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Drohende Prokon-Pleite: Die Schuld der Anleger
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75.000 Menschen bangen um ihr Geld, weil sie auf die Renditeversprechen des Ökounternehmens Prokon reingefallen sind. Schon fordern Verbraucherschützer und Politiker strengere Regeln. Dabei haben die betroffenen Anleger in erster Linie selbst Schuld. Drohende Pleite von Prokon: Die Schuld der Anleger - SPIEGEL ONLINE

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sag-geschwind 14.01.2014, 17:12
1. Warum soll eigentlich

.. jeder an diesem Casino mitmachen, das nur Spezialisten durchschauen können? Wer nicht mitmacht, bekommt zurzeit die Inflation recht deutlich um die Ohren gehauen. Die Aktienwerte steigen auf absurde Höhen. Wenn die Leute da wieder rausgehen können, ohne dass es knallt, haben wir so mal eben die Geldmenge verdoppelt.
Ich denke Spekulation ist zurecht schlecht angesehen. Wenn ganze Völker mit ihrem Geld spekulieren und Rendite erwarten, muss das von ein paar verbliebenen armen Schw... erwirtschaftet werden, nur um gleich als Rendite anderer Leute abgezogen zu werden.
Das ist einfach nur Krank. An der Spekuliererei verdient der am besten, der sich gut auskennt und Manipulationsmacht hat. Also ist das ganze eigentlich nur ein getarntes Umverteilungs-Spiel, bei dem immer die Bank gewinnt. Bis nix mer da ist. Bis die Schulden jede Grenze sprengen.
Warum machen Staten da mit - warum drängt Deutschland seine Bürger in dieses Casino, indem es die umlagefinanzierte Rente zerstört wurde, damit jeder "privat" sein Glück im Casino suchen muss?!
Es wäre Aufgabe des Staates seine Bürger zu schützen und ein Leben ohne Selbstzerstörung im Casino zu fördern.

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hubertrudnick1 14.01.2014, 17:14
2. Wer trägt die Schuld?

Zitat von sysop
75.000 Menschen bangen um ihr Geld, weil sie auf die Renditeversprechen des Ökounternehmens Prokon reingefallen sind. Schon fordern Verbraucherschützer und Politiker strengere Regeln. Dabei haben die betroffenen Anleger in erster Linie selbst Schuld.
Warum wird hier ständig über solche Unternehmen gejammert und geschimpft, jeder Deutsche müsste doch mit der Zeit gelernt haben, dass Werbung nur eine Lüge ist und Anlagevertreter noch eines darauf legen, dass ist der gewöhnliche Kapitalismus und den gibt es nicht erst seit Deutschland die Energiewende beschlossen hat.
Der Bürger fällt immer wieder auf die Werbeversprechen herein, denn sonst wären ja all die Werbefachleute arbeitslos, sie machen eine ausgezeichneten Job, der Bürger will immer wieder von neuem betrogen werden.
Somit bleibt das Geld ständig im Umlauf, es wechselt nur den Besitzer.

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iStone 14.01.2014, 17:14
3. Man beleidigt also die Prokon-Anleger auch noch?

Kann schon sein, dass einige aus Gier angelegt haben (v.a. seit es die Werbung gibt, ca. 1 Jahr). Viele aber auch, weil sie in der Tat ihr Geld sinnvoll in grüne Energie o.ä. stecken wollten. Ich finde das eine ziemliche Beleidigung hier, den Prokonanlegern "Gier frisst Hirn" vorzuwerfen, zumal auch anderswo mit 8% und mehr geworben wird. Übrigens hat SPON selbst für einige Werbung gemacht inkl. Prokon. Das darf man auch, aber so pauschale Verunglimpfungen wie hier müssen nicht sein.

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Erda 14.01.2014, 17:14
4. Auf den Punkt gebracht.

