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Demonstration in Paris : Reizgas und Knüppel gegen Homo-Ehe-Gegner
AP/dpa

Die Polizei ist in Frankreich mit ungewöhnlicher Härte gegen Demonstranten vorgegangen. Mit Tränengas und Schlagstöcken attackierten sie Aktivsten, die gegen das neue Gesetz für die Homo-Ehe protestierten. Mehrere Dutzend Menschen wurden in Gewahrsam genommen. Ausschreitungen bei Demonstration gegen Homo-Ehe in Paris - SPIEGEL ONLINE

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unterbelichtet 25.03.2013, 00:36
30.

"Wir wollen einen Job und keine Homo-Ehe". Hier zeigt sich, dass Dinge in Verbindung gebracht werden, die wenig miteinander zu tun haben. Dies erhellt in der Tat auch, wie antidemokratische Extremisten Demonstrationen verbiegen und an sich reissen wollen und meinen, die Konservativen haben immer und von Natur aus recht. Die franzoesische Nationalversammlung hat das Gesetz beschlossen! Die Polizei macht nur ihre Arbeit und "schlaegt auch niemandem den Schaedel ein"! Die Rechten haben offenbar selber Probleme mit der Demokratie!

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iwakura 25.03.2013, 00:39
31. +++

Zitat von Steuerzahler0815
Das ist eine absolute Schande und verstoß gegen sämtliche Menschenrechte. Die homo-ehe ist ein verbrechen da die Kinder die darunter leiden hilflos sind und nix dagegen machen können
Wenn die Kinder sich wehren könnten wäre es ok?
Wo die Kinder darunter leiden, müssen Sie mir auch noch mal belegen.
Ich weiß, das können Sie nicht, es muss hart sein, wenn man nur sein Bauchgefühl als Argument ins Feld führen kann.

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tekie2 25.03.2013, 00:41
32.

Wenn es ein neues Gesetz gegen die Homoehe gegeben hätte, ob dann genau die selben Leute bei der Demonstration mitgemacht hätten wie jetzt? Irgendwie traue ich den Franzosen das mittlerweile zu.

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Kaygeebee 25.03.2013, 00:56
33.

Zitat von
Andere knieten nieder und schrien: "Demokratie!" Auf Postern hatten sie geschrieben: "Wir wollen einen Job, aber keine Homo-Ehe".
Inwiefern schränkt denn die Homo-Ehe die Demokratie ein? Wissen diese rechten Spinner überhaupt was für Worte die da in den Mund nehmen? Man muss kein Griechisch können, aber ein Grundverständnis von dem Wort "Demokratie" sollte man besitzen. Nur weil man die Meinung der fanatischen Rechten und rechten Katholiken nicht so ernst nimmt wie Menschenrechte und das Recht auf Selbstbestimmung ist der Rechtsstaat also in Gefahr?

Und was haben jetzt Jobs mit der Homo-Ehe zu tun? Wird pro geschlossener Ehe ein Autowerk geschlossen? Trifft der Staat eine Entweder-Oder Entscheidung? Homo-Ehe oder eine Million neue Stellen? Bullshit.

Hier kämpfen wieder mal ein paar Rechte gegen den Strom der Zeit und gegen die Errosion ihres veralteten Weltbilds an. Dass man dabei auf den Rechten anderer herumtrampelt ist zweitrangig, erkennbar an dem Mangel an sinnvollen Argumenten, abgesehen von Stammtischparolen. Und der neue Papst wird diesen Demonstranten vermutlich auch moralischen Rückhalt geben.

Das Problem mit Demokratie und Demonstrationen ist leider, dass wirklich JEDER sein Maul aufreißen und krackelend durch die Straßen rennen darf, auch wenn der Mensch noch so blöd und seine Gründe noch dämlicher sind.

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Mike B. 25.03.2013, 00:56
34. Einfach nur traurig.

Ich bin gerade sehr schockiert darüber zu lesen und zu sehen, wie viele Menschen dort weder Kosten, Zeit noch Mühe scheuen um gegen ebenfalls andere Menschen(gruppen) zu demonstrieren. Wie gut muss es uns/denen eigentlich gehen, das wir uns solche Demos leisten können?

Diese Gruppe Menschen ist doch ein sehr guter Spiegel unser Wohlstandsgesellschaft in dem den eigenen Reichtum erhalten und das Verhindern des Erlangens gleicher Rechte für Andere offensichtlich schwerer wiegt als ein einvernehmliches Miteinander. Das mit der Öffnung der Ehe niemandem etwas weggenommen kann jeder der etwas anderes behauptet in genau diesem Gesetz nachlesen.
Hier geht es doch immer wieder nur um das "Nicht gut finden" und das "Ich mag/will das nicht". Das hat aber nun eben gar nichts mit einer demokratischen Rechtsstaatlichkeit zu tun. Ich möchte meine Rechte gewahrt sehen? Dann muss ich sie auch anderen zugesehen. Alles andere ist Monarchie, Anarchie oder Diktatur. Viel Spaß damit.

Und das "die armen schutzlosen Adoptivkinder" Argument greift auch nicht. Es gibt immer noch keine zuverlässige, langjährige, sozial- und wissenschaftlich gestützte Studie mit genügend Teilnehmern (woher auch) die belegt was mit von Homosexuellen adoptierten Kinden "passiert".

