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Depardieu verärgert Franzosen: Die spinnen, die Steuerzahler!
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Gérard Depardieu, einer der bestbezahlten Schauspieler Frankreichs, ist vor dem Fiskus geflohen - knapp hinter die Grenze, nach Belgien. Dort locken niedrigere Steuersätze. Doch der Abgang in Zeiten der Krise verprellt die heimischen Fans. Was darf ein Nationalheld? Gérard Depardieu zieht in belgische Steueroase - SPIEGEL ONLINE

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quis.quis 10.12.2012, 19:38
70. Betriebsstätten-Besteuerung

Zitat von sysop
Gérard Depardieu, einer der bestbezahlten Schauspieler Frankreichs, ist vor dem Fiskus geflohen - knapp hinter die Grenze, nach Belgien. Dort locken niedrigere Steuersätze. Doch der Abgang in Zeiten der Krise verprellt die heimischen Fans. Was darf ein Nationalheld?
Bevor der Schaum vor dem Mund die Aussagen beeinflusst:

Wenn Erträge dort besteuert werden, wo sie real geschaffen werden, erledigen sich weitgehend Steuerschlupflöcher und Umzüge. So einfach ist das. Das nennt man im Steuerrecht 'Betriebsstätten-Prinzip'.

In dem belgischen Dorf wird nicht ein cent für die dorthin Umgezogenen erwirtschaftet - und in Zug (Schweiz, Gas-Gerds Firmensitz) nicht ein Rappen aus der Ostsee-Pipeline.

Da stellt sich natürlich die Frage, warum wird das Betriebsstättenprinzip, das so ziemlich in allen modernen Steuergesetzen enthalten ist, nicht angewendet - und mit 75%-Besteuerung geblufft?

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wasistdalos 10.12.2012, 19:43
71. Warum aufregen?

Denken wir doch mal an Boris Becker und andere!
Warum hat noch niemand darüber nachgedacht, die Steuern nach Staatsangehörigkeit (bei Geburt) zu berechnen statt Wohnort? Und die Steuergesetze innerhalb der EU vereinheitlicht werden?

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anflug 10.12.2012, 19:44
72.

Ich habe immer das Gefühl, manche Leute denken Steuern seien Geld irgendeines Staaten-Schwarzenloches und damit irgendwie weg.

Falsch: die staatlichen Institute investieren in relevante Objekte, die für UNSER Staatsgefüge wichtig sind -und zwar nach UNSERER Meinung nach: in unsere Schulen, unsere Polizei, unsere Autobahnen, unsere Gerichte, unsere Krankenhäuser usw. usw..

Wer keine Steuergelder in Polizeigehälter investieren möchte, kann sich gerne bei Bedarf von den Hells Angels schützen lassen, oder vielleicht von der Russenmafia Recht sprechen lassen, oder sich einfach eine eigene Schule bauen, oder alternativ vielleicht mal ein eigenes Schwimmbad für den Nachwuchs, oder wie wär ein eigener Kilometer Autobahn im Garten???

Ich kann dieses Steuergejammer nicht mehr hören, bitte Staatsbürgerschaft abgeben und zukünftig gerne im Kongo versteuern, viel Spass!

Früher hat man solche Leute Vaterlandsverräter genannt...zu recht!

...Geht doch rüber, wenn es Euch hier nicht passt...wo auch immer das sein mag.

Hier Steuern hinterziehen, aber sich schön von den o.g. Institutionen aushalten lassen, -wie armsellig Herr D.

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okokberlin 10.12.2012, 19:44
73.

Zitat von stefan kaitschick
Man muss selber kein Geldsack sein, um 75% Steuern ungerecht zu finden. Sarkozy lag schon ganz richtig mit 50%. Einen Euro für mich, einen für die anderen. Damit kann man gut leben. Aber was über 50% hinausgeht wird schnell unverschämt.
so ist es, das verletzt das gerechtigkeitsgefühl eines jeden.

außer natürlich von salonkommunisten.

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johnnybongounddie5goblins 10.12.2012, 19:47
74. Solidarität ist ja gut und recht

Solidarität ist ja gut und recht, aber bei einem Steuersatz von 75% hat das nichts mehr mit Steuern zu tun, sondern einfach nur noch mit Enteignung.
Volles Verständnis für Depardieu!

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elikey01 10.12.2012, 19:47
75. Vor allem

Zitat von stefan kaitschick
Man muss selber kein Geldsack sein, um 75% Steuern ungerecht zu finden. Sarkozy lag schon ganz richtig mit 50%. Einen Euro für mich, einen für die anderen. Damit kann man gut leben. Aber was über 50% hinausgeht wird schnell unverschämt.
..., wenn man dann erleben muss, wie Politiker die vereinnahmten Steuergelder in unverantwortlicher Weise verbrennen, nachdem sie ihre Selbstversorgung sicherten, anstatt sie sinnhaft und zukunftsoriertiert so einzusetzen, dass auch der Steuerzahler ein Erfolgserlebnis haben könnte.
Ohne jeden erkennbaren Eigennutzen nur zahlen zu sollen, raubt jede Motivation.

