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Der Rauswurf

testtest

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alfredo_spencer 19.04.2013, 21:03
440. Der ist gut.

Zitat von d.hauskrett
Da ich schon mehrmals Polizisten in ähnlichen Fällen als Klienten hatte, schaffe ich, das ganze auch Mal aus deren Blickwinkel zu sehen, die Fähigkeit besitzen leider nicht alle hier.
Warum brauchen die Polizisten, die Sie vertreten haben, einen Anwalt? Auch das ist Ironie pur. Und 7 (!) ist wirklich merkwürdig. Ich denke 2 hätten gereicht.

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storystory 19.04.2013, 21:04
441.

Leider kein Einzelfall.

Irgendwie gewinnt man den Eindruck, es bereite den Beamten Freude die arme Frau zu quälen. Denn dass diese leidet, ist ja wohl offensichtlich.
Ungefähr so stelle ich mir halbmilitärische Zugriff-Kommandos in der deutschen Geschichte vor.

Leider werden Beamte in D aber so gut wie nie bestraft, bestenfalls ermahnt oder versetzt. Gut, dass es ja nun mehr Überlandbusse geben wird, dann wird die Bahn vielleicht auch merken, dass sie etwas tun muss um auch in Zukunft unser Geld zu bekommen.

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gulnaz 19.04.2013, 21:04
442.

Ich mit meiner Freundin waren auch so ähnliche Situation in Köln.Die Bahnbegleitern hatten von uns nach unsere Pässe mit Adresse verlangt.Wir könnten unsere ID zeigen aber adresse nicht . Die erforderten von uns immer ein Pass mit DE Adresse...:-))xa-xa. Natürlich steht in unseren ausländischen Pässen keine DE adresse.Deutsche Bahn sagte zu uns"entweder wir kaufen wieder ein Ticket oder sie rufen nach Bundespolizei.In weiteren fällen bei Polizisten könnte mit Ausschiebung aus Deutschland enden!!!" :-( In dieser Moment könnte ich das Welt nicht verstehen!!

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alfredo_spencer 19.04.2013, 21:05
443. Lesen, Lesen...

Zitat von LibertyOnly
Die Polizisten verhalten ist korrekt. Sie habe eine Frage die sich nicht ausweisen konnte kontrolliert. Wenn Sie sich nicht ausweisen kann, dann muss ihre Identität geprüft werden. Nur weil die Frau ausrastet und durchdreht, heisst es nicht das die Polizei was falsch gemacht hat.
Lesen hilft. Sie konnte sich ja ausweisen.

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bs111hal 19.04.2013, 21:05
444.

Leider muss ich mich hier für einige Kommentare fremdschämen, die Stereotype und Vorurteile aller Art aufrufen.
Unabhängig von der Rechtslage die Juristen sicher besser bewerten können stellen sich mir nach diesem Blogeintrag viele Fragen:
Warum muss ein so umständliches Verfahren für den Erwerb einer Fahrkarte angewandt werden?
Wieso müssen bei so leicht aufklärbaren Sachverhalten rigide Zwangsmaßnahmen eingeleitet werden?
Warum sind technische Möglichkeiten zur Vermeidung von fehlerhaften Verträgen nicht ergriffen worden?
Wieso ist keinerlei Zivilcourage von Mitreisenden zu erkennen?
Warum muss man sich in einem "Rechtsstaat" davor fürchten, dass es zu Zwangsmassnahmen kommen kann bei einer fehlerhaften Bestellung einer Bahnfahrkarte?
Warum werden in einem Dienstleistungsunternehmen so rigide Regelungen erlassen, die es Mitarbeitern unmöglich macht Fehler Klärungen einzuleiten und entsprechend umzusetzen, anstatt nur dass Hausrecht durchzusetzen?
Warum bedarf es erst immer spektakulärer und absolut schädlicher Berichterstattung gegenüber eines Unternehmens insbesondere im Dienstleistungsbereich bis es sich auf sein eigentliches Kerngeschäft der Bereitstellung und Umsetzung von Dienstleistungen besinnt?
Waren wirklich 7 Beamte notwendig, zur Klärung eines Sachverhaltes der eigentlich auf einem fehlerhaften privatrechtlichen Vertrag beruhte, an dessen Annahme auch der anbietende Dienstleister eine mindestens moralische Teilschuld trägt, wenn er gängige technische Möglichkeiten nicht nutzt?
Wer wird jungen Frau erklären, warum aus einem Missverständnis ein möglicherweise Jahre andauernder Rechtsstreit wird, die eigentlich nur von A nach B gebracht werden wollte und dafür auch ein entsprechendes Entgelt bereits gezahlt hatte?
Ich bin entsetzt über das Verhalten der Beteiligten der DBAG, dass ein solches Missverständnis nur durch einen kostenintensiven Einsatz von Beamten die eigentlich den Schutz der Reisenden als Hauptaufgabe haben sollten, auf den Weg gebracht werden kann.
Ich werde sicher die nächste Bahnreise mit einem unguten Bauchgefühl antreten, denn eines ist ja auch klar geworden, ob man die richtige Fahrkarte hat, kann man bei einem riesen Tarifportfolio und ohne eingehendes Studium von Geschäftsbedingungen wie auch ggf. einer technischen Einweisung in das Bestellsystems außerhalb eines Service Points nicht mehr haben.
Welche Diskussionen diesem Einsatz voraus gegangen sind und wie diese genau verliefen, kann man im Artikel auch nur teilweise nachlesen. Trotzdem so denke ich wäre einiges grade weil es tagsüber war mit 2 Anrufen bei entsprechenden Stellen möglicherweise anders gelaufen und die DBAG wäre jetzt nicht in Erklärungsnot.

