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Debatte: Die wahre Gefahr

Schädlicher als die Strahlung selbst ist die Angst vor ihr.

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keinzeitungsleser 06.04.2011, 16:18
630. nicht unbedingt

Zitat von sysop
Schädlicher als die Strahlung selbst ist die Angst vor ihr.
Einem Arzt der Strahlenkranke behandelt hat, kann man schon mal zuhören. Die Argumentation klingt teilweise schlüssig.
Dennoch: Was in Fukushima bisher passiert ist, ist die eine Seite der Medaille, was noch kommen kann steht auf einem anderen Blatt. Die Statistiken aus Tschernobyl sind widersprüchlich. Die Anzahl von Missbildungen bei Neugeborenen wurde gar nicht erwähnt und zu den erfassten oder geschätzten Leukämiefällen gibt es durchaus unterschiedliche Zahlen -auch was die radioaktive Verseuchung betrifft, die ja eben gerade lokal erschreckende Ausmasse erreichen kann (Flickenteppich). Selbst wenn Plutonium aus dem Spiel bleibt, Cäsium hat eine Halbwertszeit von ca. 30 Jahren, das bedeutet, es kann bei enstprechender Menge auch noch nach etwa 200 Jahren gefährlich sein.

Ich bin dafür, in diesem Fall mit dem Schlimmsten zu rechnen und auf die Atomkraft zu Verzichten - das ist keine Panikmache, sondern gesunder Menschenverstand. Zumal das Problem der Endlagerung bis heute nicht gelöst ist, diesen Aspekt sollte man auch nicht vergessen.

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Medienkritiker 06.04.2011, 16:19
631. Dank an SPON

Es ist beruhigend, dass es in den Artikeln auch noch so etwas wie Meinungsbandbreite gibt! Viele Foristen hier im Forum scheinen der Ansicht zu sein, dass es im Angesicht dieser Katastrophe nur noch eine festgelegte Meinung geben darf...ist das noch demokratisch? diese Fragestellung sollte sich jeder tagtäglich neu stellen und in diesem Kontext dazu bereit sein, auch weiterhin OFFEN einer konstruktiven Diskussion gegenüber zu stehen...!

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whs 06.04.2011, 16:25
632. Expertendebatte

Zitat von andreas0404
Noch schlimmer: Leider gibt man Ihnen eine Plattform um das zu publizieren!
Da kann ich nur aus vollem Herzen zustimmen. Wie kann es angehen, dass eine solche "Expertendebatte" unkommentiert abgedruckt und online gestellt wird! Was ist an einer einseitigen Aussage eigentlich eine "Debatte?"

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benutzernamensinddoof 06.04.2011, 16:25
633. Ach der Herr Gayle wieder mal

Wieder mal vergleicht Herr Gayle Äpfel mit Birnen. Atomkraft gegen fossile Brennstoffe zu stellen heißt, einen reinen Stromerzeuger mit einem Anteil von weltweit etwa 6% gegen Öl und Gas zu stellen, mit denen Strom und auch Wärme hergestellt wird, und zudem in Autos verbrannt wird und noch das eine oder andere mehr. Entweder er rechnet das alles raus, oder er extrapoliert die Nutzung der Kernkraft um rund Faktor 10. Dann aber muß er erklären, woher er den "Sprit" für die AKWs nehmen will. Soviel gibt es davon nämlich nicht - zum Glück.
Übrigens hat man eine Haltung zur Atomkraft nicht aus der Gefahr des atomaren Unfalls heraus, sondern aus der Frage, wie mit atomarem Abfall zu verfahren ist. Für den hat man nach über 5 Jahrzehnten der Nutzung keine bessere Idee, als ihn in der Erde zu vergraben.
Darauf wäre auch ein Neandertaler bereits gekommen. Die Lösung des Problems tausenden von nachfolgenden Generationen aufzubürden würde ich jetzt gerne irgendwie mit einer Vokabel titulieren, aber ich habe für die Abscheulichkeit leider keine parat!

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jenzer 06.04.2011, 16:26
634. Niedlich.

