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Durchfallerquote bei der Führerscheinprüfung: Autoclub wirft Fahrlehrern Abzocke vor
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Fast jeder dritte Fahrschüler fällt laut einer Studie des Autoclub Europa beim ersten Versuch durch die Führerscheinprüfung. Schuld daran sind nach Ansicht des ACE aber nicht allein die Prüflinge, sondern auch die geldgierigen Ausbilder. Autoclub ACE wirft Fahrschulen Abzocke vor - SPIEGEL ONLINE

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wolffm 22.01.2013, 14:47
10. Nö

Zitat von widower+2
Auch vor 30 oder 40 Jahren fiel schon im Durchschnitt jeder Dritte durch die Fahrprüfung. Und was sollen die Fahrschulen davon haben? Die Durchfallquote spricht doch eher dafür, dass sie ihre Schüler zu früh zur Prüfung anmelden. Da die Prüfungsgebühr nicht an die Fahrschule geht, kann es der Fahrschule herzlich egal sein, ob der Fahrschüler vor oder nach der ersten Fahrprüfung noch 5 Stunden mehr macht.
Die zusatzstunden soll er ja gerade noch machen. Und wage sogar zu behaupten, das in vielen Fällen der Prüfer nocht ein paar EURO Extra in der Tasche hat, wenn er der Fahrschule den Gefallen tut.

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numey 22.01.2013, 14:49
11. und so funktioniert es:

Kurz nach dem Anfahren wollte der Prüfer noch meinen Perso. Ich stellte mich auf Kupplung und Bremse und reichte ihn nach hinten. Als ich wieder anfahren wollte, erklang ein Warngeräusch, das ich nicht einordnen konnte.
Man stelle sich einen nervösen Prüfling vor, der noch nicht beim TÜV vom Hof runter ist und schon irgendwelche omniösen Piepsgeräusche hört, obwohl fünf Sekunden vorher noch alles in Ordnung war, und er der Meinung ist, dass er nichts getan haben kann, um eine solche Warnung hervorzurufen (Tür geöffnet, Handbremse angezogen oder dgl). In meiner Panik dachte ich daher an Öl, Benzin, Motordefekt, Licht, Kühler...an alles, nur nicht an die Handbremse. Denn die hatte ich ja nicht angerührt.
Mein Fahrlehrer allerdings schon, obwohl ihm das natürlich nicht erlaubt war.

Die weitere Prüfung verlief glatt, bis zu einem Kreisverkehr. Fahrlehrer und Fahrprüfer fingen an zu diskutieren, welche Ausfahrt ich nehmen muss, ich wurde nervös und kam mit der Motorhaube zu tief in den Kreisel rein, so dass ich jemandem darin die Vorfahrt nahm. Das war natürlich ganz allein mein Fehler, auch wenn ich es fies finde, einem Prüfling so eine Diskussion anzutun, aber ich kann akzeptieren, dass ich auch unter solchem Stress am Steuer funktionieren muss, und das habe ich eben nicht.
Dieser Fehler hätte allerdings nicht gereicht, um durch die Prüfung zu fallen, bei ansonsten fehlerfreier Prüfungsfahrt. In Kombination mit der Handbremse wars das aber dann für mich.

Der Fahrlehrer hat vor dem Prüfer nicht zugegeben, dass er heimlich (bzw wie er später zu mir sagte "reflexartig") die Handbremse angezogen hat. So wurde mein Führerschein dann noch mal 400 Euro teurer.

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laura95 22.01.2013, 14:50
12. Problem: Prüfer

Ich denke nicht, dass das Problem bei den Fahrlehrern liegt. Viel mehr verantwortlich für diese hohe Durchfallquote sind die Prüfer. Die Richtlinien sind einfach viel zu streng gesetzt. Durchgefallen, weil der Schulterblick angeblich zu doll gemacht wurde oder weil man in einem komplett verlassenen Gebiet beim Parken minimal auf den Gehweg gefahren ist? Das kann es nicht sein.

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kenterziege 22.01.2013, 14:50
13. Theoretische Prüfung