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minoru 19.04.2013, 21:05
445.

Das geht mir auch so:
Ich habe einen deutschen Pass, aber keinen Personalausweis, da ich nicht in D lebe. Wenn ich vom Flughafen per Bahn in meine Heimatstadt reisen möchte, müsste ich mich für das onlineticket mit einen nichtvorhandenen deutschen Personalausweis identifizieren. Warum kann man nicht einfach Pässe zulassen? In dem Land in dem ich lebe ist das garkein Problem. Die wollen nur wissen wie man heisst. Und was geht es das Zugpersonal an wo ich wohne?

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SNA 19.04.2013, 21:06
446.

Zitat von Esistich
leider ist mir tatsächlich ein Fehler unterlaufen. Ein dummer aber leider folgenreicher Tippfehler. Leider habe ich die 6 verfehlt und die 2 getroffen. Entschuldigung. Ich meinte den § 164 Stpo (diesmal fast Tipfehlerfrei, außer dem zu kleinen O). Störung einer Amtshandlung. Und das war auf den PRESSEVERTRETER bezogen. Wer von Arroganz und Ignoranz spricht, ganz besonders wenn er sich selbst als Volljurist bezeichnet, sollte doch zumindest in der lage sein, Sachverhalte erfassen zu können.
Ach jetzt verstehe ich! Sie meinen ernsthaft, die Dokumentation einer Amtshandlung sei eine Störung der Amtshandlung. Diese Rechtsauffassung ist allerdings ... abwegig. Der Beamte stellt sich offensichtlich unmittelbar vor das Handy, um das Aufnehmen zu stören, nicht umgekehrt, denn die Amtshandlungen ereignen sich einige Meter entfernt und werden durch das Filmen nicht im mindesten beeinträchtigt.

Ich hoffe sehr, dass Sie kein Jurist im öffentlichen Dienst sind, da ich der Auffassung bin, nur Juristen, die ein gewisses Grundverständnis von unserer Verfassung mitbringen (ich empfehle Ihnen in diesem Zusammenhang die Lektüre der Art. 1, 2 und 5 GG), sollten im Staatsdienst sein.

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lauterbachheiner 19.04.2013, 21:06
447. Seltsame AGB?

Zitat von ankor64
Daher ergibt sich in diesem Fall der Verdacht der Leistungserschleichung, also einer Straftat. Also wird die Bundespolizei als zuständige Strafverfolgungsbehörde geholt, damit diese die Personalien der Dame feststellt (§163 StPO). Das ist im Zug faktisch nicht möglich sondern soll die Personalienfestellung vermutlich in der Bundespolizeistation durchgeführt werden. Dazu muss die Dame den Zug verlassen. Das will sie aber nicht. Daher machen die Beamten von ihren Gewaltmonopol gebrauch und bringen sie, aus meiner Sicht doch recht vorsichtig, aus dem Zug.
Grundsätzlich hat die Dame die AGB der Bahn hier nicht beachtet.
Das ist richtig.

Nun kommen wir aber zum Punkt wozu die "nötigen" Angaben dienen und warum die Bahn sich legal in Deutschland aufhaltende Personen daran hindert online legal ein Ticket zu erwerben.
Diskriminiert die Bahn hier Personen die keinen deutschen Personalausweis haben? Absicht oder Unvermögen?
Warum tritt die Bundespolizei in einer deratigen Personalstärke auf? Einschüchterungstaktik? Falsche Schilderung der Situation durch die Bahn? Sicher darf man nicht das Gafahrenpotential unterschätzen das durch junge Damen aus Russland ausgeht ;-) Da hat uns der Wladimir gezeigt wie man das macht...

