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Der neue Feminismus: Mit Jutebeuteln und Muschi-Tattoos
GordonWelters.com/DER SPIEGEL

Feminismus ist plötzlich wieder in. Junge Frauen gehen dafür auf die Straße - oder in den nächsten Modeladen. Die neue Frauenbewegung gehört zur Popkultur.

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Bärlauch 09.05.2017, 11:36
1. Verrückt, diese Bewegung...

Also ich bezeichne mich als einen Humanisten... Feministinnen sollten sich auch am allgemein Menschlichen orientieren. Sie haben das Menschsein aus dem Auge verloren und machen sich zum Affen dessen, was sie als männlich missverstehen...

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Spiegelsicher 09.05.2017, 11:45
2. Sorry, aber das sind Nachrichten aus der ...

... Filterblase. Jede emanzpierte, selbstbewusste Frau machte sich bei uns lächerlich - geschweige denn, dass Sie auf die Idee käme - sich als "Feministin" zu bezeichnen und ernsthaft konkrete Teilhabe lediglich aufgrund abstrakter Geschlechtsmerkmale zu fordern. Das habe unsere Damen nicht nötig, die setzen sich schon selbst durch. Grüße in die Redaktion!

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tullrich 09.05.2017, 12:02
3.

Luxusprobleme: Frauen machen irgendwas mit Medien und werden dabei portraitiert von Frauen, die auch irgendwas mit Medien machen. Und 13-jährige Mädchen werden im Artikel zitiert, die es schlimm finden, dass sie nicht ohne Außenwahrnehmung (bei ihren Freunden und Klassenkameraden?) unbegrenzt vielfältige Sexualkontakte haben. Ich gebe dem Foristen "spiegelsicher"#2 recht: Eine Filterblase, ohne Auswirkungen auf die reale Welt. Aber es gibt sicherlich steuerliche Förderung dafür.

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TLB 09.05.2017, 12:16
4.

Man kann kleine Dinge tun für die Gleichberechtigung. Gleiche Löhne zahlen, einen Betriebskindergarten mit kostenloser Betreuung anbieten, respektvoll mit allen Menschen unabhängig vom Geschlecht und der sexuellen Orientierung umgehen. Und wenn man das jeden Tag macht, wird es zur Gewohnheit und Gewohnheit ist nun mal langweilig. Da interessiert sich keine Feministin und kein Feminist dafür. Edition F (bspw.) gibt derartige Reportagen heraus https://editionf.com/Female-Future-Force-Interview-Mirna-Funk. Frau Funk führt ein spannendes Leben. Das ist eben der Unterschied zum Alltäglichen. Und weiter heißt es dann, dass das Internet und soziale Netzwerke weiblich wären. Ich denke, nicht jede und jeder teilt diese Meinung. Wenn aber dieser Satz veröffentlicht wird „Wir müssen eine feministische Terror-Gruppe gründen und die alten weißen Männer aus dem Weg schaffen (lacht)“ erkenne ich spätestens, dass Edition F meinen Feinden eine Stimme gibt. Ich finde das nicht lustig. Man stelle sich folgenden Satz vor: „Wir müssen eine Terror-Gruppe gründen und alte häßliche Frauen aus dem Weg schaffen“. Ich bin einfach der Meinung, dass einige Frauen, die sich Feministinnen nennen, nicht wirklich Interesse an Gleichberechtigung haben. Ihnen geht es um die Selbstdarstellung, um den Paukenschlag im öffentlichen Raum, um Fördermittel aus öffentlichen Töpfen – aber hier ist ganz klar der Weg das Ziel. Und dieser Weg soll lang sein. Es geht nicht um Gleichberechtigung, es es geht um Abgrenzung gegenüber anderen, nicht um gemeinsame Ziele. Ich finde es wichtig, auch im Sinne der Demokratie, dass alle Personen die gleichen Rechte haben. Aber wenn ich von wem auch immer pauschal zum Feind erklärt werde, macht mir dieses Verhalten das Verständnis für das Anliegen von so genannten Feministinnen nicht leichter - PS: den Artikel habem drei Frauen geschrieben, warum war kein Mann beteiligt?

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Phil2302 09.05.2017, 12:23
5. Ich halte das für gewagt

Gibt es belastbare Zahlen? Ich halte das, wie Nummer 2 auch, für eine große Filterblase. Da sind ein paar Leute auf Twitter und Co organisiert und glauben, die ganze Welt tickt wie sie. Ich kenne niemanden. Liegt vielleicht aber auch daran, dass ich Mathe und Physik studiert habe. Frauen, die das studieren, haben erkannt, dass ihnen niemand Steine in den Weg legt, wenn sie sich für Fächer entscheiden, mit denen sie später genauso viel verdienen wie die Männer.