Würde es diese geben würde herauskommen das es da genau wie bei heterosexuellen Paaren weniger gute, ganz tolle und auch schlechte Eltern gibt. Nicht mehr, nicht weniger.

Anstatt die einem gegebene Zeit an Leben und Schaffenskraft in z. B. soziale, karitative, humanistische o.ä. Projekte zu investieren und anderen wirklich zu helfen verpulvert Mann und Frau es hier völlig sinnbefreit zu einer Anti-Mensch Demo.

Ja, alle können mit ihrem Geld machen was sie wollen, aber können wir uns es wirklich leisten es für so etwas auszugeben, wo es so vielen Menschen ganz offensichtlich schlechter (als uns Mitteleuropäern) geht?

Verfolge ich keinen globalen Denkansatz dann würden sich doch aber zumindest das Altenheim um die Ecke, das Krankenhaus am Rande der Stadt oder andere über meine Mithilfe, Unterstützung, Zeit und Geld viel mehr freuen als die die z.B. Bahn, die Öl- und Energiekonzerne die ich mit einer Anreise/Teilnahme an so einer Demo indirekt füttere?

Wer jetzt sagt, wer sagt dass die dort demonstrierenden sich nicht schon für andere einsetzen, dem sage ich: Sie hätten noch mehr machen können, wären sie dieser "Demonstration" ferngeblieben.

Die von so viele Menschen zur Schau getragenen Egoismen und vorgelebte Ignoranz verschlagen mir fast die Sprache.

Bei soviel "Menschlichkeit", im negativ besetzten Sinne (Angst, Neid, Missgunst), beginne ich ja fast auf ein frühes Ableben der Spezies Mensch zu hoffen, denn diesen nur mit sich selbst beschäftigten und eigenen wohlstandsbedachten Parasiten hat eigentlich kein Planet des Universums "verdient".

Tipp- und Schreibfehler sind mir egal, ich bin entsetzt/wütend.

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cofdan 25.03.2013, 00:59
35. optional

Bei den Demonstrationen zu Stuttgart 21. oder bei den G8-Gipfeln hört man auch nie "ja, das sind die Rechten, so gehen die mit der Meinung anderer um". Nein, da waren es einzelne, die angekreidet wurden. Im Falle Paris jetzt ist natürlich die gesamte Linke Politik dran schuld, die ja nur drauf abzielt, so etwas zu tun, und sowieso schlecht ist. Sehr konsequent.

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onkel_apollo 25.03.2013, 01:02
36. Das Problem der konservativen

Sie können nicht doktrinfrei urteilen. Es handelte sich um eine nicht genehmigte Demonstration deren Teilnehmer die Beamten verbal und körperlich angingen und deren Anweisungen nicht folge leistete. Egal wie geistig stumpf man nun ist, man muss einsehen, dass die Polizei richtig handelte. Wären Gegner eines kastortransportes die leidtragenden gewesen, hätten sie laut applaudiert. Doch nur wer Situationen frei von seiner Parteizugehörigkeit beurteilen kann ist reif genug für Demokratie. Viel zu viele sind es nicht!

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carrington 25.03.2013, 01:03
37.

Zitat von fredddyy
sollten wir auch genauso demonstrieren.Ich bin dabei.
Wieso wollen Sie gegen die Rechte anderer Menschen demonstrieren?

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bonus_bonus 25.03.2013, 01:05
38. leider nichts Neues

Ich habe wenig Verständnis für die Demonstranten und Ihre Ansichten, aber noch viel weniger halte ich von dieser kranken Polizeigewalt.

Die gibt's im Schland übrigens genauso und noch schlimmer. z.B. willkürliche Gewaltorgien von staatlichen Individuen, die im Kollektiv mit den Kollegen die Taten verdecken und sie in Zusammenarbeit mit Staatsanwälten vertuschen und verharmlosen. Danach macht die Boulevardpresse aus Opfern Täter -> "randalierende Chaoten" liest man dann schlecht recherchiert (oder evtl.bewusst gelogen) in der Bildzeitung u.Ä.

Zu allem Überfluss missbrauchen die selben involvierten Polizisten dann das Gesetz und stellen korrupterweise Anzeige gegen die Opfer (Wiederstand, versuchte Körperverletzung u.Ä.), welche daraufhin nicht selten bestraft werden. Die Kontrollinstanzen sind sind dann leider selbst Polizisten und nicht wie in anderen Ländern üblich unabhängige Parteien.

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wasabiroshi 25.03.2013, 01:09
39. Ja und?

Da haben militante und gewaltbereite Demonstranten versucht von der genehmigten Demoroute abzuweichen und die Polizei hat das unter Einsatz der notwendigen Mittel verhindert.So lautet doch immer die offizielle Formulierung wenn in Deutschland sowas bei Demos passiert. Außer ein paar "radikalen Spinnern" regt sich doch sonst auch keiner auf. Der ordentliche Bürger findet es im Gegenteil doch gerechtfertigt,wo kämen wir denn hin wenn sich keiner an die Vorschriften halten würde. Wer nicht hören muß eben fühlen, bla bla bla. Nu war es mal andersrum und plötzlich ist das Geschrei der Scheinheiligen groß.

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