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Der moderne Mann: Adieu, haariges Biest!

Er*steht in der Ecke und trinkt Softie-Getränke. Alle hacken auf dem Mann um die 30 herum. Warum eigentlich? Ist doch toll, dass*er eine Frau nicht behandelt wie einen 12er-Schlüssel aus der Werkzeugkiste. Dank an die, die*ihn geschaffen haben: die Mütter. Stoßen wir mit Grapefruit-Bier auf sie an! S.P.O.N. - Helden der Gegenwart: Adieu, haariges Biest! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur

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thorthre 22.01.2012, 14:20
10. Oh weia

Was ist das hier bitte für eine Sexistische Runde - in sowohl die "weibliche", als auch die "männliche" Richtung!
Solange solche Artikel auf diese Weise geschrieben werden und Leser_innen so reagieren, brauchen wir in der Öffentlichkeit die Wörter "Gleichberechtigung" und "offene Gesellschaft" nicht verwenden.
Ein Mann ist ein Mann und eine Frau ist eine Frau - wollen wir es mal mit "Mensch" versuchen?!

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fafnir1968 22.01.2012, 14:22
11. Haarige Biester scheinbar "gesucht"

Nun - also ich bin sozusagen die "Vorläuferversion" dieser Männer um die 30 - bin selber über 40 aber auch schon in diesem Sinne erzogen worden.

Ich bin bestimmt kein fehlerfreier Mensch - Beziehungen scheitern aus verschiedenen Gründen - ABER was doch auffällt, bzw. in meinem Leben wirklich prägend war:

Die Frauen in meinem Leben haben sich ALLESAMT dazu entschieden den verständinisvollen lieben Mann zu verlassen und es statt dessen mit einem dieser "haarigen Biester" zu versuchen. Und jetzt sind sie glücklich darüber reden zu können (ja ich habe da meist immer noch Kontakte - weiß das also aus "erster Hand") das selbige nur rumprollen, saufen und sie nicht ernst nehmen!

Und dabei handelt es sich nicht um Frauen aus der "bildungsfernen" Schicht - nein dabei handelt es sich durchweg um beruflich erfolgreiche Frauen.

Ich glaube der liebe verständnisvolle Mann ist für diese modernen erfolgreichen Frauen eine "nette Dekoration" - so wie etwas von Ikea!

Aber innen drinnen (und ich weiß auch nicht warum, bzw. verstehe es nicht) wünschen sich die scheinbar dann doch den "Macker" der sie "rannimmt" - das muss wohl noch aus der Zeit der Jäger und Sammler stammen - und nein das ist nicht ironisch gemeint.

Diese Zeit ist gerade mal rund 500 Generationen her (bei Annahme von 20 Jahren / Fortpflanzungsgeneration) - evolutionsbiologisch sind 500 Generationen ein Witz - und wohl deshalb "ticken" wir alle eigentlich anders als wir wollen und wie es der Stand unserer Zivilisation eigentlich gebietet.

Man sieht es allerdings auch immer wieder in Krisen- und Kriegszeiten wie dünn dieser zivilisatorische Zuckerguss ist und wie schnell die Menschen wieder in archaische Verhaltensmuster verfallen, sobald die Normen und Gesetze der Zivilisation ad Acta gelegt sind.

Ich werde aber trotzdem weiterhin der "verständnisvolle Mann" bleiben - ich fühle mich wohl wie ich bin und werde nicht zum "Macker" mutieren nur weil es sexuell mehr Erfolg verspricht.

Aber im Grundsatz widerspreche ich dem Text der Autorin aus der Lebenserfahrung heraus auf das Heftigste. Dabei möchte ich ergänzen das ich im Übrigen zwei Biographien bester Freunde von mir als Bestätigung dazu ziehen kann. Beide ebenfalls eher "weiche Männer" - welche sich über die Zeit der Ehe durch Waldorfkindergärten geschlagen haben (da war ich außen vor - puh!) - sich immer engagiert haben in der Schule der Kinder (wie ich auch) - den Haushalt geschmissen haben etc. pp. - nur um dann beide ähnlich wie ich - als die Kinder dann jenseits der 14 waren, erzählt zu bekommen das da so ein "haariges Biest" aufgetaucht ist, welches jetzt die große Liebe und Erfüllung ist.

