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Die gefährdete Generation: Kleine Machiavellisten

Kinder gehen durch die Hölle, wenn sie von Mitschülern gemobbt werden. Eltern können gegen die Peinigungen oft wenig ausrichten, aber vieles falsch machen. Eingreifen müssten die Lehrer.

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GrafZahl 08.11.2011, 12:35
40. Danke!

Zitat von lizard_of_oz
--- Dann empfehle ich Ihnen wärmstens, einfach ein oder zwei Stellen nach oben zu gehen und in einer Mischung aus enttäuschter Vaterlandsliebe, Schock, Wut und Verständnislosigkeit höhere Stellen auf das Versagen der.....
Wissen Sie was?
Das, was Sie da schreiben, gehört in den Artikel!

Liebe SPON-Redaktion, macht das doch mal zum Thema: wie wehrt man sich erfolgreich? Darüber würden sich wirklich viele Betroffene freuen!

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Atheist_Crusader 08.11.2011, 12:38
41. ...

Zitat von fridericus1
...während meiner Schulzeit eher Opfer als Täter. [...]
Es ist richtiggehend beängstigend, wie viel ich davon auf mich selbst übertragen kann.

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xoxox 08.11.2011, 12:38
42. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

Zitat von GrafZahl
Also, ich muß da mal aus dem Nähkästchen plaudern: Ich habe für einen verwandten Jungen, der gemobbt wurde, einem Elf- und einem Dreizehnjährigen ordentlich eins auf's Maul gegeben
Kein schöne Lösung.
Keine elegante Lösung.
ABER EINE LÖSUNG.

Es ist immer ganz toll als Unbeteiligter über Gewaltfreiheit zu schwafeln, wenn man sich null in die Lage des Gemobbten versetzen kann. Es geht nicht um brutale Gewalt, sondern nur um eine klare Ansage mit einigen handfesten Argumenten.
Den Tätern muss klar werden, dass ihre Handlungen Konsequenzen haben werden. Denn genau hier liegt das Problem. Weder Eltern noch Lehrer setzen bzw. dürfen den Tätern Grenzen setzen.
Da ist es kein Wunder, dass eine anfangs harmlose Sache so extrem ausarten kann. Menschen sind nämlich _nicht_ nett, erfahren sie keine Konsequenzen für ihr Handeln, hören sie _nicht_ auf. Denn Mobbing macht Spass, verleiht Anerkennung und Macht.

Ich kann jedem Mobbing-Opfer nur raten, sich so früh wie möglich zu wehren. Wer selber dazu nicht in der Lage ist, muss sich Hilfe holen. Der große Bruder wäre hier der Klassiker.

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Halodri73 08.11.2011, 12:41
43. sehe ich ähnlich

Zitat von KV491
Die Experten (die es ja für alles gibt), raten natürlich, die Täter nicht anzugehen. Warum eigentlich? "Dann wird es nur schlimmer". Wo ist das festgeschrieben? Manche "Aufs-Maul"-Sprüche dazu mögen ein wenig unreflektiert sein - aber generell hat es noch nie geschadet, wenn Täter auch Konsequenzen......
Ich verstehe auch nicht ganz, warum hier die möglichen Konsequenzen der "Täter" ( NOCH schlimmer mobben??) in den Vordergrund gestellt werden.
Schulverweis für die Rädelsführer als letztes Mittel, vorher Gespräche Lehrer vs. "Tätereltern" um denen mal zu erzählen, was für fiese Früchtchen Ihre Prinzen und -essinnen in der Schule sind. Da mögen die Eltern gern (nur nach aussen???)empört reagieren, wer weiss, was die in den eigenen 4 Wänden gegen dieses Verhalten unternehmen.

Und wenn sich nix ändert, fliegt der Störenfried (sprich der Täter) eben von der Schule.

Ach nein, Entschuldigung.. Das geht ja heute nicht mehr, weil sämtliche Eltern zu glauben scheinen, die 12 Semester Studium der Pädagogen bestünden NUR aus Feiern und Schlafen und nur Eltern dürften das Verhalten Ihrer Sprösslinge sanktionieren....

Vielleicht ist es diesbezüglich mal an der Zeit, eine Fehlentwicklung umzukehren??

Im Übrigen, halte ich es für ausgemachten Unsinn, wenn behauptet wird, dass die schlimmen Mobber die Chefs von morgen sind. Das dürften dann doch eher zumindest halbe Streber sein und die sind dann eher selten die informellen Führer von Mobbergruppen.

Zumindest war das zu meiner Zeit so.

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lemaca09 08.11.2011, 12:41
44. Ja klar.

