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Debatte über "Veggie Day": Grüner Trittin kritisiert "Drogenhandel im Stall"
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Der Vorschlag eines fleischlosen Tages in Kantinen hat den Grünen viel Ärger eingebracht. Jetzt verteidigt Spitzenkandidat Jürgen Trittin die Idee. Es gebe Tierärzte, die ihr Geld damit verdienten, möglichst viele Antibiotika zu verschreiben. "Veggie Day": Jürgen Trittin kritisiert "Drogenhandel im Stall" - SPIEGEL ONLINE

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kabian 11.08.2013, 09:51
10. Die Grünen hatten auch schon mal bessere Argumente

Zitat von
Auf die Frage der "WamS", ob die Verbraucher nicht selbst entscheiden dürften, wie viel Fleisch sie essen, antwortet Trittin: "Natürlich. Aber auf einem Planeten mit sieben Milliarden Menschen betrifft mein Essverhalten nicht nur mich selbst, sondern unter anderem auch das Klima."
Ach so, deswegen machen wir aus Lebensmitteln Biosprit, darauf wäre ich gar nicht gekommen.
Und der Drogenhandel im Stall wird unterbunden indem ich einen Tag kein Fleisch esse. Der arme Tierarzt, dem wird mein Boykott ja richtig wehtun.

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aras.a 11.08.2013, 09:52
11. Symptome aber nicht Ursachen bekämpfen?

Hall Herr Trittin,

wieso kommt die Partei der Bündnis90/die Grünen nicht zuerst auf die Idee die Anreize für übermäßige Antibiotika-Verschreibung zu verschärfen?

Warum wurde nicht in der rot-grünen Zeit gehandelt als man sogar die Arzneimittelverschreibung für die Bevölkerung mit der Praxisgebühr für die deutsche Bevölkerung auf nicht-arme Bevölkerungsteile eingeschränkt hat?

Man kann mir nicht erzählen dass man die Antibiotika-Problematik nicht vor 10 Jahren kannte.

Also ein klares Nein gegen die Bevormundung durch die Grünen. Die Grünen sind und bleiben für einen vernünftigen Bürger unwählbar.

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wecki 11.08.2013, 09:52
12. Wieviel Fleisch essen wir Deutsche?

Eine gute Ernährung sollte sein und dazu gehört Ausgewogenheit der Nahrungsaufnahme. Nur die Tierhaltung den Deutschen und ihrem Fleischkonsum anzulasten ist verfehlt. Das produzierte Fleisch ist ein Exportgut. Rindfleisch verkaufen wir nach Russland und in die Nahostfriede usw. Die Politik sollte endlich die Förderung der Bauern verändern und so verändert sich auch die Tierhaltung. Solange der Profit im Vordergrund steht und nicht der Mensch, richtet man alles bewusst Zugrunde. Tierhaltung, Spritzmittel, überfischung alles politisch gewollt weil bestimmte Leute gut daran verdienen. Das Netzwerk muss endlich aufgebrochen werden.

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no-panic 11.08.2013, 09:52
13.

Zitat von sysop
Der Vorschlag eines fleischlosen Tages in Kantinen hat den Grünen viel Ärger eingebracht. Jetzt verteidigt Spitzenkandidat Jürgen Trittin die Idee. Es gebe Tierärzte, die ihr Geld damit verdienten, möglichst viele Antibiotika zu verschreiben.
Bankrotterklärung?
Weil der Gesetzgeber nicht in der Lage ist, massenhaften Medikamenteneinsatz in der Nahrungsmittelproduktion einzudämmen, muss der Verbraucher verzichten?
Wie sieht es mit dem Einsatz von Pesti- Funghi- und anderen -ziden bei der Obst- und Gemüseherstellung aus? Sollen wir, um diese einzudämmen, insgesamt weniger essen?
Herr Trittin zäumt das Pferd wieder einmal von der falschen Seite auf. Die Grünen knicken, ebenso wie alle anderen Parteien, vor der Industrie ein!
Nahrung für 7 Milliarden Menschen läßt sich eben nicht mehr in kleinbäuerlicher Idylle herstellen, aber der Gesetzgeber kann und muss, im Namen der Verbraucher, dafür Sorge tragen, dass Lebensmittel den Namen auch verdienen!

