Forum: Blogs
Diagnose auf Wunsch: Wie Krankenkassen sich beim Hausarzt einmischen
imago

Trickreich versuchen Krankenkassen, möglichst viel Geld für sich abzuzwacken. Dafür brauchen sie die Hilfe der Ärzte: Die Mediziner müssen passende Diagnosen stellen. Empörende Einblicke in eine umstrittene Praxis. Von Cornelia Schmergal

Seite 1 von 2
normanr 19.08.2016, 15:07
1. das System ist doch schon lange korrupt

und IMMER zum Nachteil des Patienten.
Alter Hut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flipbauer 19.08.2016, 15:12
2.

Profit und Gesundheit(swesen) geht nicht.
Entweder das eine oder das andere.
Unser Gesundheitswesen gehört schon lange reformiert-
zum Vorteil der Kranken zum Nachteil der Profiteure.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
IsmiraSchlecht 19.08.2016, 16:10
3. Wer ist überrascht? Ich bin's nicht!

Ob das der Grund ist, warum mir eine unheilbare Krankheit ohne Symptome attestiert wurde? Fakt ist, dass ich jetzt einen höheren Versicherungsbeitrag zahlen muss, obwohl mir nichts fehlt, da alle Zweitmeinungen von anderen Ärzten, die mir Gesundheit bescheinigen, nicht akzeptiert werden.
Was für eine "kranke" Welt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
i.dietz 19.08.2016, 16:29
4. Alle wollen an den Gesundheitsfond

hier: zusätzliche Kostenerstattung an die KK
oder
Gröhe und der SPD mit ihrem Anliegen, von dort die mediz. Versorgung der Flüchtlinge, Asylanten, etc. bezahlen zu lassen !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schmidti43 19.08.2016, 16:57
5. Jeder D geht 17 mal im Jahr zum Arzt

ich bin 48 und hab nicht mal einen Hausarzt.
Die 17 mal GKV-Arztbesuche hab ich seit 1994.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Phineast 19.08.2016, 17:25
6. Ich hatte mal einen Hausarzt, der war dem Druck der Krankenkasse nicht gewachsen.

Er verschrieb Medikamente mit Nebenwirkungen, die aber billiger waren.

Zum Beispiel einen Blutdrucksenker, der chronische Bronchitis auslöste. Oder einen Fettwertesenker, der enorme Schweissanfälle auslöste, die eine Berufstätigkeit unmöglich machten.

Jedes Medikament kann gewaltige Nebenwirkungen haben, die seinen Nutzen völlig in Frage stellt. Die Krankenkassen berücksichtigen diese nie. Die wollen nur billig mit möglichst kassenschonendem Frühableben. Für Chroniker ist dabei hochdosiertes Strychnin unauffällig bei Verdauungsstörungen und Blähungen.

Bei meinem jetzigen Hausarzt waren die Kassenspezialisten auch schon, um den unter Druck zu setzen, ein gewisses Medikament -das mir wohltut- nicht mehr zu verschreiben. Ich drohte dar ob mit der Justiz. Seitdem ich chronisch krank bin, hat sich meine Rechtsschutzversicherung sehr bewährt. Ich kann die jedem Chroniker (und jedem Versicherungsnehmer generell) nur empfehlen.

Es sitzen in den Versicherungen hunderte von Quälgeister/Innen rum und überlegen, wie sie die Kranken noch mehr schikanieren können.

P.S.
Übrigens, das von der Krankenkasse oktroyierte Medikament, das die Bronchitis auslöste, war in Quartalsportion gerade mal 16 Cent billiger als das jetzige ohne Nebenwirkungen. Für diese 16 Cent Kosteneinsparung bei der Kasse musste ich im Quartal privat mindestens 30 Euro für Hustenlöser ausgeben. Davon abgesehen, dass Bronchitisanfälle sehr schmerzhaft sein können. Das war Körperverletzung!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bananenrep 19.08.2016, 17:37
7. Seit wann geht es um den Patienten....

ich dachte es geht immer darum, dass der Karnkenkassenchef das MEISTE verdient. Und am Besten gleich Chef von drei Kassen ist und noch im Vorstand einer Firma, die z.B. Reha Zeugs verkauft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hollens 19.08.2016, 18:14
8.

Hatte noch am Dienstagabend eine Dame von der Knappschaft bei mir die mir vorgerechnet hat, daß in meiner Praxis die Patienten durchschnittlich gesehen im Vergleich zur Nachbarstadt 1/4 weniger schlimm krank wären. Das könne nicht sein und ich müsse da besser verschlüsseln. Nun gucke ich schon recht genau hin bei den Diagnosen und verschlüssele auch in die Subgruppen (Folgekomplikationen) genau - wenn die Patienten die Krankheiten auch wirklich haben. Ich bin sicher nicht fehlerfrei in meiner Verschlüsselung aber 1/4 ist eine beachtliche Menge. Grund des Besuchs: "Das schmälert den Netzerfolg!" - also die Knete, die an die Kollegen des integrierten Versorgungsvertrages extra ausgezahlt wird für netzkonformes Verhalten. Das drängt den Verdacht auf, daß es den Kollegen der Nachbarstadt durchaus auch wirtschaftlich gelegen kommen könnte, wenn ihre Patienten kränker werden.
Da kann man sich nur die Haare raufen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klugscheißer2011 19.08.2016, 19:37
9. Zu viel Macht

Das deutsche Gesundheitssystem krankt vor allem daran, dass Krankenkassen und Pharamindustrie zu mächtig geworden und letztlich auch für die hohen Kosten verantwortlich sind.
Es ist ja im Alltag auch der MDK, der Medizinische Dienst der Krankenversicherung, der zum Beispiel darüber entscheidet, wie lange ein Patient mit einer bestimmten Krankheit in der Klinik liegen muss. Das sage ich nicht nur so daher. Das ist alltägliche deutsche Praxis!!
Früher wurde über solche wichtigen Dinge von den behandelnden Ärzten entschieden.
Aber selbst Ärzte sind heutzutage ja in erster Linie Kaufleute, also dem eigenen Portemoney und erst in zweiter Linie dem Patienten verpflichtet.
Dass iwr trotz allem in Deutschland noch eines der besten Gesundheitssysteme der Welt haben, ist aber kein Grund, die negativen Dinge nicht zu benennen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2