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Debatte um Blutkonserven: Zu schwul zum Spenden?
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Homosexuelle Männer dürfen kein Blut spenden. Während Schwulenverbände darin eine Diskriminierung sehen, halten Wissenschaftler das HIV-Risiko weiterhin für zu groß. Jetzt bringen Politiker Bewegung in die Debatte. Debatte um Blutspenden: Zu schwul zum Spenden - SPIEGEL ONLINE

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Benutzernameoptional 12.05.2013, 18:51
1. Politik und Gesundheit

Die Politik schreibt aus Gründen der political correctness der Wissenschaft vor, welche Risiken beim Blutspenden bestehen.
Schön! Da freut man sich als Normalbürger dann auf eine political korrekte Blutspende bei einem Unfall.

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malox 12.05.2013, 18:52
2. Es wird Zeit,...

dass sich da etwas tut. Ich kenne einige Schwule, die gerne spenden möchten, aber aufgrund dieser Pauschalisierung nicht dürfen. Selbstverständlich muss es ein größtmögliches Risiko ausgeschlossen werden. Aber die Zeit, in der Homosexuelle "wild" durch die Betten hüpften und/oder automatisch Außenseiter der Gesellschaft waren, sind nun wirklich vorbei. Warum sollte also ein z.B. seit langem in einer Beziehung steckender Schwuler nicht genauso spenden wie ein heterosexueller Mann?

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jujo 12.05.2013, 18:54
3. ....

Zitat von sysop
Homosexuelle Männer dürfen kein Blut spenden. Während Schwulenverbände darin eine Diskriminierung sehen, halten Wissenschaftler das HIV-Risiko weiterhin für zu groß. Jetzt bringen Politiker Bewegung in die Debatte.
Ich wollte als Seemann Anfang der siebziger Blutspenden, es wurde dankend abgelehnt mit de4r Begründung, das ich als Seemann zur einer Risikogruppe (?) gehöre.
Ich bin dann gegangen mit der Bemerkung, dann könnt ihr mich mal!
Ich fühlte mich nicht diskriminiert, ich war einfach sauer!

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rentier75 12.05.2013, 18:58
4. Warum beginnt man

solche Diskussionen immer zuerst in Deutschland wenn andere Länder schon Klarheit geschaffen haben.
Soll das Fortschritt suggerieren?
In Norwegen dürfen noch nicht mal Ausländer Blut spenden und ist auch keinen Aufhänger wert. Drogensüchtige, Alkoholiker, Hepatitiskranke u.v.a. brauchen auch kein Blut spenden, weil es keiner will- aus medizinischen, ethischen und was auch immer für Gründen.

Stehen denn Homosexuelle Schlange vor den Blutspendezentralen?
Sicher nicht, weil ohnehin kaum irgendwer Blut spenden will.
In manchen Ländern gibt es 10- 20 EUR pro Spende inklusive einer üppigen Mahlzeit danach, dort wird massiv gespendet. Ich würde den Mangel an Blutkonserven durch finanzielle Anreize beheben, vollkommen irrelevant ob schwul oder nicht. Da die "Schwulen" ohnehin in der Mehrzahl zum wohlhabenden Teil der Bevölkerung zählen (alle Schwule die ich kenne sind Millionäre bzw. hohe Politiker) dürfte der Zustrom ohnehin gering sein und die paar die es tun werden sicher nicht HIV positiv sein. Wer Blut spendet hat moralische Verantwortung egal ob homosexuell oder nicht und weiss das auch selbst genau und kein HIV- Positiver mit minderem Geist geht zum freiwilligen "Aderlass", dazu reicht es geistig nicht.

Ergo wer Blut spendet tut dies aus altruistischen Gründen und nicht weil er schwul oder nichtschwul ist. Wer altruistisch ist ist oft auch nicht HIV- infiziert und ist er es geht er aus eben altruistischen Gründen nicht zur Blutspende.

Für Verrückte Blutspender gibt es keine Garantie, wohl aber wird die Konserve kontrolliert.

"Zu schwul" ist wie "ein bisschen schwanger"

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vielosof 12.05.2013, 18:59
5. Diskriminierung ist gut.

Die HIV-Infektionsrate bei homosexuellen Männern ist nunmal um ein vielfaches höher.

Sie deshalb auszusortieren bei der Blutspende IST diskriminierend, aber wer will eine HIV-verseuchte Blutspende?

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manfred_aulbach 12.05.2013, 19:11
6. Blutkonserven von werweißwoher

Das ist doch nicht zu fassen! Da wird einerseits händeringend nach Blutkonserven gesucht (für die man außerdem natürlich nicht bereit ist, angemessen zu bezahlen!) und dann steht man noch gelassen da mit Daumen hoch und Daumen runter: Du darfst, aber Du darfst nicht. - Wenn die überheblichen Besserwisser und Geizkrägen dann logischerweise nicht genug Blutkonserven haben, kaufen sie es von dubiosen Firmen, die es wer weiß wo her haben, z.B. von südamerikanischen Slums - wie Anfang der 80er Jahre geschehen, als ein Haufen Menschen an Hepatitis verstarben aufgrund von verseuchtem Blut. Siehe auch Spiegel 45/1993 "Ängste im Blutsumpf".

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hans-willi 12.05.2013, 19:13
7. komisch, komisch

werden denn die Blutspenden nicht sowieso getestet?
Oder kippt man erst einmal alles zusammen bereitet dann auf und testet dann zum schluss das Ergebnis?

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christkinddu 12.05.2013, 19:13
8.

ich weiss nicht was ich schlimmer finden soll, das das blut anscheinend nicht auf krankheiten getestet wird oder das erst jetzt darueber debattiert wird

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ThomB 12.05.2013, 19:14
9. Verantwortungslos

Ein HIV Antikörpertest plus eine PCR genügen, um HIV pos. Blut zu entdecken, eine Diskriminierung nach schwul ja oder nein ist unsinnig und verantwortungslos!

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