Herr Kaiser trifft des Pudels Kern.
Wenn ich Genussscheine zeichne und keine Bankgarantie fuer meine versprochene Rendite von 8% p.a. erhalte, Finger weg.
Jeder Anleger muss wissen ein Unternehmen, dass keine Kreditmittel von Banken erhaelt und sich ueber den grauen Kapitalmarkt finanziert ist mit keiner ausreichenden Kapitalbasis ausgestattet.

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les2005 14.01.2014, 17:15
5. Leider vollkommen wahr

Vielleicht sollte man an der Schulbildung ansetzen, damit der Durchschnittsdeutsche wenigstens ETWAS Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge hat.

Aber eigentlich hätte etwas gesunder Menschenverstand gereicht, und den gibts leider nicht in der Schule:

Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch.

In diesem Fall: Warum sollte Prokon 8 Prozent Zins zahlen, wenn die Sache todsicher ist? Dann gäbe es genug Kapitalgeber, die auch mit 5-6 Prozent zufrieden wären.

Oder: wenn ich nicht verstehe, was ich tue, dann sollte ich es vielleicht besser nicht tun, jedenfalls nicht mein Geld dafür hernehmen. Wußten die Anleger alle, was ein Genußschein überhaupt ist? Hatten sie sich mit den Finanzen von Prokon auseinandergesetzt? Offensichtlich nicht, denn es gibt keine testierten Ergebnisse wie man lesen konnte. Einer Firma ohne jegliche Sicherheit Geld zu leihen (denn genau das bedeutet Genußschein), die ich nicht mal kenne oder analysieren kann - dazu gehört schon eine gehörige Portion Naivität. Und die kostet leider meistens Geld.

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oldgatti 14.01.2014, 17:16
6. Prokon- Genussscheine

Ein Anleger, der in den vergangenen Jahren immer noch nichts gelernt hat, dass hohe Zinsen auch ein hohes Risiko bedeutet, der sollte doch machen was er will. Der neue Minister Maass soll sich um Dinge künnern, die für Deutschland wichtig sind und nicht für Dummköpfe, die meinen, wenn sie Fehler machen, dann muss ihnen der Staat helfen.

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boernie006 14.01.2014, 17:16
7. so ist es

endlich sagt mal einer, wie es es. Die Politik braucht nicht einzugreifen. Dann wird noch mehr reguliert, und die Stapel, die die Banken aushändigen werden noch dicker. Da blickt doch jetzt dank der Regulierungswut niemand mehr durch.
Gesunden Menschenverstand kann man nicht verordnen. Den hat man, oder eben auch nicht...

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21Pinto 14.01.2014, 17:17
8.

Zitat von sysop
75.000 Menschen bangen um ihr Geld, weil sie auf die Renditeversprechen des Ökounternehmens Prokon reingefallen sind. Schon fordern Verbraucherschützer und Politiker strengere Regeln. Dabei haben die betroffenen Anleger in erster Linie selbst Schuld.
Wie auf dem Foto schön zu sehen, inszenierte sich Prokon ja als der personifizierte Atomkraftabschalter. Dabei waren sie nicht seriöser als das ganze Unternehmen "Energiewende" an sich. Die EE-Firmen gehen reihenweise pleite, betrügerische Pleiten häufen sich (wer erinnert sich noch an Solar Millenium?). Aber so wie die Lemminge bis zum Schluß Prokon hinterhergelaufen sind, so wird der deutsche Michel bis zum Schluß glauben, die Energiewende wird ein Erfolg...

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Alamak 14.01.2014, 17:19
9. Genussscheine an Privatanleger verbieten

Eine vernünftige gesetzgeberische Konsequenz aus diesem Vorgang wäre es, den Verkauf von Genussscheinen an Privatanleger zu verbieten, um letztere vor einem Totalverlust im Falle einer - möglicherweise betrügerischen - Insolvenz zu schützen. Sogar in so finanzkapitalfreundlichen Ländern wie den USA oder Großbritannien ist dies bereits der Fall.

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