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Deutsche Sterbestatistik: Suff mit Todesfolge - besonders im Osten
dapd

Alkohol tötet jährlich 15.000 Deutsche. Menschen in Ostdeutschland führen statistisch gesehen die Todesopfer-Rangliste an. Ursachen sind ihre soziale Situation und die Folgen der DDR-Trinkkultur. Experten fordern eine radikale Erhöhung der Alkoholsteuer. Alkoholismus: Hohe Zahl von Alkoholtoten im Osten Deutschlands - SPIEGEL ONLINE

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franziskus.2 11.12.2012, 12:58
40. Experte oder Dummkopf ?

Zitat von HalloKinder
Zitat: "Alkohol muss in Deutschland teurer werden", sagt Effertz. "Wer Alkohol kauft, muss am Preis sehen, wie hoch die Folgekosten sind." Die durch den Preis abgeschreckten 5% werden dann durch die in billige Ausweichprodukte gerehenden 10% abgefangen. PS: Deutschland schreibt man ohne t
Die selbst ernannten "Experten" sind meines Erachtens häufig die größten Dummköpfe und sehen nicht über den Tellerrand hinaus. Wenn 30 Milliarden Folgekosten durch Alkoholkonsum verursacht werden, dann erhöht sich das Bruttosozialprodukt. Diese 30 Milliarden werden ja nicht verbrannt, sondern viele verdienen sich dabei eine goldene Nase. Die sind brennend daran interessiert, dass noch mehr gesoffen wird, denn das erhöht den Umsatz. Was für den einen eine "Ausgabe" ist, ist für den anderen eine "Einnahme". Bei all diesen Berechnungen denke ich an mich selber. Ich hatte schon zweimal Krebs. Wenn ich jetzt sterbe bin ich dann an meinem Alkoholkonsum oder am Passivrauchen gestorben, weil alle in meiner Familie rauchen? Diese ganzen Statistiken sind keinen Schuss Pulver wert.

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thanks-top-info 11.12.2012, 12:58
41.

Trinkkultur... selten so gelacht. Wer meint, man könne eine ganze Gesellschaft von heute auf morgen ohne Auswirkungen in eine neue Richtung laufen lassen, der hat's nicht begriffen. Ich sag's ja immer, gerade in Dland begreifen wir nicht, das Beständigkeit und Kontinuität immens wichtig sind für das Wohlbefinden der Menschen. Wir Deutschen handeln im Vergleich zu anderen Nationen arg über den Kopf, weniger über den Bauch... das Land der Dichter und Denker. Wir sollten den Weg zurück auf den Teppich finden, und uns auf das besinnen, was uns gut tut. Das solle ein Anliegen der Politik werden. Und dann erholt sich vielleicht auch wieder die Geburtenrate

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Martin2 11.12.2012, 12:59
42. Dann aber Cannabis legalisieren

Von mir aus kann Alkohol gern etwas teurer werden, dann aber bitte Hanfprodukte erlauben - ist eh viel harmloser als das Gesaufe!

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broadcaststurm 11.12.2012, 13:01
43. Darauf einen Dujardin

Zitat von sysop
Alkohol tötet jährlich 15.000 Deutsche. Menschen in Ostdeutschland führen statistisch gesehen die Todesopfer-Rangliste an. Ursachen sind ihre soziale Situation und die Folgen der DDR-Trinkkultur. Experten fordern eine radikale Erhöhung der Alkoholsteuer.
Die Feststellung, dass in D zu viel gesoffen wird, ist sicherlich richtig. Allerdings glaube ich nicht, dass eine Erhöhung der Alkoholsteuer das Trinkverhalten ändern wird, die Menschen werden Auswege suchen und wieder anfangen selbst zu brennen.

Eine gesellschaftliche Ächtung würde vielleicht etwas bessern, aber gesoffen wird in allen gesellschaftlichen Schichten und dann wird es noch als Trinkkultur und kulturelles Erbe bezeichnet. Es ist auch sehr unterschiedlich wie der Alkoholkonsum beschrieben wird: bei Ernst August von Hannover hieß es einmal, er sei ein Liebhaber eines guten Tropfens, als seine Leberprobleme publik wurden. Der Hartz4-Empfänger wird dagegen sehr gerne als Säufer und Penner tituliert.

Die Folgen solchen Handelns sind aber für die betroffenen Familien sicherlich gleich. Alkohol zerstört nicht nur die eigene Person sondern auch die Familien. Es wird in Deutschland aber keine wirkliche Ächtung des Alkohols geben, solange Saufen zum guten Ton gehört, Alkohol weiterhin als sehr gesellschaftsfähig gilt, Seminare über Wein und Whisky abgehalten werden, es keine 0 Promille-Grenze im Straßenverkehr gibt und der Genuss von Alkohol noch immer strafmildernd wirkt.

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carranza 11.12.2012, 13:03
44. Das war im Westen auch nicht anders

Zitat von boblinger
Ohne die Folgen der Treuhandabwicklungen klein reden zu wollen, die ich aus meinem Arbeitsalltag in Ostdeutschland leider nur zu gut kenne - die Alltagskultur in der DDR war durch und durch "alkoholisiert". Es wurde unglaublich viel bei jeder sich bietenden Gelegenheit gesoffen. Noch dazu qualitativ oft mehr als fragwürdiges Zeug (da die besseren Brau- und Brennerzeugnisse für Devisen in den Westen gingen). Auf Betriebsfeiern, am Wochenende im privaten Kreis. Auch auf der Arbeit (Thema Bergbau und Alkohol ...) Alkohol gehörte immer und überall mit dazu.
Früher ging man im Westen nach der Arbeit auch noch gerne mit seinen Kollegen auf ein Bier in die Kneipe.
Das änderte sich natürlich schlagartig, als es dann üblich wurde, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren und um den Führerschein, oder gar ums Blech und ums Leben hätte bangen müssen.

