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Die gefährdete Generation: Kleine Machiavellisten

Kinder gehen durch die Hölle, wenn sie von Mitschülern gemobbt werden. Eltern können gegen die Peinigungen oft wenig ausrichten, aber vieles falsch machen. Eingreifen müssten die Lehrer.

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KV491 08.11.2011, 12:52
50. .

Zitat von Werwölfin
Glauben Sie mir, es kann IMMER noch schlimmer werden.
Das glaube ich Ihnen natürlich. Es ging mir nur darum, dass zur Macht der Täter oft gehört, dass das Opfer glaubt, sich nicht wehren zu dürfen.

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taiga 08.11.2011, 12:59
51. gggg

Zitat von GrafZahl
Also, ich muß da mal aus dem Nähkästchen plaudern: Ich habe für einen verwandten Jungen, der gemobbt wurde, einem Elf- und einem Dreizehnjährigen ordentlich eins auf's Maul gegeben - nur Schmerzen, keine bleibenden Schäden, es ist nicht mal Blut geflossen.....
Hab ich auch mal gemacht, allerdings kam es nicht ganz zum Schlagen, aber fast. Das hat aber nachhaltig gewirkt.
Sollte ich jetzt PC-Prügel bekommen, ich bleibe gelassen ;)

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VPolitologeV 08.11.2011, 13:02
52. was haben wir?

Ich mache da mehrere Quellen aus:
1. Keine reale Bedrohung der Gruppe von außen - das Eigeninteresse genießt höhere Priorität
2. Diffuser Streß, dem nicht zu entrinnen ist (Notendruck, Zukunftsangst)

3. Eine weitgehend von übergeordneten Zielen und Werten freie Existenz: dadurch zählen überhaupt Dinge wie Haarschnitt, Markenklamotten, cooles Auftreten, etc - weil dies die Möglichkeit der Jugend ist, sich zum Ausdruck zu bringen, weil man in diesem Alter gerne Fahnen und Gruppen hinterherläuft. Die Außenwelt ist entweder 2. oder irrelevant für das Raumschiff Schule, die definierenden Faktoren sind keine Eltern, keine Werte (auch Liberalität und Toleranz sind Werte), keine Regeln etc.

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Andr.e 08.11.2011, 13:02
53. .

Zitat von KV491
"Muttersöhnchen" genannt zu werden, soll da noch was ausmachen? Merkwürdig.
Selbst mal Kind gewesen? Wenn Sie von der ganzen Klasse Muttersöhnchen genannt werden, dann macht Ihnen das was aus.

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Bundeskanzler20XX 08.11.2011, 13:08
54. Respekt muss man sich verdienen!

Zitat von GrafZahl
Also, ich muß da mal aus dem Nähkästchen plaudern: Ich habe für einen verwandten Jungen, der gemobbt wurde, einem Elf- und einem Dreizehnjährigen ordentlich .....
Ich muss auch sagen, mit den Lehrern sprechen...
...in der heutigen Zeit...
je nach Schule habend die Lehrer doch selber Angst gegen solche Schüler vorzugehen.
Hinterher werden sie selbst noch Opfer dieser Schüler.

Das beste, was das Opfer machen kann ist, den Anführer der Mobber vor versammelter Mannschaft kräftig verdreschen.
Das hat bei mir früher auch geholfen.
Nachdem ich dem anführenden Mobber umgelatzt hatte, wurde ich nämlich nie wieder gemobbt sondern noch von dem ehemaligen Mobbern in Schutz genommen.
Ich habe mir sozusagen deren Respekt verdient.

Nichtsmehr mit Opferrolle, denn nur wer zeigt, dass er sich wehren kann, der wird auch nichtmehr angemacht.
Strafen oder reden bringen kaum Erfolg, die Mobber vertuschen ihre Taten dann nur besser, oder suchen sich ein neues Opfer. Außerdem nimmt die Gewalt gegenüber dem Opfer eher zu, solange sich das Opfer nicht selber zur Wehr setzt.

Respekt muss man sich verdienen; die "Täter" tun dies durch das "mobben" vermeindlich schwächerer.
Das Opfer muss sich den Respekt erarbeiten indem es den "Obermobber" besiegt.

Fals ich mal Kinder haben sollte, dann versuche ich diese zu einem asiatischen Kampfsport zu bewegen.
Hier lernen sie neben der Selbstverteidigung vor allem Konzentration, Selbstvertrauen und Beherrschung.

Und weil sportliche Aktivität gut für den Körper ist wird zudem ein Kriterium des Mobbings - Fettleibigkeit - ausgeschlossen.