Schillers (aus Wilhelm Tell) "Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt", wird heuzutage anders, nämlich so betont: "Der brave Mann denkt an sich - selbst zuletzt."

Die franz. werden nicht besser sein als die deutschen polit. Entscheidungsträger, die in Brüssel od. anderswo.
Die deutschen unterscheiden sich jedoch offensichtlich insofern, als dass sie nach wie vor gerne den Spendablen gegenüber allen anderen Ländern spielen, während sie der eigengen Bevölkerung die dafür notwendigen Kröten zu schlucken geben.

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okokberlin 10.12.2012, 19:53
76.

Zitat von équilibre
Kaum einer der Kommentatoren scheint den Unterschied zwischen Grenzsteuersatz und Durchschnittsteuersatz zu kennen und auch im Artikel wird das nicht thematisiert. Wenn in Frankreich die Einkommens-Millionäre bald "75% Steuern" zahlen müssen, dann nur auf den Teil des jährlichen Einkommens, der über 1 000 000 € hinausgeht. Der tatsächlich auf das Gesamteinkommen gezahlte Durchschnitssteuersatz liegt meist recht weit darunter! Und so ist das auch in Deutschland.
er bleibt trotzdem eine unterschämtheit 75% steuer auf was auch immer zu verlangen. und es ist schlicht nai zu glauben, die menschen würden sich das gefallen lassen. entweder sie gehen weg oder sie verdienen dann einfach nicht mehr übe reine millionen. in jedem fall gibt es weniger steuern als vorher.

aber das ist so ein typsische milchmädchenrechnung der steuerfanatiker, am liebsten 100% und sie rechnen sich dann die einnahmen in ihrer fanatasie schon aus -und wundern sich dann , das doch nichts rüberkommt, weil die leute dann nicht arbeiten und kein geld verdienen.

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RioTokio 10.12.2012, 19:55
77.

Zitat von Over_the_Fence
Ich bin nicht links, und 75% hört sich zunächst nach viel an. Es ist in Frankreich aber der Spitzensteuersatz, der ab einem Jahreseinkommen von 1 Million Euro fällig wird. Das heißt, für alles unter 1 Mio Einkommen pro Jahr zahlt man deutlich geringere Steuersätze. Insofern sehe ich das alles halb so wild. Was glauben sie, wer diese Leute sind, die auf mehr als 1 Mio zu versteuerendes Einkommen pro Jahr kommen, und wie hart diese Menschen für ihr Einkommen arbeiten müssen? Denken Sie, daß dies proportional härter ist, als für die Menschen, die in Frankreich für den Mindestlohn von 1425 € im Monat arbeiten müssen? Ich glaube es nicht. Ich denke, daß wenn von der zweiten verdienten Jahresmillion nur noch 250.000 € übrig bleiben, der Verdiener deswegen nicht am Hungertuch nagen muss. Das finde ich nebenbei ein korrektiv für die irrsinnigen Einkommen, die sich bestimmte Berufskasten mittlerweile genehmigen, und die in keinem Verhältnis mehr zur erbrachten Leistung stehen.
Woher sollte der Staat denn ein Anrecht haben 75% von einem Verdienst abzufordern?
Irgend so ein Beamter oder Politiker sitzt dort und maßt sich ein Urteil darüber an ob man nicht auch locker mit 250.000 auskommen kann.
Das ist blanke Willkür.
Soll er doch gleich 90% einfordern oder 95% - auch mit 50.000€ kommt man gut über die Runden.

So lange Einkommen von prívater Seite gezahlt werden bedarf es keines Korrektivs. Warum auch? Wenn ein Milliardär seinem Sektretär 100 Millionen zukommen lassen will soll er es doch tun. Keiner hat dadurch ein Butterbrot weniger zu essen. Wenn Aktiengesellschaften schöne Gehälter versprechen, ok, (so lange ich keine Aktie habe).

Millioneneinkommen sind Aufreger für die BILD Zeitung, ansonsten absolut uninteressant...

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mps58 10.12.2012, 19:56
78. Linke Ausbeuter

Steuersätze jenseits von 50% wie sie Steinbrück dem deutschen Angestellten androht (49% plus Solidarzuschlag), sind pure Ausbeutung. Gerhard Schröder war sehr weise als er den Spitzensteuersatz absenkte. So kommt effektiv mehr Geld in die Staatskasse, weil einem Leistung nicht vergällt wird. Der Wähler möge unser Land bitte vor Banken-Peer und Dosenpfand-Jürgen bewahren.

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okokberlin 10.12.2012, 19:57
79.

Zitat von ariston666
Wer zahlt denn 75% Steuern das sind nur wenige Millionäre in Frankreich alle anderen Bürger zahlen weniger Steuern als in D.Wer viel Vermögen hat sollte auch mehr abgeben das ist nur solidarisch und hat nichts mit Sozialismus zu tun.
wer viel verdient gibt auch bei gleichen steursatz einen absolut höheren betrag ab.

30% von einer million sind nunmal mehr als 30% von 30.000 .

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