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boer640 11.12.2012, 13:03
45.

Zitat von carranza
Wer die Sterberate der Alkoholtoten anführt, sollte aber auch nicht verschweigen, wie viele Kinder durch vorhergehenden Alkoholgenuss in die Welt gesetzt werden. Wer die Alkoholsteuer erhöht, der muß in Kauf nehmen, dass er weniger Steuerzahler bekommt.
:-) ymmd, schönes Argument. Komma. Aber.
Extremer Alkoholkonsum, und davon ist bei Alkoholtoten auszugehen, senkt die Qualität der Spermien, das geht schon mal bis zur Unfruchtbarkeit. Abgesehen davon, wenn man richtig einen in der Krone hat, kann man schonmal die Macht über sein Schwert verlieren, dann ist es keine Waffe mehr.

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neoliberaler_kapitalist2 11.12.2012, 13:04
46.

Zitat von sysop
Alkohol tötet jährlich 15.000 Deutsche. Menschen in Ostdeutschland führen statistisch gesehen die Todesopfer-Rangliste an. Ursachen sind ihre soziale Situation und die Folgen der DDR-Trinkkultur. Experten fordern eine radikale Erhöhung der Alkoholsteuer.
Da bin ich auch dafür. An anderer Stelle wird hier im Boad immer für höhere Steuern gestritten, allerdings nach dem einfachen SchemaF des Strassenräubers: Einfach von den Reichen nehmen und selber Hartz4 und nichts tun. Mit so einem Ansatz kann ich mich nicht anfreunden.

Aber die Alkoholsteuer zu erhöhen wäre SEHR sinnvoll. Ich denke man kann da ruhig um 100% erhöhen, genauso Tabak. Dem kann man nur positives abgewinnen. Das wäre ein Radikalschlag gegen jugendliche Komasäufer, Komatöse Kommunisten wie der immer lallende Lafontaine und seine halbe Anhängerschaft, es wäre ein Befreiungsschlag für unser überfordertes Gesundheitssystem, und es würde MILLIARDEN in die Kassen spülen.

Beispiel:

Branntweinsteuer Deutschland 2010: Knapp 2 Milliarden Euro.

Biersteuer 713 Millionen 2010

Schaumweinsteuer 470 Millionen Euro.

Tabaksteuer: 13 Milliarden

Wenn man jetzt mal richtig Nägel mit Köpfen macht, Branntweinsteuer + 200%, Rest + 100%

dann sind das ca. 18 Milliarden Euro SteuerMEHReinnahmen! Rechnen wir 17, weil es sicher auch den Effekt haben wir das weniger konsumiert wird, was auch gewünscht wäre. Ich glaube das ist mehr als der Staat mit dem Ankauf seiner bekloppten SteuerCDs erwirtschaften kann - und es tut niemandem weh! Nur denen die ein Alkoholproblem haben. Wer nur 1-2 x pro Monat trinkt, dem wird das egal sein ob er plötzlich für einen edlen Tropfen das doppelte und dreifache bezahlen muss. Wer natürlich jeden Tag trinkt oder auch nur jedes Wochenende, der hat ein Problem. Aber da muss er durch, Entzugskliniken gibt es schließlich genug in Deutschland.

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felin 11.12.2012, 13:05
47.

Zitat von Nachtheinigte
Natürlich ist das auch ein gute Gelegenheit der DDR die Schuld in die Schuhe zu schieben.
Aber wirklich, das geht ja gar nicht. Die arme DDR hatte doch stets das Wohl ihrer Bürger im Sinn. Im Arbeiter- und Bauernstaat wäre doch nie jemand auf die Idee gekommen, zur Flasche zu greifen.

Manchmal frage ich mich, ob ich der einzige bin, der sich noch an die Realität in der DDR erinnern kann.

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2049er 11.12.2012, 13:06
48. was soll der einzelne Bürger machen, wenn sich das leben in

merkels vorzeigerepublik nur noch betrunken ertragen lässt ?

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franko_potente 11.12.2012, 13:06
49.

Zitat von j.vantast
Aber in den Werbepausen der Kinderfernsehzeit wird für Likör und Wodka geworben.
Unsinn. Im Kinderfernsehen und während der Kindersendungen darf gar keine Alkoholwerbung ausgestrahlt werden. DAs ist schlicht und ergreifend erlogen.

Zitat von
Trotz der enorm hohen Zahl an Jugendlichen, die sich ins Koma saufen, hält es offenbar niemand für nötig etwas zu unternehmen. Im Gegenteil, es wird sogar von politischer Seite verharmlost und behauptet, die Zahlen der Jugendlichen Komasäufer wären rückläufig. Diese Doppelmoral ist wirklich unerträglich.
enorme Zahl an Jungendlichen?
2011 waren es 4!
Das was Sie meinen, sind schlicht Betrunkene. Und als Jugendlicher ist es ja wohl völlig normal , hin und wieder hackedicht zu sein. Man verträgt noch nix, und kennt die Grenzen nicht. Aber so ist das mit den Medien, da heisst es dann KOMAsaufen und der Gutmensch springt drauf an, analog "Sicheres Stadionerlebnis" +lol*

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