Zwei dieser haarigen Biester sind mir im übrigen persönlich bekannt und ich glaube auch ohne die rein subjektive Brille die ich als Individuum natürlich auf habe, würde mir ein Großteil der "netten" Mitmenschen zustimmen das diese Exemplare eine sehr grenzwertige Ansicht bzgl. der Gleichstellung von Mann und Frau haben und eher doch ausgemachte *zensiert* sind! ;-)

Mit einer der (Ex)Frauen meiner Freunde habe ich auch darüber mal geredet und selbige gab sogar zu, das es Sie überfordert habe immer auf "Augenhöhe" mit Ihrem Mann gewesen zu sein. Jetzt bei diesem dominanten Typen könne sie endlich auch mal "klein" sein! Was soll man dazu noch sagen?

Beste Grüße

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Bonneville78 22.01.2012, 14:28
12. anders gemeint

Zitat von Pupsie
Faszinierend, dass Männer um die 30 noch von ihren Müttern erzogen werden. Darf ich Ihren Planeten auch mal besuchen, Frau Burmester? Ich mag es immer wieder mit anschauen, wie Frauen versuchen Männer zu ändern. Sie selbst wollen aber immer so bleiben, wie sie sind .......
Ich glaube das verstehen Sie anders, als es von der Autorin gemeint war.
Natürlich gilt für JEDEN Man, ob 19, 36, oder 54 Jahre alt, dass er (überwiegend) von seiner Mutter erzogen worden ist.
Es geht also gar nicht um das Ändern von Männern, es geht um die, nach Ansicht von Frau Burmester, gelungene Erziehungsleistung, welche die Mütter der jetzt 30 Jährigen damals erbracht haben.

Und dass die Frauen sich nicht ändern wollten, oder ändern würden, kann ich aus dem Artikel nun gar nicht heraus lesen.

Sind Sie verbittert was die Frauen angeht?

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perpetuummobile 22.01.2012, 14:28
13. Vermessen

Interessant, dass die Autorin hier den ihren Augen erreichten Erfolg im wahrsten Sinne den Müttern zuschreiben will – und den Töchtern, die von ebendiesen Müttern stammen.

Ist es nicht auch vielleicht einfach so, dass diese Entwicklung dem Lauf der Zeit gezollt ist? Ich kenne Jungs und Mädels, die sehr früh ihren eigenen, unabhängigen Weg gegangen sind. Zudem gibt es Eltern, die ihre Kinder (ganz gleich, ob blaue oder rosa Söckchen) einfach zu Individuen mit freiem Willen erziehen. Gemeinsam. Vater UND Mutter.

Insofern haben wir hier eine reißerische Überschrift – und der Artikel versucht, mit pseudowissenschaftlichen Erkenntnissen zu diesem Fazit zu gelangen.

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Deep Thought 22.01.2012, 14:29
14. Im Prinzip....

Im Prinzip finde ich den Artikel als Mann recht gut.


Alice Schwarzer war damals, vor 25 JAhren, möglicherweise für das katapultieren der Emanzipation in die Medien hilfreich - für die verständigung zwichen den geschlechtern aber eben genau nicht.
Noch heute - und schlimmer denn je - versucht sie keile des Hases zwischen die Geschlechter zu treiben. Ihre diktatorische Sucht nach Aufmerksamkeit hat viele engagierte moderate Frauenrechtlerinnen aus der Emma-Redaktion vertrieben. Und daß sie sich nicht schämt, in derfür die Emanzipation der Frau nicht gerade hilfreiche Bildzeitung in unmittelbarer Nähe des Pin-up-Girls auf seite 3 ihre Hasstiraden und einseitige und sehr schlichte Sicht auf die Männer zu verbreiten, spricht doch Bände.

Die Autorin hat Recht, wenn sie darauf hindeutet, daß da Flurschaden entstanden ist. Ich persönlich halte das aber für viel bedeutsamer als nur ein "Feinjustierungsproblem" .

