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Die gefährdete Generation: Kleine Machiavellisten

Kinder gehen durch die Hölle, wenn sie von Mitschülern gemobbt werden. Eltern können gegen die Peinigungen oft wenig ausrichten, aber vieles falsch machen. Eingreifen müssten die Lehrer.

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ich_bins 08.11.2011, 11:32
10. Habe ich auch erlebt.

Und die Lehrer haben mitgemacht. Fast alle, fast immer. Im besten Fall haben sie weggeschaut oder abgewiegelt. Unternommen hat keiner etwas. Die Eltern der Mobber haben sich rausgewunden, wieviel Arbeit sie doch hätten und wie schlecht es ihnen doch gehe und dass sie sich kaum um die Erziehung ihrer Kinder kümmern könnten (es waren hauptsächlich die Kinder von Geschäftsleuten mit wirklich gut gehenden Geschäften oder die Mutter war nicht berufstätig; es war in allen Fällen gelogen).

Noch schlimmer aber waren meine Eltern, die sich von diesem Gesülze auch noch einlullen liesen, mir oft sogar eigene Schuld vorwarfen.

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Heinzel 08.11.2011, 11:32
11. ....

Zitat von TheBrain
Hänseleien gab es in der Schule auch früher schon. Aber jetzt heißt es 'Mobbing'. Eltern oder große Brüder müssten sich (wenn es die Lehrer nicht tun) die 'Mobber' in der Schule einfach mal zur Brust nehmen. Aber dazu fehlt den meisten wohl der Mumm!
Tja, das ist leider strafbar, zu viele Zeugen.
Aber wer etwas Zeit hat, kann ja ein bisschen Dtektiv spielen, das Leben des Feindes auskunfschaften. Und dann, in einem unbeobeachtetne Moment den kleinen Machiavelli so richtig durchnehmen. Der wird das sein Lebtag nciht mehr vergessen.

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FMK 08.11.2011, 11:34
12. Große Machiavellisten decken kleine Machiavellisten

Das Decken der mobbenden Kinder durch ihre Eltern erkläre ich damit, dass große Machiavellisten kleine Machiavellisten decken. Von wem haben sie es denn?

In einer Lebensphilosophie, in der sich der Stärkere (im Büro) durchzusetzen habe, ist das die logische Konsequenz.
Die Missachtung der Menschenwürde - und das ist es letztenendes - hat ihre Wurzel in der Gottlosigkeit unserer Tage. Wenn man nicht mehr damit rechnet, dass es für alle Taten - ob öffentlich oder geheim - eines Tages eine ausgleichende Gerechtigkeit beim jüngsten Gericht gibt - dann wird der Mensch skrupellos, weil er auf seinen unmittelbaren Vorteil schielt - den er als der Stärkere auf jeden Fall hat.
Der Mensch erntet, was er säät.

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spatenheimer 08.11.2011, 11:37
13. hmmm

Zitat von TheBrain
Eltern oder große Brüder müssten sich (wenn es die Lehrer nicht tun) die 'Mobber' in der Schule einfach mal zur Brust nehmen. Aber dazu fehlt den meisten wohl der Mumm!
Ja, in den Knast gehen weil man einen 12jährigen verprügelt. Tolle Wurst, das hilft dem Sohnemann sicherlich weiter.

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kupidon 08.11.2011, 11:38
14. Kinder sind grausam.

Leider findet das Thema immer noch zu wenig Beachtung in der Gesellschaft. Die rücksichtslose Alpharüden von Heute sind die Bosse von morgen. Asozial, egoistisch und ohne Reue.
Ich will mir nicht vorstellen, wenn es meinen Kindern wiederfahren würde, was ich dann mache.

Darwin lässt grüssen.
Die meisten Eltern sind doch eh froh, wenn ihr Kind der Täter und nicht das Opfer ist.
Das war in meiner Schule nicht anders, nur dass es Cyber-Mobbyng noch nicht gab.
Mittlerweile ist man nirgendwo sicher.
Es wird noch viel schlimmere Ausmaße annehmen, etwas unternommen wird.

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Edelweiß 08.11.2011, 11:40
15. Ein sehr guter Artikel über Mobbing in der Schule ...

vor allem weil er nicht dem gängigen Schema folgt, Opfern oder potentiellen Opfern Ratschläge zu geben, wie sie sich aus der Schusslinie bringen und Mobbing-Attacken vermeiden können. Mobbing-Opfer kann eben tatsächlich fast jeder werden: introvertierte Kinder ebenso wie offenherzige, Kinder die sich wehren ebenso wie die stillen Erdulder. Ich schreibe trotzdem "fast", weil es eine kleine Gruppe gibt, die tatsächlich höchstwahrscheinlich nie Opfer werden: das ist der harte Kern der Täter, die Anführer mit ihrem Machtanspruch.

