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Debattenbeitrag zu Günter Grass: Es musste gesagt werden

Mit seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" liegt Günter Grass richtig: Er holt Deutschland aus dem Schatten der Worte von Kanzlerin Merkel, die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen "Staatsräson". Und der Schriftsteller kritisiert zurecht, dass Israel der Welt eine Logik des Ultimatums aufdrängt. S.P.O.N. - Im Zweifel links: Es musste gesagt werden - SPIEGEL ONLINE

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Nickoteen 06.04.2012, 17:20
150. Danke!

Vielen Dank für diesen Artikel Herr Augstein.

Nach diesen recht jämmerlichen Hetzartikeln, die rein garnichts mehr mit aufrichtigem Journalismus zu tun hatten, habe ich fast meinen Glauben in den Spiegel verloren...

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dererkenner 06.04.2012, 17:20
151. absurde Vorstellung

Zitat von Wolfgang J.
Dank eines sehr klugen Beitrages in einem anderen Forum habe ich das Thema "U-Boot atomarer Erstschlag" gegeoogelt und bin bei wikipedia gelandet: Wenn es stimmt was dort steht, und warum sollte es nicht stimmen, können wir alle inclusive Herr Augstein, Herr Grass und andere ein wenig zurücklehnen und ein wenig vom Geschriebenen zurücknehmen: Bei einem atomaren Erstschlag würden U-Boote definitiv keine Rolle spielen.
Strategische U-Boote waren ein Hauptgrund dafür, dass der "kalte Krieg" eine kalter Krieg blieb. Die von Deutschland an Israel gelieferten U-Boote haben aber mit solchen klassischen Atomwaffenträgern nicht das allergeringste zu tun. Sie sind viel zu klein, haben keine Raketenschächte und die aus den Torpedorohren abfeuerbaren Harpoon-Raketen (sofern sie überhaupt von den Israelis auf Mini-Nuklearsprengköpfe umgerüstet wurden) haben eine viel zu geringe Reichweite um die Atomanlagen oder die großen iranischen Städte erreichen zu können, selbst wenn die U-Boote in unmittelbarer Küstennähe im persischen Golf operieren würden.

Es hat aber doch auch nie jemand ernsthaft behauptet, dass die Israelis von sich aus einen Atomschlag gegen den Iran planen oder auch nur jemals in Erwägung ziehen könnten. Die von Grass aufgestellten und von Augstein verteidigten Behauptungen sind eine völlige Verdrehung der Tatsachen.

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weltbürger 06.04.2012, 17:20
152. weg mit dem Mailkorb

Ich bin ein Iraner und lebe seit 26 Jahren in Deutschland. Ich habe gegen die islamische Regierung gekämpft und bin immer noch gegen dieses Regime. Es gibt keinen Zweifel, dass ein Atom-Macht Iran darf nicht entstehen. Trotzdem kein Land, auch nicht Israel, hat das Recht, Iran anzugreifen, ohne einen Mandat der Weltgemeinschaft zu haben. Was Günter Grass geschrieben hat, ist ehrlich und verantwortungsvoll. Er hat keinesfalls gegen Israel als Land und Judentum gesprochen und nicht Iran als Regierung unterstützt.. Er hat die israelische Regierung kritisiert und das iranische Volk in Schutz genommen. Wir dürfen auch keine Angst haben falls die Neonazis und Feinde von Israel das Gedicht von Grass auf ihren Fahnen schreiben und das ausnutzen. Ich glaube sogar, dass eine konstruktive Diskussion dazu beitragen wird, dass die Grenzen zwischen denjenigen, die Israel ehrlich und zu Recht kritisieren und denjenigen, die nazistisch und rassistisch gegenüber Israel und Judentum gerichtet sind, noch schärfer zu sehen sein wird.

Günter Grass als Antisemit zu bezeichnen ist das Werk von einigen Kräften in Deutschland und anderswo , die dazu programmiert sind , jeden der eine Kritik über Israelische Politik äußert nieder zu machen.
Ich bin es satt , seit 26 Jahren Zeuge einer derartigen Bevormundung zu sein .Es gibt keinen Zweifel , dass es Rechtradikalen und Neonazis in Deutschland gibt und sie sind Erzfeinde von Israel und die Juden aber muss den Intellektuellen und Dichter und Schriftsteller ein Maulkorb verpasst werden , da sie zu recht und aus Liebe zur Israelische Bevölkerung die Israelische Regierung kritisieren?
Solange Israel nicht ehrlich mit seiner eigenen Geschichte und des Gegenwart umgeht und solange Israel sich selbst die ewige Rolle des Opferseins und Erstangreifers zuschreibt , wird es auf dieser Erde kein Frieden geben. Ich wünsche mir , dass es irgendwann in Israel eine Generation an die Macht kommt , die frei von allen Vorurteilen eine vernünftige Politik gegenüber ihrem eigenen Volk und allen Nachbarn macht.

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mooringman 06.04.2012, 17:20
153. Krieg

Zitat von johnnychicago
Man müsste folgendes korrigieren: Der Ahmadinedschad ist IRRE aber nicht BLÖD. Das würde die Situation besser beschreiben. Genau das gleiche kann man von Netanyahu sagen. Obwohl hier eher blöd angebracht wäre, wenn er glaubt die Probleme Israels mit einem Präventivschlag gegen den Iran zu lösen. Leidtragender in einem solchen Fall wird wieder die jeweilige Zivilbevölkerung sein!
Sie haben Recht,aber nicht nur die Zivilbevölkerung im Iran und in Israel würde leiden.Nein,wir alle würden leiden!

