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Deutschlandkarte: Wo die meisten armen Kinder wohnen
DPA

Ihnen fehlt es an Geld, an akzeptablen Wohnverhältnissen und an Winterkleidung: 19 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind von Armut bedroht. Eine Studie zeigt, wo die Not am größten ist - vor allem die Entwicklungen in Bremen und Nordrhein-Westfalen erschrecken. Kinderarmut in Deutschland: Hier wohnen die meisten armen Kinder - SPIEGEL ONLINE

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ernstrobert 10.01.2014, 13:27
650. Fakten

Zitat von rotfront
Aber auf "wehrlose" einzuprügeln ist natürlich einfacher. Mich wurmt es zum Beispiel auch,das ich (Schulabschluß Note 2,Berufsausbildung Note 2 und 30 Jahre Arbeit ) genau soviel H4 bekomme,wie ein " Frischling",der 2 oder 3 Lehrstellen geschmissen hat. Auch darin liegt eine gewisse Ungerechtigkeit.
Danke für Ihren insgesamt sehr sachlichen und faktenreichen Beitrag.
Ich wundere mich auch, dass viele Beiträge hier sich völlig vom Thema entfernen und ihre eigenen, immer gleichen Sprüche absetzen.
Thema ist die ungleiche Verteilung von Armut, geografisch gesehen.
Da wurde richtig kritisiert, dass das Raster viel zu grob ist und damit die feinen, aber entscheidenden Kontraste (z.B. unterschiedliche Stadtviertel, Speckgürtel) unter den Tisch fallen.
Dennoch gibt es an der Karte einiges, was signifikant ist: Der niedrige Anteil von H4 Empfängern (unter 10%) in der Oberpfalz z.B., obwohl das ein ausgesprochen strukturschwaches Gebiet ist, ohne boomenden Arbeitsmarkt. Für mich ein deutlicher Hinweis, dass traditionelle Lebensweisen besser mit drohender Armut zurecht kommen, weil die Familien noch halbwegs funktionieren, weil die Leute sich gegenseitig helfen, die Kinder anständig erzogen werden und alle insgesamt sich nicht nur über Konsum definieren. Das Menschliche zählt - natürlich auch mit Ausnahmen. Geistige und moralische Armut ist für Kinder ein größeres Problem als materielle Armut.

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ernstrobert 10.01.2014, 13:34
651. auf Kosten der Allgemeinheit

Zitat von brut_dargent
"Schauen Sie sich doch die aktuellen Zinsen an, die sind mickrig. ..." Zitat Ende - Das Family-Office der Quandts, der HQ-Trust, ist dafür bekannt, jährlich eine Rendite von über 20% zu erzielen. Vorausgesetzt, Sie nennen € 30 Mio. Ihr eigen, dürfen Sie übrigens auch mitspielen. Das mit der Inflation stimmt nicht. Große Vermögen erzielen oft auch überdurchschnittliche Renditen. Wenn Sie € 1.000,00 zu 17% anlegen, ergeben sich nach 50 Jahren € 2.566.215,28. Die inflationsbereinigte Kaufkraft bezogen auf den Zeitpunkt des Anfangskapitals beträgt noch immer sehr stolze € 585.097,28.
Wenn alles nach Recht und Gesetz versteuert wird, leisten auch die Quandts ihren gerechten Beitrag zur Finanzierung des Sozialstaats.
Dass es zuviele Schlupflöcher für 'Steuervermeider' und Steuerflüchtlinge gibt, ist eine andere Sache. Betrug am Gemeinwesen ist aber zum Volkssport geworden; auch die 'Helferindustrie', Gewerkschaften etc., sehen zu, dass sie sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichern.

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Crom 10.01.2014, 13:38
652.

Zitat von brut_dargent
"Schauen Sie sich doch die aktuellen Zinsen an, die sind mickrig. ..." Zitat Ende - Das Family-Office der Quandts, der HQ-Trust, ist dafür bekannt, jährlich eine Rendite von über 20% zu erzielen.
Ich bezweifle, dass der HQ Trust nur in verzinste Wertpapiere anlegt. Die Rendite hat mit Zinseszins also nichts zu tun.

