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Durchfallerquote bei der Führerscheinprüfung: Autoclub wirft Fahrlehrern Abzocke vor
DPA

Fast jeder dritte Fahrschüler fällt laut einer Studie des Autoclub Europa beim ersten Versuch durch die Führerscheinprüfung. Schuld daran sind nach Ansicht des ACE aber nicht allein die Prüflinge, sondern auch die geldgierigen Ausbilder. Autoclub ACE wirft Fahrschulen Abzocke vor - SPIEGEL ONLINE

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MatSch 24.01.2013, 01:30
140. Unsachliches Geschwafel

verbreitet die Lobby der Fahrlehrer und die von ihr eingelullten Autoclubs bei dem Uraltzopf Verkehrsgerichtstag.

Schauen Sie nach USA: Dort kostet in vielen Staaten der Führerschein zwischen 14 und 100 USD. 13-15-jährige fahren 1/2 Jahr begleitet, dann - zumindest tagsüber - frei. Die Unfallquote amerikanischer Fahranfänger der ersten 3 Jahre liegt bei 1/3 der unseren.

Wie kommt's? Man hat dort kaum Fahrlehrer, die sich aufspielen. Statt dessen gibt man den Kindern frühzeitig Verantwortung und findet im Kindesalter Akzeptanz für defensives Fahren. Bis die Teens ihre Sturm-und Drangphase am Steuer erreichen, haben sie schon 3 Jahre Fahrerfahrung.
Hier aber hält man die Jugendlichen viele quälende Jahre lang vom Steuer fern und entlässt sie dann in die Freiheit, wenn Selbsterfahrung nicht cool genug sein kann und Gesetze zum Umgehen da sind.
Die in Goslar versammelten Experten haben die elementaren Zusammenhänge nicht verstanden.
Lasst Euch von den Amerikanern belehren !
In Sachen Fahrausbildung, jedenfalls.

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pittiken 24.01.2013, 08:13
141.

Zitat von dale_gribble
Ich bin eigentlich mit Ihnen einer Meinung. Trotzdem muss man fast in allen Laendern fuer den Fuehrerschein die Landessprache oder zumindest Englisch beherrschen. In Ecuador z.B. ist die theoretische Pruefung muendlich. Ohne vernünftige Spanischkenntnisse haben Sie da keine Chance. Sie koennen natuerlich dem örtlichen Behörden ~250 Dollar auf denTisch legen umd Sie bekommen auch ohne Pruefung "den Schein"...
Dann dürfte man ja mit einem deutschen Führerschein in keinem anderen Land der Erde fahren, denn wer beherrscht schon die andere Sprache.

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pittiken 24.01.2013, 08:27
142.

Zitat von MatSch
verbreitet die Lobby der Fahrlehrer und die von ihr eingelullten Autoclubs bei dem Uraltzopf Verkehrsgerichtstag. Schauen Sie nach USA: Dort kostet in vielen Staaten der Führerschein zwischen 14 und 100 USD. 13-15-jährige fahren 1/2 Jahr begleitet, dann - zumindest.....
Amerika ist dünn besiedeltes Land im Vergleich zu Deutschland. Und wer will, dass sein Kind Traktor fährt, das Auto steuert, kann es auf seinem privaten Land, auf dem Feldweg oder auf Verkehrsübungsplätzen tun, da kann es ja das defensive Fahren üben.

Übrigens Jugendliche, die das Auto selbst finanziert haben, gehen ganz anders mit dem Eigentum um, als Jugendliche, die das Geld von allen Seiten in den Arsch geblasen bekommen.

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wieland23 24.01.2013, 10:29
143.

Mein Sohn macht gerade Fahrerlaubnis. Da kann ich nur sagen an der Fahrschule liegt es nicht. Die theoretische Prüfung hat er gleich bestanden, aber in der praktischen Prüfung ist er schon zwei mal durchgefallen. Beim ersten mal stand er beim Stoppschild auf der Linie und nicht vor der Linie. In der zweiten Prüfung war mangelnde Bremsbereitschaft und Verkehrshinderniss (35-40 km/h in der 50 Zohne) der Grund.

