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Drohende Prokon-Pleite: Die Schuld der Anleger
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75.000 Menschen bangen um ihr Geld, weil sie auf die Renditeversprechen des Ökounternehmens Prokon reingefallen sind. Schon fordern Verbraucherschützer und Politiker strengere Regeln. Dabei haben die betroffenen Anleger in erster Linie selbst Schuld. Drohende Pleite von Prokon: Die Schuld der Anleger - SPIEGEL ONLINE

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Timburr 14.01.2014, 17:40
20. Vollkommen richtig

Danke für diesen absolut wahrheitsgemäßen Artikel!

Die Anleger müssen nicht noch mehr geschützt werden. Ich habe überhaupt keine Lust mehr irgendeine Anlage zu tätigen, bei dem ganzen bürokratischen Aufwand den der Staat einem mittlerweile aufzwingt.

In dem Unterlagenstapel zu entsprechenden Geldanlagen steht mindestens 10 mal, dass ein Totalverlust eintreten kann. Wer hinterher sagt er hätte nichts gewusst war einfach zu faul sich richtig zu informieren!

Sollen jetzt die sowieso schon mitgelieferten Informationsstapel nochmal verdoppelt werden? Will man dem Anleger 20 mal sagen, dass ein Totalverlust eintreten kann?

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Skifahrer 14.01.2014, 17:42
21. no risc no fun...

jeder, der Produkte kauft, die er nicht versteht ist selbst schuld. Wer mehr Rendite will, muss ein höheres Risiko eingehen; so einfach ist das. Wer nach dem Staat ruft, soll gefälligst auch sein Geld in Staatsanleihen anlegen.

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titopoli 14.01.2014, 17:43
22.

"Gier frißt Hirn" ist die falsche Metapher, denn sicher hätten die 75.000 auch bei 4% Rendite investiert.

Nein, es war der tiefgrüne Touch der Annoncen und Prospekte, der eine heile Welt verhieß, eine Welt des Guten. Deswegen konnte man die Welt der harten, unbarmherzigen Zahlen vergessen, zumal jeder in Deutschland über die hohen Subventionen für die Windenergie sprach - der Staat also dahinter stand - ja eigentlich und irgendwie garantierte.

Nicht "Gier frißt Hirn" sondern "Glaube frißt Hirn" oder "Gut gemeint ist nicht gut getan"

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byzopsycho 14.01.2014, 17:45
23. oje oje

Zitat von ichliebeeuchdochalle
10 Doppelstunden Schulunterricht (zusammen) für die Bereiche GELD, KREDIT, GELDANLAGE, BAUSPAREN und Versicherungen würden genügen, um bis auf wenige Ausnahmen (IQ zu gering) die Leute so fit zu machen,daß sie Betrugsversuche durchschauen können. Alter der Schüler: 14 bis 16 Jahre Ausbildung der Lehrer: übernehme ich (langjährige Erfahrung in der Ausbildung von Mitarbeitern der Verbraucherzentralen und Berater von finanz-unwissenden Journalisten, die ansonsten von der Finanzindustrie gekauft sind)

Wenn nun solch eine ähnliche Meldung über BMW, AUDI, Deutsche Bank, Telekom, BRD... von den erkauften verbreitet würde, wären dann alle die Staatsanleihen, Inhaber-Aktien, etc. besitzen alle dumm? Besitze zwar keine Proton-Genussscheine aber alle die welche haben wissen dass die dort in ein zukünftiges Geschäftsmodell investiert haben welches von der Bundeskanzlerin persönlich als die Energiezukunft deklariert wurde. Vom Anfang an mit dabei sein war nicht falsch. Ich hoffe das Prokon das Ruder noch umreißen kann und für den Verlust durch der Kapitalauszug die Verantwortlichen vor Gericht bringt. Wenn das Geschäftsmodell funktioniert aber systematisch verbreitete üble Nachrede bewusst Unsicherheiten bei den Anlegern provoziert dann gibt die Kölner Staatsanwaltschaft bestimmt die Daten zu den IP´s von Kommentatoren frei. Renditophobe 0,1% Sparbuchsparer, die aus Neid die 8% Hoffnungen anderen Mutigeren zerstören, sollten Schadenersatz zahlen.

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veremont 14.01.2014, 17:46
24. Verunglimpfung

Zitat von iStone
Kann schon sein, dass einige aus Gier angelegt haben (v.a. seit es die Werbung gibt, ca. 1 Jahr). Viele aber auch, weil sie in der Tat ihr Geld sinnvoll in grüne Energie o.ä. stecken wollten. Ich finde das eine ziemliche Beleidigung hier, den Prokonanlegern "Gier frisst Hirn" vorzuwerfen, zumal auch anderswo mit 8% und mehr geworben wird. Übrigens hat SPON selbst für einige Werbung gemacht inkl. Prokon. Das darf man auch, aber so pauschale Verunglimpfungen wie hier müssen nicht sein.
Ja und es ist doch immer die gleiche Leier, die "ökologischen Deutschen". Da wird das Ökoauto gekauft, weil man Sprit spart, da werden Solarplatten aufs Dach genagelt, weil man Strom spart, da werden Ökohäuser gebaut, damit man Gas spart und es werden Ökoanleihen gekauft damit man Kohle macht. Dieses vorgeschobene Ökoargument der Pfennigfuchser geht mir auf die Eier. Es geht nur ums Geld Sparen, wer wirklich was auf Ökologie hält, der gibt MEHR aus - und nicht WENIGER. Der OPFERT und streicht nicht ein.