Zitat von Margrit2
Hinzu kommen z. T. grottenschlechte Lehrer, eine Ver weiblichung an den Schulen, die enorme Nachteile mit sich bringt. Weibliche Schulleiter die völlig ungeeignet sind und auch eine absolute Disziplinlosigkeit in den Schulen. Kuschelpädagogik hat einen großen Anteil daran an dem was wir heute an Problemn mit Jugendlichen haben. Wir brauchen dringend eine Gesamtaufarbeitung des gesamten Mistes der letzten 30 Jahre in der Erziehung und den Schulen
An Schule mit männlichen Direktoren gibt es natürlich kein Mobbing? Da muss ich leider aus eigener Erfahrung wiedersprechen. Ich (schon etwas älter, da gabs noch nicht so viele weibliche Lehrkräfte) habe ein Gymnasium mit einem männlichen Direktor besucht und hatte viele männliche Lehrer. Glauben Sie da gab es weniger Mobbing? Mitnichten.
Nur gab es nicht soviele Möglichkeiten zum Austoben, Facebook gabs noch nicht. Mein Mann hat eine katholische Jungenschule besucht: nur Jungen als Schüler, nur männliche Lehrkräfte, ein männlicher Direktor - kein Mobbing? Fehlanzeige!!! Unterstützung durch die männlichen Lehrer oder Direktoren? Fehlanzeige!!! Ich hab mal meine Eltern (Jahrgang '50) gesprochen: Damals gabs fast ausschließlich männliche Lehrer. Kein Mobbing? Fehlanzeige!!! Da wurde aber noch geprügelt (Lineal auf der ausgestreckten Hand, mit dem Gürtel auf den Hintern)!!! Kuschelpädagogik? Fehlanzeige!!! Aber auch: Kein Mobbing? Fehlanzeige!!! Das hieß damals nur anders. Und haben sich die Lehrer damals gekümmert? Nö, Fehlanzeige!!!

Also: Wie stellen Sie sich die Gesamtaufarbeitung der letzten 30 Jahre vor?

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brigitta b. 08.11.2011, 12:41
45. M.e.

hilft nur, das Gespräch mit dem Lehrer zu suchen - gemeinsam kann man da schon Lösungen finden. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls mit dem Klassenlehrer eines meiner Kinder gemacht, das am Anfang einer Mobbing-Opfer-Karriere stand.
Die Lehrer haben in dem Fall alle prima reagiert und mit der o.g. Karriere war es für meinen Sohn sehr schnell vorbei.
Das Gespräch mit den Eltern mobbender Schüler zu suchen, halte ich dagegen auch für völlig sinnlos, ebenso wie ein Gespräch mit dem/den mobbenden Schülern. Die geben doch oft selber Druck, den sie erleben, weiter.

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lukeserious 08.11.2011, 12:46
46. Jeden?

Die Aussage "Es kann jeden treffen." finde ich interessant, aber zu kurz gefasst.
In meiner eigenen Schulzeit, die noch nicht weit entfernt liegt, habe ich die Erfahrung gemacht, dass es zu Beginn tatsächlich so ziemlich jeden mal trifft. Entscheidend ist dann vor allem die Reaktion des "Opfers".
Immer wieder gab es bei uns die Situation, dass eine Gruppe es auf eine Einzelperson abgesehen hatte, auch ich war einige Male das Opfer und habe mich ziemlich scheiße gefühlt. So ging es jedoch reihum, mal hat man mitgeärgert, mal war man das Opfer.
Nun gab es jedoch ein paar wenige, die mit der Situation garnicht klarkamen. Statt halbwechs selbstbewusst zu reagieren, auch mal über sich zu lachen oder sich mit einem schlagfertigen Spruch aus der Opferrolle zu holen, reagierten sie meist aggressiv, weinerlich oder gingen zum Lehrer. Diese Personen wurden dann natürlich besonders interessant und dementsprechend häufiger geärgert.

Wie bei nahezu allen momentanen gesellschaftlichen Problemen, spielt meiner Meinung nach die Erziehung die wichtigste Rolle. Auf der einen Seite stehen Eltern, die ihre Kinder zu selbstsüchtigen, aufmerksamkeitsgeilen Arschlöchern erziehen, auf der anderen Eltern, die es versäumen ihren Kindern Selbstvertrauen und Schlagfertigkeit beizubringen.

Ich möchte damit nicht sagen, dass Mobbing-Opfer selbst schuld sind aber wer es versäumt sich in einer Gruppe zu behaupten, der wird nunmal an ihren Rand gedrängt.

Ich bin der Ansicht, dass die elterliche Erziehung die wichtigste Säule unserer Gesellschaft ist. Wichtige Werte gehen zunehmend verloren und werden dadurch ersetzt, das man jedem noch so gewöhnlichen Kind erzählt, es sei etwas ganz besonderes, was die Selbstüberschätzung und den Egoismus einiger ins Unermessliche steigert.