Zitat von sysop
Fast jeder dritte Fahrschüler fällt laut einer Studie des Autoclub Europa beim ersten Versuch durch die Führerscheinprüfung. Schuld daran sind nach Ansicht des ACE aber nicht allein die Prüflinge, sondern auch die geldgierigen Ausbilder.
Also: Durchfallen in der theoretischen Prüfung ist sowieso entweder ein zeichen von Faulheit (meistens) oder Dummheit. Die könnte ja ein(e) Jeder/Jede schaffen. Die praktische Prüfung ist deshalb nicht einfach, weil es sicher k.o.-Kriterien gibt, die einem schon während der Lehrzeit eingebläut werden aber sehr zum Prüfungsstress beitragen.
Tatsache ist, das bei der heutigen Verkehrsdichte das erlernen des Autofahrens nicht so einfach ist. Ein mehrstufiges Verfahren unter Einbeziehung des ausgeweiteten begleitenden Fahrens wäre sicher gut. Dagegen würde aber die Lobby der Fahrschulen mit Hinweis auf die Verkehrssicherheit Sturm laufen. Die wollten doch auch weiter an den Schulungen zur sinnlosen MPU verdienen. Wichtig wäre meiner Meinung nach auch, daß sich Fahrlehrer und Prüfer nicht kennen. Das ist lediglich eine Organisationsfrage. Richtig Autofahren lernt man ohnehin erst in der Praxis. Die hohen Unfallzahlen sind sicher eher Überschätzung als pures Nichtkönnen. Das hängt auch mit dem Hormonspiegel der Altersklasse zusammen. Das ist jedoch nicht die Schuld der Fahrschulen sondern in Kombination mit spätpubertären Problemen die völlig falsche Verkehrsüberwachung, die zwar zur automatischen Erfassung von Massendelikten führt aber nicht in der Lage ist per Zivilstreife die wahren Hell-Driver zu eliminieren und den Führersschein auf der Stelle einzuziehen!
Übrigens: Der Führerschein war für junge Leute immer teuer. Auf dem Klassentreffen erzählten mir zwei Frauen unabhängig voneinander, daß sie in den 60er Jahren als junge Fahrschülerinnen von ihrem jeweiligen Fahrlehrer zeimlich unsittlich berührt worden sind. Gibt es in zeiten von face-book und Twitter bestimmt nicht mehr!

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sso82 22.01.2013, 14:54
14. elecherc

Die Durchfallquote sagt ja über die Qualität der Ausbildung nichts aus. Wenn die Daten an der Tür ausgehangen werden müssen dann lässt halt jede Fahrschule den Schüler erst nach 100 Stunden für die Prüfung zu. Wenn schon müsste an der Tür der durchschnittliche Preis bis zum Bestehen der letzten Prüfung ausgehangen werden. Dies ist die aussagekräftigste Zahl. Allerdings muss man dies dann auch bei allen Handwerksbetrieben etc. machen und auch bei allen Produkten die man im Laden kaufen kann (etwa bei Elektrogeräten die Ausfallquote berücksichtigen etc). Welche Auswirkungen das auf die Wirtschaft hätte steht in den Sternen.

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koslowski12 22.01.2013, 15:05
15. optional

Der Zusammenhang dürfte wohl eher an der schlechten Schulbildung vieler Fahrschüler liegen.

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timmeyy 22.01.2013, 15:07
16.

Zitat von DonCarlos
Es gab natürlich schon damals die Geiz-ist-geil-Fraktion. Die hat trotz Warnung der Fahrlehrer nur die erforderlichen Anzahl von Stunden gemacht.
Die erforderliche Anzahl gibt es ja so quasi nicht mehr. Pflicht sind nur die 12 Sonderfahrten (3x Nacht, 4x Autobahn, 5x Überland), aber darauf lässt sich sicher kein Fahrlehrer ein. ;-)

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Ragnar the Bold 22.01.2013, 15:11
17.

Zitat von z_beeblebrox
Apropos Straßenverkehr: Früher hielt die Polizei noch Fahrradfahrer ohne ausreichende Belechtung an - selbst am hellichten Tage! Heute fahren u.a. Mountainbiker komplett OHNE irgend eine Lichtanlage montiert zu haben, selbst in der dunkelsten Nacht munter herum, ohne dass es der Polizei groß stört.
Blödsinn, hier müssen Radfahrer mehr aufpassen und werden häufiger kontrolliert als Autofahrer. Zu Semesterbeginn lässt man sie immer im Ungewissen, bis sie sich sicher fühlen und dann werden kollektiv alle geschlachtet werden. Deshalb fährt hier der Großteil der Radfahrer auch mit Licht.

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herrbianco 22.01.2013, 15:17
18. Die Fahrschulen?

Gebührenschneider Nr 1 sind nach meiner Wahrnehmung der TÜV und wahrscheinlich auch die DEKRA.
Die verdienen mit sehr überschaubarem Aufwand Milliarden an zwangsweise erteilten Gutachten, egal ob Fahrzeuguntersuchungen (die ich grundsätzlich sinnvoll finde), Fahrprüfungen (dito!) oder MPUs (Nein - ich bin kein Betroffener...)
Wegen was für Bagatellen die mich mit Motorrädern, die eigentlich 1a im Lack stehen, schon zur Nachprüfung da haben aufschlagen lassen - das gibt's in keinem Russenfilm!
Und es geht die Mär, dass man niemals eine MPU im ersten Anlauf besteht, warum soll das Prinzip bei Fahrprüfungen anders sein?
Wenn die Bananenrepublik Deutschland mir 80 Mio potentielle Opfer zwangsvorführen würde, würde ich die auch auspressen, bis nicht mal mehr Blut kommt und den Rest noch in die Trestermühle stecken.
Für nahe bei nix!! - Ist doch super! :-)

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Hamstor1 22.01.2013, 15:22
19. Das hatten wir schonmal...

Der Motorradführerschein wurde zur Freude der Fahrschulen so lange exorbitant teurer, bis ihn heute kaum noch jemand machen will oder kann. Was mal als viel zu laxe Ausbildung mit vielen Verkehrsopfern begann, endet heute im Gegenteil. In einer überzogen teuren Ausbildung, die sich keiner mehr leisten will. Da hat die Lobby wohl zulange am eigenen Stuhl gesägt...

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