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Corja 08.11.2011, 13:23
55. Genau!

Zitat von Margrit2
Die Meinunen dieser Experten greifen zu kurz. In erster Linie haben wir heute Kinder, die zu Hause kaum noch erzogen werden, sondern wie Wilde auf die Menschen losgelassen werden. Außerdem.....
Ich finde auch, dass die Schulen in die bald stillgelegten Kasernen überführt werden sollten und der Lehrkörper komplett durch Unteroffiziere im Ruhestand ersetzt werden sollte. Nur so kann's gehen. Abtreten!

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xzz 08.11.2011, 13:26
56. titelbefreit

Zitat von lukeserious
Die Aussage "Es kann jeden treffen." finde ich interessant, aber zu kurz gefasst. In meiner eigenen Schulzeit, die noch nicht weit entfernt liegt, habe ich die Erfahrung gemacht, dass es zu Beginn tatsächlich so ziemlich jeden mal trifft. Entscheidend ist dann vor allem die Reaktion des "Opfers". Immer wieder gab....
Selten einen derart ehrlichen, treffenden und unbequemen Beitrag im Forum gelesen. Meine Hochachtung!

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stevie76 08.11.2011, 13:27
57. ..

Zitat von brigitta b.
hilft nur, das Gespräch mit dem Lehrer zu suchen - gemeinsam kann man da schon Lösungen finden. Diese Erfahrung habe ich jedenfalls mit dem Klassenlehrer eines meiner Kinder.....
ich gestehe, ich beneide sie um den klassenlehrer ihres kindes.

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Koana 08.11.2011, 13:27
58. Kinder üben fürs Leben...

... das Ausgrenzen ist auch im Erwachsenenbereich ein beliebtes Spiel - so scharen die Alpha-Tiere Ihre Schäfchen um sich - nach dem Motto, schaut her, wenn Ihr nicht mitmacht geht es euch genauso.

So wird Opportunismus zum "Überlebensmodell" - fragt sich - ob dieses Modell nachhaltig ist.
(Was sind schon etwa 40.000 Jahre Zivilisation - die Bedeutungslosigkeit der Menschheit ist immanent - so wichtig wir uns auch nehmen mögen....)

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JacksonBlood 08.11.2011, 13:29
59. ^^

Zitat von TheBrain
Hänseleien gab es in der Schule auch früher schon. Aber jetzt heißt es 'Mobbing'. Eltern oder große Brüder müssten sich (wenn es die Lehrer nicht tun) die 'Mobber' in der Schule einfach mal zur Brust nehmen. Aber dazu fehlt den meisten wohl der Mumm! Und wenn Kinder im Face- oder was weiß ich für einem book gehänselt werden, dann sollen sie sich dort eben nicht rumtreiben. Eltern sollten ihren Kindern ohnehin 'Soziale' Netzwerke nicht erlauben, und Internet Nutzung nur unter Aufsicht zulassen!
das können sie nur bis zu einem gewissen alter. Sie verbieten auch keinem 14jährigen, in die eisdiele oder ins kino zu gehen. Diese Netzwerke sind "state of the art" bei unseren Kids und wenn wir als erwachsene dass immer noch nicht kapiert haben, dann liegt das problem bei uns den erwachsenene, den Eltern dieser Kinder. Aber DA ist der kasus knacktus an dieser Scharade der faulheit: die eltern. Früher wurden die Kinder vorm TV oder SuperNES geparkt, heute ist es unkontrollierter PC-Zugang. Wenn ich meinem Kind von klein auf die richtigen Werte beibringe, brauche ich mir keine sorgen zu machen, das kind mit 14 auch unbeaufsichtigt an den PC zu lassen. Aber, da versagen für meine begriffe bald 90% der deutschen eltern.
Den Eltern werden ist nicht schwer (neeeein, dass schafft auch der blödeste hund unserer Gesellschaft, pimpern geht immer...), eltern sein dagegen sehr. Eigenverantwortung? Keine Spur, mein Kind ist in der Schule, da müssen sich die lehrer drum kümmern. Den Mama und Papa müssen ja + 3 jobs machen, damit man ja einmal im Jahr im Pauschalcluburlaub die sau rauslassen kann. Praktischer nebeneffekt: auch bei solchen urlauben kann man wunder sein kind wiedermal bei anderen parken.
Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Die Eltern tun zu wenig. Viel zu wenig. Sie leben keine oder die falschen werte vor, interessieren sich für ihre Kinder kaum oder nur als Vorzeigeobjekt bei 3ten.
Nicht alle Eltern, aber viel zu viele.

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