"Jeder Mensch ist etwas besonderes" ist Schwachsinn. Jeder Mensch ist gewöhnlich. Das begreifen viel zu wenige.

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westpfälzer 08.11.2011, 12:48
47. Unsinn,

Zitat von FMK
.....//...... Die Missachtung der Menschenwürde - und das ist es letztenendes - hat ihre Wurzel in der Gottlosigkeit unserer Tage. Wenn man nicht mehr damit rechnet, dass es für alle Taten - ob öffentlich oder geheim - eines Tages eine ausgleichende Gerechtigkeit beim jüngsten Gericht gibt - dann wird der Mensch skrupellos, weil er auf seinen unmittelbaren Vorteil schielt - den er als der Stärkere auf jeden Fall hat. Der Mensch erntet, was er säät.
wer sich nur aus purer Angst vor dem jüngsten Gericht "anständig" verhält, nicht weil er den Anderen achtet und respektiert, nun ja, ......! Außerdem, Ihre Schlussfolgerung ist auch nicht gerade gottgefällig! Oder darf man als "gläubiger Mensch" Nichtgläubige so ganz allgemein verleumden!! Es gibt doch ein Gebot das lautet: "Du sollst nicht falsch Zeugnis von dir geben wider deinem Nächsten."!"
Zudem, wäre es denn ganz einfach damit: "Was Du nicht willst, das man Dir antut, das füge auch keinem anderen zu."

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Gabri 08.11.2011, 12:49
48. .

Zitat von Noctim
Man hat das Gefühl, dass diese Eltern ihr Kind absichtlich zu einem arroganten Snob erziehen wollen, weil sie endlich auf der mächtigen Täterseite stehen wollen. Gleichzeitig bauen Sie eigene Komplexe über ihr Kind ab, durchleben durch das Kind nochmal die eigene Kindheit und zahlen es den anderen Kindern heim, laben sich an dem Wohlstand, den sie als Kind nicht erleben durften. Sie fühlen sich geprellt. Alles unter dem Deckmantel: "Ich will nur, dass es mein Kind besser hat, als ich! Ihm soll es an nichts fehlen!" Was sie dem Kind damit antun (auch wenn das Kind selbst wiederum Täter wird), zeigt sich dann in der Pubertät. Entweder überflügelnde Banker-Arroganz, oder totales Ausklinken, Drogen und Subkultur.
Gute und mMn voll zutreffende Beschreibung des "Tätereltern"-Profils! Leider haben die Eltern auch innerhalb der Schule mittlerweile viel zu viel Einfluss, während die Autorität der Lehrer immer weiter abnimmt. Vielleicht trifft Ihr Profil aber auch auf so manchen Lehrer zu, der aus denselben Gründen klammheimliche Bewunderung für die Anführer hegt.

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Plasmabruzzler 08.11.2011, 12:51
49. Die Wurzel des Übels

Zitat von sysop
Kinder gehen durch die Hölle, wenn sie von Mitschülern gemobbt werden. Eltern können gegen die Peinigungen oft wenig ausrichten, aber vieles falsch machen. Eingreifen müssten die Lehrer.
Ich finde, der Artikel greift das Problem zwar auf, geht aber wenig in die Tiefe.
Ich treffe folgende Annahme:
- es findet tatsächlich Mobbing statt (und keine Hänselei)

Wenn man dazu noch annimmt, dass Opfer und Täter in etwa gleich alt sind und körperlich unversehrt (d. h. es findet keine Hänselei bzw. Mobbing wegen z. B. fehlender Gliedmaßen statt) und Kinder nun einmal Kinder sind, liegt die ganze Sache doch an den Eltern, die offenbar nicht fähig sind, ihre Sprösslinge zu erziehen. Auch wenn ich von Fernsehformaten à la "Super-Nanny" kein Fan bin, muss man der Aussage im Kern Recht geben. Kinder brauchen auch Grenzen. Dass viele Lehrer Angst haben, liegt einfach an ihrer schlechten Ausgangssituation: Erziehung ist in erster Linie Sache der Eltern und nicht des Lehrers. Ich habe selber erlebt, wie ein Lehrer verklagt wurde, weil er seine Kompetenzen überschritt. Er hat (körperlich gewaltlos) einem Raufbold vor der ganzen Klasse die Leviten gelesen. Die Eltern des Lehrers waren jedoch beide Anwälte und haben auch der Rektorin das Leben schwer gemacht.

Wenn das Kind nun einmal in den Brunnen gefallen ist (sprich: der Raufbold hänselt und mobbt), kann man zwar mit Gesprächen versuchen, einiges gut zu machen, aber wirksam ist wahrscheinlich nur eine Bestrafung. Da aber heute Bestrafungen und autoritäre Erziehung abgelehnt werden, muss man wohl weiter mit solchen Problemkindern leben.

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