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albert schulz 24.01.2013, 12:20
144. Autofahren ist wie Rasenmähen

Zitat von kleiner-moritz
Das ist mit Abstand das Dümmste, was ich je las! Verkehrsregeln sind im Prinzip international gültige Verhaltensregeln, die alles andere als angeboren sind! Ihrer Logik folgend dürfte dann auch jeder Psychopat Auto fahren - ein Albtraum!
Erstens fahren ausreichend viele Psychopathen Auto, und zweitens sind Verkehrsregeln in sich logisch. Es muß funktionieren, man will weder sich noch anderen Leid zufügen. Die vie-len Kleinigkeiten lernt man durch Fahren. Etwa mit zweihundert Sachen durch enge Baustel-len brettern. Oder auch ganz langsam fahren, wenn es angebracht ist.

Dabei geht es sicher um körperliche und geistige Koordination und Disziplin, aber die be-komme ich auch in hundert Stunden nicht befriedigend geregelt, wenn sie mir fremd sind. Und ich kenne ein paar Aspiranten, denen man nach hundert Stunden den Lappen gnädig aus-gehändigt hat. Sie haben nie zu fahren gelernt. Um ehrlich zu sein, wollten sie das auch gar nicht. Ihr Interesse war nahe Null. Irgendwann mußten sie sich bequemen oder aufhören. Letztlich ist Autofahren was für Doofe. Den Führerschein bekommen sogar reihenweise Deutsche, die kein deutsch können. Oder irgendwelche Anzeichen von Einsichtsfähigkeit zeigen.

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wurstl 24.01.2013, 16:28
145. "Armes" Deuchtschland

Auch hier das übliche Phänomen: Wenn es um Geld geht, herrscht verbaler Krieg. Fäkalsprache und Schuldsuche bei den "anderen" gehen einher mit hanebüchenen Vergleichen von Apfel und Birne (Verkehrssysteme der Welt). Allein der Witz der angeblich existierenden "Fahrlehrerlobby"! Warum haben Fahrlehrer dann niedrige Löhne, keine Tarifverträge, unmenschliche Arbeitszeiten und keinen "Meisterstatus"?

Das ganze Thema ist doch die heutige Streichelpsychologie, in der etwas nicht zu schaffen natürlich nie an einem selbst gelegen hat und sich keiner mehr traut, dem Durchgefallenen zu sagen, das er einfach selbst schuld an seinem Versagen hatte. Statt dessen wird die ganze Problematik des Scheiterns noch heroisiert: Armer Schüler, der böse Prüfer hat dich durchfallen lassen, der böse Fahrlehrer will dich abzocken und Deutschland ist sowieso ganz gemein !!!

Ich selbst habe mich getraut, Schülern zu sagen, das sie nicht zum Führen eines Kraftfahrzeuges geeignet sind, was mich fast den Job seitens empörter Eltern gekostet hat, da ein Schüler mit nervösen Zuckungen und eingeschränktem Begriffsvermögen natürlich nicht zu blöd, sondern hyperbegabt und nur unterfordert ist.

Ganz nebenbei sei bemerkt, das ein auch miesgelaunter Prüfer einen Schüler nicht "durchfallen" lassen kann, wenn er keinen entsprechenden gravierenden Verkehrsverstoß macht, der auch in der anschließenden Praxis nach Erwerb zum zu Fuß gehen verdammt oder mindestens gefährdend für die anderen ist.

Die gleichen Menschen, die über teure Fahrerlaubnisse fluchen, laufen heute mit Telefonen herum, die den Gegenwert eines gepflegten Kleinwagens darstellen, sprechen stolz von der deutschen Ausbildung, die deutsche Facharbeiter in der Welt so begehrt machen, wollen aber möglichst alles umsonst haben! Bildung und Ausbildung kosten nun mal Geld, so eben auch eine fundierte Fahrausbildung.

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Zoetrop 26.01.2013, 10:43
146. TÜV Prüfer

Ganz nebenbei sei bemerkt, das ein auch miesgelaunter Prüfer einen Schüler nicht "durchfallen" lassen kann, wenn er keinen entsprechenden gravierenden Verkehrsverstoß macht, der auch in der anschließenden Praxis nach Erwerb zum zu Fuß gehen verdammt oder mindestens gefährdend für die anderen ist.