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superbiti 09.05.2017, 13:01
6. ...

reine selbstdarstellung zum selbstdarstellungszweck. inhaltsleere plattitüden und allgemeinplätze, ein bischen revoluzzertum aus studentischem antrieb im alter von anfang zwanzig und ein paar jahre darüber hinaus, das alles gepaart mit twitter und facebook und schon glauben die jungen damen etwas besonderes auf diesem planeten zu bewerkstelligen. das leben mit einer rosaroten brille kann so schön sein, es hat leider nichts mit der wirklichkeit zu tun. aufwachen!
als studierte wirtschaftingenieurin habe ich mich nie mit dieser art des geschlechterkampfes identifizieren können. ich hatte auch nie probleme meine gehaltsvorstellungen durchzusetzen und mich gegenüber männlichen und manchmal auch cheauvinistischen kollegen durchzusetzen - alles ohne quote und ohne emanzenattitüde. ein gesundes selbstbewusstsein und eine gewisse gleichgültigkeit reichten aus. diese frauen aber leben in einem kokon, den sie als die welt um sich herum wahrnehmen und interpretieren vieles und einiges leider auch falsch. schade um die verschwendete energie in die falsche richtung aber mit öffentlichen mittel und in der medienbranche lässt sich prima über die welt wie man sie gerne hätte philosophieren - nur reale probleme löst man mit träumereien nicht.

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agt69 09.05.2017, 13:54
7. Genderwahn?

Wenn heute Menschen über Genderwahn lästern, dann stellen sie sich damit doch nicht gegen die Gleichberechtigung der Frauen. Da geht es vielmehr um die Auswüchse des akademischen, vom Steuerzahler finanzierten Berufsfeminismus. Wie zum Beispiel die Hysterie, mit der sich Professorinnen für Genderforschung über die Durchsetzung einer "gender-gerechten" Sprache streiten. Ob jetzt Binnen-I, der Gender-Sternchen oder Gender-Gap am "gerechtesten" sind. Oder ob das nicht doch alles grobe Beleidigungen für Menschen sind, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen und daher alle Nomen geschlechtsneutral mit X zu enden hätten, wie das ProfesX Lann Hornscheidt vorschlägt. Diese ganzen Diskussionen kosten Millionen, verhunzen mit ihren Ergebnissen die deutsche Schriftsprache und - das ist das schlimmste daran - verbessern nicht die Situation einer einzigen Frau auf der Welt. Genau so, wie sich die Berufschancen der Frauen nicht verbessert haben, nur weil man alle deutschen Studentenwerke in "Studierendenwerke" umbenannt hat.
DAS ist Genderwahn und nicht das ernsthafte Streben nach Gleichberechtigung und dem Schutz von Frauen vor sexueller Belästigung.
Es ist auch niemand ein reaktionärer Sexist, der die zentrale Behauptung der Gendertheorie, dass Unterschiede zwischen Männern und Frauen lediglich sozial konstruiert seien, albern findet und der nicht der Meinung ist, dass eine "gender-gerechte" Sprache Voraussetzung für echte Gleichberechtigung ist.

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01099 09.05.2017, 15:12
8.

Ich finde diese Form des Feminismus' einfach nur putzig-naiv. Da wird versucht, mit akademischem Vokabular Leute von der Baustelle (Symbolbild) zu erreichen. Der Mann 2.0 ist längst darüber hinweg, Frauen chauvinistisch entgegen zu treten und braucht diese Art der "Aufklärung" nicht mehr und die Jungs von der Baustelle wird niemand erreichen. Zudem sind diese Debatten doch oft narzisstisches Kalkül von Frauen, die von öffentlicher Aufmerksamkeit leben (müssen). Schon dieser #aufschrei-Unsinn hat mir maximal ein müdes Lächeln ins Gesicht gezaubert, weil ich genau weiß, aus welcher Ecke die Initiatorinnen stammen und das es eine kalkulierter Scheinskandal war. Eine zotige Äußerung eines Politikers dermaßen aufzubauschen, war mehr als albern.
Wie wäre es denn mit etwas mehr Humor und weniger Feindbilddenken? Oder mit der Art von Feminismus, den zum Beispiel eine Jil Sander verkörpert hat und der viel erfolgreicher war, als das, was Medienprofis mit kleiner Profilneurose so anzetteln?
Habt euch einfach mal lieb!

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ruhepuls 09.05.2017, 15:17
9. Narzissmus und Egoismus

Wir leben in der Zeit, in der Narzissmus und Egoismus zur Religion erhoben werden. Warum also nicht auch bei den Frauen? Sind ja auch nur Menschen und wollen mitspielen...

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