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der-denker 11.08.2013, 09:56
14. Verführen ...

Es ist sicher kontraproduktiv wenn Kantinen, die meist ohnehin nicht gerade Spitzenküche anbieten, mit irgendeinen Pampf diesen fleischlosen Tag füllen. Es funktioniert nur wenn wirklich auf hohem Niveau vegetarisch gekocht wird, die Leute also merken dass sie nicht leiden müssen ohne Frikadelle und Wurst.
Es sollte außerdem immer parallel etwas Leckeres geben und nicht ausschließlich.
Unglaublich sinnvoll wäre es schon wenn die Deutschen sich langsam umstellen könnten. Man müsste dazu gute Köche gewinnen die dieses Ziel unterstützen, Fortbildungen für Kantinenköche geben, usw..
Man könnte auch über die Preise steuern... Bevormundung kommt aber ganz schlecht an. Das war ein politischer Fehler, Steilvorlage für die Gegner.

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masc74 11.08.2013, 09:56
15. Die Grünen verstehens einfach nicht!

Die Partei ist einfach unwählbar, nicht, weil Ihre Ziele so falsch wären, aber wer mit paternalistischer Zwangsbeglückung meint, Volkserziehung betreiben zu müssen, der hat einfach nicht begriffen, dass er damit nicht mehr auf dem Boden der Demokratie steht. Wie Hannah Arendt schon feststellt, ist "Das Gute" despotisch und hat deswegen in der Politik nichts verloren.

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sepp08 11.08.2013, 09:56
16. Tierärzte

Trittin hat eine neue Zielgruppe gefunden, welche sich hierbei eine Goldene Nase verdient.
Als Tierarzt würde ich als erstes Herr Trittin anzeigen und vor Gericht seine Anschuldigungnen klären lassen.

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Neinsowas 11.08.2013, 09:58
17. Trittin hat Recht...

...ein oder zwei fleischlose Menus in Kantinen - ist doch ein Gewinn in jede Richtung! Erstens schmeckt das genauso gut - wer will, kann sich ja abends seine Würstchen reinziehen , zweitens wird damit nicht mehr das Gefühl bestärkt, dass jeden Tag Fleisch, Fisch oder Geflügel auf den Tisch muss und - was für mich am allermeisten zählt, es muss endlich die elende Tierquälerei in Form von Massenhaltung, Massenschlachtung, Dumpingpreisen nach allen Seiten aufhören!

Dazu muss ein Sensor wachsen. Wer Stalltiere als Schimmelkultur/nachwachsende Bakterien betrachtet, hat einfach kein wirkliches Verhältnis zu ihnen. Und das sollte wirklich jeder Mensch, der Tiere isst, sich deutlich machen.

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mundusvultdecipi 11.08.2013, 09:59
18. Schade..

Zitat von sysop
Der Vorschlag eines fleischlosen Tages in Kantinen hat den Grünen viel Ärger eingebracht. Jetzt verteidigt Spitzenkandidat Jürgen Trittin die Idee. Es gebe Tierärzte, die ihr Geld damit verdienten, möglichst viele Antibiotika zu verschreiben.
..die vielen guten Denkanstösse von den Grünen werden verpuffen.Es mangelt in diesem Land an Bildung und der nötigen Intelligenz der Durchschnittsbevölkerung,um überhaupt ein Problembewusstsein zu entwickeln,dass zu mehr reicht als über den letzten Bundesligaspieltag zu sprechen.

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kosamm 11.08.2013, 09:59
19.

Danke Hr. Trittin, gehe mit ihnen völlig konform. Ich mache seit 2011 Montags meinen Fleischfreien Tag, nachdem ich das Buch "Tiere essen" gelesen habe. Ich bin Jahrgang '44 und erinnere mich noch an den obligatorischen Sonntagsbraten. Fleisch muss nicht jeden Tag sein!

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