Mit dieser "pauschalen Verunglimpfung" fährt SPON schon ganz gut.

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kabian 14.01.2014, 17:48
25. Prokon-Jünger können keine Kritik vertragen

Noch vor einigen Monaten haben unzählige Prokon-Investoren getönt, das wir schon sehen werden wie toll ihre Anlagestrategie ist. Selbst ein Totalverlust wäre überhaupt gar kein Problem, weil sie ja schon viel mehr verdient hätten, oder noch verdienen würden.
Heute werfen sie uns vor, das wir über sie lachen.
Tja Leute, wir haben zwar keine guten Komiker in Deutschland, aber die Realität ist eh um Längen besser. :-)

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seiby 14.01.2014, 17:49
26.

Ich finde, die Anleger müssen auf Heller und Pfennig vom Staat entschädigt werden. Warum?

Die Banken, die einem Griechenland, was völlig marode war und auch keinerlei Sicherheiten hatte, wurden auch vom Staat gerettet. Gleiches Recht für alle. :-)

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unpolit 14.01.2014, 17:49
27. Anleger-Typen

Zitat von sysop
75.000 Menschen bangen um ihr Geld, weil sie auf die Renditeversprechen des Ökounternehmens Prokon reingefallen sind. Schon fordern Verbraucherschützer und Politiker strengere Regeln. Dabei haben die betroffenen Anleger in erster Linie selbst Schuld.
Ich habe gerade mal auf der Freunde-von-Prokon Seite gestöbert, hoch interessant.

Mir erscheint, es gibt Anlegertypen:
1. leichtgläubige, unwissende, die mit kleinem Einsatz einen guten Zins erwarteten. Das könnte meine Eltern betreffen (tut es nicht, Sie haben mich gefragt). Aber viele gute, ehrliche Menschen, die der Werbung vertrauten und die es nicht besser wussten. Nur einmal zu den Gewinnern gehören. Und nun wieder nix.
2. Die Gutmenschenfraktion. Möglicherweise mit gutem Einkommen/gewissen freien Mittel. Richtig interessant, mit gutem Gewissen Geld verdienen zu können. Und nicht in Panzer investieren zu müssen, um Rendite erwirtschaften zu können. Dazu noch eine Portion Robin Hood, perfekt. Diese Anleger verschmerzen möglicherweise eher den finanziellen Verlust, aber der Glaube an das Gute bekommt einen ordentlichen Dämpfer. Sie müssen einsehen, das Wirtschaft etwas mit Wirtschaften zu tun hat, und auch eine noch so gute Grundidee total versagen muss (und damit die Ideologie ad absurdum führt), wenn sie richtig schlecht gemanagt wird. Und wenn ein Unternehmen > Würstchenbude monatelang seine Bilanzen verspätet, kann da was nicht stimmen.
3. Die Zocker: 6%+x, nix denken müssen, relative Sicherheit.
Ist halt nicht absolute Sicherheit, tut weh, kann passieren. Risko.

Sie finden die entsprechenden Reaktionen auf der Freunde-Seite.
Da posten Freunde, 200.000EUR jetzt investiert zu haben. Um dieser Gemeinschaft zu helfen. Wie werden diese in die Augen Ihrer Familie sehen, wenn das doch schief gehen sollte?
Da fangen GRI an, endlich panisch nach Informationen und Ratschlägen zu suchen.

Ich wünsche keinem Prokon-GRI, dass er sein Geld verliert. Ich hätte nichts davon. Aber ich bin gespannt, wie diejenigen, welche die Berichterstattung so verteufeln, reagieren, wenn in absehbarer Zeit doch herauskommen sollte, dass Prokons Werte in keiner Weise mit den Eigen-Bilanzen übereinstimmen. Und damit - zumindest seit einger Zeit - bewusst Anleger getäuscht wurden. Es tut sicher mehr schmerzen, Ideale zu verlieren. Geld kann man wieder verdienen.

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mundusvultdecipi 14.01.2014, 17:49
28. Rwe..

Zitat von 21Pinto
Wie auf dem Foto schön zu sehen, inszenierte sich Prokon ja als der personifizierte Atomkraftabschalter. Dabei waren sie nicht seriöser als das ganze Unternehmen "Energiewende" an sich. Die EE-Firmen gehen reihenweise pleite, betrügerische Pleiten häufen sich (wer erinnert sich noch an Solar Millenium?). Aber so wie die Lemminge bis zum Schluß Prokon hinterhergelaufen sind, so wird der deutsche Michel bis zum Schluß glauben, die Energiewende wird ein Erfolg...
..dann doch lieber mit jeder überhöhten Stromrechnung von RWE,E.on&Banditen die Aktionäre der ATOM Mafia reicher machen,gell:-)

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Timburr 14.01.2014, 17:50
29.

Zitat von Alamak
Eine vernünftige gesetzgeberische Konsequenz aus diesem Vorgang wäre es, den Verkauf von Genussscheinen an Privatanleger zu verbieten, um letztere vor einem Totalverlust im Falle einer - möglicherweise betrügerischen - Insolvenz zu schützen. Sogar in so finanzkapitalfreundlichen Ländern wie den USA oder Großbritannien ist dies bereits der Fall.
Quelle?

Nach der Logik können wir auch gleich Aktien für Privatanleger verbieten. Da besteht mindestens ein genauso großes Totalverlustrisiko.

Wenn Sie im Jahr 2008 für 20.000 € E.ON Aktien gekauft hätten wären die heute nur noch etwa 5.000 € wert. Und damit hätten Sie noch auf eine überdurchschnittlich sichere Aktie gesetzt.

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