Die derzeitige Bevorteilung der Frauen im Scheidungs- und Familienrecht als überschiessende Korrektur der früheren Benachteiligung sollte ebenso auch von emanzipierten Frauen gefordert werden. denn auch viele Männer haben sich sehr für die Emanzipation und echte Gleichbehandlung von Mann und Frau eingesetzt.

JEZT ist es für die Frauen an der zeit, zu zeigen, daß es ihnen "Nur" um Gleichberechtigung und keineswegs um die Vormacht zwischen den Geschlechtern ging.

Erfreulicherweise gibt es erste positive zeichen:
Anstatt der dämlichen Quotenregelung fordern nämlich WIRKLICH emanzipierte Frauen, diese NICHT einzuführen, sondern Männer und Frauen, Dicke und Dünne, behinderte und nichtbehinderte Menschen WIRKLICH chancengleich zu behandeln.
Ob sich diese WIRKLICHE Form der Emanzipation wohl durchsetzt?

Ich sehe eher, daß sich die "neuen Frauen" es sich in der Überzahl in der bequemen Machtposition gemütlich machen - EXAKT so, wie es die Männer vor Jahrzehnten ebenfalls machten.

Frauen sind nicht die besseren Menschen.
leider versuchen noch zu viele Frauen diesen verklärten Mythos aufrechtzuerhalten. Das ist nur die feministische Variante des Machismus - und kein aufgeklärtes, emanzipatorisches Verhalten.
Immer mehr Frauen wechseln die Männer wie zuvor deren mänliche Macho-pendants - Flucht aus der Beziehung aus Mangel am Empathie und Unfähigkeit auf den Partner einzugehen ist kein spezifisch männliches Problem mehr.
Ist es wirklich emanzipiert, den Mann nur noch als Bestäuber zu betrachten ? Und weiterhin als wunderbaren Quell finanziell unbesorgten Lebens, wenn frau schwanger wurde - anstatt ihn als Vater des gemeinamen Kindes zu akzeptieren bzw. evtl. sogar als PArtner mit all seinen menschlichen Schwächen (die Gerüchten zufolge sogar Frauen haben sollen) ?

Es ist viel mehr als "kleines feintuning" zu tun.
Es wird eine Generation dauern, das weit über die "richtige Mitte" hinausgeschwungene Pendel wieder neu und dauerhaft besser auszurichten.

Ich als alleinerziehender Vater bin da gedämpft optimistisch - auch, wenn ich einen üblen Macho erlebt habe - und zwar in weiblicher Form, wie gar nicht so wenige Männer, die auch ohne skandalisisernde Emma fair zu ihren Frauen waren.

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dent42 22.01.2012, 14:31
15. Re

Ich hätte da eine ganz neue Idee, die natürlich utopisch ist: man könnte ja versuchen de Mann so zu lassen wie er ist und mal nicht versuchen ihn zu ändern, ich weiß ja, liebe Frauen, Mutti hat euch eingebläut, das die Sozialisation des Mannes erst in der Beziehung mit einer Frau beginnt, aber das ist ein Trugschluss. Genau wie die Frau heute keinen Mann mehr als Ernährer braucht, braucht Mann heute keine Frau mehr um ihn zu formen, das haben Gesellschaft, Medien und das Übel der politischenKorrektheit schon erledigt. Vielleicht liegt ja genau da das Problem, viele Männer sind heute schon so soft und angepasst, da gibt es für Frauen nichts mehr zu ändern.
In einer Welt der Individualität und des maßgeschneiderten lifestlyes, in der schon der Morgenkaffee in Dutzenden Varianten zur beliebigen Kombination daherkommt, was soll Frau da mit einem Mann der vorgefertigt daher kommt, quasi von der Stange.
Was bleibt dem Mann wenn er an seiner Frau was ändern will, wenn er genug Geld hat vielleicht der Schönheitschirurg ;)

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schüttmen 22.01.2012, 14:36
16. Frauen sind doch selber Schuld

