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Diskriminierung im Bildungssystem: "Erkan war mindestens ebenbürtig"
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Deutsche Schulen sind ungerecht, kritisiert die Soziologin Jutta Allmendinger. Sie musste mit ansehen, wie ihr gut situiertes Patenkind gefördert wurde, während Klassenkameraden der Aufstieg verwehrt blieb. Sie fordert im Interview: Wir dürfen Kinder nicht so früh aussortierten. Ungerechtigkeit in der Schule: Allmendinger kritisiert Bildungssystem - SPIEGEL ONLINE

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UdoL 28.09.2012, 11:23
130. ...

Zitat von MichiF
Ich frage mich, was das für eine "Expertin" ist.

Eine Expertin für politische Korrektheit und Arbeitsplatzsicherung in der Sozialindustrie.

Immer wieder herrlich, wie diese Leute alles besser wissen (wollen) als z.B. die Mehrheit der Hamburger, die an der entsprechenden Abstimmung teilgenommen- und die 'Gleichmacherei um jeden Preis' klar abgelehnt haben.

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gestandeneFrau 28.09.2012, 11:24
131. ...

Zitat von bene_lava
Ja, sie haben recht und das weiß ich alles. Aber versetzen Sie sich bitte in eine Mutter, die ihre Kindheit in einem anatolischen dorf verbacht hat oder als Kinderarbeiterin ein einer Teppichknüpferei. Sie ist nicht in der Lage, solche Nachhilfe zu organisieren. Oder einfach in Eltern, die sich mit solchen Sachen nicht auskennen, die den Umfang mit dem Internet nicht kennen etc.. Wie gesagt. Man kann dann einfach sagen. Selber Schuld! Ich denke ich einer gerechten Gesellschaft sollte man zumindest versuchen, die Aufstiegschancen von Kindern weitestgehend von der Bildung der Eltern abzukoppeln, in dem man gezielter fördert.
Das tut man bereits, wenn die Kinder von klein auf in die Kita gehen. Aber Sie sagten doch, daß Sie Deutsche sind.

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gestandeneFrau 28.09.2012, 11:28
132. ...

Zitat von sumatrabarbe
Das eigentliche Dilemma ist, das Schulerfolg hauptsächlich vom familiären Hintergrund, also von den Eltern abhängt. Grundschulkinder lernen die wichtigsten Fertigkeiten, lesen, schreiben und rechnen, dazu noch wie man eine Mappe führt (das Aussehen der Sachkundemappe z. B. entscheidet maßgeblich mit, welche Zensur gegeben wird). Die Kinder bekommen als Hausaufgabe 10 Minuten laut vorlesen, oder müssen einen Text eine Woche lang einüben, der dann am Ende der Woche als Diktat geschrieben wird, Mathetechniken werden zwar in der Schule kurz erklärt,......
Das JÜL hat sich ja nun gerade nicht als erstrebenswert gezeigt. Da sind wir dann wieder soweit, daß der bessere Schüler hinten ´runterfällt.

Ich bin für Leistungsklassen. Ganz einfach. Da ist dann kein Schüler besonders besser als der andere. Der Lehrer kann den Lernstoff individuell an die Zeit anpassen, die die Kinder zum Lernen brauchen und die besseren Schüler können entsprechend ebenso lernen.
Dann sind die Eltern nicht ganz so involviert in das Lernen.

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tgu 28.09.2012, 11:29
133. Föderalismus abschaffen!

Die sechsjährige Grundschule in Hamburg ist wahrscheinlich deshalb von den meisten Bürgern dort abgelehnt worden, weil es Föderalismus in extremster Form war. Der Unterschied zu den Schulsystemem in den anderen Bundesländern, wäre einfach viel zu hoch gewesen.
Ich könnte mir vorstellen, wenn man Bundesweit die Grundschule auf 6 Jahre verlängert, würde es sowas wie in Hamburg nicht geben.

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achim68 28.09.2012, 11:29
134. ...

Zitat von sysop
Deutsche Schulen sind ungerecht, kritisiert die Soziologin Jutta Allmendinger. Sie musste mit ansehen, wie ihr gut situiertes Patenkind gefördert wurde, während Klassenkameraden der Aufstieg verwehrt blieb. Sie fordert im Interview: Wir dürfen Kinder nicht so früh aussortierten.
Welche Erkenntnis!

Addiert man die, schon bei Grundschullehrern beginnende, unerträgliche Arroganz weiter Teile des Lehrpersonals hinzu, wundert mich von PISA bis hier nichts mehr. Gehen sie mal als Eltern von 4 Kindern zwischen 16 und 6 zu einem Elternabend. Sie haben den asozialen-Stempel weg bevor sie "guten Tag" sagen können. Danach hören sie sich von einer eingebildeten Tante mitte Zwanzig an was das Nationalsozi... Verzeihung Bundesdeutsche Schulsystem SOFORT erwartet. Von Pappschnellheftern über die Marke der Stifte (hoffe die Werbung lohnt sich, wir haben sofort eine gleichwertige andere Marke gekauft *gg) bis zum abpressen von Schulgeld, welches als Kopiergeld getarnt wird (30 € im ersten Schuljahr???).

Beachten sie bitte dass der Hinweis im Gegensatz zur Pädagogentante etwas Richtiges studiert zu haben und dass man auch mit vier Kindern keineswegs am Rande der Gesellschaft lebt, ihrem Kind schadet... ich spreche aus Erfahrung.

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kurtlondon 28.09.2012, 11:32
135. Widerlich....