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c.werner 06.04.2012, 17:21
154.

Zitat von ngc891
Ohne das aggressive Gebaren Irans gaebe es auch keine Ueberlegungen zu einem israeischen Angriff. So einfach ist das!
Das aggressive Gebaren Irans beschränkt sich jedoch auf Worte ihres Maulhelden.
Ganz im Gegensatz zu Israel, die den Iran schon angegriffen haben.

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M. Michaelis 06.04.2012, 17:21
155.

Als ob Grass hier etwas neues oder bemerkenswertes über die übliche eindimensionale Israel Schelte gesagt hätte.

Sowas ist eigentlich noch nicht mal eine Randnotiz werden. Aufmerksamkeit bekommt das Ganze ja nur des prominenten Autors wegen.

Es muss mitnichten gesagt werden was schon x-fach gesagt wurde.

Und richtiger wird es auch durch Wiederholung aus Literatenmund und in holprigen Reimen auch nicht.

Viel Lärm um nichts.

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essener97 06.04.2012, 17:22
156. Ein Brief an Herrn G.

Sehr geehrter Herr Grass!
Ich möchte Ihnen zu Ihrem mutigen Gedicht gratulieren. Gerade aufgrund der eigenen Vergangenheit sind wir Deutsche verpflichtet, jegliche völkerrechtswidrigen Angriffskriege und deren Vorbereitung vor der Welt zu entlarven.
Es ist skandalös, dass Sie gerade in jenem Lande, dessen damaliger Machthaber im Jahre 1939 den brutalsten Angriffskrieg der Geschichte begann, vom Pöbel kritisiert werden, da Sie für den Schutz des Friedens eintreten.
Glücklicherweise wird die Aggressions- und Expansionspolitik der herrschenden Kreise Tel-Avivs auch von zahlreichen Juden (!) und anderen Israelis heftig kritisiert: So sind etwa 32% der Israelis gegen einen Iran-Krieg.
Lassen Sie sich nicht entmutigen -- "denn es kann nie der Fall eintreten, dass Krieg das Leben erhält und Frieden es vernichtet" (Hobbes) und "nicht Krieg also, sondern Friede ist der Naturzustand des unbedrängten menschlichen Geschlechts; denn Krieg ist ein Stand der Not, nicht des ursprünglichen Genusses" (Herder). [zit. n. "Friedensworte", Berlin 1986, S. 18f]

Hochachtungsvoll, C. R. aus Essen

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horsteddy 06.04.2012, 17:22
157. Ich verstehe...

... die ganze Aufregung nicht. Ich habe mir das "Gedicht" 3 mal durchgelesen. Es ist das Gewäsch eines angeblich ehemals großen Schriftstellers, der sich schon selbst überlebt hat. Schriftstellerisch betrachtet.

Es wirkt, als sei es innerhalb von 10 Minuten heruntergeleiert worden. Wenn es ein Max Mustermann geschrieben hätte, hätte niemand Notiz davon genommen. Ausgedruckt passt es auf ein DIN-A-4-Blatt und wenn man es zerknüllt ist es reif für die Tonne. Wie vieles, was Herr Grass von sich gegeben hat.

Das ist meine aufrichtige, ehrliche und freie Meinung.

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paulroberts 06.04.2012, 17:23
158. ist das wirklich so kompliziert?

Zitat von sysop
Mit seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" liegt Günter Grass richtig: Er holt Deutschland aus dem Schatten der Worte von Kanzlerin Merkel, die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen "Staatsräson". Und der Schriftsteller kritisiert zurecht, dass Israel der Welt eine Logik des Ultimatums aufdrängt.
wenn ich das richtig sehe, israel hat angst, der iran könnte eines tages die atombombe haben.iran hat angst weil israel die atombombe schon hat.und wenn man jetzt ein abkommen schliesst, dass die einen ihre atomwaffen, kontrolliert von der weltgemeinschaft verschrotten und die anderen, ebenfalls kontrolliert von der weltgemeinschaft keine atomwaffen baut und dieser vertrag nur in dieser kombination gilt, ist doch erst mal ein wichtiger schritt getan.und wenn schon dadurch ein vertrag existiert, ist es auch möglich, weiter zu verhandeln.
was spricht dagegen?

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oma_kruse 06.04.2012, 17:23
159. Es ist so ermüdend

Zitat von sysop
Mit seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" liegt Günter Grass richtig: Er holt Deutschland aus dem Schatten der Worte von Kanzlerin Merkel, die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen "Staatsräson". Und der Schriftsteller kritisiert zurecht, dass Israel der Welt eine Logik des Ultimatums aufdrängt.
Es war ja klar, dass das Millionärssöhnchen es gut findet, wenn Grass Israel als Gefahr für den Weltfrieden verleumdet. Von den Hanseln, die das glauben, lebt schließlich seine Mini-Postille "Freitag".

Nun also die Debatte, ob wir die Solidarität mit unserem Verbündeten Israel aufkündigen und die jüdischen Israelis der Endlösung der Israelfrage ausliefern sollen. Na klar, debattier' mal schön.

Keine Meinung zur Verfolgung der Roma in Europa. Keine Meinung zur Vernichtung der Minderheitenvölker im Sudan, aber immer feste druff' auf den Juden. Auf höchstem intellektuellem Niveau natürlich. Was kommt als nächstes?

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