Forum: Blogs
Deutschlandkarte: Wo die meisten armen Kinder wohnen
DPA

Ihnen fehlt es an Geld, an akzeptablen Wohnverhältnissen und an Winterkleidung: 19 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind von Armut bedroht. Eine Studie zeigt, wo die Not am größten ist - vor allem die Entwicklungen in Bremen und Nordrhein-Westfalen erschrecken. Kinderarmut in Deutschland: Hier wohnen die meisten armen Kinder - SPIEGEL ONLINE

Seite 22 von 66
Schwarzbär 09.01.2014, 12:16
210. Kein Kindergeld für "Reiche"?!

Zitat von addit
Dass man als reicher Mensch in Deutschland trotzdem noch Kindergeld bekommt, das will mir einfach nicht in meinen Kopf. Kindergeld sollte nur für die Leute da sein, die es auch wirklich benötigen. Reiche haben eh schon ALLE Vorteile dieser verkehrten Gesellschaft. Da gehört was geändert, und schon lange!
Klasse Idee! Ich kann mir lebhaft vorstellen, was bzw. wen jemand wie Sie als "reich" betrachtet. Dann bekommen eben nur noch die Hartzer und die "Armutsimmigranten" Kinder, weil sich noch mehr Fachkräfte und Akademiker keine Kinder mehr leisten können als dies heute schon der Fall ist. RTL wird´s freuen. Die deutschen Sozialkassen und die deutsche Wirtschaft aber wohl eher weniger. Fragt sich dann nur noch, wer das ganze dann in der Zukunft bezahlt...!?

Beitrag melden
grover01 09.01.2014, 12:16
211.

Zitat von kölschejung72
Als Student bekommen Sie ein günstiges Semesterticket, subventioniertes Mittagessen, subventionierte Studentenclubs und haben zur Not noch Mama und Papa, mit Kühlschrank und Geschenken, die Arme Menschen per Gesetz in Deutschland nicht erhalten dürfen. Auch ihr Vorschlag mit der Tafel greift viel zu kurz: Hier am Ort darf man bei der Tafel jeweils ein halbes Jahr Lebensmittel kaufen. Und zwar dann alle zwei Wochen einmal für 3-5 Euro etwa eine Bananenkiste mit abgelaufener Scheisse, verottendem Gemüse und ausgetrockneten Backwaren. Es gibt auch Tafeln in Wohlstandsvororten, wo das Angebot anders aussieht. Aber hier ist das lediglich Müllvermeidung der Discounter für die man dann der Diakonie noch Geld abdrücken soll. Wenn sie ohne jede zusätzliche finanzielle Belastung von 391 Euro existieren, werden sie nicht sterben. Aber ihre Kleidung wird sich sichtbar in Richtung armselig wandeln, ihre sozialen Kontakte gehen verloren und Teilhabe am Leben wird wegbrechen und jede Erneuerung von technischen Geräten ist ein Kraftakt.
Merkt eigentlich keiner, dass die staatlichen Stützen auf allen Ebenen immer mehr werden, dafür aber auch Steuern und sonstige Barrieren im Bemühen sich selbst zu versorgen? Wir werden zu einem Volk von unmündigen, von Kind an lernen wir bei Behörden betteln zu gehen, anstatt Eigenverantwortlich zu handeln.

Der Staat soll endlich aus dem Weg gehen und aufhören Arbeitsplätze zu verhindern. Das staatliche Bemühen Armut zu bekämpfen schafft erst die Armut.

Es ist doch gar nicht die Frage ob es den Menschen besser gehen sollte, natürlich sollte das der Fall sein. Die Frage ist mit welchen Mitteln kann das erreicht werden. Und durch mehr Umverteilung, Mindestlohn etc. sicherlich nicht. Profitieren werden davon nur Politiker, die sich immer wichtiger fühlen, da immer mehr soziale Probleme entstehen, für die sie in Wahlkämpfen Lösungen versprechen.

Wohlfahrt ist eine sehr wichtige Sache, aber sie sollte nicht zu den Aufgaben eines Staates gehören.

Beitrag melden
dschmi 09.01.2014, 12:16
212. Wie kann das sein?

Laut Kanzlerin Merkel geht es uns allen besser :-)...
Laut EZB und alle Marktkonformen Politikern profitieren WIR deutsche am meisten vom Euro...
Also zu meiner zeit, damals zu DM Zeiten und als die Politiker noch Angst vorm kalten Krieg hatten, gab es nicht soviel Kinderarmut...
Aber ich vergaß diese Armut die sich momentan weiter ausbreitet zur Rettung der Banken und des Euros ist ja alternativlos

Beitrag melden
lebenslang 09.01.2014, 12:16
213. betreuendes gewerbe

Zitat von Der_Franke
Von denen lebt doch die "Helferindustrie"
in deutschland gibt es eine art opferkult, der migrant, der behinderte, der hartzivler usw.

ein medienbericht reiht sich an den nächsten in dem von diesen menschen als opfer gesprochen wird, als opfer der politik, des gesellschaftlichen klimas us. usw.

meiner einschätzung nach treibt dieser opferkult menschen in die apathie, man kann ja sowieso nichts machen, die umstände sind dagegen.

so wird mit einer gutgemeinten schelte an den umständen aus vielen menschen jegliche motivatrion vertrieben den eigenen fähigkeiten zu vertrauen, das leben selbstständig anzupacken und zu sehen wie das best mögliche aus den umständen herauszuholen ist.

indem man menschen zu opfern erzieht blüht natürlich das betreuende gewerbe.