Wenn man sich konkrete Mobbing-Fälle anschaut, ist es eigentlich immer so, dass es zwar einen "Mob" gibt, der dem Opfer das Leben zur Hölle macht, dass es in diesem Mob aber eine klare Hierarchie gibt: einen oder wenige Anführer und die Gruppe der Mitläufer mit unterschiedlichen Motiven. Wenn man gegen Mobbing etwas erreichen will, muss man sich mit den Anführen, den eigentlichen Tätern, befassen. Alles andere hilft nicht. Und die Täter-Eltern sind dafür der schlechtmöglichste Ansatzpunkt, zumal das Mobbing in einem Alter beginnt, in dem Eltern ihre Kinder ganz anders erleben, als sie sich außerhalb der Familie benehmen. Die Lehrer haben hier eine sehr große Verantwortung, wenn sie nicht gegen Mobber einschreiten, wird es niemand tun.

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maxip7 08.11.2011, 11:41
16. So so

Zitat von TheBrain
Hänseleien gab es in der Schule auch früher schon. Aber jetzt heißt es 'Mobbing'. Eltern oder große Brüder müssten sich (wenn es die Lehrer nicht tun) die 'Mobber' in der Schule einfach mal zur Brust nehmen. Aber dazu fehlt den meisten wohl der Mumm! Und wenn Kinder im Face- oder was weiß ich für einem book gehänselt werden, dann sollen sie sich dort eben nicht rumtreiben. Eltern sollten ihren Kindern ohnehin 'Soziale' Netzwerke nicht erlauben, und Internet Nutzung nur unter Aufsicht zulassen!
Na wenn da so einfach ist, wieso hören nicht alle Eltern auf sie und kein Kind wird jemals wieder Opfer von Mobbing? Problem gelöst. Kümmern sie sich bitte als nächstes um die globale Erwärmung (z.B. alle sollen weniger Auto fahren und fertig) und dann um die Nahost-Frage (z.B. Palästinenser und Israelis sollen sich auf dem Schulhof treffen nach der Schule und das dann ein für alle Mal mit den Fäusten klären, hat ja früher auch funktioniert).



Zum Thema: Die Kinder sind ein Abbild des "rohen" Menschen, also des Menschen ohne Moral, Erziehung und Bewustsein für juristisches Recht und Unrecht. Man tut Sachen einfach, weil man sie machen kann. Kinder versuchen sich in Macht ausüben und probieren Dinge aus. Sicher hat jeder von uns Dinge gemacht, die wir heute nicht mehr machen würden.

Das Problem ist aber, wie bereits im Thread angemkert, wenn das Verhalten ohne Konsequenzen bleibt, dann wird dieses Verhalten beibehalten. Das endet dann z.B. in Mobbing im Büro.

Aber weder Eltern noch Schule sind aktuell in der Lage, Mobbing zu beenden. Eltern beschützen, wie im Artikel angemerkt, ihre Kinder auch vor berechtigten Anschuldigungen und Lehrer haben nicht die Mittel und meist auch keine Motivation, etwas zu tun.

Ganz besonders schlimm finde ich in der Grundschule Kinder, die aus Unterschichten-Haushalten kommen, sitzengeblieben sind und die dann die "Streber" der Klasse traktieren. In dem Alter führt das eine Jahr zu absoluter körperlicher Überlegenheit. Ich habe oft gesehen, wie dann die "Streber" nach der Schule von 2 oder 3 asozialen Rabauken traktiert wurden. So wirklich interressiert hat das keinen.

Das Problem kann man nur dadurch lösen, dass man die Schule wechselt.

Alternativ kann man ein paar älteren Rabauken etwas Geld oder Videospiele zustecken und die lösen das Problem dann auf eine andere Art und Weise. Und wenn die Mobber plötzlich die Opfer sind, dann kann man mal sehen wie schnell die Eltern aktiv werden :D
Das Gibt dann kurz heisse Diskussionen aber danach wird das Mobbing garantiert eingestellt, weil sich die Eltern endlich mal kümmern.

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Margrit2 08.11.2011, 11:42
17. greift zu kurz

Zitat von sysop
Kinder gehen durch die Hölle, wenn sie von Mitschülern gemobbt werden. Eltern können gegen die Peinigungen oft wenig ausrichten, aber vieles falsch machen. Eingreifen müssten die Lehrer.
Die Meinunen dieser Experten greifen zu kurz.
In erster Linie haben wir heute Kinder, die zu Hause kaum noch erzogen werden, sondern wie Wilde auf die Menschen losgelassen werden.
Außerdem schon in jugnen Jahren von den Eltern mit viele zu viele Geld ausgestattet werden
Hinzu kommen z. T. grottenschlechte Lehrer, eine Ver weiblichung an den Schulen, die enorme Nachteile mit sich bringt. Weibliche Schulleiter die völlig ungeeignet sind und auch eine absolute Disziplinlosigkeit in den Schulen.
Kuschelpädagogik hat einen großen Anteil daran an dem was wir heute an Problemn mit Jugendlichen haben.
Wir brauchen dringend eine Gesamtaufarbeitung des gesamten Mistes der letzten 30 Jahre in der Erziehung und den Schulen

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Noctim 08.11.2011, 11:49
18. -

In einer Gesellschaft, in der Vorbilder wie Dieter Bohlen, Sido, Bushido, Detlef D! Soost und Sendungen wie Dschungelcamp, Big Brother und GNTM Hochkonjunktur haben, wundert es mich nicht, dass die Kinder die "Erniedrigung" als legitimen Weg zur Profilierung in den Alltag einbinden.
Die meisten Eltern sind unfähig und unwillig ihre Kinder mit den richtigen Werten groß zu ziehen. Das übernehmen die Medien und der Schulhof, wo schon immer das Gesetz des Stärkeren galt.

