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Depardieu verärgert Franzosen: Die spinnen, die Steuerzahler!
REUTERS

Gérard Depardieu, einer der bestbezahlten Schauspieler Frankreichs, ist vor dem Fiskus geflohen - knapp hinter die Grenze, nach Belgien. Dort locken niedrigere Steuersätze. Doch der Abgang in Zeiten der Krise verprellt die heimischen Fans. Was darf ein Nationalheld? Gérard Depardieu zieht in belgische Steueroase - SPIEGEL ONLINE

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elikey01 10.12.2012, 19:58
80. Sehr relativ

Zitat von Steve Holmes
Was haben 75% mit Gerechtigkeit zu tun? Dass die Reichen und Gutverdiener das Land verlassen werden war abzusehen. Wie naiv sind manche Sozialisten? Gerhard Schröder hat es richtig gemacht den Spitzensteuersatz zu senken.
..., denn es hat trotz Senkung auch nicht diejenigen sehr Wohlhabenden in DEU daran gehindert, auch weiterhin nicht nur Schwarzgelder zu erwirtschaften, sondern Einkünfte "steueroptimiert" ins Ausland zu schaffen, das genügend Oasen dafür vorhält.

Was bedeutet schon ein Steuersatz von 75 % auf "große" Einkommen, wenn das Steuersystem gleichzeitig steuermindernde Schlupflöcher bereithält?

So würde mit der Zahl 75 lediglich augenwischend eine Wählerklientel bedient.

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gazettenberg 10.12.2012, 20:02
81.

Zitat von sebastian_f
Zum anderen sollten die Reichen nicht nur sehen, wie viel ihnen vermeintlich weggenommen wird, sondern wie viel sie anderen in dem Moment schon weggenommen haben. Denn irgendwoher kommt ja das Geld, das sie versteuern müssen.
Erklären Sie doch mal, wie Depardieu anderen Menschen Geld weggenommen hat. Hat er irgendjemanden gezwungen, ins Kino zu gehen oder seine Filme zu kaufen?

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HolgerS 10.12.2012, 20:03
82. prima Idee

Zitat von quis.quis
Da stellt sich natürlich die Frage, warum wird das Betriebsstättenprinzip, das so ziemlich in allen modernen Steuergesetzen enthalten ist, nicht angewendet - und mit 75%-Besteuerung geblufft?
Da ich ab und an in GB und CH arbeite bedeutet das dann, dass ich drei Steuererklärungen abgeben muß. Gilt dann in jedem Land dann nur das dort erzielte Einkommen oder gibt dann einen Progressionsvorbehalt?

Mit grauen denke ich an das Luxemburger Unternehmen, dass mir mit einem Auftrag droht. Dann muß ich wohl eine 4. Steuererklärung machen.

Gruß
HolgerS

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gazettenberg 10.12.2012, 20:07
83.

Zitat von Over_the_Fence
Das finde ich nebenbei ein korrektiv für die irrsinnigen Einkommen, die sich bestimmte Berufskasten mittlerweile genehmigen, und die in keinem Verhältnis mehr zur erbrachten Leistung stehen.
Was Sie für angemessen halten, dürfen Sie gerne bei Ihren Mitarbeitern umsetzen.

Und im Übrigen können Sie ja auf Kino, Musik und Fußballgucken verzichten, wenn Sie das Einkommen von ein paar Superstars zu hoch finden.

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gazettenberg 10.12.2012, 20:09
84.

Zitat von webman
Will keine 70 % steuern zählen , auch keine 50 % und auch keine 20 % - nein auch keine 10 % - im Gegenteil - er will gar keine Steuern bezahlen .... Einfach mal nen Blick auf die Schweizer oder Lichtenstein CD s werfen ... ;);)
Der deutsche Staat nimmt in diesem Jahr rekordmäßige 600 Milliarden an Steuern ein - so schlecht kann die Steuermoral der Reichen und Unternehmen also nicht sein.

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happy2010 10.12.2012, 20:12
85.

Zitat von stefan kaitschick
Man muss selber kein Geldsack sein, um 75% Steuern ungerecht zu finden. Sarkozy lag schon ganz richtig mit 50%. Einen Euro für mich, einen für die anderen. Damit kann man gut leben. Aber was über 50% hinausgeht wird schnell unverschämt.
Totaler Unsinn

Wenn man bei 250TSD Euro hierzulande 42% zahlt, wieso dann auch 42% bei 100 Mio/Jahr?

Es mag uns gefallen oder nicht, die Steuern sind zu gering-allerdings nicht die Steuern für die Masse

Die Einkommensschere geht auseinander, will man gegensteuern dann müssen höhere Steuern sein

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azzi 10.12.2012, 20:13
86. bbb

Zitat von anflug
Ich habe immer das Gefühl, manche Leute denken Steuern seien Geld irgendeines Staaten-Schwarzenloches und damit irgendwie weg. Falsch: die staatlichen Institute investieren in relevante Objekte, die für UNSER Staatsgefüge wichtig sind -und zwar nach UNSERER Meinung nach: in unsere Schulen, unsere Polizei, unsere Autobahnen, unsere Gerichte, unsere Krankenhäuser usw. usw..
Oder in lustige Freizeitparks (Nürburgring) in Bahnhöfe und Flughäfen die immer mehr zu Milliardengräbern werden, in Brücken und Straßen ohne Anschluss, in sinnvolle Projekte wie die "Herdprämie". Oder wir retten damit das Ausland...