Zitat von sysop
Er*steht in der Ecke und trinkt Softie-Getränke. Alle hacken auf dem Mann um die 30 herum. Warum eigentlich? Ist doch toll, dass*er eine Frau nicht behandelt wie einen 12er-Schlüssel aus der Werkzeugkiste. Dank an die, die*ihn geschaffen haben: die Mütter. Stoßen wir mit Grapefruit-Bier auf sie an!
Ist ja kein wunder das ich noch nicht Geheiratet habe. Die Ansprüche durch die ganzen Frauenzeitschriften viel zu hoch geschraubt und die
Männer Kastriert, aber Machos, Tiere im Bett haben wollen?
Emanzenpower sei Dank. SO oder anders, Recht machen kann man es
denen nicht mehr...Grins. Schön auf Dicken Unterhalt verklagen und
die Kinder dann den Männern vorenthalten mit jeden Mitteln.
Fallen dann aber merkwürdiger weise immer wieder auf die gleichen
Scheißkerle rein, so eine Freundin. Die guten und Richtigen erkennen Sie gar nicht mehr?!
LG

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Michael KaiRo 22.01.2012, 14:37
17. Kontra: Experiment "Frau" ist endgültig gescheitert

"So sehr es auch schmerzt, es zuzugeben: Das Experiment "Frau" muss wohl endgültig als gescheitert angesehen werden! Wir alle haben viel Geduld bewiesen, aber irgendwann muss man der Realität ins Auge blicken. Der Versuch, den Homo sapiens feminiscus als verbesserte Version des jahrhundertelang erfolgreich getesteten Mannes in der Gesellschaft zu etablieren, ist fehlgeschlagen."

"Auch politisch gesehen konnte die gesellschaftliche Verweiberisierung bislang nicht überzeugen. Östrogenbomber Merkel leidet unter den Wechseljahren und wechselt ihre Meinung so oft und unvorhersehbar, dass sich die meisten Kollegen nicht mal mehr ordentlich von den Großkonzernen schmieren lassen können."

Während die Frauen in Machtpositionen genauso kläglich versagen wie zuvor das Mannsvolk, zeigt sich der Rest der Damenwelt von der Emanzipation unbeeindruckt.
Junge Dinger wollen wie eh und je nur von vermeintlich coolen Typen angeglotzt und für schön befunden werden. Dafür verzichten sie freiwillig auf Schulbildung und feste Nahrung und bewerben sich stattdessen als Superstar, soundsovieltes Topmodel oder "Pro7-Sommermädchen" ...

"Nein, liebe Frauen - um mit großer Klappe alles zu vergeigen, keine Ahnung haben und großflächig Sch.... zu bauen, brauchen wir Männer euch wirklich nicht! Das machen wir immer noch schön selber."
Oliver Kalkofe

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rogerrabbit 22.01.2012, 14:38
18. Für was braucht man einen 12er Schlüssel?

Liebe Autorin, für was braucht man bitte einen 12er Schlüssel?? Also 10er, 13er, 17er, 19er ...damit kann man eigentlich alles richten, für den Rest gibts Zangen ;-)

Da sieht man es wieder mal, dass echte Männer doch für was gut sind, wenn auch vielleicht schrecklich, haarig oder biestig, so kennen wir uns doch mit Werkzeug aus... im Gegensatz zu so manchem Grapefruitbiertrinker der dann seine Flasche wahrscheinlich auch noch mit einem Schlüssel der eben genannten Grösse aufmachen will und bei der vergeblichen Suche nach selbigem verdurstet...;-)

Ansonsten find ich den Beitrag schön geschrieben, und ist ja auch was Wahres dran...

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wutbürger21 22.01.2012, 14:39
19.

"Dass die Frauen dort angekommen sind, ist vor allem Euer Verdienst" - ist Blödsinn, weil die aktuellen Mütter der heute weiblichen Dreißigjährigen bestimmt nicht auf dieses Ziel hin erzogen haben. Vielmehr haben die Töchter die Abhängigkeiten ihrer Mütter von ihren Männern erkannt und versuchen es nun besser zu machen und sich insbesondere typischerweise nach dem Prinzip des Generationskonflikts von ihren Müttern abzugrenzen. Es ist kein Wandel von oben nach unten, sondern umgekehrt von unten nach oben. Es bleibt abzuwarten, ob nicht die Mütter noch was von ihren Töchtern lernen..

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