20% entspricht übrigens ungefähr der Steigerung des DAX im vergangenen Jahr. Als der DAX seinerzeit gefallen ist, hat sicher auch der HQ Trust entsprechende Verluste eingefahren. Die lassen Sie hier aber unter den Tisch fallen.

Zitat von
Wenn Sie € 1.000,00 zu 17% anlegen, ergeben sich nach 50 Jahren € 2.566.215,28. Die inflationsbereinigte Kaufkraft bezogen auf den Zeitpunkt des Anfangskapitals beträgt noch immer sehr stolze € 585.097,28.
Zeigen Sie mir doch mal die Anlage, bei der man 17% garantiert bekommt.

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brut_dargent 10.01.2014, 13:51
653.

Zitat von Crom
Ich bezweifle, dass der HQ Trust nur in verzinste Wertpapiere anlegt. Die Rendite hat mit Zinseszins also nichts zu tun.
Jajaja, jetzt bleiben Sie mal locker. Ich habe im Eifer des Gefechts unsauber argumentiert, soll schon mal vorkommen.

Wie gesagt, wenn Sie es genau wissen wollen, sehen Sie sich die Vorträge von Prof. Senf an. Wie der HQ-Trust seine Rendite erwirtschaftet, weiß ich auch nicht. Und ich glaube auch kaum, dass man es verraten würde, ich weiß es selbst nur aus der Zeitung. Die Gates Stiftung legt ihr Geld z.B. grundsätzlich nicht unter 13% an, ist eine interne Vorgabe.

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Crom 10.01.2014, 14:09
654.

Zitat von brut_dargent
Jajaja, jetzt bleiben Sie mal locker. Ich habe im Eifer des Gefechts unsauber argumentiert, soll schon mal vorkommen. Wie gesagt, wenn Sie es genau wissen wollen, sehen Sie sich die Vorträge von Prof. Senf an. Wie der HQ-Trust seine Rendite erwirtschaftet, weiß ich auch nicht. Und ich glaube auch kaum, dass man es verraten würde, ich weiß es selbst nur aus der Zeitung. Die Gates Stiftung legt ihr Geld z.B. grundsätzlich nicht unter 13% an, ist eine interne Vorgabe.
Interessant, dass Sie über interne Vorgaben der Gates Stiftung informiert sind.

Wie gesagt, der HQ Trust hat offenbar gut in Wertpapieren angelegt, sieht man ja am DAX-Verlauf letztes Jahr. Nichts anderes wird auch die Gates Stiftung machen und garantiert sind die 13% sicher nicht.

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Der_Franke 10.01.2014, 15:27
655. Einfach falsch

Zitat von rotfront
Das heißt,2 Erwachsene ,die zusammen leben,haben also NICHT 800 Euro sondern etwas über 700!!! Und von den Regelsätzen für Kinder wird jeweils das Kindergeld (184 Euro und fürs 3. Kind 190 Euro) ABGEZOGEN !!!
Kindergeld ist der sehr hohe pauschalierte Steuerfreibetrag für das Existenzminimum. Da die meisten Eltern mangels hohen Einkommen keine entsprechende Betrag erwirtschaften können, wurde der Betrag als Kindergeld so festgelegt. Da Hartz IV Empfänger aber keinerlei EKSt bezahlen, können sie auch keinen (pauschalierten) Freibetrag haben. Wie wäre es das Sozialgeld für kinder ganz abzuschaffen und denen dafür das Kindergeld zu geben. Dann fehlen Ihnen die Argumente.

Und noch was zu der Höhe der Hartz Sätze. Die sind zu hoch und zu niedrig. Ein Widerspruch? Nein, für jungen Menschen, die steuerlich und sozialbeitragsmäßig noch (fast) nichts geleistet haben, sind sie eindeutig zu hoch. Für den mit 35 Erwerbsjahren eindeutig zu niedrig. Schade das man nicht differenziert.

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