Ich persönlich hätte da auch ein Fass aufgemacht. Die Möglichkeiten der jungen Dame sind begrenzt, das zetern also nachvollziehbar.
Das Verhalten der Bahnmitarbeiter und der Bundespolizei dagegen überzogen. Das Ticket war bezahlt. Der Name korrekt. Einzig die Adresse konnte nicht per Personalausweis verifiziert werden.
Wo ist also die Leistungserschleichung?
Die Daten der Dame hätten übrigens auch im Zug überprüft werden können. Zumindest ausreichend genug wenn sie an der angegeben Adresse gemeldet ist.

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mmhkerni 19.04.2013, 21:08
448.

Ich bin bekennender Bahnhasser...
Meine Geschäftsreisen versuche ich stets um die Bahn herum zu planen. Lieber im Auto im Stau stehen, was dann mein "Verschulden" ist, als ohnmächtig dem Unvermögen dieses "Dienstleisters" ausgeliefert zu sein.

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kevinmaerz 19.04.2013, 21:08
449.

Ich will mir jetzt nicht alle Kommentare durchlesen, vielleicht wurde schon darauf hingewiesen:
Eines ist hier wohl Vielen nicht klar: Dass man bei einem Onlineticket einen Ausweis (oder eine andere Identifizierungskarte) mit vorzeigen muss ist ein Sicherheitsmerkmal ohne das das ganze System des Selbstausdruckens doch gar nicht funktionieren würde! Das hat rein gar nichts mit Gestapo-Methoden, Einschränkung der Reisefreiheit oder sonst was zu tun ...

Das Ticket kommt als PDF zum Selbstausdrucken! Das heißt man kann das so oft drucken, wie man will (--> großer Unterschied zu den Tickets, die aus dem Automaten oder vom Schalter kommen, die haben erstens eingebaute Sicherheitsmerkmale gegen Kopieren und werden zweitens natürlich nur ein einziges Mal ausgestellt).
Es muss also beim Kauf schon klar sein, welche Person mit dem Ticket fährt.
Und dass da der Name nicht reicht, sollte wohl auch klar sein. Oder meint hier irgendjemand, dass ein Ticket von München nach Berlin für Hans Müller nicht jede Menge Abnehmer finden würde im Internet?
Also muss beim Kauf schon klar sein, wer das Ticket nutzen sollte und diese Person muss zweifelsfrei identifizierbar sein.
Das geht nunmal nur mit einer Karte mit einer eindeutigen Nummer. Jemand, der das System betreut, muss also darüber nachdenken mit welchen Mitteln das funktioniert. Früher ging das mal nur mit VISA oder EC-Karte, heute geht es auch mit vielen Personalausweisen von verschiedensten EU-Ländern.
Wenn ein Pass nicht angeboten wird, wird das seine Gründe haben. (Vielleicht sind die russischen Nummern ja nur innerhalb einer Stadt eindeutig und nicht landesweit oder man traut russischen Pässen einfach nicht etc., etc.) Und ein Grundrecht auf ein Onlineticket gibt es sicherlich nicht! Es gibt schließlich noch jede Menge andere Wege an eine Fahrkarte zu kommen.

Aber nun mal zurück zum Thema:
Wird ein falsches Identifizierungsdokument genutzt ist das gegen die Spielregeln und letztendlich wie Fahren ohne Fahrkarte.
Und dann kommt Ermessen ins Spiel.
Klar, wird der eine oder andere Forist schonmal erlebt haben, dass die Zugbegleiter auch mal was anderes gelten lassen, aber sie müssten es nicht und wie oben erklärt auch aus gutem Grund. Und gerade bei Ausländern ist es nochmal schwieriger: Bei einem Hans Müller würde man als Zugbegleiter wohl ganz genau hinschauen aber woher soll man denn wissen, ob der russische Name nicht auch ein Allerweltsname ist?
Und ich denke, es ist auch nicht jedem Zugbegleiter zuzumuten jetzt alle Schwachstellen in einem - die Sicherheitsmerkmale des Onlinetickets betreffenden - undurchsichtigen Prozess zu kennen und sich da einfach an die Regeln zu halten, die er von oben bekommt.
"Warum geht der russische Pass nicht?" - "Weil es nicht vorgesehen ist." Punkt. Einfach akzeptieren.

Fortsetzung folgt...

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