Zitat von Volker Tuermer
...Sie können offenbar in die Zukuft sehen, können Sie mir dann bitte auch die Lottozahlen für nächsten Wochenende verraten???? p.s. Glauben Sie, die Franzosen wollen sich wieder bei Kerzenlicht hinsetzen?
Wirklich, das ist niedlich! Für eine Vielzahl der Beiträge nehme ich diesen hier: Glauben die Befürworter denn tatsächlich, dass beim Abschalten sofort überall die Lichter ausgehen? Und selbst wenn man dann abends mal nicht vor der Glotze hängen kann oder das Licht auslassen muss, weil der Strom dann rationert werden müsste (Konjunktiv!) - wäre das wirklich so ein furchteinflössendes Szenario? Oder wissen die Damen und Herren einfach nicht mehr, wie man seine Zeit ohne TV totschlagen kann?

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MPeter 06.04.2011, 16:27
635. Bitte Hirn einschalten

Zitat von simonscholz
Ich glaube einem ausgewiesenem und erfahrenem Experten, der sich seit mehr als 20 Jahren mit diesem Thema beschäftigt, aufs Wort mehr, als den verhackstückelten, mit Unwissen durchsetzten Nachrichten über Fukushima der letzten Wochen. Von daher, guter Artikel.
Die Erbauer des AKW in Fukushima waren bestimmt auch ausgewiesene und erfahrene Experten. Und denen hätten Sie wahrscheinlich auch geglaubt. Vielleicht wäre es für Sie besser mal Ihr eigenes Gehirn zu bemühen, das hilft beim Nachdenken.

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pertronius 06.04.2011, 16:28
636. Der Unterschied zur KFZ-Versicherung

Zitat von rst2010
... passieren so schwere unfälle in kkw's nur alle 17.000 jahre. bei einem kkw. wir sind bei knapp 500 stück, also ist nach den risikoanalysen alle 85 jahre ein schweres event zu erwarten, also einmal während eines.....
So ist es. Es gibt auch einen riesen Unterschied zu KFZ- Versicherungen, auch wenn manche uns das anders verkaufen wollen.
Beim Golf 3 Bj. sowieso Farbe rot, Benziner, ist es ein leichtes eine "genaue" Unfallwahrscheinlichkeit zu ermitteln, fahren doch genug Nasen jährlich das Ding irgendwo gegen.
Bei AKWs bin ich aber jetzt nicht dafür mit Absicht auszuprobieren, wo da der Wert "wirklich" liegt.

Ich bin auch gespannt, wenn sich alles beruhigt hat, wie knapp das in den anderen AKWs in Japan wirklich war. Fukushima, war ja nur einer von 3? Komplexen die am Anfang Sorgen machten.

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Mononatriumglutamat 06.04.2011, 16:28
637. Wahnsinn...

Zitat von bürgerschreck
Weniger Tode als Kohle...aha. Allein bei der SDAG Wismut sind zu DDR-Zeiten über 770 Tote durch Arbeitsunfälle dazu 14.592 Fälle von Silikose und 5.275 Fälle von Bronchialkrebs. Also alles ohne Gau oder Super-Gau. Ist ja super-öko !
Sie wissen aber schon, wie der Arbeitsschutz damals aussah? Schämen Sie sich eigentlich gar nicht für so unpassende und unseriöse Vergleiche?
Tolle Argumentation... "toll" hier wie in "Tollkirsche" und "Tollhaus", nicht im Sinne von "gut".

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BartSimpson 06.04.2011, 16:28
638. Das ist ja wohl der Gipfel der Unverschämtheit!

Zitat von andreas0404
Das fällt mir jetzt erst auf, das dieser Peter Gale unter anderem Onkologe ist und an der Entwicklung von Krebs-Medikamenten beteiligt ist. Ja, da verstehe ich.....
Hallo geht es noch? Soso, Herr Gale tritt also angeblich für AKWs ein, damit es viele Krebspatienten gibt, damit er an diesen als Onkologe (in übler Verbindung mit der Pharmaindustrie) verdienen kann.

Ich nehme mal an, dass Tierärzte auch nachts schwach vergiftetes Katzen- und Hunde in der Umgebung verteilen, um ...

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Sozialist 06.04.2011, 16:29
639. Schlechtester Ratgeber

Zitat von nicknow
Eine klassische Endlagerung ist gar nicht von Nöten: Transmutation ist das Stichwort, eine Zwischenlagerung reicht und die ist kein echtes Problem. Angst und Panik sind schlechte Ratgeber, ruhig bleiben!
Die Asse säuft allerdings bereits jetzt ab. Transmutation ist ungefähr so ausgereift wie Kernfusion.
Abwiegelung, Heruntergespiele und Verharmlosung, sind nach Three-Miles-Island, Tschernobyl und Fukushima die schlechtesten Ratgeber.

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