von Reallyburger
Ich habe langsam keine Lust mehr mir dieses ewige Thema anzuhöhren. Und dann auch noch Kommentare zu lesen...bla bla bla sie haben den Hippookratischeneid geschworen. So ein quatsch. Informiert euch doch mal bitte bevor Ihr irgendetwas posted. 2. Wenn man kein Facharzt ist darf man weder selbstständig behandeln, noch irgendetwas abrechen. (Super Spiegel online!!!!) Ergo jeder niedergelassene Arzt ist Facharzt!!!! Auch die Hausärzte. (abgesehen von praktischen Ärzten die es aber fast nicht mehr gibt - Altlasten....Sorry Kollegen) Immer wieder die auf die Tränendrüse zu drücken und dann auch noch den Lauterbach. Ich kann nicht mehr. Ich sage euch eins. Ich werde mich nie in Deutschland niederlassen, wenn das so bleibt. Viel Spaß mit super ausgebildeten Ärzten aus Rumänien. Die arbeiten für 30 Euro im Quartal. Ich nicht. Nach 11 Jahren Ausbildung habe ich Anspruch auf eine angemessene Bezahlung. Wie hoch die ist lasse ich mir aber bestimmt nicht von der Politik vorschreiben. Das will ich selber bestimmen. Also da bleibt nur noch die Privatpraxis.
Sind Sie sicher, dass Sie nicht 11 Jahre Ihres Lebens mit der falschen Ausbildung verloren haben?
Ihre Qualifikation scheint mir eher im Bereich Finanzwesen zu liegen, bei der Ausbildungszeit hätten Sie dort auch etwas sparen können.

Als Mediziner sollte es Ihnen in erster Linie um das Wohl des Patienten gehen, völlig unabhängig von der finanziellen Situation des Person.

Medizinern aus anderen Ländern generell die nötige Fachkenntnis abzusprechen ist zudem niveaulos.

Mein Rat, satteln Sie noch um auf einen anderen Beruf oder werden Sie Leibarzt eines wohlhabenden Hypochonders.
Im letzteren Fall können Sie Ihre Einkommen mit ein wenig Fantasie beliebig selbts festlegen ohne Schaden anzurichten.

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werner51 20.07.2009, 11:54
345. -

Zitat von praise
Wenn Sie Steuerhinterziehung als "Notwehr" bezeichnen, dann fehlt Ihnen Unrechtsbewußtsein. Leider.
Nein, es fehlen die Möglichkeiten.

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compert 20.07.2009, 11:57
346. poltik

Zitat von camemberta
Es sind ja 30 Milliarden mehr in den Topf gekommen, wo bleibt das Geld?
Tja irgendwo hängen geblieben. Bei den Ärzten kommt jedenfalls nichts an und selbst für die KVen sollte es schwieirg sein, eine solche Summe zu verstecken.
Nur weil ein Politiker eine solche Summe in den Raum wirft, sollte man ihm das noch lange nicht glauben.

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Tubus 20.07.2009, 12:02
347. Reform

Zitat von schachvwuthenow
Das sind 30 Euro, die ich dem Frisör bezahle. Die meisten Leute in meinem Bekanntekreis zahlen aber rund 600 Euro pro Monat in die gesetzliche Krankenversicherung. Und dafür könnte ich 72 Mal zum Frisör gehen pro Quartal, also montags bis freitags täglich.
Davon hat Ihr Arzt aber nichts, Sie Witzbold! Im Ernst:Die Situation unseres Gesundheitswesens ist leider so verfahren, dass wahrscheinlich nur noch eine grundsätzliche Reform helfen kann, die von einigen wenigen Erkenntnissen geleitet werden müsste.
1. Gesundheitsrisiken sind so teuer, dass sie auch von Wohlhabenden heute nur noch solidarisch getragen werden können.
2. Die solidarische Beteiligung aller sollte aber kein Mittel zur Vermögensumverteilung sein. Das bekommt der Solidarität überhaupt nicht gut.
3. Ohne eine nach Einkommen gestaffelte Selbstbeteiligung auch für Geringverdiener sind die Kosten nicht in den Griff zu bekommen.
4. Immer neue, bessere und teurere medizinische Verfahren und eine älter werdende Bevölkerung machen eine vernünftige Rationierung von Leistungen notwendig, die vor allem Ineffizienz beseitigt und bei Leistungen spart, die in keinem vernünftigem Maß zum Ergebnis stehen.
5. Die Einkommen der Leistungserbringer müssen ausreichend motivierend sein, d. h. dass Abwanderung verhindert wird und sich auch für die Pharmaindustrie noch Forschung lohnt.
6. Experten vom Schlage eines Herrn Lauterbach sollten als das bezeichnet werden, was sie sind, nämlich als Scharlatane. Spätestens mit seiner Untersuchung zur Notwendigkeit von Röntgenuntersuchungen ist er als solcher entlarvt worden.

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Mel.M 20.07.2009, 12:05
348. Umsonst arbeiten

Zitat von compert
Würden Sie für umsonst arbeiten? Die Politik hat in Zusammenarbeit mit "Gesundheitsexperten" bestimmte Zeiteinheiten festgelegt, die eine Untersuchung dauert. z.B. 5min für eine Spritze setzen. Falls der Arzt jetzt diese Spritze aber schneller verabreichen kann und in der gewonnen Zeit jemand anderen behandelt wird ihm diese Behandlung gekürzt, weil er ja in der kürzeren Zeit die Spritze gar nicht richtig hat setzen können.
Ich bin Freiberufler, promoviert und ja ich arbeite of umsonst. Im Schnitt kann ich froh sein, wenn ich hundert Tage im Jahr vergütet arbeite. Nicht bezahlt werden viele Gespräche mit Kunden, Akquise, etc. Am Ende zählt für mich, was ich im Jahresdurchschnitt verdiene. Und wenn ich mein Einkommen mit dem der meisten niedergelassenen Ärzte vergleiche, dann komme ich nicht an der Einkommen heran.

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camemberta 20.07.2009, 12:06
349. ...

Zitat von camemberta
Das sind doch im Übrigen Beträge, die mit den kassenärztlichen Vereinigungen ausgehandelt wurden, oder? Warum sind die dann doch unzufrieden? Es sind ja 30 Milliarden mehr in den Topf gekommen, wo bleibt das Geld?
Verzeihung, es ist eine 0 zu viel, ein Verschreiber!

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