Beitrag melden
Korken 09.01.2014, 12:17
214.

Eine weitere Differenzierung der prozentzhalen wäre schön. Sehr oft kratzen die Regierungsbezirke nur um zehntel an einer anderen Farbe vorbei. Gerade im zusammengefassten Bereich von 10-20 Prozent.

Beitrag melden
groovemachine 09.01.2014, 12:17
215. wesentliche Fragen

Einige Kommentatoren stellen sich die Frage: Sind die Kinder jetzt "arm" wie in der Überschrift beschrieben oder "von Armut bedroht" Ich denke es wäre besser sich die Fragen zu stellen: Wie kann es sein,dass bei Knapp zehn Prozent im Westen und zwölf Prozent in Ostdeutschland, Winterkleidung fehlt und wie kann dies behoben werden?

Beitrag melden
fatherted98 09.01.2014, 12:18
216. Kommt immer...

...drauf an wie man Armut definiert. Für machen Grundschullehrer ist ein Kind schon arm wenn es nicht einen Scout Ranzen und keine Designer Jeans trägt sondern die Billigvariante aus dem Discounter. Von Handys und sonstigem technischem Gimmick ganz zu schweigen.
Unerträglich finde ich Situationen in Ganztagsschulen in denen Kinder deren Eltern das Mittagessen nicht finanzieren können oder wollen, den anderen beim essen zusehen während ihnen selbst der Magen knurrt. So etwas als Lehrer, Schulleiter oder Schulamt zuzulassen sollte schon den Rauswurf nach sich ziehen...da gehts ja teilweise Kindern in Indien oder Afrika besser die in der Schule ein kostenfreies Essen bekommen.

Beitrag melden
ginotico 09.01.2014, 12:19
217. Reihenfolge?

Ich sage mal was provokantes. Auch wenn ich dafür Prügel bekomme. Nach meiner Beobachtung ist es sehr oft nicht so, dass kinderreiche Familien arm werden. Sondern erst sind die Menschen arm und dann bekommen sie mehrere Kinder.

Beitrag melden
yumyum 09.01.2014, 12:19
218.

Zitat von sysop
Ihnen fehlt es an Geld, an akzeptablen Wohnverhältnissen und an Winterkleidung: 19 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind von Armut bedroht. Eine Studie zeigt, wo die Not am größten ist - vor allem die Entwicklungen in Bremen und Nordrhein-Westfalen erschrecken.
33,7 Prozent ist doch noch OK. Erst wenn es auf die 45 Prozent zugeht, könnte es für den Staat gefährlich werden, da damit evtl auch die Stimmung im Volk umkippt. Aber wie das Forum unter Beweis stellt, finden sich bis dahin noch genug Willige, die auf Hartz IV Empfänger einprügeln und an Chancengleichheit (auch wenn Fakten dies schon längst widerlegt haben) glauben.

Beitrag melden
Der_Franke 09.01.2014, 12:21
219. Welches problem haben Sie denn?

Zitat von monotrom
Weil es Kindern in Afrika o.ä. noch schlechter geht, ist das alles also garnicht so wild. Als berufstätige! AE mit 1! Kind die, Selbstständigkeit sei Dank, auch allein finanziell gerade steht, gruselt es mich, wie hier wieder Phrasen gedroschen und Vorurteile gepflegt werden. Von den Abgaben ist unsereins kaum besser gestellt als ein Single, btw.: auch durch eine OECD-Studie belegt. Oder wie jemand im Südeutschen-Forum so treffend formulierte: Man würde besser fahren, wenn man ein Kind heiraten, statt aufziehen würde. Insofern wundert es mich nicht, dass viele AE sich diesen Spass verkneifen. Familiensplitting wäre die Antwort, aber im Gegensatz zu Homosexuellen haben AE keine Lobby. Gott bewahre, würde die Institution Ehe in unserem christlichen Land durch Alleinerziehende Schaden nehmen...
Ehegattensplitting und Kindergeld sind doch schon eine Art Familiensplitting. Und AE haben in STKl 2 zusätzlichge Freibeträge. Wieso werden immer eigentlich die restliche Bürger verantwortlich gemacht, nur weil es einige nicht schaffen, zusammen ein Kind zu erziehen. Ein Trend, der übrigens in den letzten 20 jahren steigend war (will Kind aber keinen Mann).

Beitrag melden
Seite 22 von 66
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!