Das ist natürlich Unsinn,

unser Sohn ist bei seiner ersten praktischen Prüfung wegen "zu langsames Öffnen des Lenkradschlosses" und " zu wenig Blicke in den Mittelspiegel" durchgefallen. Alles gravierende Verkehrsverstöße und absolut objektiv nicht wahr!
Übrigens lag die Durchfallquote an diesem Tag bei 100%.
Noch ein Tip an den TÜV:
Neben dem Namen des Prüfers wird unser Sohn auch nie vergessen, bei welcher Organisation er beschäftigt war. Den TÜV wird er auf jeden Fall in Zukunft nie nutzen, wenn es entsprechende Alternativen gibt.
Das hat er sich geschworen.

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Zoetrop 26.01.2013, 10:56
147. Fahrschulprüfer

Ich selbst habe mich getraut, Schülern zu sagen, das sie nicht zum Führen eines Kraftfahrzeuges geeignet sind, was mich fast den Job seitens empörter Eltern gekostet hat, da ein Schüler mit nervösen Zuckungen und eingeschränktem Begriffsvermögen natürlich nicht zu blöd, sondern hyperbegabt und nur unterfordert ist.

Sie gehören halt auch zu den Leuten, die auf Grund Ihrer langjährigen Erfahrung glauben das "absolute Wissen" zu haben.
Ich selber habe mich auch schwer bei meiner Fahrprüfung getan.
Seitdem fahre ich mit Auto und Motorrad seit 30 Jahren unfallfrei mit einer aktuellen Fahrleistung von ca. 50.000 km pro Jahr.
Bei Ihnen wäre ich wohl auch durchgefallen (wegen Zuckungen?).

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driver1 28.01.2013, 14:02
148. Zu MatSch

Es ist erschütternd mit wie wenig Sachkenntnis hier etliche Personen ihren " Senf" zu Problemen beisteuern wollen, von denen sie soviel Hintergrundwissen wie eine Türklinke. Genauso traurig ist der zum Teil beleidigende Tenor so manchen Beitrages. Natürlich gibt es viele verbesserungswürdige Bestimmungen und Gesetze. Aber nur den Mund aufreissen und sich profilieren zu wollen ist leider kein sinnvoller Beitrag. Ich bin Fahrlehrer seit 33 Jahren und mir macht der Beruf vom ersten Tag bis heute immer noch viel Spaß. Ich rege mich mittlerweile über die unsachlichen Bemerkungen und Sprüche der über 20 Millionen "Fahrlehrer" nicht mehr auf. Das der Berufsstand überaltert stimmt. Wisst Ihr warum : Kein junger Mensch ist bereit ( kann oft auch gar nicht ) ca. 10000,- für den Fahrlehrerlehrgang zu bezahlen. Dauert mit Führerscheinen etwa ein Jahr. Dann mindestens 2,5 Jahre z.T. als Praktikant, für etwa 11,- brutto /Stunde zu arbeiten. Ca. 8,-Euro netto. Zur Belohnung dann auch noch 6 Tagewoche, abends bis um 23.00 Uhr usw. Familie/Freundin was ist das?? Es gäbe noch eine Menge zu berichten. Fakt ist : Sicher ist im Fahrlehrerwesen etliches absolut nicht in Ordnung. Aber ganz sicher werden die überwiegende Mehrzahl der Fahrlehrer ihre Arbeit verantwortungvoll ausüben. Die schwarzen Schafe würden ganz einfach eliminiert wenn die Bewerber ganz GEZIELT auf die Durchfallquoten schauen würden und nicht auf den günstigsten Stundenpreis. Denn dann würden die Fahrschulen die vielleicht wirklich im Abzockbereich liegen ruck zuck pleite sein. Also nicht gleich meckern und sich aufregen sondern erst mal gründlich recherchieren ( das täte auch dem ACE und der Bild gut ) dann kommt für alle was positives raus!

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