Machen Sie die Augen auf: Hier in Deutschland nehmen wir jedes Jahr noch mehr Geld an Steuern ein. Trotzdem schaffen wir es selbst in den Top Jahren nicht ein ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, wie ist das dann erst in Krisenjahren?

Wir haben hier kein Einnahmeproblem sondern ein massives Ausgabenproblem. Runter mit den Steuern und staatliche Ausgaben nur für nötigste Dinge. wenn ich sehe was die Politik mit den Geldern macht wird mir schlecht.

Gerade der Mittelstand muss steuerlich entlastet werden. Und auch wenn ich kein Großverdiener bin finde ich Steuersätze von 75% wie bei unsern französischen Nachbarn einfach nur modernes Raubrittertum. Ich wäre bei sowas auch schneller weg als die Politik dort auch nur das Wort "Steuererhöhung" buchstabieren kann. Ganz ehrlich kein Mensch egal wie gut er verdient darf gezwungen werden ein Mammut Teil seines Verdienstes abtreten zu müssen.

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happy2010 10.12.2012, 20:19
87.

Zitat von Steve Holmes
Was haben 75% mit Gerechtigkeit zu tun? Dass die Reichen und Gutverdiener das Land verlassen werden war abzusehen. Wie naiv sind manche Sozialisten? Gerhard Schröder hat es richtig gemacht den Spitzensteuersatz zu senken.
Fakten sind:
-Die Einkommensschere geht auseinander
-Die oberen 10% besitzen mehr, verdienen mehr als im vgl vor 20 Jahren bezahlen aber identische Steueranteile wie vor 20 Jahren

Frage:
Was ist daran gerecht wenn man bei 250.000 (500.000) den Spitzensteuersatz , bei 100 Mio aber denelben Satz berappt?

Frage: Wieso kann weltweit kein Land (es sei denn es ist eine Steueroase oder hat Bodenschätze) von Steuereinnahmen noch leben?
Setzen Sie Verschwendung auf Null-es reicht immer noch nicht

Abgeschafft gehört Steuerwettbewerb-jedes Land muss eine Mindeststeuer haben-plus einen individuellen Satz

und

Meinetwegen gehört der Spitzesteuersatz erst bei 1 Mio oder mehr im Jahr angewendet, aber unterm Strich sind die Steuern zu niedrig

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gehtsnoch13? 10.12.2012, 20:22
88. Tja...

solange die Politiker nur eine Richtung kennen, die Steuern nach oben finde ich es ok wenn die Reichen ihre Kohle in Sicherheit bringen...Schade, dass ich als kleine Angestellte das nicht tun kann, sondern zwangsenteignet werde...

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gustavsche 10.12.2012, 20:23
89. Ich lese von Skrupeln und Steuergerechtigkeit.

Aber warum soll Depardieu denn Skrupel haben, nach Belgien zu ziehen? Ist denn das verboten? Verstößt er gegen Gesetze? Hat es denn etwas mit Skrupel zu tun, wenn man nicht wie ein Weihnachtsgans gerupft werden möchte?

Und warum setzte - laut Autor - Hollande auf "Steuergerechtigkeit"? Das ist doch eine Parteinahme pro Hollande und hat in einem Bericht, was der Artikel eigentlich sein sollte, nichts zu suchen. Genausogut könnte man schreiben, Hollande hätte im Wahlkampf auf Steuerirrsinn gesetzt.

Und was vielen Linken nicht gefallen wird: Bei steigenden Steuersätzen sinkt meistens auch der Steuerertrag. Bei sinken Steuersätzen steigen die Steuereinnahmen. Das mag paradox erscheinen, ist es aber nicht. Mit sinkenden Steuersätzen steigt die Steuermoral automatisch und Leistungsbereitschaft auch.

Ich habe im letzten Monat mein Weihnachtsgeld bekommen. Mein Netto betrug nur noch 54 % des Bruttos. Normalerweise beträgt es 60 %. Das ist doch zum Heulen. Schon die 60 % sind zum Heulen. Das ist der Dank dafür, dass ich dem Staat nicht zur Last falle, sondern arbeite. Ich habe absolut Verständnis für jene, die deshalb der BRD den Rücken kehren.

Und es soll mir keiner mit der abgedroschenen Phrase kommen, starke Schultern müssten mehr tragen als schwache Schultern. Damit hat man alles gerechtfertigt jede Steuererhöhung und jede Nichtssenkung, mit der Folge, dass die Anzahl der starken Schultern weniger wurde.

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