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Der Quark der FDP

 

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kolibris 28.08.2013, 07:32
90.

Hat sich eigentlich jemand das Foto genauer angesehen, bevor er es als werbefaehig ansah? Die Eltern verhalten sich voellig unvorbildlich, da sie ihre Radhelme am Lenker baumeln lassen, statt sie sich aufzusetzen. Immerhin sind ihre Kinder geschuetzt unterwegs. Etwas mehr Sorgfalt bei der Auswahl von Bildmaterial waere angebracht.

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Gaztelupe 28.08.2013, 08:12
91.

Zitat von danido
[...] Logisch das bei Werbung Bildmaterial mehrfach verwertet wird.[...]
Ganz und gar nicht »logisch«. Man arbeitet nicht mit demselben Material wie der Wettbewerb; man will und muss schließlich unique sein, um im kommunikativen Umfeld irgendetwas zu bewirken. Was der FDP da passiert ist, ist ein echter GAU oder eine Schlamperei sondergleichen: Die Filmproduktion bzw. betreuende Agentur hätte das Material exklusiv einkaufen müssen. Das kostet allerdings mehr und bei einigen Anbietern ist das wohl auch gar nicht mehr möglich und schwer zu kontrollieren, besonders, wenn der Einkauf online erfolgt.

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Dumme–Pute 28.08.2013, 08:39
92.

Ich finde die Redaktion kann nicht zaubern.

Inhalte müssen von den Parteien kommem und da kommt eben nichts.

Am wenigsten kommt von der Merkel-Partei.

Und die Schlamperei zur Wahlwerbung war schon eine Meldung wert.

Zitat; 75. Liebe Redaktion! Gelobt Besserung!
jeanremy gestern, 21:49 Uhr
Könnt Ihr bitte den bevorstehenden Wahlen die nötige Bedeutung beimessen, und Euch bei Eurer Berichterstattung auf INHALTLICHE THEMEN fokussieren? Es ist mir schnurzpiepegal, wie toll oder deplatziert die Werbung einer Partei ist, wenn dies von Euch unabhängig von dem Wahlprogramm der Partei analysiert wird. Deckt stattdessen bitte auf, wenn die Parteien etwas anderes versprechen, als sie hinterher vermutlich tun werden. Gebt den jungen Wählern - und Nichtwählern! - eine Entscheidungshilfe mit an die Hand! Aber überlässt solch oberflächliche Kritik wie in obigem Artikel lieber irgendwelchen Boulevard-Blättchen oder der Facebook-Community. Ich möchte am 22. September mein Kreuzchen dort machen, wovon ich mir das Beste für unser Land verspreche - und nicht bei der Partei, welche die schönste Werbung gemacht hat. Danke im Voraus! JR

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stanley.tweedle 28.08.2013, 09:13
93.

Was ich viel lustiger finde: Dass die NPD in einem Spot, in dem es über weite Strecken aus dem EU-Ausstieg geht, mit einer Familie wirbt, die aus einem beliebigen EU-Land stammen kann. Auch einem "südlichen Pleiteland".

Ach, und, nebenbei: Nur die Kinder haben "vorbildlich" die Fahrradhelme auf. Die Eltern haben ihre wie üblich an den Lenker gehängt :-P

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gazettenberg 28.08.2013, 09:56
94.

Zitat von kolibris
Hat sich eigentlich jemand das Foto genauer angesehen, bevor er es als werbefaehig ansah? Die Eltern verhalten sich voellig unvorbildlich, da sie ihre Radhelme am Lenker baumeln lassen, statt sie sich aufzusetzen.
Warum sollten Erwachsene beim Radfahren einen Helm tragen? Tragen Sie beim Autofahren (statistisch gleiches Risiko schwerer Kopfverletzungen!) etwa einen?

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Bob Andrews 28.08.2013, 13:13
95.

Zitat von gustavsche
@Phaeno Die Distanz könnte kaum größer sein. Die FDP und die NPD sind die Parteien, die sich am weitesten entfernt sind. Die FDP weltoffen, bürgerlich, gesellschafts- und wirtschaftsliberal. Die NPD ist nicht weltoffen, dafür aber antibürgerlich, gegen Liberalismus, auch in der Wirtschaft. Es ist ein Märchen, dass Rechtsradikale irgendwas mit freier Marktwirtschaft zu tun haben. Lesen Sie mal "Hitlers Volksstaat" von Götz Aly und Sie werden verstehen, dass der Faschismus niemals "Vollendung des Kapitalismus" sein kann. Es ist eine der größte historischen Lügen überhaupt
Genau deswegen hat sich dann wohl Hitler von Hugenberg und der DNVP und hat sich Pinochet von den Chicago Boys unterstützen lassen!?!?
Faschismus wurde schon immer vom Großkapital und von den Anhängern einer freien Marktwirtschaft unterstützt.
Und dass die FDP alles andere als eine Bürgerrechtspartei ist, sieht man schon alleine daran, dass das erste vom BVerfG kassierte Gesetz zur Online Überwachung in NRW von der FDP verfasst und mitverabschiedet wurde.

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gazettenberg 28.08.2013, 13:55
96.

Zitat von Bob Andrews
Genau deswegen hat sich dann wohl Hitler von Hugenberg und der DNVP und hat sich Pinochet von den Chicago Boys unterstützen lassen!?!? Faschismus wurde schon immer vom Großkapital und von den Anhängern einer freien Marktwirtschaft unterstützt.
Wenn man die gesamte Menschheit willkürlich in zwei Gruppen aufteilt (Großkapitalisten und Proletarier) kommt halt so ein interpretativer Unsinn dabei raus.