"Macht" erlangt man in der Kindheit durch Geld (tolle Spiel- und Schulsachen, Klamotten), durch Bevorzugung (die Lehrer bewundern offen bestimmte Kinder in der Klasse) und durch körperliche Überlegenheit (Sportlich, fit). Geistige Potenziale sind auf dem Pausenhof irrelevant.
Interessanterweise ändert sich daran im Erwachsenenalter gar nichts. Geld und körperliche Bevorteilung erleichtern einem das Leben maximal. Die Bevorzugung kommt dann von alleine.

Sehe es selbst in der eigenen Verwandschaft: Die Eltern haben beide nach eigenen Angaben eine "schwere Kindheit" hinter sich, waren selbst Mobbing-Opfer und Täter. Der Vater ist mittlerweile schwer erfolgreicher Teamleiter und Führungskraft, die Mutter Hausfrau und "Erziehungsprofi".

Seit frühster Kindheit impfen sie ihrem Sprössling ein, dass er besser sei als andere, dass er unglaublich begabt wäre, sie fördern ihn bis zum Geht-nicht-mehr, er war sogar parallel zum Kindergarten in Englischkursen. In der Schule wurde so lange geübt, bis er eine Klasse überspringen durfte, Nachmittags Sport etc. Das Kind war mit sechs Jahren noch Bettnässer.

Das Kind hat einen privilegierten Zugang zu Geld, kann über eigene Finanzen frei entscheiden (mit 8) und hat gelernt, dass es toll ist, besser zu sein als andere. Das äußert sich in zwar noch wenigen, aber sehr verletzenden Kommentaren gegenüber anderen Menschen ("Bäh, was ist dass denn für ein fetter Volltrottel, voll hässlich!").

Man hat das Gefühl, dass diese Eltern ihr Kind absichtlich zu einem arroganten Snob erziehen wollen, weil sie endlich auf der mächtigen Täterseite stehen wollen. Gleichzeitig bauen Sie eigene Komplexe über ihr Kind ab, durchleben durch das Kind nochmal die eigene Kindheit und zahlen es den anderen Kindern heim, laben sich an dem Wohlstand, den sie als Kind nicht erleben durften. Sie fühlen sich geprellt.

Alles unter dem Deckmantel: "Ich will nur, dass es mein Kind besser hat, als ich! Ihm soll es an nichts fehlen!"

Was sie dem Kind damit antun (auch wenn das Kind selbst wiederum Täter wird), zeigt sich dann in der Pubertät. Entweder überflügelnde Banker-Arroganz, oder totales Ausklinken, Drogen und Subkultur.

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lizard_of_oz 08.11.2011, 11:49
19. Wenn die Direktorin zickt

Zitat von stevie76
ich kann den artikel nur bestätigen. was vor allem in unserem fall auffiel, war, dass die schuldirektorin einfach alles abstritt. vom hin und her für einen termin ganz zu schweigen. sie wurde richtig zickig. also, die bosse-realschule in bielefeld eher meiden.
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Dann empfehle ich Ihnen wärmstens, einfach ein oder zwei Stellen nach oben zu gehen und in einer Mischung aus enttäuschter Vaterlandsliebe, Schock, Wut und Verständnislosigkeit höhere Stellen auf das Versagen der Direktorin hinzuweisen. Das sollte der Direktorin schon einige schlaflose Nächte bereiten, wenn die ersten offiziellen Schreiben eintrudeln. Außerdem würde ich die Direktorin verklagen, auch wenn es aussichtslos ist, aber allein deren Gesicht vor dem Sozial-Richter...
Nicht einschüchtern lassen!!! Sie zahlen die Steuern von denen die Frau lebt, das muss man der sagen, das wirkt Wunder. Weiterhin gibt es noch die Dienstaufsichtsbeschwerde. Sicher gibt es auch Vereine.

Lassen Sie sich von der Direktorin nicht einschüchtern!!! Das ist nur Pokerei! Sie sitzen am wesentlich längeren Hebel, wenn Sie der Frau Ärger machen wollen. Schade, wenn ich Sie kennen würde, dann würde ich Ihnen das Schreiben verfassen und zwar so, dass die ganze entsprechende Behörde eine Sitzung macht und die Alte min. ein Jahr lang nicht mehr lacht!
Sie können die Direktorin zwingen, dass diese sich persönlich entschuldigt für ihr Versagen, bei Ihnen daheim und vor der Klasse (schon erlebt, in einem ähnlichen Zusammenhang)!

Nochmal, bloß nicht einschüchtern lassen und nie ohne Zeugen zu der gehen! Zickt sie rum, alles aufnehmen oder mitschreiben und dann Dienstaufsichtsbeschwerde. Dann geht sie durch die Vorhölle für Pädagogen.

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