Bleibt nur zu hoffen, dass es Menschen wie Frau Allemendinger ebenfalls verwehrt bleibt, Einfluss auf das Schulsystem zu nehmen. Sollte man es entsprechend ihren Wuenschen anpassen, dann wuerde das Niveau stark absinken. Es ist schon unglaublich, dass jemand derart konfuse Thesen vortragen darf und dafuer noch Platz im Spiegel bekommt... zum Glueck scheint die Mehrheit der Leser jedoch Verstand zu haben (siehe andere Kommentare).

Zitat von sysop
Deutsche Schulen sind ungerecht, kritisiert die Soziologin Jutta Allmendinger. Sie musste mit ansehen, wie ihr gut situiertes Patenkind gefördert wurde, während Klassenkameraden der Aufstieg verwehrt blieb. Sie fordert im Interview: Wir dürfen Kinder nicht so früh aussortierten.

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Alias_aka_InCognito 28.09.2012, 11:33
136.

Bildung wird, wie der erste Beitrag gezeigt hat, als Eigentum betrachtet. Das Bürgertum hat den Adel entmachtet und ist selbst zur neuen Oberschicht geworden. Und da wird natuerlich darauf geachtet, dass die Exklusivität gewahrt wird. Das Bildungsbuergertum definiert sich aber weniger ueber Intelligenz als ueber Habitus. Daher kann man auch mit Klischees arbeiten, wenn man sich mit den Bildungsbuergern auseinandersetzt, dennoch trifft man meist ins Schwarze. Aber in der heutigen Zeit ist das konrraproduktiv. Die Unterschicht, die damit erhalten und sogar ausgebaut wird, kann nicht mehr zum arbeiten gebraucht werden, weil es immer weniger einfache Jobs gibt. Ausserdem brauchen wir als Hightech-Standort tatsächlich intelligente jedweder Herkunft als hochqualifizierte Fachkräfte, um nicht von anderen Nationen ohne ausgeprägten Standesduenkel abgehaengt zu werden.

Die wegweisenden Erfindungen in der Informationstechnologie wurden zumeist in den USA gemacht. Dorthin gehen auch die meisten Nobelpreise. Das zeigt eine Nation, die in der höheren Bildung absolut Leistungsorientiert ist ohne das Stoerfaktoren Einfluss haetten.
Hier in diesem Land hat man schon eine echte, durch Leistung auffallende jüdische Elite verloren, weil sie in gewisse wahnhafte Schemen nicht reinpassten. Das nur mal als Denkanstoss.
Das Deutschland zu einem Land der Bildungsaufsteiger wird, ist anhand der Denkweise, die auch in den Kommentaren sich niederschlaegt, eine Utopie bleiben.
Und wenn es doch mal einer geschafft hat, so hoere ich von auslaendischen Kollegen, dass sis hunderte von Bewerbungen schicken mussten

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person012 28.09.2012, 11:33
137. .

Zitat von bene_lava
Ich denke nicht, dass es genug und passende Angebote gibt. Gute Nachhilfe ist teuer! Etwa 25 €/h! Das können sich viele nicht leisten. Nachhilfe an der Schule gibt es meist nicht in ausreichender Weise.
Wenn automatisch davon ausgegangen wird, dass Nachhilfe gebraucht wird, noch dazu sehr teure, dann ist das Kind vielleicht einfach nicht geeignet fürs Gymnasium. In meiner Schulzeit, die immerhin schon etwas zurückliegt, hatten die wenigsten Nachhilfe und wenn, dann mal ein paar Stunden von älteren Schülern und ganz gewiss nicht für damals 50 DM die Stunde. Und nebenbei, mit den Eltern gelernt hat auch kaum einer. Das Problem heute ist, dass anscheinend postuliert wird, jeder müsse das Gymnasium schaffen. Damit wäre das Gymnasium und somit das Abitur aber nicht mehr das wert, was es früher mal wert war.

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ConnieF 28.09.2012, 11:35
138. indosolar Sie sprechen mir aus der Seele

[QUOTE=indosolar;11045767]

weil er den wichtigen, aber gesellschaftlich geradezu sträflich vernachlässigten Anteil der Bildung betrachtet, den der Eltern. Aber was sind heutzutage Eltern, Manipulationsobjekt der Politik. Die Einheit der Eltern wird schon seit Jahren zerstört, die Anzahl der Alleinerziehenden nimmt dramtisch zu und damit die Anzahl halb erzogener und daraus folgend auch irgendwann halb gebildeter Kinder. Selbst unter sozial schwachen Familien sind Betragen und Leistungen meist dort besser, wo die Familien noch intakt sind.

Ganz genau. Und das mit der Selbstverwirklichung durch Berufsausübung mag ja weitgehend stimmen. Letztendlich kann sich noch nicht mal eine intakte Familie leisten, dass nur einer oder zwei halbe arbeiten gehen. Es reicht nicht mehr. Auf der Strecke bleibt die Bildung der Kinder. Weil ihnen die Bildung der Eltern - und die ist ja meist recht gut - nichts mehr nützt, wenn die Eltern entweder keine Zeit haben, oder durch moderne Konzepte an der Mitarbeit gehindert werden. Die Bildung der Eltern ist ein Kapital für den Staat.

Aber ein gebildetes Volk muckt nur auf. Das wäre ja gerade heute verheerend.

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sumatrabarbe 28.09.2012, 11:38
139.

Zitat von gestandeneFrau
Das JÜL hat sich ja nun gerade nicht als erstrebenswert gezeigt. Da sind wir dann wieder soweit, daß der bessere Schüler hinten ´runterfällt.
Deswegen schrieb ich ja, je nach Leistung könnten Kinder dann auch schon früher auf die weiterführende Schule.

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