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phaeno 28.08.2013, 15:09
97. Götz Aly

Zitat von gustavsche
@Phaeno Die Distanz könnte kaum größer sein. Die FDP und die NPD sind die Parteien, die sich am weitesten entfernt sind. Die FDP weltoffen, bürgerlich, gesellschafts- und wirtschaftsliberal. Die NPD ist nicht weltoffen, dafür aber antibürgerlich, gegen Liberalismus, auch in der Wirtschaft. Es ist ein Märchen, dass Rechtsradikale irgendwas mit freier Marktwirtschaft zu tun haben. Lesen Sie mal "Hitlers Volksstaat" von Götz Aly und Sie werden verstehen, dass der Faschismus niemals "Vollendung des Kapitalismus" sein kann. Es ist eine der größte historischen Lügen überhaupt
Mit Götz Aly haben Sie allerdings keinen guten Griff getan. Er ist ein großer Vereinfacher und Vertreter des Neoliberalismus. Zu Ihrer Kritik an meiner Aussage: Sie haben zunächst meine ARgumentation ausgeblendet, ich habe dort bereits eine ganze Menge Gemeinsamkeiten aufgezählt. Manipulativ ist es, Neoliberalismus und freie Marktwirtschaft sprachlich miteinander zu verbinden. Denn tatsächlich hat weder der Neoliberalismus noch die freie Marktwirtschaft irgendetwas mit Freiheit zu tun, ausser vielleicht wenn man die Freiheit des Kapitals meint. Grundsätzlich aber ist freie Marktwirtschaft eine Form der Diktatur der wenigen übrig gebliebenen Konzerne über die bereite Mehrheit der Bevölkerung. Man sieht das hervorragend am Beispiel der Bankenrettung, wo das Milliardengeschenk an die Banken mit "Systemrelevanz" begründet wurde, die versprochene bessere Regelung der Bankgeschäfte allerdings nie zustande kam. Auch hat es nichts mit Freiheit zu tun, wenn Gesetze von Juristen großer Konzerne geschrieben und der Bevölkerung dann übergestülpt werden. Vielleicht macht das nochmal die Nähe verschiedener Formen von Diktatur deutlich (Götz Aly liebt die Darstellung solcher Nähe ja.

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hjm 28.08.2013, 21:20
98.

Warum hat eigentlich bisher keiner „gemerkt“, dass die schönen Bilder in (Wahl-)Werbespots von der Stange gekauft sind?

Die „Entdeckung“ hat so was von zwei aufgetakelten Diven, die bei einem wichigen Event mit dem gleichen Abendkleid aufkreuzen.

Außerdem sollten wir doch froh sein, dass die Parteien endlich mal sparsam sind. Nicht nur das Geld für den eigenen Dreh gepart, sondern auch noch das für die Eklusivrechte von der Bildagentur.

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gustavsche 28.08.2013, 22:37
99. Pinochet

Zitat von Bob Andrews
Genau deswegen hat sich dann wohl Hitler von Hugenberg und der DNVP und hat sich Pinochet von den Chicago Boys unterstützen lassen!?!?
Die Geschichte war ganz anders. Pinochet hat sich nicht an die Macht geputscht, um Marktwirtschaft einzuführen. In den ersten Jahren herrschte Kommandowirtschaft... ein General kennt das ja nicht anders. Das ging dann in die Hose. Da aber Pinochet nicht für eine Wirtschaftspolitik festgelegt war, war er da relativ flexibel und ließ sich beraten. Und er war gut beraten, als er Anfang der 80er auf die Chicago-Boys hörte. Diese Reformen führten zu wirtschaftlichen Erfolg und milderden so die Repressionen durch die Diktatur. Und letztendlich wurde die Diktatur abgschüttelt und Chile ist jener Staat in Südamerika, wo Rechtsstaat und Demokratie am festesten sind. Alle anderen Staaten Südamerikas machen immer wieder linke Experimente, sidn korrupt bis zum geht nicht mehr, ja nicht einmal Margot Honecker würde da wohnen wollen. Die lebt heute lieber in Chile als Venezuela oder Bolivien.

Zitat von
Faschismus wurde schon immer vom Großkapital und von den Anhängern einer freien Marktwirtschaft unterstützt.
Auch das ist falsch. Die Nazis wurde von kleinen Leuten, von jungen Leuten und von Studenten gestützt. Unternehmer waren eher reserviert gegenüber den Nazis, hatten diese doch schlechte Manieren. Und warum Marktwirtschaftler Nazis unterstützen sollen, erschließt sich mir nicht, denn Nazis waren immer gegen freie Märkte. Übrigens hat es nichts mit dem Vermögen, Einkommen oder dem Beruf zu tun, ob man Marktwirtschaftler ist. Es können innerhalb der Marktwirtschaft Leute vermögend werden, die dann auf der Spitze ihres Erfolges antimarktwirtschaftlich werden, weil der Markt eine Bedrohung für Etablierte ist.

Zitat von
Und dass die FDP alles andere als eine Bürgerrechtspartei ist, sieht man schon alleine daran, dass das erste vom BVerfG kassierte Gesetz zur Online Überwachung in NRW von der FDP verfasst und mitverabschiedet wurde.
Politik heißt, dass man Kompromisse schließen muss, auch wenn sie nicht immer gut schmecken. Als Juniorpartner in einer Koalition wird man sich nicht immer zu 100 % durchsetzen können. Dafür hat die FDP auf Bundesebene sehr viel für die Bürgerrechte erreicht... Die Innenpolitiker der CDU/CSU wünschen sich die große Koalition zurück und ein besseres Kompliment kann man der FDP gar nicht machen.

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